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Hallo,
ich hatte gestern Abend kurz eine Sparse Deconvolution getestet. Diese wurde im Grunde für Microscopy entwickelt und hatte wohl schon in den letzten zwei Jahren einige Nature Artikel, in der Abteilung Biologie, hervorgebracht.
Ich denke die Webseite des Autors mal kurz durchgescrollt und ihr habt ein Bild von seiner Arbeit:
Weisong Zhao (赵唯淞)
Zumindest hatte ich mal seine Arbeit für den Astrobereich antesten wollen und da er ein Github-Repo mit Python-Code bereit stellt, war das auch recht schnell aufgesetzt:
github.com
Ich habe es jetzt eher kurz angetestet und ich will noch so viel Testen, aber für ein erstes Review reicht es vielleicht schon:
Was auffällt, es gibt sehr weniger Parameter zum Tunen und es bleibt immer so stabil, dass es (fast) kein Ringing, um selbst stark ausgebrannte Sterne, gibt.
Im Grunde stellt man nur Sigma von der Gauss-Funktion ein (das lässt sich einfach aus dem FWHM berechnen) und die sparsity. Die sparsity ist, einfach ausgedrückt, eine Art Kompression die für eine Noiseunterdrückung sorgt. Es gibt weiter Parameter, die ich bisher noch nicht getestet habe, z.B. unterschiedliche Backgroundmodel und ein fidelity Parameter, den ich noch nachvollziehen muss.
Mein Workflow:
Eingangsmaterial war ein Ausschnitt vom Orion (30 Sekunden x 70 mit Canon 600D bei 3'' Guidingfehler) - also qualitativ minderwertiges Material:
forum.astronomie.de
Was mir auffällt: Im Gegensatz zu dieser starken Schärfung des Nebelbereichs ist das Rauschen sehr gering und vor allem werden die Sterne wenig verändert. Was mich doch sehr verwundert. Die Sterne werden zwar auch wenig verkleinert, dafür entsteht aber auch kein auffälliges ringing.
Es ist natürlich ein leichtes Pattern auf dem Bild, ich denke das ist durchaus noch optimierbar und kann noch nachgearbeitet werden.
Was mir sonst mit dem gezeigten Material beim Schärfen passiert:
Leider konnte ich bisher noch kein größeres Bild komplett schärfen, da alle auf der GPU berechnet wird und ich nicht genug Videospeicher habe (6 GB). Aber das bekomme ich noch irgendwie in den Griff oder ich nehme die CPU, wenn ich die passenden Parameter gefunden habe.
Vielleicht hat der ein oder andere Lust es auch mal zu probieren und ich konnte einen Anstoß liefern. Ich weiß, dass dieser Beitrag sicher viele aufkommende Fragen noch nicht beantworten kann.
Viele Grüße
Sebastian
ich hatte gestern Abend kurz eine Sparse Deconvolution getestet. Diese wurde im Grunde für Microscopy entwickelt und hatte wohl schon in den letzten zwei Jahren einige Nature Artikel, in der Abteilung Biologie, hervorgebracht.
Ich denke die Webseite des Autors mal kurz durchgescrollt und ihr habt ein Bild von seiner Arbeit:
Weisong Zhao (赵唯淞)
Zumindest hatte ich mal seine Arbeit für den Astrobereich antesten wollen und da er ein Github-Repo mit Python-Code bereit stellt, war das auch recht schnell aufgesetzt:
GitHub - WeisongZhao/sparse-deconv-py: Official Python implementation of the 'Sparse deconvolution'-v0.3.0
Official Python implementation of the 'Sparse deconvolution'-v0.3.0 - GitHub - WeisongZhao/sparse-deconv-py: Official Python implementation of the 'Sparse deconvolution'-v0.3.0
Ich habe es jetzt eher kurz angetestet und ich will noch so viel Testen, aber für ein erstes Review reicht es vielleicht schon:
Was auffällt, es gibt sehr weniger Parameter zum Tunen und es bleibt immer so stabil, dass es (fast) kein Ringing, um selbst stark ausgebrannte Sterne, gibt.
Im Grunde stellt man nur Sigma von der Gauss-Funktion ein (das lässt sich einfach aus dem FWHM berechnen) und die sparsity. Die sparsity ist, einfach ausgedrückt, eine Art Kompression die für eine Noiseunterdrückung sorgt. Es gibt weiter Parameter, die ich bisher noch nicht getestet habe, z.B. unterschiedliche Backgroundmodel und ein fidelity Parameter, den ich noch nachvollziehen muss.
Mein Workflow:
- Ein sparsity zwischen ca. 5 und 15 (% ?) finden, die keine Details verschluckt, aber das Noise unterdrückt.
- Die Eingangs-FWHM leicht variieren, bis das Ergebnis zufriedenstellend aussieht
Eingangsmaterial war ein Ausschnitt vom Orion (30 Sekunden x 70 mit Canon 600D bei 3'' Guidingfehler) - also qualitativ minderwertiges Material:
Erste Stunde Astrofotografie
Hallo, heute war das Wetter endlich mal klasse. Wahrscheinlich sind eh gerade alle draußen unterwegs, aber ich werde trotzdem mal was schreiben. Ich besitze seit September 2021 mein erstes Teleskop, ein 8" Newton (1200 mm) Spiegelteleskop mit Rockerbox. Nun hatte ich angefangen eine...
Was mir auffällt: Im Gegensatz zu dieser starken Schärfung des Nebelbereichs ist das Rauschen sehr gering und vor allem werden die Sterne wenig verändert. Was mich doch sehr verwundert. Die Sterne werden zwar auch wenig verkleinert, dafür entsteht aber auch kein auffälliges ringing.
Es ist natürlich ein leichtes Pattern auf dem Bild, ich denke das ist durchaus noch optimierbar und kann noch nachgearbeitet werden.
Was mir sonst mit dem gezeigten Material beim Schärfen passiert:
- Das Rauschen wäre bei dieser Schärfung schon durch die Decke gegangen
- Die Sterne werden so stark geschärft, dass sie recht schnell unnatürlich aussehen
- Insgesamt ist mein Eingangmaterial mit dem schlechten SNR sehr schwer "klassisch" zu schärfen und es kommt schnell zu Artefakten
Leider konnte ich bisher noch kein größeres Bild komplett schärfen, da alle auf der GPU berechnet wird und ich nicht genug Videospeicher habe (6 GB). Aber das bekomme ich noch irgendwie in den Griff oder ich nehme die CPU, wenn ich die passenden Parameter gefunden habe.
Vielleicht hat der ein oder andere Lust es auch mal zu probieren und ich konnte einen Anstoß liefern. Ich weiß, dass dieser Beitrag sicher viele aufkommende Fragen noch nicht beantworten kann.
Viele Grüße
Sebastian