Hallo zusammen,
für diese Sofi hatten wir unser altes Equipment zusammengestellt und beschlossen morgens bei eisiger Kälte auf eine Anhöhe zu fahren. Neben drei Spiegelreflexkameras analoger Bauart hatten wir ein stabiles, aber älteres Dörr Danubia (Newton-Katadiopter von 1985) dabei. Dieses hatte eine Baader Sonnenfolie und den Adapter zur Minolta-Kamera.
Die Sonne ging schon mit einer geringen Bedeckung auf und befand sich hinter Wolkenschichten, welche aber genügend Lücken besaßen. Bei dieser Beleuchtung konnte das Danubia ohne Filter und voll aufgeblendet belassen werden. Gleichzeitig wurde die Nikon aufgebaut, doch diese versagte ihren ein paar Tage zuvor geprüften Dienst. Das 210mm Tele konnte also nicht eingesetzt werden, dafür wurde eine Canon aus der Tasche gezogen, welche aber nur bis 80mm (Kleinbildformat) ging. Die Sony DigiCam wollte von einer korrekten Belichtung der Sonne selbst bei 10x Zoom nichts wissen und übernahme ‚Pressearbeit’. Mit diesen Bildern im tiefen Schnee belästigen wir hier aber niemandem, das ging anderen sicherlich genauso.
Durch das Teleskop war die Sichel der Sonne aber hervorragend zu sehen. Als die Sonne nun an Höhe gewann (sprich: weiter aufstieg), kam die Baader Folie zum Einsatz, aber die dunkelte zu sehr ab. Die in den letzten 25 Jahren kaum/nicht benötigte 50mm Öffnung im Objektivdeckel brachte dann den gewünschten Effekt, wenn auch nur für 10 Minuten. Da aber nicht abzusehen war, ob die Wolken oder die Sonne Oberhand gewinnen würde, waren uns diese brauchbaren Minuten wichtig.
Zunehmend machte sich übrigens die Kälte bemerkbar, trotz warmer Ausrüstung. Wir wechselten uns daher an der Kamera ab – diese brauchte zwischendurch mal einen neuen Film – und schossen unsere Belichtungsreihen.
Als die Sonne sich gegen die Wolken durchsetzen konnte, was der Moment für die Baader Sonnenfolie gekommen. Als diese aufgesetzt war, wollte die Minolta in der Eiseskälte nicht mehr arbeiten und streikte.
Wir blickten also selbst durch den Danubia-Katadiopter mit einem 40mm Hyugens-Okular (1 Zoll). Die Sonne mit dem davor platzierten Mond war ein herrlicher Anblick. Das Wabbern der Grenzfläche Sonne/Mond war gut zu sehen. Leider ohne dieses irgend fotografisch festhalten zu können, denn jetzt war die Sonne zunehmend besser zu sehen.
Aus der Not heraus wurde die DigiCam manuell hinter das alte Okular gehalten, ein wenig gezoomt und das folgende Foto geknippst.
Link zur Grafik:
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/e0d6-6.jpg
Es gibt brauchbar wieder, was optisch zu sehen war und reichte uns vollkommen. Wir haben mit dem vorhanden Equipment schöne Ergebnisse erreicht, die Filme werden wir allerdings noch zum Fotografen bringen und dort entwicklen lassen.
Dass wir beim Wegfahren noch ein wenig schieben mussten (Schnee ...) sorgte für ein wenig Aufwärmen, was dann später durch einen heißen Kaffee vollendet wurde.
Schön war's.
CS,
Stefan