Stabiles Stativ

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girugh

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Ich habe mir ja letzten Winter ein Omegon 114/900 Spiegelteleskop zugelegt. Auf diverse Webseiten wurde das empfohlen, mit der Bemerkung "Teleskop hat gute Qualität, Stativ ist Mist". Das Stativ ist sehr wackelig...das mag bei Jupiter&Co noch verkraftbar sein, aber da ich jetzt langsam mit Deep Sky anfangen möchte, suche ich ein stabileres Stativ.
Da ich noch Schüler bin und nicht ganz so viel Geld für Astronomie ausgeben möchte, lege ich das Budget auf 80-100€, zur Not absolute Obergrenze 130€ fest. Elektronische Nachführung etc. brauche ich nicht, nur was ganz einfaches. Das ganze sollte auch nicht fest sein, d.h. ich möchte weiterhin das Teleskop von hier nach da schieben/tragen können...

Kurz: Welche Stative, die nicht durch kleine Windböen oder durch das Scharfstellen bzw. Nachführen direkt anfangen zu wackeln, nicht fest am Boden montiert werden müssen und nicht teurer als 130€ sind würdet ihr mir empfehlen?
 
Hoi! Hmm also besser wäre eigentlich die komplette Montierung, da auf dem Stativ das ... das Teil wo man nachführen kann usw. genauso rumwackelt wie das Stativ an sich...
 
Hallo Dennis

wieso das für Jupiter und Co noch angehen soll, für Deepsky aber nicht mehr, erschliesst sich mir nicht ganz, aber sei's drum: eine vernünftige Montierung ist immer besser. Für den 114/900 würde ich die hier nehmen:

http://www.teleskop-express.de/shop...laktische-Montierung-EQ-3-mit-Feldstativ.html

Liegt leicht über dem Preisrahmen, aber vielleicht kannst Du ja mal zweimal Pizza essen gehen ausfallen lassen. Das Teil ist schon in Ordnung

Viele Grüsse

Bernhard
 
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Hallo Dennis,

wenn Du erstmal nur in ein Stativ investieren willst, dann ist das hier wirklich gut und hat ein super P/L-Verhältnis.

http://www.teleskop-express.de/shop...--passend-fuer-Bresser-Meade-Montierunge.html

Passt auch später bis zur EQ5 o.ä. Montierungen. Oft werden hier auch nur "Montis" angeboten, dann hast Du eine solide Grundlage.

Viel Erfolg und CS

Silvio

p.s. Mess aber vorher die Aufnahme der Monti und teil den Wert TS mit, nicht dass es eine exotische Aufnahme ist und nicht passt....
 
Moin! Danke für eure Antworten. Das ganze von Skywatcher überzeugt mich schonmal. Gut, der Preis...aber ich denke wenn ich das bei einem Händler hier in der Gegend kaufe könnte ich vielleicht um die 10€ runterfeilschen. Und bei Jupiter geht es noch ganz gut, da der ja sehr groß ist, und damit leicht scharfzustelen geht, und man dadurch auch die Strukturen bei Wakckeleien sehen kann. Bei Nebeln etc., die man nur sehr klein sieht, ekennt man kaum was - es sei denn, es ist Windstille.
Ich denke, wenn keine anderen Vorschläge mehr kommen, wird das mein Weihnachtswunsch sein...(ja, ist noch bissel Zeit bis zum Kauf - bin für weitere Vorschläge offen).
Und an SK100: Ich habe mir es gestern nochmal angeschaut - definitiv wackelt die Montierung am Meisten. Darüber habe ich mir noch nie wirklich Gedanken gemacht, habe es immer aufs Stativ geschoben. Diese Montierung wackelt wirklich sehr stark, und wenn ich sie festhalte wackelt statt dessen das Stativ mit...
 
