Spektiv oder Fernglas?

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Newappel

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Hallo
Ich bin neu hier und habe mit großem Interesse die Beiträge über Spektive gelesen. Ich brauch mal ein paar Tips von den Profis. Ich möchte Landschaftsbeobachtungen machen. Ich habe freien Brockenblick Luftlinie 15Km. Welches Spektiv oder vielleicht auch noch Fernglas könnt Ihr empfehlen um in dieser Entfernung viele deteils zu sehen. Ich habe viel gelesen über das TS Zoom 20-60x80, währe das das richtige oder reicht schon eins mit 60mm .Kennt jemand das Ultima 80 20-60x80 von Celestron? Ist das vergleichbar mit den von TS.Ich hab das gesehen für 187€

Ich danke schon mal für Eure Tips
MfG Christian
 
hallo Christian,

derzeit sehr günstig sind die Maksutov Spiegel Spektive von Skywatcher. Zb mit dem 102/1300 kannst du sehr detaillierte Beobachtungen machen. Der Vorteil des Spiegels ist die Farbreinheit, die du bei den günstigen Linsenspektiven nicht hast. Zudem sind die Maks üblicherweise optisch sehr gut. Du kannst zu dem Set noch ein Zoomokular dazubestellen, dann bist du etwa im von dir genannten Preisrahmen.

Ferngläser sind gut für Übersichtsbeobachtungen, nicht für Details.

lg Tommy
 
Hallo,

ich habe vor einiger Zeit das TS Spektiv 20-60x80 mit einem 102 mm Mak verglichen.

Da es hier um Tagbeobachtungen geht, würde ich das Spektiv bevorzugen. Der Farbfehler ist zwar bei 60x durchaus sichtbar, aber ansonsten ist das Spektiv im Kontrast dem Mak deutlich überlegen (erst recht, wenn man den Mak mit dem einfachen Seben Zoom ausrüstet).

Gruß
Adson

 
Danke erst mal für die Tips aber ich denke mal es wird ein Spektiv werden zumal ich es auch zum wandern mitnehmen will.
MfG Christian
 
Bei dem kleinen Mak schlägt meiner Meinung nach auch die relativ große Obstruktion stark auf den Kontrast. Dazu noch das Streulicht, alles in allem halte ich einen Mak für Tagbeobachtungen weniger geeignet, aber es gibt auch Leute, die auf solche Spiegel-Spektive (z.B. auch umgebaute Russentonnen MTO) stehen ... hier hilft auch nur ausprobieren und eine eigene Meinung bilden.

Gruß
Adson
 
Hallo
Also ich bin erst mal wieder vom Spektiv abgekommen und habe mir nach umfangreicher Suche im Forum über Ferngläser das Nikon 8x40 CF Action EX bestellt. Ich denke zum Anfang reicht das erst mal aus. Ich habe es heute bekommen für 115€ inkl. Versand und bin begeistert. Es liegt sehr gut in der Hand und soweit ich das Beurteilen kann macht es ein sehr hochwertigen Eindruck.Also ich bin froh das ich Euer Forum gefunden habe sonst hätte ich mir wer weis was bestellt.
MfG Christian
 
