Sommerzeit Planungszeit :) Ziel Astrofotografie :)

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Tesserakt

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Aloha liebe Gemeinde :)
Nachdem Ihr mich im letztem Jahr so Spitze mit meiner Dobson Anschaffung beraten habt, hat mich nun völlig die Astrosucht gepackt und ich würde meine Möglichkeiten gerne noch etwas ausbauen und in die Astrofotografie hinein schnuppern :)
Zumindest will ich mir erstmal darüber klar werden was ich überhaupt möchte :)

Also in meinem Kopf schwirren 3 Optionen herum wie ich an die Sache heran gehen könnte....

1.) Die Kostenintensivste denke ich

Meinen GSO 880 (1250mm Brennweite) auf eine EQ6 schnallen

Die Nachteile die mir dabei einfallen wären:
- EQ6 immernoch zu wackelig aber andere Montierungen einfach zu teuer
- Ich verliere einen teil meiner Dobson mobilität (Ab ins Auto und aufs Feld)
- F/5 nicht perfekt für Astrofotografie
- Evtl weitere Modifikationen am Teleskop nötig (Fangspiegel) ?

2.) Die zur Zeit von mir anvisierte

Komplett neues Teleskop kaufen mit Montierung.
Mir schwebt da sowas vor wie :
Teleskop

Hier seh ich als einzigen Nachteil :
- weniger Öffnung (aber dennoch Ausreichend oder ?!?)

3.) Die Russentonne auf EQ5 die Kostengünstige Variante

Hiermit hab ich so gar keine Vorstellung was ich zu erwarten habe...


Ich brauch halt erstmal grundsätzlich ein paar Denkanstöße um mich gezielt Informieren zu können. Gekauft wird vor Ende des Jahres sowieso nichts außer der DSLR (EOS 1100D) :)

Tja wie immer,

danke schonmal für eure Hilfe.

 
Hallo Christian,

ehe Du Dir Gedanken über neues Teleskop und Monti machst, weißt Du denn schon, in welche Richtung Du bei der Astrofotografie gehen möchtest?

Deepsky (Galaxien, Planetarische Nebel, Supernovaüberreste, Kugelsternhaufen, Doppelsterne) durch ein Teleskop? Oder eher Sonnensystem (Sonne, Mond, Planeten)? Oder gar großflächige Objekte (Nordamerikanebel, Milchstraßenpanoramen, Kometen) mit Fotoobjektiven huckepack?

Soll es zu Hause im Garten stattfinden, oder müßtest Du für jedes Foto erstmal zu nem dunklen Ort fahren? Aufbauen, einscheinern, fotografieren, abbauen? Wie schaut es dort mit Strom aus? ?)

Und dann sollten wir auch wissen, ob Du mit ner Webcam/DMK/Lumenera/Cameleon... oder DSLR oder gar mit ner gekühlten CCD-Kamera einsteigen willst.

Je nachdem, wohin die fotografische Reise gehen soll, brauchst völlig unterschiedliches Setup. Mit oder ohne Autoguiding (+ zusätzliche Guidingcam)... ;)
 
Aloha Fee,

ich erkenne an deiner Frage das eine Russentonne eher für großflächige Objekte geeignet ist. Also ich würde schon gerne in Richtung Deepsky gehen... Planeten natürlich auch, auch wenn mir bewusst ist das man hier eher mehr Brennweite benötigt :)
Daher kam ja meine erste Idee meinen 10 Zöller auf eine EQ6 zu packen. Nur da der Hebel bei 1250mm nicht zu unterschätzen ist, bin ich mir sehr unschlüssig bei dieser Lösung und ne Losmandy G11 oder eine CGEM DX ist mir einfach zu teuer und
auch ein bisschen auf Fokus transport... Von meinem Balkon aus gehen bis jetzt visuell zwar Kugelsternhaufen Orion und Planeten etc aber Galaxien z.B. sind hier ein absolutes nogo dafür packe ich bis jetzt meinen Dobson immer schön ins Auto und zisch ab in die Heide :) Für Deepsky-Fotografie müsste ich also jedesmal ab aufs Feld denke ich...
Strom hab ich so mal ganz spontan an mein Benzin Stromagregat gedacht... Kabeltrommel dran und ab dafür (12 Volt anschluss hätte es auch) :) Kamera ist eine DSLR angedacht die nächsten Monat eh auf dem Plan steht wollte mir eine 1100D kaufen erstmal ohne Astromod da ich auch so bissl rumknipsen möchte. Paar Strichspuraufnamen Timelapses und so Geschichten reizen mich auch :)

