Spiegelspezialisten für Reperatur gesucht

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 74119
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Ehemaliges Mitglied 74119

Hallo,

ich habe ein gebrauchtes, sehr altes Obsession Dobson mit 20"f5 erworben und möchte dies optimieren.
Natürlich gibt es bei einem Alter von 30 Jahren Gebrauchsspuren und hier und da Staubansätze.
Das ist natürlich auch beim Spiegel der Fall.
Da Ich mich leider nicht sehr gut damit auskenne, wollte ich erstmal nach Rat fragen, bevor ich irgendwas eventuell noch schlimmer mache.

Am Rand ist die Verspiegelung offensichtlich beschädigt, aber da ist natürlich die Frage, ob man das sieht wenn es direkt am Rand ist oder ob das zu vernachlässigen wäre.
auf dem Spiegel sind generell überall sehr viele sehr feine Kratzer. Würde dagegen eine neue Beschichtung helfen, oder ist das ein generelles Problem was nur durch "nachschleifen" etc behoben werden könnte? Auch hier die Frage, wie schwerwiegend ist das?

Das Teleskop steht zur Zeit in Rimbach / Südhessen nähe Weinheim / Heppenheim.
Falls jemand aus der Nähe ist und mal schauen möchte würde ich mich natürlich freuen.


LG *entfernt*
 
Ich hoffe man kann auf den Bildern erkennen was ich meine.

LG *entfernt*
 

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Hallo Sascha,
Das sieht mir alles nicht dramatisch aus.
Hast du das schon in der Praxis getestet, wie das Gerät bei korrekter Justierung abbildet? Das wäre doch das wichtigste, nicht wie der Spiegel bei Tag und Beleuchtung aussieht (so soll man sich das nach dem Kauf eh nie anschauen ;-) Durchschauen, nicht anschauen ;-)

Grüße,
Martin
 
Hi Sascha,

auch für mich sieht das nicht dramatisch aus.
Wahrscheinlich würde ich bei meinem auch so Micro Kratzer sehen.
Mach ich aber lieber nicht sonst fange ich an Probleme zu sehen. ;)

Und nie, nie mit einer LED Taschenlampe auf den Spiegel leuchten! ;)

Die Fehler am Rand könnte man eventuell schwarz abdecken/übermalen damit keine unerwünschte Reflexe entstehen. Wird visuell aber vermutlich völlig unnötig sein.

Gruß
Peter
 
Hallo zusammen,

danke schonmal für die schnellen Rückmeldungen.
Einen Live Test gab es leider noch nicht, das Teleskop habe ich erst seit Sonntag und erstmal noch zerlegt im Keller deponiert um alles durchzuschauen. Aufgrund des Alters und offenbar nicht pfleglicher Behandlung werde ich auf jeden Fall alle Schrauben durch Edelstahl ersetzen (die sind teilweise extrem verrostet, das find ich nicht schön) Den Stahlrahmen unter der Spiegelzelle werd ich abschleifen und neu lackieren, auch hier teilweise rostbefall. Das Holz wird auch wenigstens neu gestrichen.
Für die Gitterrohrstangen gibt es neuen Schaumstoff, da der alte total porös und abgegriffen ist.

Was den Spiegel angeht freut es mich, dass das wohl doch nicht so schlimm ist wie es aussieht. Allerdings muss der erste Live Test sowiso warten, weil im Garten gerade ein Bagger steht und die Landschaft komplett umkrempelt. Das wird mindestens noch 4 Wochen so bleiben, leider. Aber dann habe ich auch die nötige Zeit um mich um den Rest des Teleskops zu kümmern.

Gruß *entfernt*
 
Hi Sascha,

ein Problem gibt es eventuell, das ich mit meinem alten 12 Zöller auch habe.
Das Reflexionsvermögen der Spiegelbeschichtung lässt mit den Jahren immer mehr nach.
Ich würde das bei meinem alten Spiegel gerne irgendwie messen können.
Habe dazu aber leider keine Idee.

Weil, wenn der Spiegel zB nur noch zu 60-70% reflektiert, dann reduziert sich das Lichtsammelvermögen trotz der Grösse ganz schön.
Und den Fangspiegel nicht vergessen!

Gruß
Peter
 
Hallo Sascha ,

Ich würde da gar nichts machen . Und nur wenn es wirklich stört würde ich, wie Peter schon sagt, den Fehler am Rand schwärzen . Von welchem Hersteller ist der Spiegel ? Soweit ich weiß, kauft David Kriege die Spiegel ja nur zu.

Viel Spaß mit dem Gerät

Gruß Stefan
 
Ich werd das bei Gelegenheit mal testen und weiter berichten.
Von wem der Spiegel ist kann ich leider nicht sagen, es gab leider gar keine Unterlagen mehr zum Teleskop.
 
