Spiegel pollieren - Rauheit der Oberfläche

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dave

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hallo zusammen
ich bin am Pollieren eines 8"-Spiegels. Die zehnte Stunde habe ich bereits hinter mir - die Sphäre habe ich noch nicht ganz erreicht. Für die Kontrolle der Rauheit benutze ich einen laserpointer, den ich bei ca. 45° Einfallswinkel über den Spiegel bewege. Helles Aufleuchten sind Pits, von denen nichts mehr vorhanden ist. Idealerweise wird der Laserstrahl an der Spiegeloberfläche nicht mehr reflektiert. Meine Frage: Wenn ich so kontrolliere, dann sehe ich einen matten Fleck (Ellipse) des Laserstrahls, der mal stärker und mal schwächer ist. Darf der Laserstrahl noch sichtbar sein, wenn ich eine überdurchschnittlich feine Oberfläche (man könnte ja zur Konkretisierung einen Zahlenwert nennen - da fehlt mir jedoch die Vorstellung.... naja..) erreichen will?

Gruss dave
 
Hallo Dave,

der Oberflächentest mit dem Laser ist sehr empfindlich, vor allem wenn er im dunklen gemacht wird. Auch kleinste Schmutzpartikel und Schlieren werden da gestreut und man meint dass der Spiegel noch nicht auspoliert ist. Ich prüfe daher auch noch mit einem (18mm)Okular als Lupe gegen eine helle Lichtquelle die Spiegeloberfläche ob noch Pitts vorhanden sind, dieser Test ist wesentlich verlässlicher da man sieht warum das Licht gestreut wird.

Gruß
Roland
 
Hallo,
Den Durchtrittsfleck des Strahles durch die Oberfläche sieht man im Dunkeln natürlich immer noch. Aber er sollte schwach leuchten und vor allem überall gleichmäßig sein. Das ist schon eine Hürde, bis der außen genau so matt ist wie im Zentrum!
irgendwelche Pits sollte man, vielleicht bis auf einzelne, nicht mehr sehen. Man spricht übrigens von auspoliert oder nicht auspoliert.
Oberflächenrauhigkeit sieht man erst mit dem Foucaultgerät. Der Spiegel erscheint dabei oberflächlich und mit dem Laser absolut glatt.
Grüße Martin
 
Re: Spiegel polieren - Rauheit der Oberfläche

Hallo Martin
Ich gehe mal davon aus, dass der Lichtreflex über den gesamten Spiegel gleich matt sein sollte. Wann ist der Spiegel auspoliert?

Gruss David
 
Hallo
Nochmals eine Frage:
Beim Absuchen der Spiegeloberfläche mit einem Okular bin ich auf "Objekte" gestossen. Es könnten Pits oder auch eingeschlossesen Luftblasen sein - es ist nicht klar erkennbar. Ich denke, dass die Kontrolle mit dem Laserpointer möglich ist (aufleuchten, wenn es ein Pit ist). Gibt es weitere Kontrollmöglichkeiten??

Gruss David
 
Hallo David,

ich bin auch gerade beim Polieren eines 8 Zoll Spiegels bzw. schon bei der Parabolisierung. Ich habe den Test mit dem Laserpointer als nicht so glücklich empfunden, weil man nie genau sagen kann,warum denn der Laserstrahl aufblitzt. Ist es nur ein Staubkörnchen oder sind es noch pits? Ich rate deshalb,mit dem Okular als Lupe zu kontrollieren oder, wenn man hat, ein Stereomikroskop zu nutzen. Hier sieht man dann wirklich alles und kann sofort Staub von pits unterscheiden.
Frohes Polieren
Rainer
 
Hi Dave und alle anderen,

in der "professionellen Optik-Kontrolle" benutzt man einen dunklen Raum mit scharz gestrichenen Wänden (kann auch nur eine Große Pappschachtel sein die schwarz lackiert ist). An der Wand (oder entsprechend durch die Rückseite der Pappschachtel oder durch ihren Boden) leuchtet eine starke Halogen-Lampe deren Strahl leicht breiter wird. Man kann für zu Hause wunderbar einen Diaprojektor dafür benutzen. Je heller, desto besser! Dann setzt man sich so vor die Lampe, daß die Augen noch außerhalb des (durch die Optik scharf begrenzten) Lichtkegels sind. Das ist ganz einfach, wenn man geblendet wird ist man im Licht *g*. Das zu prüfende Objekt wird nun schräg in den Lichtkegel gehelten und man schaut quasie durch das Werkstück auf die schwarze Wand oder den schwarzen Boden. Jede noch so kleine Verunreinigung leuchtet richtig auf der Werkstückoberfläche auf. Dieser Test ist sogar so empfindlich, daß man immer Staubkörnchen entdecken wird - egal wie gut man putzt. man wird immer denken der Spiegel sei noch dreckig *g*. So kann man auch nicht auspolierte Stellen leicht erkennen - sie erscheinen milchig bis glitzernd. Auch Kratzer und Wischer fallen auf. Wenn man sich nicht sicher ist kann man ja noch die Lupe zu Hilfe nehmen.

Ich halte die "Diaprojektormethide" für viel besser als die "Laserpointermethode" da keine Gefahr für die Augen vorhanden ist. Das Licht ist zwar heller, aber eben kein Laser. Außerdem ist es möglich das ganze Werkstück auf einmal zu betrchten oder zumindest sehr große Teile davon wobei man beim Laserpointer eben meist nur wenige mm hat.

Viele Grüße und möglichst wenig Oberflächenfehler wünscht
Raphael
 
Hallo zusammen
werde es mal ausprobieren. Da ich eh die Sphäre noch nicht erreicht habe, werde ich wohl noch einige Stündchen polieren.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> - der Oberflächenrauheit wird es eh nicht schaden.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> . Da kommt mir noch eine weitere Frage: kann man aus dem Foucaulttest die Rauheit qualitativ beurteilen)

Gruss dave
 
Hallo Raphael,
Danke für die Profitips. Ich mach so was ähnliches, benutze aber mein Fouucaulttestgerät dazu.
Der Spiegel befindet sich in der Halterung für den Foucaulttest, im Kugelzentrum befindet sich mein Testgerät mit einer hellen Glühlampe als Lichtquelle.
Bei diesem Test benutze ich jedoch keine Punktmaske, sondern blende die die Lampe lediglich auf 10mm ab. den zurückkehrenden Reflex decke ich mit der Messerschneide ab, so werde ich nicht geblendet.
Dann sieht man aber jedes Staubkorn und jeden Kratzer auch Wölkchen aus dem Feinschliff. Ich brauch da keinen schwarzen Raum dazu ich mach den Test einfach nachts <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Grüße Martin
 
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