Berberich
Aktives Mitglied
Diese Woche habe ich einen Termin mit einem Kunden, der für die Ornithologie ein Spektiv möchte.
Ich bin kein Händler, man hat mich angerufen, weil ich in der entsprechenden Gegend eine Sternwarte betreibe und selbst mit Spektiven arbeite.
Logischerweise habe ich nicht alle High-Tech Geräte da. Ergo habe ich mir die drei in Frage kommenden ausgeliehen: Zeiss, Swarowski und Leitz. Alle mit dem Zoom-Okular 20-60x bei 77-85 mm Spektiv.
Ich möchte nicht auf die Details eingehen, sondern den visuellen Eindruck wiedergeben.
Das Ergebnis war ansich vorweg klar. Diese drei Spektive tun sich nichts. Weder in der Randschärfe noch im visuellen Erscheinungsbild.
Einige maginale Vorzüge stellten sich aber heraus. Zeiss und Leitz verwenden eine Grobjustierung der Schärfe mit zusätzlicher Feineinstellung. Dafür bietet das Swarowski eine Mittenfokusierung, die mich in der Ornithologie mehr überzeugte, da sie schneller scharfzustellen ist.
Schärfe: Ganz schwer zu sagen, alle drei sind nahezu identisch. Der visuelle Eindruck meiner Augen:
Swarowski ganz knapp vor Leitz und Zeiss. Aber das ist individuell.
Verglichen habe ich mit einem Miyauchi 20x77mm. Dabei kommt das Miyauchi ansich ganz gut weg. Bei halbem Preis (für 2 Refraktoren!) und FH-Konstruktion bietet dieses Gerät eine sehr ordentliche Leistung bei halbem Preis.
Ergo erscheinen mir alle 3 Geräte etwas überteuert, was wohl auch am Namen liegen mag.
Mein Endergebnis:
Bei Bedarf an einem absolut perfektem Gerät würde ich das Swarowski knapp dem Leitz voziehen. Das liegt aber mehr an der Bedienung als an der optischen Qualität. Auch das Zeiss gab sich keinerlei Blößen. Derjenige, der, wie mein Kunde, die Entscheidung darüber fällen muß, welches Gerät er nun nimmt, der tut mir schon herzlich leid, denn so nahe habe ich seit langer Zeit keine 3 Geräte mehr qualitativ bei einander gesehen. Letzlich kann nur der Preis entscheiden.
Subjektiver Bericht von
Winfried Berberich
Ich bin kein Händler, man hat mich angerufen, weil ich in der entsprechenden Gegend eine Sternwarte betreibe und selbst mit Spektiven arbeite.
Logischerweise habe ich nicht alle High-Tech Geräte da. Ergo habe ich mir die drei in Frage kommenden ausgeliehen: Zeiss, Swarowski und Leitz. Alle mit dem Zoom-Okular 20-60x bei 77-85 mm Spektiv.
Ich möchte nicht auf die Details eingehen, sondern den visuellen Eindruck wiedergeben.
Das Ergebnis war ansich vorweg klar. Diese drei Spektive tun sich nichts. Weder in der Randschärfe noch im visuellen Erscheinungsbild.
Einige maginale Vorzüge stellten sich aber heraus. Zeiss und Leitz verwenden eine Grobjustierung der Schärfe mit zusätzlicher Feineinstellung. Dafür bietet das Swarowski eine Mittenfokusierung, die mich in der Ornithologie mehr überzeugte, da sie schneller scharfzustellen ist.
Schärfe: Ganz schwer zu sagen, alle drei sind nahezu identisch. Der visuelle Eindruck meiner Augen:
Swarowski ganz knapp vor Leitz und Zeiss. Aber das ist individuell.
Verglichen habe ich mit einem Miyauchi 20x77mm. Dabei kommt das Miyauchi ansich ganz gut weg. Bei halbem Preis (für 2 Refraktoren!) und FH-Konstruktion bietet dieses Gerät eine sehr ordentliche Leistung bei halbem Preis.
Ergo erscheinen mir alle 3 Geräte etwas überteuert, was wohl auch am Namen liegen mag.
Mein Endergebnis:
Bei Bedarf an einem absolut perfektem Gerät würde ich das Swarowski knapp dem Leitz voziehen. Das liegt aber mehr an der Bedienung als an der optischen Qualität. Auch das Zeiss gab sich keinerlei Blößen. Derjenige, der, wie mein Kunde, die Entscheidung darüber fällen muß, welches Gerät er nun nimmt, der tut mir schon herzlich leid, denn so nahe habe ich seit langer Zeit keine 3 Geräte mehr qualitativ bei einander gesehen. Letzlich kann nur der Preis entscheiden.
Subjektiver Bericht von
Winfried Berberich