StKorth_privat
Aktives Mitglied
…und endlich wieder einmal eine Heimatrunde mit dem 12“-Dobson! Milchstraße über Osterath, wenn auch vorstadttrüb – aber das lässt Gutes erwarten!
M 14
Bei 115x diffuse ovale Wolke, bei 214x kommen dann doch ein paar Dutzend Einzelsterne vor einem milchigen Hintergrund zum Vorschein.
NGC 6366
Ungewöhnlicher Kugelhaufen nur wenige Bogenminuten östlich von 47 Oph. Eine Ansammlung von 5 Einzelsternen 10 – 12. Größe, bei indirektem Sehen taucht bei 214x nach und nach ein leicht nach Osten versetzter rundlicher Schimmer im Hintergrund auf – schwieriges Objekt für den Osterather Himmel. 428x hilft da noch etwas, um mehr Einzelsterne hervorzupuhlen.
Struve 2191
Schöner weiter Doppelstern südlich von M 14, die Komponenten haben 7. bzw. 8. Größe, lt. Katalog rund 26“ getrennt.
M 16
Den Anfang macht die Kombination 31mm-Nagler / Lumicon OIII (48x). Trapezförmige Kontur des Nebels, auch mit Filter ist der eingebettete Sternhaufen gut zu sehen. Und dann die Kombi 21mm-Ethos / Baader OIII-Filter (71x, 4 nm HWB) – tja, das Baader-Teil ist einmal mehr ein Lumicon-Killer! Besserer Kontrast zum Himmelhintergrund, strukturiertere flockige Details, auch der Sternhaufen ist noch gut zu sehen – wunderbar! Bei der Kombi 31mm-Nagler / Baader H-beta-Filter ist der Nebel deutlich schwächer, hat aber auch eine andere Struktur – der südliche „Balken“ scheint zu fehlen.
M 17
Der „Schwan“ – das flext einem alles Weg: Wie eine in die Breite gezogene „2“, sehr viel höhere Flächenhelligkeit als M 16, starker Kontrast – und auch die Außenbezirke sind als feines „Geflirre“ auszumachen. Spektakulärer Anblick bei 72x und mit OIII-Filter (ab jetzt nur die Baader-Variante, Lumicon darf im Filterkoffer schmollen). H-beta bringt hier übrigens gar nichts.
DWB 35/41
Nachtrag zu den HII-Regionen um Gamma Cygni: Verwaschene strukturlose Aufhellung, dauert einen Moment, das Objekt zu „greifen“, aber dann ist es da. 31mm-Nagler + H-beta (48x).
DWB 111
Der „Propeller-Nebel“ – sehr knifflig für mich. Der nördliche Teil ist heller, wie ein diffuser länglicher Balken, geht nur indirekt. Der südliche Part ist kaum zu erahnen. Auch hier wieder die Kombi 31mm-Nagler + H-beta (48x).
DWB 34
Dickes Brett, aber die Sternhaufen M 29 und Dolidze 5 helfen bei der Orientierung. Der West-„Balken“ ist als langgestreckte Aufhellung indirekt auszumachen, schwierig. Das Feld von 1,6 Grad ist fast schon zu klein (31mm-Nagler + H-beta (48x)).
IC 5068
Der Cygnus-Arc südlich vom Nordamerika-Nebel – eine Abfolge von Aufhellungen, der westlichste Teil ist am einfachsten auszumachen. Dauert ein paar Atemzüge, aber dann habe ich ihn so sicher wie den Pelikan. Weitere Strukturen sind nicht erkennbar (31mm-Nagler + H-beta (48x)).
M 72
Standortwechsel – jetzt ein Kugelhaufen im Aquarius. Bei 72x säuft er fast im Hintergrund ab, bei 167x dann sicher und einfach zu finden – deutlich kleiner und schwächer als M 14. Bei 214x etwas grisselig, bei 423x sind erste Einzelsterne zu sehen. Helligkeitszunahme zum Zentrum hin eher mäßig.
NGC 7009
Der Saturnnebel – schon ohne Filter ist dieser PN bei 115x sehr leicht als türkises Oval zu sehen. 167x / 214x / 423x bringen schrittweise die elliptische Kontur etwas definierter zum Vorschein, ab 214x ist dann auch die zentrale Abdunkelung zu erkennen. OIII-Filter bringt keinen Gewinn. Im StarAnalyzer ist bei 115x zum blauen Ende hin noch ein Zusatz-Bild zu erahnen.
