Spektiv für Tagesbeobachtungen.

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Dirk79

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Hi.

Ich suche ein Spektiv oder Fernrohr, aber auf keinem Fall ein Fernglas, um auf 2500m noch Gesichter erkennen zu können.

Ich möchte also aus einer Entfernung von 2,5km erkennen können wer vor meiner Haustür steht während ich am Fluss bin.

Die Frage für mich ist jetzt welche Vergrößerung ich minimal brauche und welchen Objektivdurchmesser ich benötige um auch bei Bewölkung noch was zu erkennen.

Ins Auge gesprungen ist mir ein 90er MAK mit 40fach, bin aber nicht sicher ob der ausreicht. Ein Stativ ist Vorhanden.


Gibt es hier Naturbeobachter mit Erfahrung ??


Grüße
 
Hallo,
aus wie viel meter Entfernung kannst du ein Gesicht erkennen?
So würde ich mal anfangen. Reichen nach deiner Rechung oben 62,5 Meter?
 
Also wenn ich die Person kenne und den Körperbau mit sehen kann dann erkenne ich eine Person auf 100+ Meter.

Wenn ich die Person nicht kenne dann erkenne ich Gesichter auf ca. 20-30 Meter so richtig.


Also bräuchte ich nach deiner Rechnung eine Vergrößerung von 125 wenn ich unbekannte erkennen möchte und die 40fach reichen wenn bekannte an der Tür stehen.

Jetzt bleibt noch die Frage welche mindest Öffnung ich brauche um am Tage bei Bewölkung bei 125 fach noch was erkennen zu können. Reichen 90mm bei einem MAK oder brauch ich den 125er weil es sonst zu Dunkel wird ?

Es gibt ja noch das TS Voyager mit 70mm Öffnung und 114 fach, aber leider weiß ich nicht ob das ausreicht.


Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

nach meiner Erfahrung (Ornithologie) kann man auf 2,5 km Entfernung keine Details wie Gesichter mehr erkennen. Dafür ist einfach die Luftunruhe zu groß. Da hilft es nichts, mehr als 40 - 50-fach zu vergrößern. Auch bringt eine größere Öffnung da wahrscheinlich nichts. Eine bekannte Person könnte mit 40-fach wahrscheinlich erkennen.
Ein Mak mit seinem relativ großen Gegenspiegel ist für Tagbeobachtungen auch nicht gut geeignet, da es durch die kleine Augenpupille manchmal zu Verdunkelungen kommt, wenn man mit dem Auge genau die optische Achse trifft. In der Nacht ist das kein Problem, da dann die Pupille größer als der "dunkle Fleck" ist.
Zitat von Dirk79:
Es gibt ja noch das TS Voyager mit 70mm Öffnung und 114 fach, aber leider weiß ich nicht ob das ausreicht.
114-fach geht bestimmt nicht mehr. Premium-Spektivhersteller bieten Okulare für max. 60-fach. Das funktioniert dann nur sinnvoll auf relativ kurze Distanzen bis vielleicht 500m. Beispielsweise wenn man Gefiederdetails erkennen möchte. Wenn der Vogel weiter weg ist, nützt mir dann eine höhere Vergrößerung nichts mehr - man vergrößert die Luftunruhe mit.
Kauf' Dir eine Webcam und beobachte Deine Tür mittels Smartfon. :D

Gruß Hans-Jürgen
 
Danke für die Antworten.


Dann kann ich meine Idee ja gleich begraben :-(

Also brauch ich maximal 50fache Vergrößerung und eine Öffnung von 80mm Linsen Spektiv und kein MAK für Tagesbeobachtung. Und es geht nur an Tagen wo die Luftunruhe gering ist.

Dann werde ich die Idee mit dem MAK mal begraben und mich in Richtung Linse umsehen.


Grüße
 
Hi.

Hat jemand Erfahrung mit dem Yukon Spektiv ?

Dieses hier.

Yukon Scope 6-100x100 Spotting Scope Spektiv

http://www.amazon.de/Yukon-Scope-6-...6K/ref=sr_1_22?ie=UTF8&qid=1317899761&sr=8-22

Mit der Suche habe ich nix gefunden.

Generell gibt es wenige Berichte über dieses Spektiv.

Praktisch scheint es ja zu sein. kleine Vergrößerung zum Anvisieren und dann umschalten auf die große Vergrößerung.


Grüße
 
Ob es nun das Yukon-Spektiv ist oder ein anderes, nicht-Apo-Rohr: Bei ca. 60x ist definitiv Schluss, selbst bei gutem Willen. Eigentlich eher bei 30-40x. Die Farbsäume sind viel zu stark.

Eine ordentliche Qualität wird ein 8-cm-Apo-Fernrohr bringen, zu einem ordentlichen Preis. Abgesehen natürlich von der Problemen der Luftruhe. Aber da sind die Bilder spiegelverkehrt. Die Amici-Prismen, welche die Bilder aufrichten, bringen wieder Unsauberkeiten in das System, so dass auch da bei ca. 60x Ende der Fahnenstange ist.
 
