Hallo Michael,
der Schweizer Altmeister Hans Rohr schlägt in seinem Buch "Das Fernrohr für Jedermann" als ersten Spiegel einen mit 150 mm Durchmesser und dem Öffnungsverhältnis 1:8 vor. Letzteres würde ich wegen seiner relativ gutmütigen Eigenschaften auch Dir vorschlagen. Wenn Du einen 130er Spiegel brauchst, kannst Du einen nehmen, doch ist laut Rohr der Aufwand für 150 mm nicht wesentlich größer.
Wie gut ein Anfänger einen solchen Spiegel fertigen könnte? Vermutlich gut bis sehr gut, wenn er sich die Zeit nimmt. Weniger Zeit benötigt er vermutlich, wenn er jemanden findet, der bereits Erfahrung hat. Der Vorteil beim Selbstschliff ist, daß man solange schleifen und polieren kann, bis einem das Ergebnis gefällt.
Bei den Kosten solltest Du die Materialzentralen großer astronomischer Vereinigungen kontaktieren, welche zumindest früher komplette Sets verkauft haben.
Der teuerste Punkt dürfte das Verspiegeln sein, danach die beiden Glasscheiben.
Der Zeitbedarf dürfte im Bereich einiger Wochen bis Monate liegen, wenn man nur in der Freizeit am Spiegel arbeitet. Schneller geht es, nimmt man Borosilikatglas.
Grüße
fquadrat
PS
Das angesprochene Buch liest sich übrigens ganz amüsant, ist aber meines Wissens nur noch antiquarisch zu bekommen.