Spektiv vs Fernglas

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paulgruber

Neues Mitglied
Hallo,

mein Name ist Leo, wohne in Wien und ich bin neu hier im Forum.

Ich habe vor Jahren schon sehr aktiv hier im Forum gelesen, war sehr interessiert und hatte zu diesem Zeitpunkt auch ein eigenes Teleskop.
Dann kam der Nachwuchs und das Hobby ist immer weiter ins Hintertreffen geraten bis ich zu guter Letzt auch das Teleskop wieder verkauft habe.
Jedoch vor 2 Wochen habe ich einen Segelturn in Kroatien gemacht und der Sternenhimmel dort.... was soll ich sagen: Phänomenal!!!
Jetzt hat es mich wieder gepackt und ich habe auch meine alten Bücher von damals ausgegraben und innerhalb einer Woche durchgelesen.
Auch der Sohnemann ist schon alt genug um vielleicht ein bisschen mitzuschauen und ich habe mich hier in Wien beim Planetarium für
einen Einsteiger Kurs angemeldet (Erlebte Astronomie Teil 1 - Der Blick zum Himmel, Astronomiekurs für EinsteigerInnen).
Zusätzlich habe ich mich hier im Forum in der letzten Woche ein wenig schlau gemacht und sehr viele Threads gelesen.

Bevor ich mich jedoch für den Kauf eines Beobachtungsinstruments entscheide möchte ich den Kurs beim Planetarium besuchen und abwarten ob die
anfängliche Begeisterung auch noch nach dem Kurs anhält :)
Zuallererst möchte ich nur mal Beobachten und bin an der Astrofotografie nicht interessiert.
Mein Interesse liegt vorerst mal am Kennenlernen des Sternenhimmels, dem Aufsuchen der Planeten und Kugelsternhaufen bzw einige der bekannten DeepSky Objekte.
Eine drehbare Sternkarte kann ich auch mein Eigen nennen und diese soll mir bei meinen ersten Schritten helfen.
Ich möchte auch nicht überstürzt gleich wieder ein Teleskop kaufen und liebäugle eher mit einem guten Fernglas bzw Spektiv um Abends ein bisschen spazierenzuschauen.
Hier in Wien ist das leider aufgrund der allseits bekannten Lichtverschmutzung nicht so gut möglich aber da ich ca 1x im Monat bei meinen Schwiegereltern
im Waldviertel bin (Bezirk Melk) würde ich dort die Gelegenheit zum Sternespechteln nutzen.

Nun zu den beiden Objekten mit denen ich liebäugle. Beim Fernglas tendiere ich zur hier oft erwähnten "eierlegenden Wollmilchsau" Fujinon FMT-SX 10x50 und
beim Spektiv zum William Optics SWAN 83 Apo. Über das Fujinon FMT-SX 10x50 muss glaube ich nicht mehr allzuviel erwähnt werden den das haben ja die Experten
hier in mehreren Threads bereits zur Genüge getan. Leider kann ich zum Spektiv wenig bis gar nichts finden und wollte mal fragen ob jemand von euch das
genannte Spektiv besitzt und es empfehlen kann.

Wo liegen die Vorteile eines Spektivs gegenüber einem Fernglas (variable Vergrösserung, mehr Vergrösserung)?
Könntet ihr mir bei diesen Fragen weiterhelfen?

Viele Grüsse
Leo
 
Hallo Leo,

zum Spektiv kann ich nix sagen, aber zum Fujinon. Das Fujinon ist optisch super - keine Frage, ABER es hat Einzelokularfokussierung. In der Praxis bedeutet dies, das ein Wechsel des Beobachters mit einer - ich sag mal- aufwendigen Einzelokularfokussierung von statten geht. Deshalb verwende ich das Glas nicht in der Familie oder Bekannten, sondern ausschließlich für mich und den Nachthimmel und jeder der ans Fernglas langt bekommt was auf die Finger. Wenn Du schnell fokussieren möchtest und z.B. auch mal Vögel oder andere Objekte in unterschiedlicher Entfernung kleiner Unendlich beobachten möchtest, dann würde ich zu einem anderen Glas mit Mitteltrieb raten.

