Spektroskopie mit Taschenspektroskop

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Papa Brummbär

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Hallo Astrofreunde,

ich wende mich hier an euch um Euro Meinung zu meinem aktuellen Projekt zu "hören".

Ich bin gerade dabei mit einem Taschenspektroskop und einer alten EOS300 ein digitales Spektroskop zu bauen. Aufbau ist wie folgt:
Hier Brennweite auf 80mm eingestellt und das Taschenspektroskop auf die Frontlinse aufgelegt.

EOS300D.JPG


Aktuell habe ich in den Objektivdeckel ein Loch gebohrt und dort das Taschenspektroskop hineingesteckt. (Ich hatte auch ein günstiges Taschenspektroskop gehabt aber dieses war wohl innen nicht geschwärzt und hat viele Reflexe verursacht. Das Spektrum war ok aber der Rest nicht.) Jetzt kann man einfach auf die Lichtquelle zielen und mit manueller Einstellung das Spektrum aufnehmen.

Hier die ersten Aufnahmen:

I.png


Das Ganze ist noch etwas wackelig und nicht fixiert, das soll dann zukünftig besser werden. Wenn alles in Flucht ist sollten die Aufnahmen auch einheitlich und symmetrisch werden.
Meint Ihr man sollte Darks oder Bias abziehen?

Die Aufnahme lade ich im Anschluss in Excel und erstelle dort die "Spektralkurve" also Farbe zu Helligkeit.

Bei der Berechnung der "Helligkeit bzw. Leistung je Frequenzanteil" gibt es viele Ansätze aber ich habe mich jetzt für das quadratische Mittel entschieden:

Helligkeit = ((R * R + G * G + B * B) / 3) ^ (1 / 2) -> Werte für RGB von 0-255

Später etwas mehr dazu.

Meine Frage welche Art der Darstellung ist auf Dauer geeignet? Was meint Ihr dazu:

II.png



Schreibt mir was Ihr davon haltet oder was ggf. nicht ok ist.

Des Weiteren habe ich auf die Schnelle einen Test gemacht. Eine weiße LED und von ZWO ASI die RGB und den Ha Filter dazwischen:

III.png


Eine Leistungsberechnung habe ich noch nicht eingefügt, wenn dies gemacht wird dann erhält man die gewohnten Transmissionskurven für die Filter. Jetzt zu meiner zweiten Frage:

Durch die Helligkeitsberechnung: Helligkeit = ((R * R + G * G + B * B) / 3) ^ (1 / 2) -> Werte für RGB von 0-255
entstehen nach dem "Nulldurchgang oder nahe Null" derartige Peaks, weiß jemand wie man das umgehen kann? Mache ich da ggf. beim zuweisen von Farbwert zu Integer etwas flasch? So etwas kenne ich bei Frequenzüberlagerungen (Fourier) von Sinusschwingungen zur Erzeugung von Rechteckkurven Gibssches Phänomen.

GII.png


Frage: Es gibt viele Programme die vom Videosignal aus die Spektren aufnehmen und eine "Leistungskurve" erzeugen.
Gibt es soetwas auch für Bilder/ Aufnahmen?

Die Kameras die ich benutze sind nicht Astro-Modifiziert, meint ihr es macht Sinn die Filter alle raus zu machen?

Schon einmal vielen Dank für Eure Antworten
bis bald LG und CS
Hampo
 
Hallo Stefan,

Ja habe ich schon aber die Software arbeitet mit Videosignal. Bilder können da nicht geladen werden. Ich hatte am Anfang eine Webcam angeschlossen ging gut aber der Frequenzbereich konnt nicht richtig eingestellt werden. Auch die Auflösung war durch das Taschenspektroskop gering. Hat man eine Optik dazwischen geschaltet war der Sensor zu klein. Da habe ich mich für diese Lösung entschieden. Nachteil ist nur ich habe keine Software gefunden die Bilddaten verarbeitet.

Vielen Dank LG und CS
Hampo
 
Hallo Hampo,

Interessantes Projekt!

Du könntest mit Python versuchen die Bilder zu verarbeiten, falls du etwas programmieren willst / kannst:

Oder einfach ein Video aus mehreren Bildern generieren (z.B. Video erstellen — Video Maker — Clideo), wenn die Softwares nur Video Format unterstützen.

Viele Grüße
Stefanie
 
Hallo Stefanie,

vielen Dank für die Infos, die Sofwares werde ich mal ausprobieren aber ich sehe schon, dass wenn man etwas mehr machen möchte nicht ums Programmieren herum kommt. Jetzt ist es in Excel mit VBA, die Phytonbildbearbeitung geht natürlich schneller aber dafür ist in Excel die Oberfläche schon da. Noch läufts in Excel gut aber wenn der Datenumfang steigt bremst es Excel aus dann werde ich auf Python wechseln müssen.

Vielen Dank LG und CS
Hampo
 
Zuletzt bearbeitet:
Wahrscheinlich eine überflüssige Frage, weil du es sonst vermutlich schon probiert hättest.
Aber die 300 hat keine Videofunktion?

Ansonsten das Signal per USB abgreifen und am PC aufnehmen mit der Canon Digital Software?

Weitere Möglichkeit falls HDMI vorhanden,
Eine HDMI capture Card ( diese USB Sticks).
Damit kann man z.b. ein Smartphone oder Tablet als Monitor nutzen.
Oder das hdmi Signal am PC Einspeisen.

Evtl. Passt das Objektiv auch auf eine andere Kamera.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

danke für die Infos, ja die 300 kann das nicht ist eine ältere EOS, aber die hat ggf. einen Play Ausgang, das kann ich mal versuchen mal sehen.

Vielen Dank bis bald
LG und CS
Hampo
 
Hi,

ich verwesie mal hier hin:


Welches ich auch schon in beiden Version gebaut habe. Einige Verbesserungen von mir sind da auch mit eingeflossen.
Scroll mal hier etwas runter, da gibt es Bilder vom fertigen Gerät welches ich gebaut habe.


Gruß Markus
 
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Hallo Markus,

CHAPEAU, echt toll, super Leistung und tolle Beschreibung, ich habe aus Zeitmangel alles etwas überflogen, zwei Fragen:

1. welche Optik (Kamera-Objektiv) ist das und
2. läuft die Software nur über den Monitor oder kann auch ein normaler PC-Monitor an den PI angeschlossen werden.

Vielen Dank im Voraus
LG und CS
Hampo
 
Moin,

Du kannst natürlich via HDMI auch einen normalen Monitor anschließen. Aber die Software an sich ist erst mal auf den Betrieb für 800x600 ausgelegt. In den meisten Fällen reicht das aus, ich habe mir mit dem OLED Display etwas tricksen müssen das ich ein sauberes Vollbild hinbekomme. Aber mit Linux lässt sich so ziemlich alles hinbiegen wie man will.
Die Optik müsste diese 8mm sein:

Gruß Markus
 
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