Sonnenbetrachtung im Winter mit Okkularfilter?

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Shockwave123

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Hallo liebe Astronomie-Freunde!
Im Lieferumfang meines Brand-New-Teleskops war auch ein SOnnenfilter, der aufs Okkular geschraubt wird.
Praktisch, die Sonnenflecken zu betrachten wäre auch mal interessant!
Und jetzt im Winter, besonders auch bei Sonnenauf- und -untergang strahlt sie doch auch nicht so doll.
Würdet ihr das also machen? Oder lieber im Fachgeschäft einen "richtigen" Objektivfilter kaufen?

Gruß,
Marcel
 
Hallo Marcel!

Mein Vorredner hat vollkommen recht. Wirf den Okularfilter am besten weg, diese Dinger sind mitunter eine Gefahr!
Eine Baader Sonnenfolie kostet Dich € 20.- und bietet die nötige Sicherheit und ein schönes Sonnenbild.
Die Bauanleitung ist auch dabei und dann kanns schon losgehen. Fertige Sonnenfilter sind natürlich entsprechend teurer.

lg Michi
 
Hallo Marcel,

Finger weg von den Okularsonnenfiltern!!!

Schau mal hier.

Das Sonnenlicht muss gefiltert werden, BEVOR es gebündelt wird. Also vor dem Objektiv, d.h. vor der Linse oder dem Hauptspiegel.
 
Okay, ich denke, eure Meinung ist ziemlich klar.
Ich habe auch schon ne Mail an den Händler geschrieben, denn auf einer Seite habe ich auch gelesen, das das recht gefährlich sein soll.
Gut, ich werde es also unterlassen und mich nach einem vernünftigen FIlter umsehen.
Und sagt mal, was ist, wenn ich die Sonne durch ne Webcam betrachte? (Filter natürlich drinnen)
Wenn der kaputt gehen sollte, wird ur der Sensor vernichtet, nicht ein Auge...:-(

Gruß,
Marcel
 
Hi Rolf

Sicher?
Was ist mit einem Herschelkeil? Oder irre ich mich da? Da wird doch das Licht am "Ende" des Teleskops abgeleitet???

lg

Mathias
 
Hallo Marcel,
eine weitere machbare Variante ist die Projektion. Das Sonnenbild kann man auch ganz ohne Filter auf eine Fläche projizieren lassen. Dass du dabei auf gar keinen Fall selbst durchs Teleskop schaust (auch nicht zum Peilen durch den Sucher) ist wohl klar. Du solltest auch nicht zu viel Öffnung haben oder Okulare die auch etwas Wärme vertragen (keine verkitteten Linsen), oder welche um die es nicht schade ist.
Mit dem 60/700 Aldi-Rohr hab ich so schon schöne Sonnenansichten ohne Probleme gehabt. Im 6" Dobs sind diese Plastik-Kellner dann aber an der Feldblende angeschmolzen als die Sonne etwas aus dem Bild gewandert ist. Eben das würde mit einem Okular-Sonnenfilter auch passieren und anschliessend mit der Netzhaut sobald das Filter durchgebrannt ist. Für ein 50cm großes Bild an der Wand ist diese Linchtmenge dagegen ideal.

Grüße
Ralf
 
Hallo,

Ich wollte jetzt nicht auf alle Sorten von "Filtern" eingehen. Natürlich gibts da Variatonen, die ich selbst aus unserer Sternwarte kenne.
 
Ich denke, ich schaue mal im Internet nach einem vernünftigen FIlter fürs Objektiv, denn nach dem, was ralf sagte, passe ich mit Projektion doch besser auf, denn in flüssiger Form bringt mir mein Teleskop ja nix...;-)

Gruß,
Marcel
 
Hallo Marcel,

die sicherste Methode wurde schon erwähnt: Baader AstroSolar™ Sonnenfilterfolie vor das Objektiv - fertig.

Bei uns gibt es die Folie in allen Größen und selbstverständlich mit allen Anleitungen und Sicherheitshinweisen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Falls Du noch Fragen haben solltest, bitte einfach melden.

Viele Grüße
Nils Kloth

E-Mail: info@astrogarten.de
 
Hallo Marcel,
ich wollte nun keine Panik verbreiten. Die Projektion war ja in der Doku zum Aldi beschrieben, also nix mit Garantieausschluss oder dergleichen. Mit deinem 60/900 (wenn ich das recht gelesen habe) ist die Lichtmenge auch nicht größer.
Ein 6" Spiegel sammelt dagegen 6,25 x soviel Licht was dann doch etwas zuviel Wärme bedeuten kann. Wie dem auch sei, ich mag die Projektion weil da alle gleichzeitig sehen. Die sichere Methode bleibt aber die Filterfolie vor dem Teleskop.