Hallo Dennis,

für die visuelle Beobachtung empfehle ich immer eine Dobson-Montierung, die man ganz leicht selber bauen kann. Das Material kostet sicher nicht mehr als 50,-Euro und Du bekommst fast alles fertig im Baumarkt. Ein bisschen handwerkliches Geschick solltest Du schon mitbringen und neben Schraubenzieher,Hammer usw. und Bohrmaschine und Stichsäge ist kein weiteres Werkzeug notwendig.
Du findest im Netz viele Bauanleitungen, wie z.B. dies hier:

http://jrhn.gmxhome.de/astro/dobson.html

Lass Deiner Kreativität freien Lauf und Du baust Dir DEINE Rockerbox, genau wie Du sie brauchst.

Gruß, Andreas
 
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Hmm...Ich habe zwar nichts gegen Selbstbau, aber bei Stativen möchte ich doch lieber ein "gewöhnliches". Wenn man sich das ganze genauer ansieht merkt man, dass die Montierung eigentlich das Teil ist, welches am stärksten wackelt...
Ich habe mir mal ein Bild genommen (kein eigenes) und da den Teil markiert, der so stark wackelt. Das Stativ ist eigentlich sogar recht stabil. Ich kann es schlecht beurteilen, da ich nicht weiß, wie es ist mit besserer Montierung. Auf jeden Fall wackelt es mit, aber eher weniger. Auf die Idee, da nochmal nachzusehen kam ich, als ich mir das von Skywatcher angesehen habe - sieht so aus, als wäre es exakt so ein Stativ, wie ich bereits habe...steht da irgendwo eine Seriennummer etc.?

Gibt es auch Montierungen ohne Stativ, die ihr empfehlen könnt? Vielleicht sollte ich mir ja erstmal eine gute zulegen und ggf. ein gutes Stativ nachkaufen - ob ich es direkt zusammen oder nacheinander kaufe ist ja kein Unterschied...
 

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Hallo Dennis,

eine "gute" Montierung übersteigt schnell den Kaufpreis Deines kompletten Teleskops. Die EQ 3, wie oben schon erwähnt, ist für ein Newton 114/900 ausreichend. Aber es wackelt immer noch.

EQ 3-2


N-EQ3

Hast Du keine Möglichkeit in Deiner Nähe, Dir das Ganze mal bei Sternfreunden anzusehen?

Gruß, Andreas
 
Hi!

Für 130,- eine brauchbare Montierung zu kaufen, ist auch auf dem Gebrauchtmarkt knifflig. Der 114/900er hat halt doch schon einen ordentlichen Hebel. Unter Muba.de gibt's einen Überblick über Erfahrungen mit Teleskop-/Montierungskombinationen.

Übrigens haben nicht alle Stative den selben Anschluss, nur als Vorwarnung ;)

Ein Eigenbau dürfte aber die stabilste Lösung in deinem Preisrahmen sein, vielleicht kombiniert mit einem gebrauchten Stahlstativ - die tauchen ab und zu im Bieteboard auf, weil jemad auf ein Holzstativ umsteigt; Alu-Stative aus Vierkantprofilen kenne ich keins, das was taugt. Ein selbstgebautes Holzstativ wäre evtl. noch stabiler, aber weniger kompakt.

Google auch mal nach Pipemount (z.B. hier) oder denk evtl. mal über eine Bowlingkugel nach.

Gruß,
Alex
 
Hallo Dennis

ich möchte gerne noch etwas Senf nachlegen:

es ist letztlich immer schwer zu sagen, was am meisten schwingt, aber das Stativ sollte man da nicht unterschätzen!! Du wirst wahrscheinlich oben in der RA Achse etwas Spiel haben, das dürfte nicht so das Problem sein, könnte man auch zur Not etwas beheben. Was Du an Deiner momentanen Kombi probieren könntest ist: die Stativbeine mit Sand oder besser Rosendüngergranulat füllen und damit beschweren. Meinen kleinen Lidl habe ich früher immer zusätzlich auf Dämpfungspads für Waschmaschinen gestellt. Bringt auch ein bisserl was, es ist halt wie bei der Ursache für das Nachschwingen immer viel Kleinvieh, das den Mist macht.

