SpeersWaler Zoom 5-8mm vs. 7mm Nagler T6 Astrozoom

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dobson85

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Hallo Zusammen.


Wenn es im mittleren Preissegment um die Brennweiten zwischen 5mm und 10mm geht, wird oftmals das Antares Speers Waler Zoom 5-8mm empfohlen.
Ich selbst nutze dieses schöne Okular und bin sehr zufrieden damit. Nichtsdestotrotz halte ich in den Foren immer wieder die Augen nach neuen Möglichkeiten auf, auch wenn ich persönlich nicht vorhabe, mein Speers auszutauschen.

Nun ist Günther *entfernt* mit seinen *entfernt*-Hülsen ja schon einem großen Kreis der regelmäßigen Forenbesuchern bekannt und man liest durchweg positive Berichte über seine Hülsen.

Wie ich gelesen habe konnte Günther auf dem ATDS-Treffen vor einigen Wochen seine Zoomhülsen mit Erfolg an Nagler Festbrennweiten testen, was die Beobachter erfreute.

Ich selbst habe mir mein Speers Zoom von Hands on Optics aus den USA schicken lassen. Nach dem Dollarkurs von heute würde das Okular nach Steuern/Zoll umgerechnet circa 220 Euro kosten (ohne Versand).

In Deutschland liegt der Neupreis jedoch bei circa 290 Euro. Somit ist es circa 30 Euro teurer als ein Nagler 7mm T6 Festbrennweitenokular, welches man mit Zoomhülsen von Günther versehen könnte.


Nun stelle ich mir die Frage, ob nach Preis/Leistung beim Thema "SW Zoom vs. Nagler *entfernt*" nur folgende Optionen noch Sinn ergeben:

1) Speers Waler Zoom gebraucht kaufen

2) Speers Waler Zoom + "noch mehr" in den USA kaufen

3) Nagler kaufen und mit *entfernt*-Hülsen umbauen

Das Zoom als Einzelteil in den USA zu bestellen ist nicht wirklich der Bringer, da die Versandkosten bei einem Teil nur ein paar Dollar niedriger liegen, als würde man 5 Teile bestellen - die anteiligen Versandkosten sind also sehr hoch, die Ersparnis würde nur noch circa 40 Euro gegenüber dem deutschen Listenpreis liegen, der sicherlich hier und da verhandelbar ist. Erst wenn man mehrere Sachen bestellt, macht der Einkauf in den USA wirklich Sinn.

Das ist z.B. die Auswahl die ich mir letzten Oktober bestellt habe, nach dem Dollarkurs von gestern umgerechnet, verglichen mit den günstigsten deutschen Anbietern die ich finden konnte: Preisvergleich. Eine kurze Kritik zum Händler bei dem ich bestellt habe, hab ich gestern im Astrotreff geschrieben: hier.

Davon ausgehend, dass das Speers Zoom als Neuware im günstigsten Fall für circa 250 Euro zu bekommen ist, stelle ich mir die Frage, ob ein verzoomtes Nagler nicht die modernere Empfehlung darstellen würde, auch wenn viele Nutzer (ich auch) nur Gutes über das Speers Zoom schreiben.

Ich bin nicht so tief in der Materie drin wie viel andere hier... Was ich vom "Hörensagen" jedoch mitbekomme ist, dass die Nagler Okulare wohl noch mehr Leistung bringen und die Speers Waler gegenüber diesen lediglich Preis-/Leistungssieger darstellen.
Wenn es bei der kostengünstigen Kombination mit Günthers Zoomhülsen keine Nachteile einbringen würde, scheint mir deshalb ein verzoomtes Nagler derzeit die logischere Alternative.

An dieser Stelle würden mich also die Meinungen der altbekannten "Optikexperten" des Forums dazu interessieren und vor allem eine Erklärung und Beschreibung von Günther zu dieser Alternative samt Brennweitenangaben usw.

Viel Spass.
 