NGC 7331
Die Supernova 2025 rbs ist schon mit 115x zu sehen, besser hervorgehoben dann bei 214x, einfach bei 423x – wobei die Helligkeitsschätzung wegen des nahen Kerngebietes knifflig ist. Ich tippe auf ca. 14 mag.
NGC 7317/18/19/20
„Stephan’s Quintet“ – ich sehe es nur als Quartett, NGC 7318 kann ich nicht trennen – so nett es ist, diese kompakte und fluffige Galaxiengruppe zu knacken, hier bin ich am Limit, die schwächste Galaxie ist dann aber auch schon bei 13.5 mag. 423x hilft ungemein bei der Erkennung und Identifizierung.
IC 1311
Offener Sternhaufen auch im Gamma Cygni – Nebelkomplex – wollte ich immer schon einmal knacken. Ein Stern 10. Größe, nördlich davon dann indirekt noch ein gutes Dutzend Sterne bis 15. Größe indirekt zu sehen – Haken dran! 423x.
Do 5
Jetzt die Gegend bei DWB34 ohne Filter, damit ich den Sternhaufen auch einmal sehen kann. Sehr lockerer Sternhaufen, der hellste Einzelstern bei ca. 6. Größe, ist ein schöner, weiter Doppelstern (Struve 2668, Begleiter ca. 8,4 mag, ca. 3,4“ getrennt). Zum Einstellen hilft 72x, 115x gibt einen besseren Überblick über den Sternhaufen.
Berkley 86
Lockere Gruppe von 10 Sternen 10. – 11. Größe, nettes Doppelsternchen am Südrand, 167x.
M 15
Der eindeutig hellste Kugelhaufen heute Nacht, das mäßig gute Seeing lässt Vergrößerung bis 423x zu – auffällig die hohe Helligkeitszunahme zum Zentrum hin. OIII-Filter eingeschraubt – aber ich habe nicht den Eindruck, Pease 1 sehen zu können. Wird wohl etwas für große Öffnung werden.
Zirrus-Nebel
Das beste zum Schluss, ich bin völlig von den Socken, so habe ich diesen Supernova-Rest noch nie zuvor aus dem Rheinland gesehen! Aber der Reihe nach:
NGC 6960 = Sturmvogel
Scharfe Filamente, speziell nach Westen hin, die Nordspitze messerscharf, das Südende in zwei Filamentbündel gegabelt.
NGC 6992 + NGC 6995 + IC 1340 = Knochenhand
Alles klar, hoher Kontrast, auch die Anteile zum Nebelzentrum hin sind erkennbar.
Pickerings Dreieck
Einfach zu sehen, wie ein feines Nebelgewebe in sternreichem Umfeld.
NGC 6974/9
Schwieriger als Pickerings Dreieck, aber immer noch gut zu erkennen, auch sehr faserig.
Aber nun die Neuheiten, es empfiehlt sich ein Blick auf https://www.astromerk.de/logbuch/2013/185-simeis-3-201-oder-der-suedbogen-vom-cirruskomplex.html:
C + D von der Gottlieb´schen Karte / Anhängsel südöstlich des Sturmvogel
Indirekt sofort erkennbar, nach einer Weile auch als Filamente zu sehen – ich bin entzückt!
G von der Gottlieb-Karte, Nahe dem Nebelzentrum
Nur indirekt erkennbar, schwierig, aber sicher geknackt.
Simeis 3-210 = A von der Gottlieb-Karte
Nur indirekt sichtbar, ein Stern 9. Größe stört etwas, aber das Teil ist sicher gesehen worden.
H von der Gottlieb-Karte = „mein“ Korth 1
Kompaktes, knolliges Fleckchen, einfach zu erkennen.
Ärgerlich, dass ich mir die Gottlieb-Karte nicht vorher angesehen habe, dann wären Komponenten E, J, I sicher auch noch fällig gewesen.
Dieser Abschluss war jedenfalls die Krönung des Abends, an diesem Nebel kann ich mich nicht sattsehen. Und auch hier war ein Dreamteam im Okularauszug: Nagler 31mm + Baader OIII-Filter!