Setz auch mal am OAZ an: wenn der zu schwergängig ist, kann das Fokussieren auch kaum ohne Gewackel gehen! Eventuell altes Chinafett runter und Kugellagerett o.ä. darauf, Gängigkeit mit den Andruckschrauben regulieren.


Ich wollte für meine ADM auch mal nach einem besserem Stativ schauen, aber ich hab es ganz schnell gelassen als ich die Preise für hochwertige Stative gesehen habe! Wenn Du denkst dass die Aluteile bei den SW Montis die gleichen sind wie bei Deiner jeztigen, sprich doch mit dem Händler, sicher bekommst Du auch die Monti einzeln. Zu viel Preisnachlass würde ich mir aber nicht erwarten!

Noch ein Gedanke: ich fokussiere bei DS Objekten immer auf die Sterne daneben, aber vielleicht mache ICH ja was falsch.


Ein paar "ketzerische" Gedanken möchte ich abschliessend noch loswerden. IMO wird dem Nachzittern etwas zu viel Bedeutung beigemessen! Wenn ich die Wahl habe zwischen 3sec und 7sec Nachschwingzeit, warte ich gerne wenn mich der Unterschied 500€ kostet! Man kann sowohl den Umgang mit dem Fokussierrad als auch bei einem Newton, wo man recht nahe am Gerät sitzt, das Abdämfen mit dem Körper üben. Heute nach 7 Jahren üben stört mich nicht mal mehr der Lämmerschwanz meines Einsteiger 76/700 Tchibo, den ich immer noch zum Schnellspechteln benutze und Lo, behold: wenn man nicht will, dass was wackelt findet man Mittel und Wege!


Was nun nicht heisst, dass eine solide Monti nicht was feines ist, aber in Deinem Preisrahmen wirst Du nichts perfektes finden!

Viele Grüsse

Bernhard
 
Hi Dennis,

an 2 Stellen deines Postings werde ich mißtrauisch: ;)

Und bei Jupiter geht es noch ganz gut, da der ja sehr groß ist, und damit leicht scharfzustelen geht, und man dadurch auch die Strukturen bei Wakckeleien sehen kann. Bei Nebeln etc., die man nur sehr klein sieht, ekennt man kaum was

Ich glaube hier bist du auf dem falschen Dampfer:
So gut wie alle Nebel sind wesentlich größer als Jupiter! Und Nebel scharfstellen geht einfacher (oder wackelfreier), da man mit kleinerer Vergrößerung beobachtet, wo das Teleskopwackeln nicht so stark im Okular zu sehen ist


Ich habe mir mal ein Bild genommen (kein eigenes) und da den Teil markiert, der so stark wackelt.

Wenn deine Montierung an der markierten Stelle wirklich wackelt, so als wäre irgendwo eine Schraube locker, dann _ist_ eine Schraube locker:

Es gibt 2 Möglichkeiten, was genau du mit Wackeln meinst:

1. du meinst dass die Polachse (= RA-Achse, Stundenachse) vor und zurück wackelt, sich also beim Wackeln ein Stück dreht

ODER

2. du meinst, dass die Polachse an der markierten Stelle beim Wackeln einen kleinen Knick macht (hoch- und runterknickt, als wäre dort ein Gelenk).

Das müsstest du nochmal genau testen!


wenn 1 zutrifft:

Dann ist die Schnecke zu locker eingestellt.


wenn 2 zutrifft:

Dann ist die Mutter der Polachse locker.
An der Unterseite der Polachse müsste ein Plastikdeckel sitzen. Wenn du den wegnimmst und in die Achse reinschaust, müsstest du weit oben eine dicke Mutter sehen. Diese ist vielleicht nicht richtig angezogen. Sie muss so eingestellt werden, dass die Wackelei aufhört, aber trotzdem die Polachse noch verstellt werden kann.