Hallo Bernd,

vorab die Warnung, dass jeder, der an einem Okular herumschraubt, selbst seines Glückes Schmied ist und kei nanderer, auch ich nicht für eventuelle Schäden aufkommen wird.
Für Televue Okulare gilt das in besonderem maße, denn dort wurde und wird ganz offensichtlich bei einigen Okulartypen auf interne Lindensicherungen verzichtet.
Jüngstes, mir bekanntes Beispiel:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...132/MAY_DAY_Panoptic_19mm_beim_Rei#Post761132

Nun zum Nagler-Zoom:
Aktuelle Nager Typ 6 mit den Brennweiten 13,11,9,7,5 mm, bei denen bisher die Steckhülse mit dem Barlowelement abgeschraubt wurden, verfügen über interne Linsensicherungen.
Die Tests im Zoomset verliefen mit einem 9er und mit einem 13er äußerst zufriedenstellend.
Sie wurden auf dem Treffen von mehreren Beobachtern als sehr gut bewertet. Im unteren Drittel des Zoombereichs konnte eine minimale Verickung der Sternabbildung im äußersten Randbereich festgestellt werden, bei Maximalzoom direkt an der Feldblende eine sichtbare Verzerrung des Sterns, die aber selbst kritische Beobachter als für die normale Beobachtung unbedeutend bezeichneten.
Das 13er kommt im Zoomset auf etwa 13-8,5 mm Brennweite, es überlappt das 9 mm Okular deutlich. Das 9 mm Okular geht bis etwa 5,5 mm runter.

Die Speers-Zooms 5-8 mm und 12-8,5 mm verlieren demnach quasi ihre bisherige Alleinstellung in den jeweiligen Brennweitenbereichen.
Das geschieht mit 82° Feld, und Nagler-Qualität bei wesentlich kompakteren Abmessungen und durchaus vergleichbaren Preisen.

Diese speziellen Zoomsets sind noch nicht auf meiner HP gelistet, da sie bisher in Einzelfertigung bzw -änderung nur auf Kundenwunsch gefertigt werden.

Gruß
*entfernt*

 
Moin Günther,
sehr interessant, Deine Ausführungen. Vielen Dank dafür.

Da Du aber auch das SW Zoom kennst, und auch Verlängerungshülsen dafür anbietest, wie schlagen sich denn die beiden Kandidaten nach Deiner Meinung untereinander. Du hast doch den direkten Vergleich.

Es gibt ja Leute, die nicht nur aus Preisleistungsgründen die SW-Okularserie über die Nagler heben, oder zumindest keinen nennenswerten Unterschied feststellen.

Gruß
Knut
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi allerseits,

bei diesem Vergleich täte vielleicht noch ein dritter Kandidat gut ... ;)

SW Zoom 5-8mm, ein verzoomtes 7mm Nagler T6 und ein verzoomtes 7mm UWA(N), wie es Günther auch Komplett anbietet. Da alle im durchgehend 82°-Bereich "spielen", aber in der Preisklasse etwas differieren, wäre so ein Vergleich (am besten noch an verschiedenen Teleskop-Typen) 'ne Wucht ... da müsste sich mal "jemand bestimmtes" aufraffen ... :pfeif: ;)

Bei der "Anschaffungskalkulation" - wenn man etwas kräftiger auf den Preis schielt ;) - sollte man nicht ausseracht lassen, dass das Zoomset klaglos wieder "demontiert" werden kann, um dann eventuell einem 16er UWA(N) oder einem anderen, passenden Okular "verpasst" zu werden.
 
Moin Ralf,
genau, das wäre eine schöne Erweiterung des Vergleichs. Allerdings hat das SW-Zoom angeblich ein 84 Grad scheinbares Gesichtsfeld. Ob das jetzt viel ausmacht, kann ich nicht sagen.

Los Günther, mach hin! :-)

Gruß
Knut
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Leute,

vom Feld her geben sie sich alle nicht viel, Sterndurchlauf, also harte Messung habe ich nicht gemacht.

Speers und UWAN (Lacerta pp) neigen bei hellen Objekten am Feldrand zu lateraler Farbe, das ist mir beim Nagler nicht in dem Maße aufgefallen, die UWANs zeigen an F/6 aber deutlich sichtbar ab F/5 zu Randunschärfen die zu den kleinen Brennweiten hin weniger werden. Man kann sie sehen oder ignorieren, das Feld ist groß.

