Spiegelschleif / poliermaschine

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zeroces

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Hallo, durch einen glücklichen Zufall bin ich an zwei Frquenzumrichter gekommen, wie Martin Trittelvitz sie auf seiner HP beschreibt.
Mit diesen Umrichtern und zwei Motoren möchte ich nun eine Spiegelschleif u. Poliermaschine bauen und habe zur Zeit noch mehr Fragen als Antworten.
Vielleicht könnt ihr ja mal euren Senf dazu geben.
1.) Sind zwei getrennt voneinander steuerbare Antriebe ausreichend? Ich will den Drehtisch und den Exzenter / Arm antreiben.
2.) Welche Leistung sollten die Motoren haben um Spiegel bis 1m Durchmesser bearbeiten zu können?
3.) Wie sollten die Drehzahlen aufeinander abgestimt sein? Man liest immer wieder von nicht geradzahligen Verhältnissen zwischen Drehtisch und Arm.
4.) Wie könnten Lagersitze für die Maschine aussehen. Welche Lager ich verwenden will (Art, nicht Größe) ist mir schon klar nur die Wellen und Lagersitze machen mir Gedanken.
5.) Wenn man mit einem Subdiameter tool arbeitet, muß man norm. dafür sorgen, daßdie Strichführung gleichmäßig über die ganze Fläche verläuft. Wie mach man so etwas am besten bei einer Maschine und großen Durchmessern?

Ich bin mal auf die Antworten gespannt. Bis die Maschine im Keller steht wird aber noch einige Zeit vergehen.

Gruß

Marcus
 
Hallo,
Zu deinen Fragen:
1.) zwei Antriebe reichen, man kann aber auch mit einem Motor arbeiten. dann muß ma die Exzenterwelle mit einem Riemenantrieb versehen, dadurch kann man immer nur ein einziges Drehzahlverhältniss benutzen.
Setzt man mehrere Riemenscheiben auf die Wellen, dan nkann man die Drehzalrelationen ändern, muß aber jedes mal den Riemenantrieb umbauen.
Besser sind zwei Motoren mit getrennter Regelung.
2.) bei einem Meter mindestens 1-2 PS an der Zentralwelle.
3.) Beim Auspolieren soll die Drehzal an der Exzenterwelle deutlich kleiner sein als die Drehzal des Drehtellers. Beim Parabolisieren höher . Ganzzahlige Drehzahlverhältnisse muß man vermeiden, da dann das Tool immer auf die gleiche Stelle auf dem Spiegel kommt. da poliert man ein Loch in den Spiegel oder gleich mehrere)
4.) Ich habe Flanschlager genommen. das sind Gusskörper in denen ein Lager mit einer kugelförmigen öußeren Lagerschale sitzt. die kann sich in dem Gusskörper in jede beliebige Position einstellen. Sie hat vier Bohrungen um sie auf einem Brett festzuschrauben. Die kosten bei einer 25 mm Welle bei Mädler 10,93 plus Transport un MWSt.
(Fa. Maedler www.maedler.de unter Flanschlager nachsehen. Da gibts auch Wellen. ca 25mm reichen.)
5.) hab ich noch nicht probiert, ich würde eine große Exzenterscheibe machen damit ich das Tool über den ganzen Spiegel bewegen kann. Bei mir gehts nur über den halben Spiegel bei 50cm D. Kann ich so nicht unbedingt empffehlen.
Grüße Martin

 
Hi Marcus,

also welche Kraft man Braucht um einen Meterspiegel zu bewegen weiß ich nicht - Du brauchst auf alle Fälle sehr viel Platz! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Meine Erfahrungen sehen anders aus als die von Martin, nicht zum Auspolieren, sondern zum Polieren der genauen Oberflächenform sollte es so sein, daß der Exzenter schneller läuft. Das ideale Verhältnis liegt bei 1 : 2,73. Spitzen oder Löcher sollten nicht durch die Poliergeschwindigkeit, sondern über die Art der Bewegung korrigiert werden.

Hoffe bissi geholfen zu haben

Viele Grüße
Raphael
 
Meine Erfahrungen sehen anders aus als die von Martin, nicht zum Auspolieren, sondern zum Polieren der genauen Oberflächenform sollte es so sein, daß der Exzenter schneller läuft.