Also: wenn du an der markierten Stelle mit bloßem Auge ein Wackeln siehst, oder das Wackeln mit der Hand fühlen kannst, ist irgendwas locker!

( das "normale" Wackeln beim Blick ins Okular, beim Scharfstellen etc. ist so klein dass man es an der Montierung nicht sehen oder fühlen kann. Es kommt nicht von losen Schrauben, sondern von der winzigen "Verbiegung" der Metallteile an Montierung und Stativ)

Also schau doch mal genauer nach "wie" es wackelt. Vielleicht ist deine Montierung ja noch zu retten :/

cs
Martin
 
Hi!

Das, was man auf dem Bild sieht, ist eine EQ1. Selbst eine EQ2 wäre für das Teleskop noch zu schwach! Eine Astro3 geht schon, wenn sie auch im Bereich hoher Vergrößerungen stärker wackelt. Kein Wunder, daß Dir Deine momentane Kombination sehr wackelig vorkommt ...

Eine EQ3-2, NEQ3 oder Skyview wäre solide genug. Übrigens:
http://www.deepsky-brothers.de/SinnvKombiTEL_Monti.htm
hilft sehr, wenn man herausfinden möchte, welche Montierung für welches Teleskop die richtige sein dürfte.

Grüße

fquadrat
 
Danke für eure Antworten! Also erstmal zu Astroandy: Habe kaum eine Möglichkeit, nur die Sternfreunde Görlitz - das Problem bei denen ist, dass die eben eine Sternwarte haben und (soweit ich sie gefragt habe) sie so ziemlich alles von da aus beobachten...und das sind Stative, die fest im Boden stecken - da kann man drücken wie man will...da wackelt nichts. Also kurz gesagt: für meinen Geldbeutel haben die sich wohl noch nie Gedanken gemacht...
Ich denke, so wie ich es verstanden habe gibt es also nichts, was beim Fokussieren nicht wackelt, was in meinem preissegment liegt. Aber bei mir ist es so heftig, dass bei dem kleinsten Windstoß, den ich kaum merke, das Bild schon unerkennbar wird...und das muss doch wohl auch recht preiswert besser gehen - oder nicht?
Zu Martin: Ohh...das mit dem Nebel wusste ich nicht. Ich hatte erst einmal einen gesehen, und das war der im Orion. Ich dachte er sei es gewesen, weil 4 Sterne (im Trapez) von einem Schleier umgeben waren, aber das war dermaßen klein...ich hatte eine Vergrößerung von 180x - nichts zu sehen, 2x Barlow drauf, dann konnte man es sehen...muss ich heute nochmal suchen ;-)
Da wo das Stativ wackelt ist auch eine Schraube, aber das ist so eine, die nur bis zu einem bestimmten Punkt angezogen werden kann, dann blockiert sie selber (keine Ahnung wie die heißen...). Es wackelt mehr so, als ob die Hülle außenrum zu groß wäre für den Innenteil, der sich dann dreht. Und es ist extrem gut mit bloßem Auge zu sehen - wenn ich nur ans Teleskop kräftig dranpuste, wackelt es schon gut 3-5mm in jede Richtung...
Und an fquadrat: Auf der Anleitung (die englisch ist) steht inten oben: Technical Specofications - und da steht "Mount: EQ3"...

Ich werde trotzdem mal versuchen, diese Mutter festzuziehen. Übrigens: die Plastekappe war angeklebt...naja ab ist sie jedenfalls schonmal...wer weiß, wie ich die je wieder reinkriege ^^
 
Hallo Dennis,

bei
Zitat von girugh:
Es wackelt mehr so, als ob die Hülle außenrum zu groß wäre für den Innenteil, der sich dann dreht. Und es ist extrem gut mit bloßem Auge zu sehen - wenn ich nur ans Teleskop kräftig dranpuste, wackelt es schon gut 3-5mm in jede Richtung...
denke ich spontan: Vermutlich ist da das Gehäuse zu weit. Klingt nach Tesa und Plastikfolie als Zwischenlage.