Auf der Achse sind sie alle gut, aber die immer von Nagler-Fans genannte Brillianz ist irgendwie schon sichtbar/fühlbar. Das heißt immer noch nicht, dass diese Weitwinkelokulare den gleichen Kontrast am Planeten bringen wie z.B. ein gutes Ortho (z.B. Baader Genuine oder UO HD). Da kommt schon noch einmal ein Tick Schärfe und Kontrast hinzu, dafür halt deutlich weniger Feld.
Die Transmission wird gerne hoch gehängt, am Planeten ist sie aber zweitrangig und modern vergütete "Viellinser" hängen da den einfacheren Okulardesigns guter Qualität nicht mehr so viel nach wie das früher der Fall war und immer noch häufig argumentiert wird. Das Speers hat z.B. eine etwas andere, durchaus nicht unnatürliche Farbwiedergabe, die wärmer wirkt als z.B. beim UWAN aber auch beim Nagler. Schaut man genau hin, fehlt aber z.B. am Kugelsternhaufen kein Sternchen beim Vergleichsblick gegenüber den anderen WW-Okularen.

Ein nicht ganz unwesentlicher Pluspunkt der Nagler (und auch der UWANs gegenüber dem Nagler Zoom ist die deutlich geringere Größe und das niedrigere Gewicht. Das Speers Zoom im ausgezogenen Zustand ist schon ein ziemlich langer Rüssel. Ein Nagler im Zoomset wirkt dagegen regelrecht zierlich.

Man kann ein 5-8 mm Speers Zoom mit dem entsprechenden Zoomset auf 3,5-7 mm Brennweite bringen. Das ist eine sehr gute Sache, quasi die Ausgangsidee meiner ganzen Zoomsets.
Ich habe noch kein 7 mm Nagler verzoomt gesehen, wage aber die Prognose, dass es von 7 mm bis mindestens unter 4 mm reicht.
In der Summe der Eigenschaften (aus der vergleichbaren Preise) sehe ich persönlich durchaus Vorteile für das Nagler im Zoomset.
Die Zoomsets mit dem 7er UWAN und baugleichen Lables sind nicht ganz so breit vom ereichbaren Brennweitenband und erreichen am Rand nicht ganz das vorgegebene Niveau, haben aber über den Preis durchaus ihre Berechtigung.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Allerseits,
da ich eins von den "Versuchskaninchen" mit den
Naglerokularen bin - ich habe das verzoomte 9er - noch eine
Ergänzung: bei der Zoomhülse läßt sich das Barlowelement
einmal sehr nah am Okularkörper(fast der Originalzustand) und
einmal noch um ca. 2cm weiter nach außen bringen. Dadurch
vergrößert sich der Zoombereich bis runter auf 5mm wenn nicht sogar noch etwas weniger. Die optischen Eigenschaften bleiben
bis auf die kleinen Einbußen erhalten; wie Günther auch schon schrieb.
@ Knut: wenn du möchtetst kannst du beide, das SW Zoom und das Nagler mal bei mir testen. Ich wohne in Ratingen Homberg -
ist ja ganz in der Nähe.

CS

Christian
 
Hallo Zusammen.

Danke für die ausführlichen Beschreibungen Günther.

Das 9mm Nagler hatte ich garnicht auf der Rechnung. Das macht die Sache für mich persönlich um so besser!

Seeingbedingt kann ich leider oftmals nicht die Brennweiten unter 6mm an meinem Speers Waler Zoom nutzen. Die 8mm am oberen Ende sind mir persönlich jedoch sehr wichtig. Diese Brennweite nutze ich am Zoom gefühltermaßen deutlich am häufigsten. Deshalb kam ein Zoomset für mein Speers Zoom bislang nicht in Frage für mich, da die Ausgangsbrennweite auf 7mm reduziert wird. Das brachte mich schließlich so weit, über den Kauf der 2" Antares 1.6x Barlow nachzudenken, die mein Speers Waler 13.4mm auf 8mm absenken würde (erstes Testergebnis dieses Vorhabens) . Alles nur um die 8mm zu erhalten.

Das normale, also unverzoomte Speers Waler Zoom 5-8mm würde ich persönlich deshalb mehr mögen, als ein UWAN-Zoom oder 7mm Nagler-Zoom, da halt die 8mm nicht angeboten werden.