Sommerspaziergang am 18./19.8.2025
…und endlich wieder einmal eine Heimatrunde mit dem 12“-Dobson! Milchstraße über Osterath, wenn auch vorstadttrüb – aber das lässt Gutes erwarten!
M 14
Bei 115x diffuse ovale Wolke, bei 214x kommen dann doch ein paar Dutzend Einzelsterne vor einem milchigen Hintergrund zum Vorschein.
NGC 6366
Ungewöhnlicher Kugelhaufen nur wenige Bogenminuten östlich von 47 Oph. Eine Ansammlung von 5 Einzelsternen 10 – 12. Größe, bei indirektem Sehen taucht bei 214x nach und nach ein leicht nach Osten versetzter rundlicher Schimmer im Hintergrund auf – schwieriges Objekt für den Osterather Himmel. 428x hilft da noch etwas, um mehr Einzelsterne hervorzupuhlen.
Struve 2191
Schöner weiter Doppelstern südlich von M 14, die Komponenten haben 7. bzw. 8. Größe, lt. Katalog rund 26“ getrennt.
M 16
Den Anfang macht die Kombination 31mm-Nagler / Lumicon OIII (48x). Trapezförmige Kontur des Nebels, auch mit Filter ist der eingebettete Sternhaufen gut zu sehen. Und dann die Kombi 21mm-Ethos / Baader OIII-Filter (71x, 4 nm HWB) – tja, das Baader-Teil ist einmal mehr ein Lumicon-Killer! Besserer Kontrast zum Himmelhintergrund, strukturiertere flockige Details, auch der Sternhaufen ist noch gut zu sehen – wunderbar! Bei der Kombi 31mm-Nagler / Baader H-beta-Filter ist der Nebel deutlich schwächer, hat aber auch eine andere Struktur – der südliche „Balken“ scheint zu fehlen.
M 17
Der „Schwan“ – das flext einem alles Weg: Wie eine in die Breite gezogene „2“, sehr viel höhere Flächenhelligkeit als M 16, starker Kontrast – und auch die Außenbezirke sind als feines „Geflirre“ auszumachen. Spektakulärer Anblick bei 72x und mit OIII-Filter (ab jetzt nur die Baader-Variante, Lumicon darf im Filterkoffer schmollen). H-beta bringt hier übrigens gar nichts.
DWB 35/41
Nachtrag zu den HII-Regionen um Gamma Cygni: Verwaschene strukturlose Aufhellung, dauert einen Moment, das Objekt zu „greifen“, aber dann ist es da. 31mm-Nagler + H-beta (48x).
DWB 111
Der „Propeller-Nebel“ – sehr knifflig für mich. Der nördliche Teil ist heller, wie ein diffuser länglicher Balken, geht nur indirekt. Der südliche Part ist kaum zu erahnen. Auch hier wieder die Kombi 31mm-Nagler + H-beta (48x).
DWB 34
Dickes Brett, aber die Sternhaufen M 29 und Dolidze 5 helfen bei der Orientierung. Der West-„Balken“ ist als langgestreckte Aufhellung indirekt auszumachen, schwierig. Das Feld von 1,6 Grad ist fast schon zu klein (31mm-Nagler + H-beta (48x)).
IC 5068
Der Cygnus-Arc südlich vom Nordamerika-Nebel – eine Abfolge von Aufhellungen, der westlichste Teil ist am einfachsten auszumachen. Dauert ein paar Atemzüge, aber dann habe ich ihn so sicher wie den Pelikan. Weitere Strukturen sind nicht erkennbar (31mm-Nagler + H-beta (48x)).
M 72
Standortwechsel – jetzt ein Kugelhaufen im Aquarius. Bei 72x säuft er fast im Hintergrund ab, bei 167x dann sicher und einfach zu finden – deutlich kleiner und schwächer als M 14. Bei 214x etwas grisselig, bei 423x sind erste Einzelsterne zu sehen. Helligkeitszunahme zum Zentrum hin eher mäßig.
NGC 7009
Der Saturnnebel – schon ohne Filter ist dieser PN bei 115x sehr leicht als türkises Oval zu sehen. 167x / 214x / 423x bringen schrittweise die elliptische Kontur etwas definierter zum Vorschein, ab 214x ist dann auch die zentrale Abdunkelung zu erkennen. OIII-Filter bringt keinen Gewinn. Im StarAnalyzer ist bei 115x zum blauen Ende hin noch ein Zusatz-Bild zu erahnen.
