Sternenfee123
Aktives Mitglied
Hi,
inzwischen hab ich alle meine Videos vom 12.2. bearbeitet und kann auch die Verfinsterung von Ganymed durch den Schatten von Io als Animation zeigen:
Link zur Grafik: http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/jupiter/jupiter-2015-02-12-ganymedeclips-21-45-22-bis-21-50-26-ut.gif
Normalerweise erwische ich Jupiter so ab Azimut 150 °, vorher ist ein Vorsprung am Haus im Weg. Für dieses doppelte Mondereignis hab ich extra meine "Balkonsternwarte" umgebaut. Sprich, die Montierung von ihren Markierungen auf den Plättlesfugen ganz genau bis an den Rand der Balkonbrüßtung nach vorne gewuchtet und dann akriebisch den Okularauszug zwischen Balkonbrüßtung und Handlauf "eingefädelt". Also jeden Zentimeter ausgenutzt. Durchgucken konnte ich so natürlich nicht. Goto verbot sich auch, sonst wäre mir der OAZ gegen den Handlauf gedonnert. Durch die Versetzung der Montierung konnte ich ab Azimut 134 ° Jupiter "sehen". Allerdings hätte ich neben dem Balkon schweben müssen, um durch das Teleskop zu gucken.
Um Jupiter zu finden, hab ich von "oben" auf das Glas des Telrad geguckt und seinen Reflex in den innersten Kreis geholt. Dann hab ich ihn mit der Guidingcam im 8x50 Sucher "gesehen". Vorsichtig mit den Handtastern bei kleinster Geschwindigkeit in die Gesichtsfeldmitte bugsiert, bis er auch für die Kamera im Mak sichtbar wurde. Dann Guidingcam abgeschaltet und die ALCCD5L-IIc scharfgestellt und nochmal kontrolliert, ob der Abstand für die Nachführung am Geländer ausreichend ist. War Millimeterarbeit, aber nur so konnte ich die schon gezeigte Mondbedeckung und die Verfinsterung aufnehmen. :schwitz:
Wie die Mondbedeckung ist auch die Verfinsterung in 30 Sekunden Schritten dargestellt.
Nachdem ich die Bedeckung und die Verfinsterung "im Kasten" hatte, hab ich die Aufstellung der Montierung noch mit dem Handy fotografiert:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/f2886b-1424775479.jpg
Zu Beginn der Aufnahmen ragte der OAZ mit der Barlow und der Kamera zwischen die rot eingezeichnetten Sriche am Geländer...
Es ist ne Premiere für mich gewesen, eine Sonnenfinsternis auf einem Jupitermond zu filmen. Ich war mir nicht sicher, ob ich da was "sehen" würde, oder ob man dafür mehr Öffnung als meine popeligen 6" braucht. Am Bildschirm konnte ich live nix auffälliges bemerken. Beide Monde waren nur knapp über dem Rauschen mehr zu erahnen denn zu erkennen und von Helligkeitsänderung weit und breit nix zu sehen.
Nach der Bildbearbeitung war ich happy ohne Ende, denn ich hab bis dato sowas für nicht möglich gehalten...
Das Experiment war ein voller Erfolg und es hat mir einen Heiden Spaß gemacht.
inzwischen hab ich alle meine Videos vom 12.2. bearbeitet und kann auch die Verfinsterung von Ganymed durch den Schatten von Io als Animation zeigen:
Link zur Grafik: http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/jupiter/jupiter-2015-02-12-ganymedeclips-21-45-22-bis-21-50-26-ut.gif
Normalerweise erwische ich Jupiter so ab Azimut 150 °, vorher ist ein Vorsprung am Haus im Weg. Für dieses doppelte Mondereignis hab ich extra meine "Balkonsternwarte" umgebaut. Sprich, die Montierung von ihren Markierungen auf den Plättlesfugen ganz genau bis an den Rand der Balkonbrüßtung nach vorne gewuchtet und dann akriebisch den Okularauszug zwischen Balkonbrüßtung und Handlauf "eingefädelt". Also jeden Zentimeter ausgenutzt. Durchgucken konnte ich so natürlich nicht. Goto verbot sich auch, sonst wäre mir der OAZ gegen den Handlauf gedonnert. Durch die Versetzung der Montierung konnte ich ab Azimut 134 ° Jupiter "sehen". Allerdings hätte ich neben dem Balkon schweben müssen, um durch das Teleskop zu gucken.
Um Jupiter zu finden, hab ich von "oben" auf das Glas des Telrad geguckt und seinen Reflex in den innersten Kreis geholt. Dann hab ich ihn mit der Guidingcam im 8x50 Sucher "gesehen". Vorsichtig mit den Handtastern bei kleinster Geschwindigkeit in die Gesichtsfeldmitte bugsiert, bis er auch für die Kamera im Mak sichtbar wurde. Dann Guidingcam abgeschaltet und die ALCCD5L-IIc scharfgestellt und nochmal kontrolliert, ob der Abstand für die Nachführung am Geländer ausreichend ist. War Millimeterarbeit, aber nur so konnte ich die schon gezeigte Mondbedeckung und die Verfinsterung aufnehmen. :schwitz:
Wie die Mondbedeckung ist auch die Verfinsterung in 30 Sekunden Schritten dargestellt.
Nachdem ich die Bedeckung und die Verfinsterung "im Kasten" hatte, hab ich die Aufstellung der Montierung noch mit dem Handy fotografiert:
Link zur Grafik: http://www.bilder-upload.eu/upload/f2886b-1424775479.jpg
Zu Beginn der Aufnahmen ragte der OAZ mit der Barlow und der Kamera zwischen die rot eingezeichnetten Sriche am Geländer...
Es ist ne Premiere für mich gewesen, eine Sonnenfinsternis auf einem Jupitermond zu filmen. Ich war mir nicht sicher, ob ich da was "sehen" würde, oder ob man dafür mehr Öffnung als meine popeligen 6" braucht. Am Bildschirm konnte ich live nix auffälliges bemerken. Beide Monde waren nur knapp über dem Rauschen mehr zu erahnen denn zu erkennen und von Helligkeitsänderung weit und breit nix zu sehen.
Nach der Bildbearbeitung war ich happy ohne Ende, denn ich hab bis dato sowas für nicht möglich gehalten...
Das Experiment war ein voller Erfolg und es hat mir einen Heiden Spaß gemacht.