Nach den ersten Berichten hier wäre für mich persönlich wohl ein verzoomtes 9mm Nagler die Lösung.
Es mag zwar nur bis 5,5mm runtergehen, also bedeutend weniger als das verzoomte UWAN (3,5mm), unbedeutend weniger als das normale Speers Waler Zoom (5mm) - aber wie gesagt ist bei mir oftmals ja sowieso bei 6mm seeingbedingt das Ende erreicht.

Hier nochmal ein Bild der berühmten Canadian-Cannon...
Link zur Grafik: http://kepheus.piranho.de/antares%20barlow.JPG

Was man dort sieht ist eine Konstruktion aus Verlängerungshülse, 2" Antares 1.6x Barlow und dem Speers Waler Zoom. Puh!

Wie Günther meint, baut das Nagler-Zoom kürzer und ist leichter. Vielleicht hört hier die Spinnerei der Canadian-Cannon auf und das Nagler-Zoom lässt sich zusätzlich mit einer Barlow versehen. Das wäre mal ein Testvorhaben, dass mich brennend interessieren würde. Selbst wenn ein Bild rauskommen sollte, das nur in der Mitte noch brauchbar ist, wäre es doch für die 2,3 Nächte im Jahr was, mit dem man mal auf den Saturn oder Jupiter halten könnte.

Die Frage ist nur wie sich das verzoomte Nagler in einer Barlow verhält :confused:

Im Cloudy-Nights Forum liest man zumindest von guten Berichten, was ein unverzoomtes Nagler T6 in Powermates und der Antares Barlow angeht. Diese würde sogar etwas kürzer bauen...
Link zur Grafik: http://www.cloudynights.com/ubbthreads/attachments/3383015-2-inch-barlow-powermates-1.jpg

Noch weiter der Spinnerei: fährt man die Antares 1.6x Barlow auf 2.5x hoch, dann käme ein 9mm Nagler-Zoom unten auf circa 2mm. Link zur Grafik: http://www.cloudynights.com/ubbthreads/pictures/9028.gif

Wäre mal ein Vorhaben für ein Teleskoptreffen so ein Test. Man kann nichts verlieren dabei.
 
Wie Christian schreibt geht das verzoomte 9mm Nagler doch bis auf 5mm runter. Das macht die Sache ja noch besser.

Ein Vergleich von Nagler- und Speers Waler Zoom zum UWAN-Zoom sollte dann auch wohl den deutlichen Preisunterschied berücksichten.
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Das 13er kommt im Zoomset auf etwa 13-8,5 mm Brennweite, es überlappt das 9 mm Okular deutlich. Das 9 mm Okular geht bis etwa 5,5 mm runter.

Christian folgend geht das verzoomte 9er sogar unter die 5mm.
Wenn man wirklich vor hat, sich 2 Nagler-Zoomsets zu kaufen, dann hätte man mit nur 2 Okularen den gesamten Brennweitenbereich von 13mm an bis in den Hochvergrößerungsbereich abgedeckt. Die Ersparnis der dafür notwendigen Nagler-Festbrennweiten würde in die hunderte Euro gehen. Für Leute die lückenlos ihre Brennweiten abdecken wollen sicherlich eine tolle Möglichkeit. Ich habe nämlich schon öfters an meinem 13.4mm Speers Waler festgestellt, dass ich gerne hier und da etwas weniger Brennweite hätte. Mir bleibt dann aber nur der Wechsel zu den 8mm des Zooms. An M51 hat mir das schon mal den Wunsch auf Brennweiten zwischen 13.4mm und 8mm aufkommen lassen.

Wenn die Sache mit der Antares Barlow , die immerhin nur circa 70 Euro kostet wirklich nicht bloß eine schöne Spinnerei wäre, dann könnte man den gesamten Brennweitenbereich runter bis zu 3.5mm vollständig mit einem verzoomten 13mm Nagler T6 abdecken (Barlowfaktor 2.5x durch Verlängerungshülse).
Das wäre dann die absolute Grab 'n Go Lösung, 1 Barlow + 1 Okular gegen unzählige Nagler Festbrennweiten.
 
Hallo Bernd (alle),

ganz klare Notbremse zur Extremverzoomung von Naglern.