NGC 7331
Die Supernova 2025 rbs ist schon mit 115x zu sehen, besser hervorgehoben dann bei 214x, einfach bei 423x – wobei die Helligkeitsschätzung wegen des nahen Kerngebietes knifflig ist. Ich tippe auf ca. 14 mag.
NGC 7317/18/19/20
„Stephan’s Quintet“ – ich sehe es nur als Quartett, NGC 7318 kann ich nicht trennen – so nett es ist, diese kompakte und fluffige Galaxiengruppe zu knacken, hier bin ich am Limit, die schwächste Galaxie ist dann aber auch schon bei 13.5 mag. 423x hilft ungemein bei der Erkennung und Identifizierung.
IC 1311
Offener Sternhaufen auch im Gamma Cygni – Nebelkomplex – wollte ich immer schon einmal knacken. Ein Stern 10. Größe, nördlich davon dann indirekt noch ein gutes Dutzend Sterne bis 15. Größe indirekt zu sehen – Haken dran! 423x.
Do 5
Jetzt die Gegend bei DWB34 ohne Filter, damit ich den Sternhaufen auch einmal sehen kann. Sehr lockerer Sternhaufen, der hellste Einzelstern bei ca. 6. Größe, ist ein schöner, weiter Doppelstern (Struve 2668, Begleiter ca. 8,4 mag, ca. 3,4“ getrennt). Zum Einstellen hilft 72x, 115x gibt einen besseren Überblick über den Sternhaufen.
Berkley 86
Lockere Gruppe von 10 Sternen 10. – 11. Größe, nettes Doppelsternchen am Südrand, 167x.
M 15
Der eindeutig hellste Kugelhaufen heute Nacht, das mäßig gute Seeing lässt Vergrößerung bis 423x zu – auffällig die hohe Helligkeitszunahme zum Zentrum hin. OIII-Filter eingeschraubt – aber ich habe nicht den Eindruck, Pease 1 sehen zu können. Wird wohl etwas für große Öffnung werden.
Zirrus-Nebel
Das beste zum Schluss, ich bin völlig von den Socken, so habe ich diesen Supernova-Rest noch nie zuvor aus dem Rheinland gesehen! Aber der Reihe nach:
NGC 6960 = Sturmvogel
Scharfe Filamente, speziell nach Westen hin, die Nordspitze messerscharf, das Südende in zwei Filamentbündel gegabelt.
NGC 6992 + NGC 6995 + IC 1340 = Knochenhand
Alles klar, hoher Kontrast, auch die Anteile zum Nebelzentrum hin sind erkennbar.
Pickerings Dreieck
Einfach zu sehen, wie ein feines Nebelgewebe in sternreichem Umfeld.
NGC 6974/9
Schwieriger als Pickerings Dreieck, aber immer noch gut zu erkennen, auch sehr faserig.
Aber nun die Neuheiten, es empfiehlt sich ein Blick auf https://www.astromerk.de/logbuch/2013/185-simeis-3-201-oder-der-suedbogen-vom-cirruskomplex.html:
C + D von der Gottlieb´schen Karte / Anhängsel südöstlich des Sturmvogel
Indirekt sofort erkennbar, nach einer Weile auch als Filamente zu sehen – ich bin entzückt!
G von der Gottlieb-Karte, Nahe dem Nebelzentrum
Nur indirekt erkennbar, schwierig, aber sicher geknackt.
Simeis 3-210 = A von der Gottlieb-Karte
Nur indirekt sichtbar, ein Stern 9. Größe stört etwas, aber das Teil ist sicher gesehen worden.
H von der Gottlieb-Karte = „mein“ Korth 1
Kompaktes, knolliges Fleckchen, einfach zu erkennen.
Ärgerlich, dass ich mir die Gottlieb-Karte nicht vorher angesehen habe, dann wären Komponenten E, J, I sicher auch noch fällig gewesen.
Dieser Abschluss war jedenfalls die Krönung des Abends, an diesem Nebel kann ich mich nicht sattsehen. Und auch hier war ein Dreamteam im Okularauszug: Nagler 31mm + Baader OIII-Filter!