Das aller etste direkt nach Europa importierte Obsession ist mir bestens bekannt, das muss ca. 1994 gewesen sein. Dies ist dank guter Behandlung in deutlich besserem Zustand, als du deines beschreibst. Die Spiegel kamen damals von Galaxy Optics, handkorrigiert von John Hudek himself. Später kamen noch andere Optiklieferanten hinzu.

Du könntest die Spiegelschicht prüfen, indem du den Spiegel im dunklem Raum mit einer Lampe durchleuchtest. Sieht man nur die Glühwendel durchscheinen, ist die Aluschicht noch gut. Scheint hingegen die ganze Lampe strahlend hell durch, ist die Schicht nicht mehr deckend.

Einzelne Kratzer machen nichts aus. Viele Kratzer erzeugen etwas Streulicht, genau wie ein stark verschmutzter Spiegel.
 
Hallo,

das ist ein guter Tipp, den Test mit der Lampe werd ich die Tage mal machen :-)
Danke

Gruß *entfernt*
 
So, ich habe mal eine Fassung und 40w Glühlampe in einer Kiste unter dem Spiegel deponiert, hier das Ergebnis :(

Was meint ihr dazu?
Für mich sieht das irgendwie sehr traurig aus.
Würdet ihr bei dem grad der verkratzung zu einer neubeschichtung raten?

Gruß *entfernt*
 

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Ich würde es einfach mal in der Praxis ausprobieren, und wenn es dann wirklich störend ist ,über weitere Schritte nachdenken .
Gruß Stefan
 
Hi Sascha,

das sieht unschön aus, aber so Bilder kann man mM schlecht bewerten.
Ein guter Spiegel kann je nach Beleuchtung schrecklich aussehen.

Sieht aus, als ob da jemand versucht hat den Spiegel mit einem Scheuerschwamm zu putzen. ;)

Die Reflexionsbilder ganz oben dagegen sehen mM gut aus.

Aber klar, du kannst ja mal für eine neue Spiegelbeschichtung anfragen.
So teuer ist es ja auch wieder nicht.

Du solltest den Spiegel unbedingt auch mal an den Sternen testen.
Ich denke es wird nichts auffällig schlechtes zu bemerken sein.

Aber insgesamt kann die Qualität von so einem grossen Spiegel nach meiner Erfahrung von einem Amateur nur sehr schwierig bewertet werden.
Ich habe ja auch so ein Teil. Es ist schwierig gute Beugungsbilder aufgrund des Seeings und der Grösse zu bekommen.
Und Tests mit einem künstlichen Stern kannst du auch vergessen, da der Abstand 100m und mehr sein müsste.

Wie ich schon oben sagte, man müsste die Qualität der Reflexion testen. Aber ich habe keine Ahnung wie man das als Amateur machen kann.
Es würde mich aber auch interessieren.

Gruß
Peter
 
Laut dem Bildern sieht für mich die Schicht als solche noch gut aus. Die Lampe scheint jedenfalls so hell, dass sie auf dem Bild schon überbelichtet ist, während die Spiegelfläche dunkel bleibt. Somit ist die Schicht deckend. Man sieht auch, dass an den Fehlstellen die Lichtintensität viiiel höher ist. Wäre die Schicht korrodiert, wäre die ganze Spiegelfläche viel transparenter und die Lampe würde hell durchscheinen.

Die vielen Kratzer lassen den Spiegel hässlich aussehen. Aber jetzt versuche mal deren Flächenanteil abzuschätzen. So viel Flächenverlust ist es ja gar nicht, es entspricht vielleicht einem Zoll weniger Öffnung?

Wenn der Spiegel ansonsten so gut ist, wie ich die alten Galaxy Optics kenne, wirst du eine gute Abbildung haben und am Himmel wenig von den Kratzern bemerken.

Ich finde eine Neubeschichtung bei einem so großen Spiegel für Amateurverhälnisse schon ganz schon teuer. Hinzu kommt ja noch, eine stabile Kiste dafür zu bauen + Versand hin und zurück...

Wie oben die anderen schon geschrieben haben, würde ich einfach damit beobachten. Du wirst schon sehen, dass du davon kein Augenkrebs kriegen wirst und dass 20 Zoll auch mit Fehlstellen immer noch eine enorme Leistung bringt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Rückmeldungen und Tipps. Ich werde den Spiegel die nächsten Wochen mal reinigen und vorerst nicht neu beschichten lassen.
Natürlich werde ich das Teleskop auch so bald wie möglich mal unter dem Himmel testen :-)

Gruß *entfernt*
 
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