Beim 13er weniger, aber beim 9er war eindeutig zu sehen, dass ganz am Rand die Sterne dicker wurden, wenn man in das obere Drittel des Zoombereichs ging. Beim 9er, wenn ich das richtig erinnere, so unterhalb 7 mm. Am Anschlag gabe es direkt an der Feldblende komisch verzerrte Sterne. Auch versierte Leute wussten nicht genau zu deuten, ob nun Asti, Koma oder eine Mischung oder etwas ganz anderes da mitspielte. Die Figur entsprach keinem klassischen Optikfehler.

Man kann durchaus noch durch Verschiebung des Barlowelements nach unten auf 5 mm oder bei Desinteresse oder Unempfindlichkeit für solche Randerscheinungen auch 4,5 mm kommen, aber irgenndwann macht man sich die klassische Naglerleistung kaputt.

Hinzu kommt, dass der verlängerte und aufgeweitete Strahlengang auch irgendwann einmal an den im Okular gesetzten Blenden anecken muss und diese Blenden haben ja auch ihre Zweckbestimmung. Ausleuchtungs- und Feldverlust steht da zu befürchten, wenn man übertreibt.

Auch die Sache mit der Doppelbarlow sehe ich in diesem Zusammenhang sehr kritisch.
Das gilt für alle möglichen Okulare im Zoomset. Man kann das Brennweitenband durch unterschiedliche Einbaupositionen immer noch etwas weiter nach unten verschieben, aber Übermut tut selten gut.

Was man mit zwei Nagler T6 im *entfernt* Zoomset ereichen kann sollte genügen. Da kann man, je nach Teleskop und Beobachtungsziel mal mit
13mm + 9 mm,
13mm + 7 mm,
9 mm + 7 oder gar 5 mm
rechnen.
Malt es Euch aus.
Ich muss auch sagen dass mir noch Erfahrungen mit dem 7 mm und 5 mm Nagler im Zoomset fehlen, es geht ja auch um Dinge wie Augenabstand und Einblickverhalten.
Die 13 mm und 9 mm Okulare waren diesbezüglich okay, der Augenabstand wurde geringfügig, aber erträglich kleiner. Das 11er dürfte auch unproblematisch sein.
Das Ganze ohne Brille, denn Televue tut nichts für langen Augenabstand sondern bietet Dioptrix-Aufsätze für die Okulare an.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Günther.

Ich hab meine Ausrüstung ja glücklicherweise erstmal "fertig" bis auf einige Lücken.
Die potentiellen Nagler-Zoom-Interessenten können ja noch ein paar Monate auf ausgiebige Tests usw. warten.

Wie ich sehe werden die entsprechenden Zoomsets ja sowieso noch nicht angeboten, da Du kein bedenkliches Zeugs an den Mann bringen willst.

>> Was man mit zwei Nagler T6 im *entfernt* Zoomset ereichen kann sollte genügen.

absolut!

>> Man kann das Brennweitenband durch unterschiedliche Einbaupositionen immer noch etwas weiter nach unten verschieben, aber Übermut tut selten gut.

ein Test kann glücklicherweise im schlimmsten Fall nur dazu führen das man sagt "nee, unbrauchbar" oder "nee, also da hätte ich persönlich gerne doch mehr Leistung".
 
Hallo Bernd,

die Sache ist schon einsatzreif, keine Frage.
Allerdings hat Lajos da noch(!) keine Serienproduktion am laufen, ist aber am Ball. Ich muss also vorhandene Einsatzhülsen nacharbeiten lassen.
Das kostet halt extra und auert auch etwas, weil es zusätzlicher Aufwand ist.

Gruß
*entfernt*
 
Hi allerseits,

da kann man also sagen, dass sozusagen die Vor- und Nachteile der "Basisokulare" beibehalten werden - mit geringsten Abweichungen (beim Augenabstand oder wie von Günther und Christian beschrieben), und wenn man es nicht "auf die Spitze treibt" (Position des Barlowelements in der Zoomsethülse). Dann noch der - für manche doch interessante - Grössen und Gewichtsunterschied zum SW 5-8mm Zoom.