Clear Skies!
Stefan Korth
M 14
Bei 115x diffuse ovale Wolke, bei 214x kommen dann doch ein paar Dutzend Einzelsterne vor einem milchigen Hintergrund zum Vorschein.
NGC 6366
Ungewöhnlicher Kugelhaufen nur wenige Bogenminuten östlich von 47 Oph. Eine Ansammlung von 5 Einzelsternen 10 – 12. Größe, bei indirektem Sehen taucht bei 214x nach und nach ein leicht nach Osten versetzter rundlicher Schimmer im Hintergrund auf – schwieriges Objekt für den Osterather Himmel. 428x hilft da noch etwas, um mehr Einzelsterne hervorzupuhlen.
Struve 2191
Schöner weiter Doppelstern südlich von M 14, die Komponenten haben 7. bzw. 8. Größe, lt. Katalog rund 26“ getrennt.
M 16
Den Anfang macht die Kombination 31mm-Nagler / Lumicon OIII (48x). Trapezförmige Kontur des Nebels, auch mit Filter ist der eingebettete Sternhaufen gut zu sehen. Und dann die Kombi 21mm-Ethos / Baader OIII-Filter (71x, 4 nm HWB) – tja, das Baader-Teil ist einmal mehr ein Lumicon-Killer! Besserer Kontrast zum Himmelhintergrund, strukturiertere flockige Details, auch der Sternhaufen ist noch gut zu sehen – wunderbar! Bei der Kombi 31mm-Nagler / Baader H-beta-Filter ist der Nebel deutlich schwächer, hat aber auch eine andere Struktur – der südliche „Balken“ scheint zu fehlen.
M 17
Der „Schwan“ – das flext einem alles Weg: Wie eine in die Breite gezogene „2“, sehr viel höhere Flächenhelligkeit als M 16, starker Kontrast – und auch die Außenbezirke sind als feines „Geflirre“ auszumachen. Spektakulärer Anblick bei 72x und mit OIII-Filter (ab jetzt nur die Baader-Variante, Lumicon darf im Filterkoffer schmollen). H-beta bringt hier übrigens gar nichts.
DWB 35/41
Nachtrag zu den HII-Regionen um Gamma Cygni: Verwaschene strukturlose Aufhellung, dauert einen Moment, das Objekt zu „greifen“, aber dann ist es da. 31mm-Nagler + H-beta (48x).
DWB 111
Der „Propeller-Nebel“ – sehr knifflig für mich. Der nördliche Teil ist heller, wie ein diffuser länglicher Balken, geht nur indirekt. Der südliche Part ist kaum zu erahnen. Auch hier wieder die Kombi 31mm-Nagler + H-beta (48x).
DWB 34
Dickes Brett, aber die Sternhaufen M 29 und Dolidze 5 helfen bei der Orientierung. Der West-„Balken“ ist als langgestreckte Aufhellung indirekt auszumachen, schwierig. Das Feld von 1,6 Grad ist fast schon zu klein (31mm-Nagler + H-beta (48x)).
IC 5068
Der Cygnus-Arc südlich vom Nordamerika-Nebel – eine Abfolge von Aufhellungen, der westlichste Teil ist am einfachsten auszumachen. Dauert ein paar Atemzüge, aber dann habe ich ihn so sicher wie den Pelikan. Weitere Strukturen sind nicht erkennbar (31mm-Nagler + H-beta (48x)).
M 72
Standortwechsel – jetzt ein Kugelhaufen im Aquarius. Bei 72x säuft er fast im Hintergrund ab, bei 167x dann sicher und einfach zu finden – deutlich kleiner und schwächer als M 14. Bei 214x etwas grisselig, bei 423x sind erste Einzelsterne zu sehen. Helligkeitszunahme zum Zentrum hin eher mäßig.
NGC 7009
Der Saturnnebel – schon ohne Filter ist dieser PN bei 115x sehr leicht als türkises Oval zu sehen. 167x / 214x / 423x bringen schrittweise die elliptische Kontur etwas definierter zum Vorschein, ab 214x ist dann auch die zentrale Abdunkelung zu erkennen. OIII-Filter bringt keinen Gewinn. Im StarAnalyzer ist bei 115x zum blauen Ende hin noch ein Zusatz-Bild zu erahnen.
