Hallo,
Nur der Vollständigkeit halber:
Viele meinen auch das die Empfidlichkeit des Chips zu schlecht ist, dem kann ich mich weiß gott nicht anschließen, wenn ich eine Inegrationsuzeit von 5 bis 10 Sekunden nehmen dann sollte das doch reichen um Sterne mit einer Größenklasse von 10 mag. zu guiden. Das sollte doch reichen oder?
Zwei Dinge dazu:
A) 10 Sekunden Guidestarbelichtungszeit verträgt nicht jedes Setup. Gemeinhin arbeitet man mit bedeutend geringeren Zeiten, so im Bereich 0,5-2 Sekunden vielleicht. Hängt von der eingesetzten Optik und insbesondere von der Auflösung ab. Bei Auflösungen von 1-1,5 Bogensekunden / Pixel oder darunter muß die Monti schon extrem ruhig laufen, das man sich 10 Sekunden Belichtungszeit erlauben könnte. Andererseits ists dann aber wieder so, wenn die Mount 10 Sekunden mit weniger Drift als 1-1,5 Bogensekunden zuläßt, dann muß man evtl. überhaupt nicht mehr guiden... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
B) 10mag als Leitsterne reicht normalerweise, vorausgesetzt, die Leitoptik (Leitrohr oder OAG) bringt das auch rüber. Speziell bei OAGs geht Licht verloren (das Prisma nutzt ja nur einen Teil des Hauptspiegels), sodaß u.U. vorne 7-8mag "reinmüssen", damit an der ST4 10mag "rauskommen". 7-8mag Sterne findet man aber nicht mehr an jeder Stelle...
Bevor Einwände kommen: Ich hatte auch mal eine ST4, und diese war (m)einer MX7C als Guider gnadenlos unterlegen. Sicher ist eine MX7C gebraucht teurer als eine ST4, aber eine gebrauchte MX5 geht in die Richtung, bringt aber mehr Chipfläche nebst kleineren Pixeln (was eine geringere Leitrohrbrennweite nach sich zieht).
Mein Fazit daher: Wer auf die Standalone-Möglichkeit nicht verzichten will, weil er PC-los chemisch oder mit EOS arbeitet, für den hat die ST4 bestimmt Vorteile. Wer aber eh ein halbes Rechenzentrum aufm Acker stehen hat, der ist mit einer MX5, WebCam, LPI oder sonstwas PC-gebundenem besser dran.