Wenn man bedenkt, dass man so praktisch mit z.B. drei verzoomten Okularen den Bereich von etwa 15mm bis runter auf etwa 3,5mm durchgehend abdecken kann, und dass auch noch durchgehend mit 82° sGF, dann ist das wirklich genial - und spart 'ne Menge "Stöpselei" und Platz in der Kiste und - nicht zu vergessen - 'ne Menge Kosten (für den, ders halt gerne "eng" abgedeckt hat).

Ich habe so ein "3er-Set": ein verzoomtes 16er UWAN, ein verhülst-verzoomtes 9,4er SW und ein verzoomtes 7er UWAN ... und decke damit den oben genannten Bereich durchgehend ab. Dabei kommen diese Zoommöglichkeiten auch meiner (meist) doch etwas unkonventionellen Spechtelweise ziemlich entgegen ... ;)

Leider habe ich die "Dinger" noch nicht am nächtlichen Himmel ausprobieren können ... trotzdem nochmals meine :hochachtung: für diesen genialen Beitrag für die Astrogemeinde von Günther und Lajos :)
 
Hallo zusammen,

ich hätte noch eine Frage zu den Nagler-Zooms. Spricht irgendetwas (bauartbedingt) dagegen, das Ganze auch mit den Typ 4 Nagler, wie etwa dem 12 mm zu betreiben?

Viele Grüße und CS
Stefan
 
Hallo Stefan,

das Okular muss erstens an der richtigen Stelle zerstörungsfrei auseinander zu bringen sein und zweitens in das Zoomset passen - allein vom Platzbedarf der Hülsen her. Waren die T4-Nagler nicht noch etwas ausladend? Die T6 sind sehr handlich.
Vorsicht vor Schraub-Experimenten! Einige Televue Okulare fallen sofort als Linsensuppe auseinander. Bei den Ethos liegt extra ein Warnzettel bei, von den Panoptic ist das anhand von vielen "Einzelschicksalen" auch bekannt. (Panos haben kein Negativelement, daher wär's für diesen Fall auch uninteressant.)

Clear Skies
Sven
 
Hallo Stefan,

getestet ist das mit Nagler T6, ob man auch bei Nagler T4 die Steckhülse abschrauben kann, ohne Gefahr zu laufen, Linsensuppe zu produzieren, weiß ich nicht.
Nochmal der Hinweis von Seite 1:
Wer schraubt, schraubt auf eigene Gefahr. Televue lehnt jegliche Garantie und Gewährleistung ab, wenn ein Schaden durch Öffnen des Okulars entsteht. Reparaturen werden kostenpflichtig angeboten.

Eine weitere Voraussetzung für Verwendung eines Okulars im Zoomset ist, dass die Steckhülse 1 1/4" Steck hat und der Okularkörper an sich nicht mehr als 42 mm Durchmesser.
Größere Durchmesser passen nicht in den Einsatz und können höchstens aufgesetzt verwendet werden (Einzelfallprüfung).

Bei aufgesetzter Verwendung des Okulars wird der Abstand zwischen Okular und Barlow um mindestens 15 mm größer als bei eingesetzter Verwendung.
Damit setzt man schon die Ausgangsbrennweite vor dem eigentlichen Zoomen deutlich herab. Das ist dann schon was für die "Extremzoomer" und nur wenige Okulare vertragen das ohne die bereits erwähnten Leistungseinbußen.
Mit den Naglern die mir zur Verfügung standen habe ich das nicht getestet, weil sich ja schon in der Normalkonfiguration im letzten Drittel eine leichte Verschlechterung der Randabbildung andeutete. Man kann da, wie schon geschrieben, ein paar Millimeter variieren und noch ein wenig mehr Vergrößerung herausholen, aber damit ist man schon im Grenzbereich.

Ein Besitzer des Nagler-Zoomsets könnte das eventuell mal testen und berichten, wenn er mag. Einfach die Hülse umdrehen und schauen, was sich tut. Nach meiner Einschätzung wird es nicht gut funktionieren.
Ich bin bestrebt Sets und Lösungen anzubieten, die im Gebrauch Festbrennweitenqualität einhalten. Extreme Eckwerte mit schwacher Leistung halte ich für indiskutabel.
Man kann mit so etwas mal probieren, testen, spielen aber ich werde es nicht verkaufen.

Gruß
*entfernt*
 
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