Ich habe in der Rubrik "Erster Eindruck TS Zoom-Spektiv 20-60x80" von Uwe Pilz bereits über meine Erfahrungen mit dem lichtstärkeren "Bruder", dem TS 22-66x100, berichtet. Es ist für den Preis (knapp 300 Euro) wirklich gut. Ein Spektiv ist geeignet für ornithologische sowie artverwandte (Tier-) Beobachtungen aus größerer Entfernung, wenn das "Zielobjekt" sich nicht ständig hin und her bewegt. Mit dem 6 mm Okular (90 fache Vergrößerung) am TS 22-66x100 in Verbindung mit einem Tischstativ (22 Euro!) habe ich beim tief stehenden Jupiter am Licht verschmutzten Großstadthimmel von Hamburg die beiden dunklen Wolkenbänder sehen können, auf Grund der Schlierenbildung und Luftverwirbelungen über der Elbe allerdings nicht strukturiert, dennoch beeindruckend. Natürlich ist das Wechselspiel der Galileischen Monde wunderbar zu sehen! Ein Spektiv dürfte für astronomische Beobachtungen vor allem dann eine Alternative darstellen, wenn man sich im Urlaub mit großen Montierungen etc. nicht abschleppen will und/oder kann. Mein Bruder besitzt die ED-Version dieses Spektivs, es scheint - wenn überhaupt - nur im Grenzbereich etwas transparenter. Ein Bericht folgt. Ein normales Fernglas (8x30 o.ä.) sollte man für die verschiedenen Beobachtungen eigentlich immer dabei haben, denn häufig reicht eine geringere Vergrößerung aus. Es kommt eben darauf an, was man will und wofür man die optischen Geräte einsetzt. Neben dem aufwändigen und mehr oder weniger kostspieligen 8 oder 10 Zöller sollte ein Spektiv und ein vernünftiges Fernglas noch drin sein. Ein Spektiv wiegt so um die 2 kg, ein kleineres Stativ und ein Fernglas kaum mehr. Ich habe mir gerade ein Fernglas 30x70 von Bresser für 40 Euro aus dem Internet gekauft. In einer in meiner Nähe sich befindenden Vogelbeobachtungsstation lässt es sich auf die Holzumrandung legen - und die Eisvögel sieht man wie aus 2 bis 3m Entfernung! Ohne Verwackeln. Auf dem Stativ verzieht sich das Glas allerdings und man bekommt Doppelbilder. Die entsprechende Prozedur mit dem Spektiv ist nur mit einem Srativ möglich. Man sieht: Es hängt immer von den Umständen ab, für welchen Zweck man ein optisches Gerät einsetzen möchte. Gute Ferngläser gibt es heute zu moderaten Preisen auch von den renommierten Anbietern.

Einen guten Gruß
von Lotharius
 
Hi Lotharius!

Auf dem Spektiv "verzieht" sich das Glas?
Mir ist nicht klar, was Du damit meinst. Das dürfte doch eigentlich nicht passieren.
Was für ein Sativ verwendest Du denn ?

Gruß

Tim
 
Hallo Tim,

das "Verziehen" bezieht sich auf das Fernglas 30x70 von Bresser - lies doch noch mal meinen Bericht genau nach! Der Fehler tritt auch beim Beobachten aus freier Hand auf, aber bei 30 facher Vergrößerung ist ein Stativ normalerweise ein absolutes Muss. Das Spektiv ist von der Firma TS (Teleskop Service), mit einer Öffnung von 100 mm und einem Zoomokular 22x66. Es kostet um 300 Euro und ist erstaunlich gut, auch geeignet für astronomische Zwecke. Blätter mal zurück, habe einiges darüber geschrieben. Zurück zu den Ferngläsern: Im Forum hier ("Wer kennt die Vixen ARK-Großferngläser?) stellt jemand beim 30x80 Fernglas von Vixen den gleichen Fehler fest. Und das Glas kostet je nach Anbieter zwischen 600 und 800 Euro. Die "ultimativen" Großferngläser von Fujinon zum Beispiel kosten nicht nur wegen der überragenden optischen Leistung je nach Qualität der Optiken bis zu 15000 (!) Euro, sondern auch wegen des großen mechanischen Aufwandes, damit eben keine Doppelbilder entstehen. Diese Gläser können ja nur auf einem Stativ (zumeist auch nur mit entsprechender Montierung) verwendet werden. Der Komet Hyakutake wurde mit einem derartigen Großfernglas vom gleichnamigen japanischen Amateur-Astronomen (Hyakutake) entdeckt. Das Fernglas 30x70 von Bresser ist aus diesem Grund auch nicht zu empfehlen. Ich benutze es zur Vogelbeobachtung, lege das Glas auf eine Holzumrandung einer Vogelbeobachtungsstation - und der Fehler hält sich bei kurzen Distanzen in Grenzen. Für Planeten oder Deep-Sky-Beobachtungen ist es völlig ungeeignet. Jedenfalls mein Exemplar.

Schönen Gruß Lotharius
 
zuerst Fernglas und dann Spektiv, so meine ich.
und außerdem ist ein Binokular dank des großen Gesichtsfeldes viel angenehmer.
 
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