Spiegelhalteklammer - nur so eine Idee!

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eckehardt70

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Hallo,

nachdem ich für mein Newton eine Orionhauptspiegelzelle überarbeitet habe ist mir folgender Gedanke gekommen.
Wenn man am der Aussenfläche des Spiegels mit einer Diamantscheibe drei Schlitze mit einem Versatz von 120° ca. 3mm tief und 3mm breit einschleifen würde, könnte man doch die Halteklammern dort in dieser Nut platzieren.
Die durch Klammern verursachten Bildverschlechtenden Erscheinungen sind damit hinfällig. Einzige Frage ist, ob sich beim Schlitzen Spannungen im Glaskörper aufbauen, die die Oberflächenqualität verschlechtern. Von Vorteil ist es sicher den Spiegel vorm Schleifen mit den Schlitzen zu versehen.
Rein technisch sehe ich kein Problem und die Fixierung des Spiegels ist ebenso gewährleistet.

Was haltet Ihr von dieser Idee oder hat es schon einmal jemand ausprobiert?

Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,
wenn Du sie nur zum halten und nicht zur Lagerung verwendest, sehe ich da kein Problem.
Der Fangspiegel meines Schiefspieglers ist z.B. auf diese Art befestigt.

Beim flexen halt langsam und mit Wasser arbeiten, dann sollte das funktionieren.

Da kommt mir grad eine andere Idee: ich werde mit 2K-Kleber drei Laschen am HS ankleben, die dann an der Spiegelzelle eingehängt werden können.
 
Hi,

diese Idee wurde schon umgesetzt. Es geht aber viel einfacher, zumindest bei einem Dobson, kann man während des Beobachtens ganz auf die Sicherung verzichten und erst beim Transport(wenn überhaupt) die Augenschrauben wieder in den Strahlengang drehen. Dieses Prinzip ist im Kriege Dobson Buch mit genauer Bauanleitung erläutert.

CS Mike
 
Hallo Thomas, Ralf und Mike,

das sind gute Vorschläge.
Die Lösung mit den 3 Haltern werde ich demnächst an meiner Selbstbau-Spiegelzelle in Angriff nehmen. Sie bietet sich geradezu an. Ich müßte hier nur die Auflagefläche der verstellbaren Halter kürzen und die Haltestücke seitlich an den HS kleben, fertig. Oder hat jemand Bedenken in Bezug auf: Klebstoff und HS ?

MfG und CS

Wilfried
 
Hallo,

war mir doch fast klar, daß das ein Tüftler schon ausprobiert hat. Die Lösung mit den Klebelasche ist natürlich elegant. Irgendwie steuben sich bei mir noch die Haare bei dem Gedanken die Flex anzusetzen.
Höchstwahrscheinlich werde ich den Hauptspiegel wieder mit einem dünnen Aluring abdecken, der zwar ein wenig lichtsammelnde Fläche schluckt aber auch eventuelle Spiegelfehler am Rand und die Halteklammern ausblendet.

@Wilfried: Ich habe keine Bedenken gegen das Kleben. Beim eventuellen Neubeschichten muss man eventuell den Kleber mechanisch entfernen. Halte uns doch bitte auf Stand.

Gruß
Thomas
 
Hallo!
Eine Version ist auch noch die Spiegelzelle so umzubauen, dass die Klemmung seitlich mit Madenschrauben erfolgt.
Wenn die "Druck"-Punkte gut genug bestimmt sind könnte man zusätzlich da sicher mit einer kleiner Hand/Gravurfräse und entsprechenden Kopf kleinste Vertiefungen in den Rand des Spiegels fräsen (reichen ja 0,5mm) um dann gleichzeitig einen Rausfallschutz zu haben.
Das habe ich mich dann aber doch (noch) nicht getraut, sondern ganz klassisch auf Mini-Bleche gesetzt, die über dem Spiegel "schweben" und zur Not halten. Den eigentlichen Halt bekommt er aber seitlich durch jeweils zwei Kunststoff-Madenschrauben.

Bei der Flex hätte ich wegen der hohen Drehzahl Angst, dass die Temperatur zu hoch wird - grade wenn man trocken schneidet. Und beim Nass-Schneiden wird der Spiegel zunächst mal eingesaut mit mikrofeinem Glaspulver. Ich bin mir nicht sicher ob man da jedes (!) Mikroteilchen wegspülen kann. Und wenn man später doch mal badet und per aufgeweichtem Finger rubbelt sollte das ja keinesfalls mehr drauf sein.
Außerdem: Wenn man auch noch per Hand schneidet, dabei verkantet und der Schnitt tief ist, dann besteht die Gefahr dass man was rausbricht. Um das zu verhindern darf man wirklich nur oberflächlich ins Glas rein ritzen (so 1mm). Wenn aber nur so wenig Material weg muss, braucht man nicht unbedingt eine hochdrehende Flex, sondern das ginge wohl auch kleiner, trocken und per Luftabsaugung.