Ja, die Kombination astronomisches Fernrohr mit Amiciprisma habe ich auch versucht. Bei den Amiciprismen gibt es große Qualitätsunterschiede. Ein guter Zenitspiegel bringt ein besseres Bild, allerdings seitenverkehrt - das sollte aber bei dem "Erkennungsdienst" keine Rolle spielen.
Definitiv ist das Bild mit dem Spiegel besser als beispielsweise bei einem Vixen-Amiciprisma.
Ich weiß nicht so recht, wieso die Yukon-Entwickler den Vergrößerungsbereich bis 100-fach gewählt haben. Vielleicht Marketing? Oder haben die Leute dort eine besonders transparente, ruhige Luft? Für Himmelsbeobachtungen gehen die 100-fach - für Erdbeobachtung wahrscheinlich überhaupt nicht.
Im Herbsturlaub habe ich mit einem 80mm Refraktor an der Ostsee tags kaum über 25-fach sinnvoll vergrößern können, nachts am Himmel durchaus 160-fach.
Wenn Du Dir ein Spektiv aus der Ferne bestellst, kannst Du das ja in Ruhe testen und bei Nichteignung wieder zurück schicken, oder nicht? (Fernabsatzgesetz)
Ich denke, Beratung hilft hier nicht weiter, Du musst Deine Erfahrung selbst machen.

Gruß Hans-Jürgen
 
Ich denke auch langsam das Beratung mich hier nicht mehr weiterbringt. Je mehr ich Lese umso weniger weiß ich was ich brauche :-)

Ich kauf mir einfach mal ein paar Dinger und wenns mir nicht gefällt schick ich es zurück.

Danke an alle die geantwortet haben.



Grüße
 
Zitat von Dirk79:
Ich suche ein Spektiv oder Fernrohr ..., um auf 2500m noch Gesichter erkennen zu können.
Zitat von Kerringa:
.... nach meiner Erfahrung (Ornithologie) kann man auf 2,5 km Entfernung keine Details wie Gesichter mehr erkennen. Dafür ist einfach die Luftunruhe zu groß. Da hilft es nichts, mehr als 40 - 50-fach zu vergrößern.
Hans-Jürgen (Kerringa) hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Dass aus dem Vorhaben von Dirk wohl nichts wird, kann man sich auch aufgrund von allgemeinen Überlegungen klarmachen.

Um ein Gesicht von etwa 15cm x 15 cm einigermaßen erkennen zu können, braucht es wenigstens eine Auflösung von etwa 15 x 15 Pixeln, also muss man 1 cm auflösen können. Ein Zentimeter auf 2.5 km entspricht einer Winkelauflösung von

0.01 m / 2500 m = 4 x 10^-6 rad ~ 0.8" (Bogensekunden)

Das typische astronomische Seeing (also die Auflösungsgrenze infolge von Luftunruhe) beträgt aber in unseren Breiten bereits etwa 2". Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Auflösung für erdgebundene Targets infolge von thermischen Effekten in Bodennähe nochmal sehr viel schlechter ist, wird so ein Unterfangen völlig hoffnungslos. Da hilft auch keine noch so hohe Vergrößerung und Öffnung. Die würden nur die Luftunruhe vergrößern!

Wer Zweifel bezüglich der erforderlichen Pixelauflösung hat, kann ja mal versuchen, die unten abgebildeten Gesichter zu erkennen ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 

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Hi.

Also von dem ersten Blatt kann ich die unteren 3 Gesichter gut erkennen wenn ich die Augen zusammenkneife.

Aber wenn das in etwa die Abbildung auf 2500m ist dann ist das eigentlich nicht erstrebenswert.

Was ich dann nicht Verstehe ist warum es Spektive mit riesen Öffnungen gibt wenn man so oder so nur auf maximal 500m Beobachten kann. Dann würde doch auch eine 60er Öffnung mit 30fach Vergrößerung für jeden Tagsüber reichen??



Grüße
 
Etwas späte Antwort (bin gerade darauf gestoßen)
Da ich mich auch mit dem Thema beschäftigt habe, hier meine Lösung. Videokamera die über das Internet auf dem Handy angesehen werden kann (webcam). Die Kosten für solche Systeme sind inzw. leistbar. Kosten nicht mehr als ein gutes optisches System (Spiegel oder Refraktor).
Optische Lösungen scheitern an der Luftunruhe (+ Wasserdampf etc.). Wurde auch schon ausreichend beantwortet.
Ich habe Erfahrungen mit einem 88mm Spektiv + 20-60mm Zoomokular. Damit kann man bei guten Verhältnissen bis zu 1 km sehen (ein Gesicht wohl aber nicht erkennen). In Bodennähe geht oft gar nichts.

mfG noastro

 
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