Grüße
Ralf
 
Okay, ich werde mir aber ne FOlie anlegen, irgendwie finde ich eine direkte Betrachtung etwas besser...obwohl ich nicht enden will wie Galileo Galilei....
Sagt mal: Ist ein 6 cm Refraktor von der Leistung mit einem 12 cm Reflektor vergleichbar?

Gruß,
Marcel
 
Hallo Julian,
in einem meiner Bücher habe ich aber gelesen, dass ein 6 cm Refraktor und ein 12 cm Reflektor in etzwa die selbe Leistung liefern.

Gruß,
Marcel
 
Welches Buch war das denn? Und was ist dort mit "Leistung" gemeint? Und von wann ist das Buch, eventuell sind die darin aufgeführten Geräte mittlerweile veraltet.

So pauschal kann man meines Erachtens solche Urteile sowieso nicht fällen, weil es einfach zu viele verschiedene Konstruktionsmerkmale und Besonderheiten gibt. Ich halte einen direkten Vergleich von zwei bestimmten Teleskopen für wesentlich aussagekräftiger.
 
Hallo auch,
also, das Buch heißt "Das große Buch der Astronomie" vom Kaier-Verlag, dort steht: "Ein Reflektor von 12 cm oder ein Refraktor von 5-6 cm liefert Bilder von guter Qualität..." mit diesem oder verstehe ich, dass diese Geräte gleichwertig sind, es bezieht sich alles auf die Mondbeobachtung.

Gruß,
Marcel
 
Hi Marcel,

ui, das Buch ist nicht mehr recht frisch. Es stammt wohl aus einer Zeit, zu der man solche 50mm und 60mm Linsenteleskope noch in einer anständigen Qualität und zu entsprechenden Preisen bekam. Heute sind das Teleskope mit Okularen aus Plastik, und genauso aus Plastik sind viele tragende Teile am Stativ, die Linsenfassung, und so weiter. Spielzeug!
Der 12cm Reflektor, mit dem der 114/900 Newton gemeint gewesen sein dürfte, ist wohl nicht als Leistungsvergleich, sondern als Preisvergleich gemeint gewesen. Denn was damals schon der Kosmos-Selbstbau-Refraktor mit 60mm Öffnung kostete, das kostete auch der 114/900 vom Brillenoptiker oder aus dem Versandkatalog.
Gerade bei der Mondbeobachtung muß man auch sagen, daß ein 12cm Reflektor hier seine viel bessere Auflösung voll ausspielen kann, so daß die Linsenfernrohre physikalisch nicht heranreichen können. Das liegt an den kräftigen schwarz/weiss Kontrasten des Mondes. "Pastellübergänge" sind hier eher selten, oder zumindest für den Einstieg werden sie kaum beobachtet. Aber selbst da hat ein ordentlicher 114er Newton gegenüber einem 60mm Refraktor die Nase vorn.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,
du irrst dich, das Buch ist von 2004. Nunja, also nach deinem Posting sind die beiden Geräte von der Leistung nicht vergleichbar, okay, vielleicht habe ich diese Aussage ja nur falsch interpretiert, was solls, irren ist menschlich...;-)
Nun nochmal ein etwas anderes Thema: Sagt mal, könnte man mit meiner 60/900 Refraktorröhre auch den ein oder anderen Nebel in der typischen leuchtenden Form sehen?

Ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2006 wünscht euch euer
Marcel
 