Hallo Raphael,
Genau das schreib ich doch:
" Beim Auspolieren soll die Drehzal an der Exzenterwelle deutlich kleiner sein als die Drehzal des Drehtellers. Beim
Parabolisieren höher ."
Bei kleiner Drehzahl läuft der Exzenter langsamer, beim Parabolisieren schneller also mit höherer Drehzahl.
Ich hab auch nicht geschrieben, daß man Löcher mit der Drehzahl korrigieren kann, sondern daß man welche bekommt, wenn man ganzzahlige Relationen beider Drehzahlen benutzt.
Ich muß dazu schreiben, daß ich noch ganz wenig Erfahrung mit der Maschinenpolitur habe. Ich gehe etwas nach meiner Vorstellung aus und probiere das aus. Trial and Error.
Es gibt aber eine Anleitung zur Mirr-O-Matic (engl.), hat jemand die Adresse dazu? Ich hab eine Adresse, die ist aber offensichtlich nicht mehr aktuell.

Grüße Martin
 
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Ups, sorry Martin... Tut mir leid! Ich hab mich da wohl verlesen.

Ich nehms zurück und behaupte das Gegenteil!

um Entschuldigung bittende Grüße
Raphael
 
Hallo Martin, danke für die Hinweise.
Ich bin zur Zeit noch an der Auswahl der Motoren. Dann werde ich das Untergestell schweißen. 1m hört sich ziemlich größenwahnsinnig an, ich möchte aber einfach nicht in ein paar Jahren von vorne Anfangen und so von vornherrein sichergehen, daß ausreichend Reserven vorhanden sind.
Ich nehme an, daß die abs. Geschwindigkeit des Drehtellers u.a. von der Pechhärte abhängt.
Kann man sich bei den abs. Drehzahlen an den Geschwindigkeiten orientieren, die man beim händischen polieren / schleifen hat? Sollte doch gehen.

Ich werde beide Motoren stufenlos über Potis verstellen können. Deshalb ist die genaue Drehzahl nicht soooooooo wichtig.

Wie befestigst Du denn die Werkzeuge? Habe da im Web schon die abenteuerlichsten Lösungen gesehen.

Hier ist auf jeden Fall ein Link zur Mirror-o-matic Anleitung:
http://www.oblivion.net/~astro/mirror/mom/operations.html

Gruß

Marcus
 
1m hört sich ziemlich größenwahnsinnig an, ich möchte aber einfach nicht in ein paar Jahren von vorne Anfangen und so von vornherrein sichergehen, daß ausreichend Reserven vorhanden sind.
Hallo,
1m ist doch gar nicht mehr so verrückt. Ich meine zwar, daß es erst mal reicht eine Maschine für 50 cm zu bauen, ist aber alles relativ! In ein paar Jahren werden 1m Teleskope vielleicht zum Standart gehören!

Ich nehme an, daß die abs. Geschwindigkeit des Drehtellers u.a. von der Pechhärte abhängt.
In erster Linie vom Spiegeldurchmesser. Bei 1 m ist die Tangentialgeschwindigkeit des Außenrandes natürlich bei gleicher Drehzahl viel höher als bei einem kleinen Spiegel.

Kann man sich bei den abs. Drehzahlen an den Geschwindigkeiten orientieren, die man beim händischen polieren / schleifen hat? Sollte doch gehen.
Das kommt ganz gut hin. Bei 50 cm Spiegel etwa 20 U / min.

Grüße Martin
 
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Hallo,
Danke, das ist die Seite die ich auch in meinen Links habe. Jetzt geht sie auch bei mir wieder. Eine Bauanleitung für eine Spiegelschleifmaschine, übrigens ganz lustig wie ein Komic aufgemacht.
Die Maschine kann so wie sie beschrieben ist Spiegel bis etwa 10-12 Zoll tragen. In der Betriebsanleitung sind viele Tips auch über die Rotationsgeschwindigkeiten von Drehteller und Exzenter. Zudem gibt es eine e-mailliste die sich mit den Problemen beim Bau und Betrieb der MoM befasst. Ich glaube obwohl sie in amerikanischer Sprache ist sollte man nicht auf diese Informationen verzichten wenn man eine Maschine bauen will.
Grüße Martin
 
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