Anbei mal meine Spiegelzelle mit seitlicher Klemmung.

CS, Andreas



 

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Hallo Thomas, danke für Deine Antwort.

wenn Halter und Kleber bei einer Neubeschichtung entfernt werden müssen,was durchaus möglich ist, bedeutet das eine rabiate Bearbeitung mit Risiko für den HS.Ich habe mir nun etwas anderes überlegt.
Mein HS hat Fasen von 1,3 x 45°. Man könnte nun die Halteklammern soweit kürzen, daß sie nur im Fasenbereich zum Einsatz kommen. Die seitliche Lagerung bei meiner Spiegelzelle ist stabil genug(6 Kunststoffschrauben),und sie lässt kaum seitliche Bewegung zu. Deswegen ist der Halt im Fasenbereich sicherlich ausreichend. Bei präziser Einstellung dürfte der HS nicht aus der Zelle fallen, selbst beim Ausbau nicht, die laterale Lagerung lässt das einfach nicht zu. Nebenbei, der Spiegel bleibt im Originalzustand.
So könnte man optimieren, für einen doch sehr geringen Lichtgewinn. Ich habe mal folgendes Zitat gelesen: "Nichts ist gut, wenn es noch etwas zu verbessern giebt". Also versuchen wir zu optimieren. Leider weiss ich nicht mehr, von wem der schöne Spruch stammt. Kann mir das einer sagen?

Viele Grüsse
Wilfried

 
Hallo Andreas,

bei der riesen Phase, kannst du über diese sichern - wo soll der hin ....

Gruß
Johann
 
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Hallo Johann!
Hi, hi - hab ich mir zwischenzeitlich auch gedacht. Die Konstruktion war fertig bevor der Spiegel kam... So ganz ideal sind auch die seitlichen Kunststoffmadenschrauben nicht. Das muss man ganz genau das passende Drehmoment erwischen zwischen zu locker und tatsächlich leichter astigmatischer Verspannung. Hätte ich bei seitlichen Druck nicht gedacht ...
Aber die "Sicherungsklammern" sind momentan im Original Karosseriescheiben 4,3 x 12 (weil mittig M4 Gewinde ist - das Foto zeigt nochmal eine andere Klammerversion) und reichen sowieso nur 1mm über die Fase hinaus. Aus Gewohnheit finde ich die drei "Marker" beim Justieren des HS ganz praktisch. Aber vielleicht gewöhne ich mir das auch wieder ab.
Bei Sicherung an der Fase finde ich den Höhenunterschied (Gefälle zum Rand hin) unbequem, weil ich eben keinen Kontakt haben will. Hier ist´s so gelöst, dass zwei geschichtete Tellerfedern eine vertikale Verstellbarkeit von ca 0,7mm ermöglichen. Damit kann ich die Scheiben schön passend und sehr genau absenken.
Aber vielleicht mache ich mir noch aus 2mm Alu ein kleines Blechstück und feile vorne dran eine 45 Grad Schräge als Gegenstück zur Fase und nehme das als Sicherung.

Das Teil war eine R150S Spiegelzelle - hat jetzt nur ein paar Löcher mehr bekommen und der Spiegel ist auf 3 Punkten gelagert. Aber in den VIXEN-Tubus soll er auch (wieder) rein. Geht aber eng zu da drinnen ...

CS, Andreas
 
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Hallo Thomas,

>Irgendwie steuben sich bei mir noch die Haare bei dem
>Gedanken die Flex anzusetzen.

Kann ich verstehen - und halte dieses Vorgehen ebenfalls für
zu grob.

Bei einer Rand-Spiegelstärke von sagen wir mal 40mm würde ich
( vor dem Schliff ) mehrere Rillen ca: 4x2mm in untersten,
von der Spiegelfläche abgewandten Bereich, als Retentionselemente
einschleifen. Mittels einer zahnärzlichen Turbine.
An diesen Stellen würde ich Kunstharz eingiessen, diese Elemente
ausarbeiten, damit sie keinen Druck auf den Spiegel ausüben -
einfach gesagt : etwas kleiner machen.

Mit den KH-Elementen sicherst Du dann den HS, in welcher Form
auch immer, am Spiegelträger.

Viele Grüße,
Axel


 
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