Sonne vom 01.08.2007

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oliver_p

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Hallo zusammen,

wie schon hier besprochen zeigte sich die Sonne gestern fuer minimumsgeplagte Sonnenbeobachter wieder fleckenlos. Da ich meinen etwas geaenderten Aufbau fuer Weisslichtaufnahmen testen wollte (der elende Helikalfokussierer des MN61 ist etwas ueberarbeitet und die DMK21AF04 ersetzt die alte Kamera), habe ich mich an der Granulation versucht. Das Seeing war auf besserem Niveau aber doch wechselhaft und hatte kuerzere scharfe Momente, das Fokussieren war ein Abenteuer, der Sonnerand war dazu noch das sicherste. Hier ein erstes Ergebnis:
Link zur Grafik: http://www.astro-imaging.de/astro/images/sun_2007.08.01_cdg-2.jpg

Registax hatte leider mit dem AVI etwas Probleme (durch's wechselhafte Seeing viele stark verwaschene Momente im AVI), sodass ich manuell 11 verschiedene Registrierungspunkte durchgeorgelt habe. Seeingbedingt zeigt sich noch ein leicht "wolkiges" Bild zwischen den Registrierungsbereichen. Prinzipiell "klebt" Registax aber gut an den relativ schwachkontrastigen Granulationsdetails, sodass bei besserem Seeing einem automatichem MAP nichts im Wege steht.
Mit den 5.6µm Pixen der DMK bekomme ich noch einen groesseren Aufnahmemasstab als mit den 7.4µm Pixeln der alten Cam (siehe z.B. NOAA10802 ), der bei gutem Seeing mit dem MN61 durchaus noch nutzbar ist. Bei ausserirdisch gutem Seeing kann ein Blau oder gar UV-Pass Filter die Aufloesung noch steigern.

Jetzt fehlt nur gutes Wetter und eine fleckige Sonne :teufelgrr: :/

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Hallo Oliver,

das ist ja eine phantastisch aufgelöste Aufnahme der Granulation. Da würden Flecken ja nur stören ;-)

So ein gutes Seeing hatte ich an der Sonne noch nie. Die Granulation ist bei mir stets zwar deutlich, aber nicht so kontrastreich abgebildet. Die Granulen sind vor allem bei mir häufig nicht geschlossen ("Kreise"), sondern offen (parallele Striche). Woran mag das liegen? Wie belichtest du, belichtest du eher etwas unter?

Gruß
Stefan
 
Hallo Stefan,

danke :)
Der Kontrastumfang passte bei der Aufnahme komplett in's Histogramm und hatte "oben" und "unten" noch relativ viel Luft, ich habe die Belichtung nach Livehistogramm etwa in der Mitte platziert. Der Link zum Rohframe oben sollte das ganz gut widergeben. Sind Flecken mit im Bild ist natuerlich etwas laenger zu belichten um noch leicht Zeichnung in der Umbra zu bekommen, sodass die Granulation zwangslaeufig in den oberen Bereich rutscht.
Letztes Jahr hatte ich noch einige Tage mit besserem Seeing erwischt, hier sieht man im gezeigten besten Einzelframe noch gut einige verwischte Zonen und Frames solcher Qualitaet sind sehr wenige im AVI. Dabei macht sich wirklich eine Kamera bezahlt, die mit 60fps die kurzen guten Seeingmomente ausnutzt.

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Hallo Oliver,

wow, für das Seeing ist Deine CDG doch prima geworden, wenn auch mit viel Arbeit! Aber Dein Einzelbild zeigt ja schon schöne Qualität, danke mal wieder für Deine informative Arbeit.

Mit 6" (oder weniger) waren bisher sehr, sehr wenige annähernd gute Granulationsbilder zu sehen (z.B. Mirko's geniales ToUCam-Bild).

Und rechne ich richtig, nur 4,5m Brennweite (5x MN61)? Feines Teil, das! Und 60fps mit der DMK, das sieht ziemlich gut aus - wenn die Teile mal günstiger werden, muß auch mal eins hierher (btw, weiß schon jemand, ob die neuen Philips SPC620NC auch wieder nur Mogelpackungen sind oder diesmal ein echter USB2 drinsteckt? 30fps/VGA würde mir ja vielleicht, trotz "nur" CMOS, reichen :cool: ).

Gruß+cs,
Dietmar

 
Hallo Dietmar,

vielen Dank ! Genau, mit dem MN61 und 5x Verlaengerung sind es 4500mm. Mit der Pixelgroessse der DMK (gleich der ToUcam) ist damit auch ziemlich das praktische Ende des Aufloesungsvermoegens der 6" im gruenen erreicht. Mit UV-Passfilter laesst sich das noch gut steigern, wie ich hier an NOAA10898 letztes Jahr probiert hatte. Die Seeingeinfluesse steigen damit leider auch exorbitant :schwitz:
Ah, eine neue Philips. Stimmt, ein brauchbarer CMOS Sensor sollte zumindest an der Sonne kein Problem sein. Bez. USB2.0 bin ich ja nach dem letzten Debakel skeptisch :/
Jo, danke wegen des LPODs :cool: Die Aufnahme ist aber recht alt, Chuck hat wohl eine Krateraufnahme mit weitem Schattenwurf gesucht, um die Randhoehenberechnung anhand des Schattenwurfs darzustellen.

Beste Gruesse & CS,
Oliver
 
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