NGC 7331
Die Supernova 2025 rbs ist schon mit 115x zu sehen, besser hervorgehoben dann bei 214x, einfach bei 423x – wobei die Helligkeitsschätzung wegen des nahen Kerngebietes knifflig ist. Ich tippe auf ca. 14 mag.
NGC 7317/18/19/20
„Stephan’s Quintet“ – ich sehe es nur als Quartett, NGC 7318 kann ich nicht trennen – so nett es ist, diese kompakte und fluffige Galaxiengruppe zu knacken, hier bin ich am Limit, die schwächste Galaxie ist dann aber auch schon bei 13.5 mag. 423x hilft ungemein bei der Erkennung und Identifizierung.
IC 1311
Offener Sternhaufen auch im Gamma Cygni – Nebelkomplex – wollte ich immer schon einmal knacken. Ein Stern 10. Größe, nördlich davon dann indirekt noch ein gutes Dutzend Sterne bis 15. Größe indirekt zu sehen – Haken dran! 423x.
Do 5
Jetzt die Gegend bei DWB34 ohne Filter, damit ich den Sternhaufen auch einmal sehen kann. Sehr lockerer Sternhaufen, der hellste Einzelstern bei ca. 6. Größe, ist ein schöner, weiter Doppelstern (Struve 2668, Begleiter ca. 8,4 mag, ca. 3,4“ getrennt). Zum Einstellen hilft 72x, 115x gibt einen besseren Überblick über den Sternhaufen.
Berkley 86
Lockere Gruppe von 10 Sternen 10. – 11. Größe, nettes Doppelsternchen am Südrand, 167x.
M 15
Der eindeutig hellste Kugelhaufen heute Nacht, das mäßig gute Seeing lässt Vergrößerung bis 423x zu – auffällig die hohe Helligkeitszunahme zum Zentrum hin. OIII-Filter eingeschraubt – aber ich habe nicht den Eindruck, Pease 1 sehen zu können. Wird wohl etwas für große Öffnung werden.
Zirrus-Nebel
Das beste zum Schluss, ich bin völlig von den Socken, so habe ich diesen Supernova-Rest noch nie zuvor aus dem Rheinland gesehen! Aber der Reihe nach:
NGC 6960 = Sturmvogel
Scharfe Filamente, speziell nach Westen hin, die Nordspitze messerscharf, das Südende in zwei Filamentbündel gegabelt.
NGC 6992 + NGC 6995 + IC 1340 = Knochenhand
Alles klar, hoher Kontrast, auch die Anteile zum Nebelzentrum hin sind erkennbar.
Pickerings Dreieck
Einfach zu sehen, wie ein feines Nebelgewebe in sternreichem Umfeld.
NGC 6974/9
Schwieriger als Pickerings Dreieck, aber immer noch gut zu erkennen, auch sehr faserig.
Aber nun die Neuheiten, es empfiehlt sich ein Blick auf https://www.astromerk.de/logbuch/2013/185-simeis-3-201-oder-der-suedbogen-vom-cirruskomplex.html:
C + D von der Gottlieb´schen Karte / Anhängsel südöstlich des Sturmvogel
Indirekt sofort erkennbar, nach einer Weile auch als Filamente zu sehen – ich bin entzückt!
G von der Gottlieb-Karte, Nahe dem Nebelzentrum
Nur indirekt erkennbar, schwierig, aber sicher geknackt.
Simeis 3-210 = A von der Gottlieb-Karte
Nur indirekt sichtbar, ein Stern 9. Größe stört etwas, aber das Teil ist sicher gesehen worden.
H von der Gottlieb-Karte = „mein“ Korth 1
Kompaktes, knolliges Fleckchen, einfach zu erkennen.
Ärgerlich, dass ich mir die Gottlieb-Karte nicht vorher angesehen habe, dann wären Komponenten E, J, I sicher auch noch fällig gewesen.
Dieser Abschluss war jedenfalls die Krönung des Abends, an diesem Nebel kann ich mich nicht sattsehen. Und auch hier war ein Dreamteam im Okularauszug: Nagler 31mm + Baader OIII-Filter!