Tjoar hilft das soweit weiter ?
Ich weiß halt einerseits nicht was ich vom 10 Zöller auf EQ6 erwarten kann bzw ob es nicht vernünftiger wäre nen 6 Zöller auf EQ5 etc zu nehmen und meinen Dobson auch als Dobson zu erhalten... (flexibilität)
Denke ne Russentonne kann ich mir immer nochmal kaufen wenn mir der Sinn danach kommt ^^

Ahja ich habe so ne Angewohnheit immer relativ chaotisch erstmal zu Brainstormen und mich dann zu entscheiden darum war meine Anfrage auch relativ neutral gehalten :-p

Naja so in weiter daumen drücken für die Fortuna :)





 
Hi Christian,

ok, wenn Dein Himmel sehr aufgehellt ist, dann mußt für Galaxien fotografisch tasächlich raus ins Dunkle.

ich erkenne an deiner Frage das eine Russentonne eher für großflächige Objekte geeignet ist.

was ist für Dich "großflächig"? Die Russentonne (100/1000) bildet mit ner DSLR ganz grob Vollmodgröße ab. Aber bei f=10 hast sehr lange Belichtungszeiten. Da brauchst für lichtschwache Objekte viel Belichtungszeit. So grob um die 8 Minuten Minimum pro Einzelbild. Dafür brauchst Autoguiding. Und mit 1 Bild ist es definitiv nicht getan...

Orionnebel, Andromedanebel, Nordamerikanebel, Pelikannebel, Kalifornianebel, das sind für mich großflächige Objekte. Die sind so groß, daß ich die mit 200, 300 oder 400 mm Brennweite (Festbrennweitenteleobjektiv) huckepack auf einer Montierung fotografieren würde. Durch die Russentonne müßtest Du Mosaike aus 4 , 6 oder noch mehr Bildern machen...

Schau Dir mal in der Galerie unter all den schönen Deepsky Bildern die Bildunterschriften an. Welches Objekt mit welcher Brennweite aufgenommen wurde, wie viel dann vom Objekt drauf ist und wie lang die Einzelbilder belichtet wurden.

So unsortiert, wie Du grad einsteigen möchtest, gäbe das ne ziehmlich teure Bauchlandung. ;)

Strom hab ich so mal ganz spontan an mein Benzin Stromagregat gedacht... Kabeltrommel dran und ab dafür (12 Volt anschluss hätte es auch)

Es gibt nur wenige dunkle, abgelegene Beobachtungsplätze die man mit dem Pkw legal erreichen kann. Die Jäger und Naturschützer beobachten uns Amateure kritisch. Die haben Angst um ihr Wild/die Natur. Ein stinkendes, lärmendes Stromaggregat macht das Verhältnis definitiv nicht einfacher...

Nein, daß ist überhaupt keine gute Idee. :mauer:

Wenn Du Strom brauchst, dann pack gefälligst ne große, schwere (teure) Batterie mit entsprechender Kapazität für die Nachführung, den Laptop und das Autoguiding samt Stromversorgung der Guidingcam ein. Per Suchfunktion findest da viel Beiträge...

Kamera ist eine DSLR angedacht die nächsten Monat eh auf dem Plan steht wollte mir eine 1100D kaufen erstmal ohne Astromod da ich auch so bissl rumknipsen möchte. Paar Strichspuraufnamen Timelapses und so Geschichten reizen mich auch

Für Timelaps und Strichspur benötigst keine Nachführung. Keine Montierung und kein neues Teleskop. Da brauchst eine nicht modifizierte Kamera, ne große Speicherkarte, ein vernünftiges Weitwinkelobjektiv, eine tütenförmige Metall- oder Gummiesonnenblende (als "Tauschutzkappe"), ein gutes, stabiles (schweres, teures) Fotostativ mit Videoneigekopf, einen (programmierbaren) Drahtauslöser und am besten einen Akkugriff. Und während die Kamera vor sich hinknipst, guckst ganz entspannt mit Deinem Dobson DS. :)

