Spikes am Newton

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joe11

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Hallo zusammen,

ich besitze einen 12"LB Dobson. Beim Beobachten von Planeten entstehen bekanntermaßen Spikes, die mich je nach Vergrößerung mehr oder weniger stören. Daher meine Frage:
gibt es Möglichkeiten, diese ein wenig zu reduzieren? Gibt es dünnere Fangspiegelstreben oder vielleicht gebogene Streben, wie beim Vixen VMC oder andere Modifikationsmöglichkeiten?
Vielen Dank und viele Grüße - CS Jörg
 
Hi, Jörg...

Eigentlich sind gerade die Spikes das hübscheste :)

Aber frag mal bei Horst Becker...der baut ganz nette Spinnen für Jene, die dessen nicht mächtig sind.


Gruß und CS

Der Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

vielen Dank für den Tipp, das sieht schon mal sehr interessant aus.
Viele Grüße - CS Jörg
 
Hallo,

also viel dicker als die 0,5 - 0,8mm der Kohlefaserspinnen sollten Deine auch nicht sein. Spikes dürftest Du damit kaum reduzieren.
Du kannst auf 3 Arme reduzieren, was das Streulicht auf 6 Spikes verteilt, oder Du nimmst gebogene FS-Halter (curved vane spider). Dann wird das Streulicht durch die Halter so weit verteilt, das keine Spikes mehr zu sehen sind. Schärfer wird die Abbildung dadurch nicht. Ist halt Geschmacksfrage.

Grüße

Wolf
 
Hallo Wolf,

Danke für die Rückmeldung. Inwiefern würden sich die gebogenen FS-Halter den negativ auf die Schärfe des Newton auswirken? Eher messbar oder auch merklich sichtbar?
Viele Grüße - Jörg
 
Hi,

soweit ich GELESEN habe, wird das Licht, das Du bei geraden Haltern als Spike wahrnimmst über die Fläche verteilt.

Ist wohl eher Geschmacksfrage ;-)

Wolf
 
Hallo Wolf,

ich habe gerade noch einen threat gefunden, in dem über die FS-Halterung unter Aspekten eines Planetenteleskops diskutiert wurde. Das hilft schon mal weiter.
Vielen Dank - Jörg
 
Hi Jörg,

dann rück doch Mal mit dem Link auf den Thread raus!

Was macht ein Fangspiegelhalter mit einem oder mehreren geraden Armen bei der Planetenbeobachtung, also im Hochvergrößerungsbereich?
Jeder Arm erzeugt einen Spike und zwar durch das ganze Bild, auch wenn es sich um eine Spinne handelt, bei der die Arme nicht durchgehen. Die übliche Vierarmspinne mit gegenüberliegenden Armen erzeugt vier Spikes, eine asymmetrische Vierarmspinne 8 und eine Dreiarmspinne 6 Spikes. Die Dicke der Streben und ihre genaue Ausrichtung ist auch für die mehr oder weniger starke Ausprägung der Spikes verantwortlich, auch ein verdrehter, dünner Spinnenarm kann durchaus einen fetten oder zwei sehr eng beieinander liegende Spikes erzeugen.
Deutlich sichtbar wird, dass die sehr scharfen und begrenzten Spikes, wie man sie bei niedrigeren Vergrößerungen und auch von Sternen (Punktquellen) kennt, zusehend breiter und verwaschener werden, sie halten von der Breite her quasi mit dem Planetendurchmesser mit und werden diffuser.
In Übervergrößerung kann man sie quasi unsichtbar machen, auch sie zerstreuen sich immer mehr vor dem schwarzen Himmelsgrund und die verursache Aufhellung fällt dann kaum noch auf, ist aber natürlich vorhanden.

Gebogene Spinnen erzeugen im Idealfall keine Spikes, auch nicht an Punktquellen, sondern zerstreuen ihre Beugungserscheinungen ins komplette Bild. Wenn man keine Spikes mag, ist das an un für sich schon in Ordnung, aber eigentlich geht es, wenn ein tatsächlicher Nutzen für den Bildkontrast an sich dabei herausspringen soll darum, die Vläche der Teile, weilche Beugungserscheinungen verursachen, zu verringern.
Das bedeutet, dass man bei der Länge und der Dicke solcher Spinnen so sparsam wie möglich sein sollte. Dabei darf man auch die Stabilität nicht vernachlässigen, denn jeder Newton lebt in erster Linie von einer guten Justierung, die auch beim Teleskopschwenk erhalten bleibt. Nur dann kann er die Leistung der beiden Spiegel auch in entsprechende Bildqualität umsetzen.

Ich selbst bin im Moment dabei, bei meinen Projekt "Newton konsequent", eine gebogene "Omegaspinne" mit zwei Haltern direkt am OAZ, als justiertechnische Einheit, zu erproben. Das dürfte bei 6" Offnung und einem 40 mm Fangspiegelchen mit der erforderlichen Stabilität machbar sein, bei Deinem 12-Zöller wird das schon deutlich schwieriger, wenn es überhaupt machbar ist. Hier wird man m.E. für eine gebogene Spinne zu einer Lösung mit drei Armen greifen müssen.

Gruß und CS
*entfernt*

PS: Die Auswirkungen dieser Spikes, wie sie gerade und sehr dünne, gut ausgerichtete und verspannte Spinnen erzeugen auf die Kontrastleistung am Mond und an Planeten wird vielfach sehr deutlich überschätzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

entschuldige bitte die späte Antwort - hatte nicht mit einer Fortsetzung gerechnet...
Ich meine, es müsste dieser threat gewesen sein, in dem bereits einiges zum Thema gesagt wurde
Planetenteleskop?
Ich hatte auch bereits deine Beträge zur Newtonoptimierung mit Interesse verfolgt. Vielen Dank für deine Ausführungen und viele Grüße - CS Jörg
 
Hallo Jörg,

kein Thema! Beim Link zu dem Planetenteleskop-Thread geht übrigens genau der richtige Beitrag von Karsten auf.
Die gute Optik und die gute Justierung, die durch eine gute Mechanik auch erhalten wird, sind die Grundvorraussetzungen um ein Teleskop im Rahmen der Öffnung ausreizen zu können. Alles Andere ist nachrangig, aber dann auch nicht ganz unwichtig.
Das wären dann in erster Linie Streu-/Störlichschutz, thermische Beherrschung, moderate Obstruktionswerte, gute Standortbedingungen, gute Okulare.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Felix,
vielen Dank, diesen threat werde ich mir mal durchlesen.

Hallo Günther,

ich denke, ein Fehler meinerseits bislang war der, dass ich aufgrund von eher bescheidenen Bedingungen gering vergößert habe - was bei 12" ein recht helles Bild erzeugt und somit auch recht helle Spikes. Also wäre es sinnvoller bei geringeren Vergrößerungen auf ND bzw Polfilter zurückzugreifen? Eine Modifikation des FS-Streben auf Kosten der Abbildungsqualität macht natürlich keinen Sinn.

Viele Grüße - CS Jörg
 
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