Sommerspaziergang am 18./19.8.2025
…und endlich wieder einmal eine Heimatrunde mit dem 12“-Dobson! Milchstraße über Osterath, wenn auch vorstadttrüb – aber das lässt Gutes erwarten!
M 14
Bei 115x diffuse ovale Wolke, bei 214x kommen dann doch ein paar Dutzend Einzelsterne vor einem milchigen Hintergrund zum Vorschein.
NGC 6366
Ungewöhnlicher Kugelhaufen nur wenige Bogenminuten östlich von 47 Oph. Eine Ansammlung von 5 Einzelsternen 10 – 12. Größe, bei indirektem Sehen taucht bei 214x nach und nach ein leicht nach Osten versetzter rundlicher Schimmer im Hintergrund auf – schwieriges Objekt für den Osterather Himmel. 428x hilft da noch etwas, um mehr Einzelsterne hervorzupuhlen.
Struve 2191
Schöner weiter Doppelstern südlich von M 14, die Komponenten haben 7. bzw. 8. Größe, lt. Katalog rund 26“ getrennt.
M 16
Den Anfang macht die Kombination 31mm-Nagler / Lumicon OIII (48x). Trapezförmige Kontur des Nebels, auch mit Filter ist der eingebettete Sternhaufen gut zu sehen. Und dann die Kombi 21mm-Ethos / Baader OIII-Filter (71x, 4 nm HWB) – tja, das Baader-Teil ist einmal mehr ein Lumicon-Killer! Besserer Kontrast zum Himmelhintergrund, strukturiertere flockige Details, auch der Sternhaufen ist noch gut zu sehen – wunderbar! Bei der Kombi 31mm-Nagler / Baader H-beta-Filter ist der Nebel deutlich schwächer, hat aber auch eine andere Struktur – der südliche „Balken“ scheint zu fehlen.
M 17
Der „Schwan“ – das flext einem alles Weg: Wie eine in die Breite gezogene „2“, sehr viel höhere Flächenhelligkeit als M 16, starker Kontrast – und auch die Außenbezirke sind als feines „Geflirre“ auszumachen. Spektakulärer Anblick bei 72x und mit OIII-Filter (ab jetzt nur die Baader-Variante, Lumicon darf im Filterkoffer schmollen). H-beta bringt hier übrigens gar nichts.
DWB 35/41
Nachtrag zu den HII-Regionen um Gamma Cygni: Verwaschene strukturlose Aufhellung, dauert einen Moment, das Objekt zu „greifen“, aber dann ist es da. 31mm-Nagler + H-beta (48x).
DWB 111
Der „Propeller-Nebel“ – sehr knifflig für mich. Der nördliche Teil ist heller, wie ein diffuser länglicher Balken, geht nur indirekt. Der südliche Part ist kaum zu erahnen. Auch hier wieder die Kombi 31mm-Nagler + H-beta (48x).
DWB 34
Dickes Brett, aber die Sternhaufen M 29 und Dolidze 5 helfen bei der Orientierung. Der West-„Balken“ ist als langgestreckte Aufhellung indirekt auszumachen, schwierig. Das Feld von 1,6 Grad ist fast schon zu klein (31mm-Nagler + H-beta (48x)).
IC 5068
Der Cygnus-Arc südlich vom Nordamerika-Nebel – eine Abfolge von Aufhellungen, der westlichste Teil ist am einfachsten auszumachen. Dauert ein paar Atemzüge, aber dann habe ich ihn so sicher wie den Pelikan. Weitere Strukturen sind nicht erkennbar (31mm-Nagler + H-beta (48x)).
M 72
Standortwechsel – jetzt ein Kugelhaufen im Aquarius. Bei 72x säuft er fast im Hintergrund ab, bei 167x dann sicher und einfach zu finden – deutlich kleiner und schwächer als M 14. Bei 214x etwas grisselig, bei 423x sind erste Einzelsterne zu sehen. Helligkeitszunahme zum Zentrum hin eher mäßig.
NGC 7009
Der Saturnnebel – schon ohne Filter ist dieser PN bei 115x sehr leicht als türkises Oval zu sehen. 167x / 214x / 423x bringen schrittweise die elliptische Kontur etwas definierter zum Vorschein, ab 214x ist dann auch die zentrale Abdunkelung zu erkennen. OIII-Filter bringt keinen Gewinn. Im StarAnalyzer ist bei 115x zum blauen Ende hin noch ein Zusatz-Bild zu erahnen.