Hallo Marcel,

also spätestens wenn es um schwache Deepky-Objekte geht, ist ein 114mm Spiegel dem 60mm Refraktor furchtbar weit überlegen. Das liegt an der größeren Öffnung.
Die "typische leuchtende Form" solltest Du aber nicht wie auf Fotos erwarten. Fotos kann man stundenlang belichten, daß Auge muß das Licht aber in Echtzeit auswerten.
Schau mal hier:
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_deepsky.htm
Und wegen der Planetenabbildung macht Dir vielleicht auch dieser Link:
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_jupiter.htm
deutlich, warum ich mit dem Autor Deines Buches nicht recht einverstanden bin.
Allerdings stimmt eines, die Mondbeobachtung ist schon mit einem 50mm Teleskop, aber auch schon mit einem kleinen Feldstecher oder gar einem Opernglas, eindrucksvoll. Nur lässt sich so ein Gerät in heute üblicher "Ramschqualität" vom Kaffeeröster, Ebay oder Lebensmittelmarkt nur sehr, sehr beschränkt zu weiteren Beobachtungen verwenden. Man sollte da in der Qualitätsstufe ein klein wenig höher rutschen, meiner Meinung nach ist so ein 70/700 Refraktor oder ein 76/700 Spiegel der Minimaleinstieg für Schüler. Wer schon eigenes Geld verdient sollte, sogar noch etwas höher greifen, denn es besteht bei diesen Massen-Teleskopen die Gefahr, daß man aufgrund einiger Ärgernisse damit das Hobby aufgibt, weil man glaubt, es gebe nichts besseres.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
vielen Dank für die interessanten Links! Ich werde mein Hobby aber nie aufgeben, dazu bin ich seit Kindeslater einfach zu faszniert davon und ich weiß auch sehr wohl dass es viel mehr gibt als meine Röhre zeigen kann. Wie so oft ist es aber ne Sache des Geldes. 50 € sind heutzutage schon ne Menge Geld. Ich möchte meinen ELtern dochnicht vorwerfen, dass sie mir ein schlechtes Teleskop gekauft haben, oder? Ist doch schon, dass sie mir meinen Traum erfüllt haben, und solange ich mit meiner Röhre was sehen kann, bin ich einfach nur glücklich. Nur Mondbeobachtung hat ja auch was, man kann ja selbst Karten zeichnen, nach Kratern ausschau halten. Schon der Mond bietet soooooooo viel.
Ach ja: Mein Teleskop hat ja ne deutlich höhere Brennweite als deine Geräte, ist das irgendwie vorteilhaft?

Gruß und macht so weiter, natürlich auch ein frohes neues Jahr an alle,
euer Marcel
 
Hallo Marcel,

wenn Du so denkst, dann solltest Du unbedingt an ein Gebrauchtgerät denken. Es macht wenig Sinn, mit derart knapper Kasse ein Neugerät anzuschaffen. Beobachte doch mal auf eine Zeit lang das Bieteboard oder mache einen Eintrag im Suche-Board. Das ist meiner Meinung nach der bessere Weg.
Bei richtiger behandlung altert ein Teleskop kaum, denn Glas wird nicht schlecht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
also absichtlich denke ich nicht so, es ist halt so, dass ich nicht sonderlich viel Geld zur Verfügung habe. Im Moment habe ich 70 € gespart, da ich im moment ne Menge PC-Reperaturen durchführen muss wird das Geld irgendwie reingespühlt, also bis 100 Euro könnte ich gehen. Haste für diesen Bereich Tipps?

Gruß,
Marcel

->Clear Skies - Leider seit 5 Tagen nicht...:-(
 
Hallo Marcel,

also es gibt zwei Möglichkeiten, die da in Reichweite kommen. Das wäre einmal ein 114/900 Newton auf einer kleinen paralaktischen Montierung, oder ein 150/1200 Dobson.
Der Newton ist schon vom Neupreis her dicht dran, wobei neu dann auch Okulare dabei sind, und genau das ist der Punkt auf den man beim Gebrauchtkauf achten muß. Allgemein sagt man ja, daß gute Astro-Artikel gebraucht für 2/3 über den Tisch gehen, Billigprodukte eher darunter. Wenn aber ein 114/900 mit drei Okularen und noch etwas Zubehör neu €140,- kostet und dann für 95,- Euro ohne Okulare verkauft wird, ist das absolut kein Schnäppchen, denn für 3 Okulare ist man die 50 Euro sofort wieder los, spätestens wenn man für drei Gebrauchtkäufe noch Porto berappen muß.
Wenn Du es übrigens selbst in der Hand hast, dann nimm Dir ruhig ein Gerät wie den 150/1200 Dobson als Ziel vor. Der GSO 6" f/8 wurde gerade aus dem Programm genommen, war ein schönes Gerät. Leider habe ich den Neupreis nicht mehr im Kopf. Aber da man große 200mm Dobsons gebraucht auch schon ob 120€ bekommt, müsste da doch für den kleineren 6-Zöller auch ein für Dich möglicher Preis drin sein.
Wenn es etwas dauert, bis so ein Gerät auftaucht: Hier lohnt sich Geduld sehr!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
vielen Dank für deine Unterstützung, ich werde jetzt jeden Cent für so einen DObson sparen! Naja, bis dahi wird meine Röhre hoffentlich gute DIenste leisten, um Bilder vom Mond zu machen, wirds doch reichen, oder... ;-)

Gruß,
Marcel
 
Hi Sven,
letzter Stand zum 150/1200 Dobson ist, dass er wohl wieder ins Programm kommt, weil es kurz
nach der "Einstellung" Nachfragen "gehagelt" hat.
OK, soweit, obwohl ich immer noch wünschen würde, dass endlich ein günstiger 6" f/6 Einsteigerdobson
aufgelegt würde, da der "Lange" in vielen Dingen zu dicht am 8 Zöller ist. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />
CS
*entfernt*
 
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