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo Leo,

willkommen hier im forum!! Viele hier sind auch aus österreich/wien hier registriert.

Schöne grüße, Marius
 
Nachtrag...

Mein vater hat das Fujinon 7x50, an dem glas kann man nichts falsch machen

Ich selbst als naturfreund und kajak/kanu paddler habe seit 7 jahren ein Canon 15x50 IS mit stabilisator, genau das richtige als allrounder für den wellengang am meer oder im fluss.

Seit einiger zeit hab ich mir auch ein großfernglas 15x70 angeschafft.

Ich dachte mir, falls du öfters einen segeltörn vor kroatien unternimmst, wo der wind um deine ohren pfeift, würde ich dir ein stabilisiertes fernglas (Canon) sehr empfehlen, damit kann man sehr ruhig beobachten und nimmt viele details wahr!!

Schöne grüße, Marius

 
Hallo Leo,

beidäugiges Sehen verbessert die Wahrnehmung ganz erheblich, deshalb würde ich persönlich das Fernglas gegenüber dem Spektiv bevorzugen. Da bei freihändigem Gebrauch das Wackeln erheblich stört, würde ich das Fernglas auf ein Stativ setzen oder eines mit Bildstabilisator verwenden. Die Vergrößerung sollte man im Hinblick auf das Gesichtsfeld nicht zu hoch wählen.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

danke für eure raschen Antworten.

@Matthias: das mit dem Fokussieren stört mich jetzt persönlich nicht so aber ich denke mal hier fehlen mir die Erfahrungswerte ;-)

@Marius: Danke für deinen Tipp mit der Bildstabilisator aber sollte ich wieder in Kroatien beobachten (nächster Sommer wahrscheinlich) dann werde ich sowieso am Festland etwas abseits vom Boot beobachten da mich glaub ich hier die Positionslichter des Schiffs ein bisschen stören würden.

@Jan: Ich tendiere denke ich mal vom Gefühl her eh ein bisschen zum Fujinon aber ich dachte mir das die Vergrösserung schon ein bisschen eine Rolle spielt. Man ist leider immer verleitet von diesen ganzen hochauflösenden Fotos die man im Internet so findet und als Anfänger vielleicht enttäuscht wenn man dann zb M31 nur als kleinen grauen Fleck sieht und nicht in dieser bunten Farbenpracht.
Habe aber eine Seite gefunden wo das Ganze dann ein wenig relativiert wird (circa in der Mitte des Beitrags) http://sciencesouthastronomy.blogsp...-max=2010-01-01T00:00:00-08:00&max-results=12

Ich werde wie bereits erwähnt auf alle Fälle mal den Kurs beim Planetarium abwarten und mich dann für ein Instrument entscheiden aber es wird mit großer Wahrscheinlichkeit das Fujinon werden!

LG
Leo
 
Hallo Leo,

ich hab mir mal die Daten des William Spectivs angeschaut.

1) es hat 45° Einblick. Bei allem, was mehr als 45° über dem Horizont in Richtung Zenit liegt, wird´s unangenehm.

2) das mitgelieferte Zoom hat ein sGf von 42° ( Tunnelblick ) bis 66° ( o.k. )

3) ich weiß nicht, wieviel "Apo" der Apo hat, sprich wie groß ist der Farbfehler ( Blausaum )

Fazit: für Astro eher nein.

Gruß Uwe
 
hällo,

das fernglas kann man eigentl.kaum mit einem spektiv vergleichen... eher spektiv mit kleinem linsteleskop.. g*

nun ok, ich würde für die sternenbeobachtung einen reise-apo zulegen.. die sind mit 400.- ca.schon relativ günstig zu diversen spektiven u haben idr.kein unattraktives zoom-okular.

was fernglas angeht, soll dieses fujinon 10x50 freilich top sein alternativ interessant das TS 10x50mx für 229.-
-laut TS (fbook) sind auch die meopta meostar geräte zu gebrauchen.


beste grüße faxe

 
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