NGC 7331
Die Supernova 2025 rbs ist schon mit 115x zu sehen, besser hervorgehoben dann bei 214x, einfach bei 423x – wobei die Helligkeitsschätzung wegen des nahen Kerngebietes knifflig ist. Ich tippe auf ca. 14 mag.
NGC 7317/18/19/20
„Stephan’s Quintet“ – ich sehe es nur als Quartett, NGC 7318 kann ich nicht trennen – so nett es ist, diese kompakte und fluffige Galaxiengruppe zu knacken, hier bin ich am Limit, die schwächste Galaxie ist dann aber auch schon bei 13.5 mag. 423x hilft ungemein bei der Erkennung und Identifizierung.
IC 1311
Offener Sternhaufen auch im Gamma Cygni – Nebelkomplex – wollte ich immer schon einmal knacken. Ein Stern 10. Größe, nördlich davon dann indirekt noch ein gutes Dutzend Sterne bis 15. Größe indirekt zu sehen – Haken dran! 423x.
Do 5
Jetzt die Gegend bei DWB34 ohne Filter, damit ich den Sternhaufen auch einmal sehen kann. Sehr lockerer Sternhaufen, der hellste Einzelstern bei ca. 6. Größe, ist ein schöner, weiter Doppelstern (Struve 2668, Begleiter ca. 8,4 mag, ca. 3,4“ getrennt). Zum Einstellen hilft 72x, 115x gibt einen besseren Überblick über den Sternhaufen.
Berkley 86
Lockere Gruppe von 10 Sternen 10. – 11. Größe, nettes Doppelsternchen am Südrand, 167x.
M 15
Der eindeutig hellste Kugelhaufen heute Nacht, das mäßig gute Seeing lässt Vergrößerung bis 423x zu – auffällig die hohe Helligkeitszunahme zum Zentrum hin. OIII-Filter eingeschraubt – aber ich habe nicht den Eindruck, Pease 1 sehen zu können. Wird wohl etwas für große Öffnung werden.
Zirrus-Nebel
Das beste zum Schluss, ich bin völlig von den Socken, so habe ich diesen Supernova-Rest noch nie zuvor aus dem Rheinland gesehen! Aber der Reihe nach:
NGC 6960 = Sturmvogel
Scharfe Filamente, speziell nach Westen hin, die Nordspitze messerscharf, das Südende in zwei Filamentbündel gegabelt.
NGC 6992 + NGC 6995 + IC 1340 = Knochenhand
Alles klar, hoher Kontrast, auch die Anteile zum Nebelzentrum hin sind erkennbar.
Pickerings Dreieck
Einfach zu sehen, wie ein feines Nebelgewebe in sternreichem Umfeld.
NGC 6974/9
Schwieriger als Pickerings Dreieck, aber immer noch gut zu erkennen, auch sehr faserig.
Aber nun die Neuheiten, es empfiehlt sich ein Blick auf https://www.astromerk.de/logbuch/2013/185-simeis-3-201-oder-der-suedbogen-vom-cirruskomplex.html:
C + D von der Gottlieb´schen Karte / Anhängsel südöstlich des Sturmvogel
Indirekt sofort erkennbar, nach einer Weile auch als Filamente zu sehen – ich bin entzückt!
G von der Gottlieb-Karte, Nahe dem Nebelzentrum
Nur indirekt erkennbar, schwierig, aber sicher geknackt.
Simeis 3-210 = A von der Gottlieb-Karte
Nur indirekt sichtbar, ein Stern 9. Größe stört etwas, aber das Teil ist sicher gesehen worden.
H von der Gottlieb-Karte = „mein“ Korth 1
Kompaktes, knolliges Fleckchen, einfach zu erkennen.
Ärgerlich, dass ich mir die Gottlieb-Karte nicht vorher angesehen habe, dann wären Komponenten E, J, I sicher auch noch fällig gewesen.
Dieser Abschluss war jedenfalls die Krönung des Abends, an diesem Nebel kann ich mich nicht sattsehen. Und auch hier war ein Dreamteam im Okularauszug: Nagler 31mm + Baader OIII-Filter!
Clear Skies!
Stefan Korth