Planeten machst von Zu Hause vom Balkon aus. Mit Strom aus der Steckdose. Mit Webcam und Laptop. Da würde die Kombi EQ6 + 10" er oder aber H-EQ5/N-EQ5 und 150/750 + Barlowlinse/Okularprojektion Sinn machen. Planeten brauchen keinen dunklen Himmel sondern viel Brennweite (Minimum 3-4 Meter). Da wird der Hintergrund bei den kurzen Belichtungszeiten von alleine dunkel. Planeten brauchen auch kein Autoguiding. ;)

Planeten gehen selbst mitten aus Stuttgart/München/Frankfuhrt raus absolut problemlos. :super:

Galaxien sind (bis auf M31) so dunkle Funzeln, daß Du ohne Autoguiding net viel erreichst. Die würde ich mir mal für später (mit mehr Erfahrung, mehr Geld und Autoguiding) aufheben.

Kannst Dich damit anfreunden, für den Anfang erstmal helle Nebel (Trapez, M57, M27) sowie Kugelsternhaufen mit 750 mm Brennweite zu fotografieren? Das ginge eventuell bei sauberem Einscheinern auch noch ohne Autoguiding auf ner EQ6.

Eventuell sogar vom Balkon aus. Je nachdem, wie gruslig Dein Himmel ist. Dann halt vile kurzbelichtete Aufnahmen und Bildbearbeitung, Bildbearbeitung, Bildbearbeitung...

Das wichtigste beim DS-Fotografieren ist hardwaremäßig der stabile Unterbau. Also das Stativ und die Montierung. Das kostet minimum 2-3 x so viel wie das Teleskop, das Du dann oben drauf setzt.

Für einen puritanischen Dobsonaut eine schreckliche Vorstellung. Aber fotografisch eben notwendig... :Trost:
 
Hi Christian

Da Du mit DSLR einsteigen möchtest:
Bei der 1100d gibts einige mit defektem Sensor. Fällt unter Normalbedingungen kaum auf bzw. gar nicht - aber wenn man versucht, aus den Rohbildern die letzten Informationen rauszukitzeln gibts Streifen.... für die Astrofotografie also unbrauchbar. Im Fotoforum gibts da auch nen Thread zu dem Thema - also keine Kaufempfehlung.
Die günstigere 1000d tuts aber auch. Ebenso wäre die 550d nicht ganz uninteressant als Universalwaffe - im Videomodus kann man auf einen sehr kleinen Sensorbereich croppen, d.h. man bekommt sozusagen noch eine Webcam, die kein LAptop im Feld braucht.

Der "Rest" wurde ja bereits erläutert - beim Fotografieren hat man idr. nicht gerade viel zu tun und beobachtet daher. Deinen Dobson würd ich daher nur für kurze Mond/Planetenvideos nehmen, dafür brauchts nichtmal eine Montierung. Ansonsten mit Strichspuraufnahmen anfangen; bis das ausgereizt ist, bleibt noch genug Zeit um an eine Montierung zu denken, die das trägt, was sie dann tragen soll (erstmal nur DSLR + 'normale' Objektive, später dann wohl einen kleinen ED oder einen kleinen Newton + Leitrohr) - aber nicht sooo überdimensioniert ist, dass sie nur 2x im Jahr rauskommt.
Für die meisten wäre da mit einer EQ6 die Grenze erreicht, die deinen Newton zumindest für komfortablere Videos noch tragen würde.

Zwecks Trockenschwimmen, welche Optik zur DSLR und zu den Motiven passt, lad dir mal CCDcalc runter. Damit bekommt man den jeweiligen Himmelsausschnitt gezeigt. Bei unsrer Galerie müsstest Du eben drauf achten, dass ebenfalls eine DSLR verwendet wurde - die meisten Astrokameras haben deutlich kleinere Sensoren und zeigen daher bei gleicher Optik einen kleineren Himmelsausschnitt - brauchen also weniger Brennweite bzw. bekommen ein kleineres Fels abgebildet.

cs
Jürgen
 
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