Und an fquadrat: Auf der Anleitung (die englisch ist) steht inten oben: Technical Specofications - und da steht "Mount: EQ3"...
Wenn die Montierung unter dem Namen Skywatcher verkauft worden wäre, könntest Du darauf bestehen, eine EQ3 zu bekommen. Hier hat dagegen jemand eine Synta (Skywatcher) EQ1 als Omegon EQ3 umbezeichnet. Mit

http://www.teleskop-express.de/shop...fbhkn3h2irtpimgl23hgar9e51fape92&filter_id=21

solltest Du die Skywatchermontierungen finden und kannst vergleichen, welche der Deinen am nächsten kommt.

Du kannst mir aber auch so glauben, daß es sich um die EQ1 handelt, denn die habe ich selber im Einsatz. Dort trägt sie aber leichte, kurzbauende Instrumente, wozu sie durchaus geeignet ist.

Grüße

fquadrat
 
Moin! Also: Es wurde lediglich eine falsche Anleitung mitgeschickt. In der Rechnung steht drin, dass es eine EQ1 ist.

Außerdem habe ich die Schrauben mal angzogen (die waren so locker, wären ja fast rausgefallen ^^) - es wackelt auf jeden Fall nicht mehr die Montierung an sich...aber das Stativ dafür. Ich meine, dass es etwa genauso sehr wackelt wie vorher...
 
Also Dennis

ich würde das mit dem Weihnachtsgeschenk mal ernsthaft anpeilen. Selbst wenn Du die EQ1 noch tunest, wird das nix richtiges werden. Du kannst die Monti doch vertickern und etwas gegenfinanzieren. Ich hatte eine Weile einen 114/900 auf Lidl Monti (~Astro 3), das ging nicht wirklich! Meine Verbesserung war dann ein Skyview Klon, leider scheint die echte Skyview nicht mehr lieferbar zu sein. Bleiben eigentlich nur die genannten Alternativen.

Viele Grüsse

Bernhard
 
Ich werde nochmal u.a. mit den Sternfreunden Görlitz e.V. reden und mit anderen Leuten hier in der Umgebung, die sich etwas auskennen. Bis Weihnachten ist ja noch viel Zeit (auch wenn man im Supermarkt nicht wirklich den Eindruck hat ^^) und ich meine, so überlebe ich auch erstmal. Eines hat sich gerade herausgestellt, was sich verändert hat: Wind wirkt noch genau wie vorher...nur auf andere Art und Weite: Die Balkons bei unserem Haus sind nur quasi drangelehnt und mit einigen kleinen Stahlträgern am Haus fest, stehen hauptsächlich auf 3 Stützen...wenn etwas Wind weht, gerät das ganze minimal in Schwingung...das merke ich jetzt umso mehr. Ich experimentiere einfach mal etwas rum, mit irgendwelchen Sachen drunterlegen etc. und werde mal schauen!
 
Habe mir gerade für mein 130/900 eine gebrauchte Celestron ADM auf dem Gebrauchtmarkt gekauft.
Heute aufgebaut, Teleskop umgesetzt ... da wackelt nichts mehr. Waren 150 Euro.
Ne gebrauchte e3/neq3 sollte evtl für dein budget drinnen sein. mit ein bisschen mehr wirds auch eine astro4 oder astro5 oder etwas in der klasse.
 
Moin! Ich habe gerade ne EQ3-2 mit Stativ bekommen =) und gleich 3 Fragen dazu...

1. Da, wo laut Anleitung die Halterung fes Polsuchers ist...da ist eine Alukappe - die kann man drauf machen. Ich habe aber noch ein Stahlgussteil, was eine ähnliche Form hat, aber nicht hohl, sondern mit einem Gewinde und einigen Kerben etc. ist. Wo kommt das Teil hin/wofür ist es? Und was ist der Polsucher?

2. Oben ist diese Schiene, auf der ich die Rohrschellen anbringen muss. Diese muss man da reinschieben und mit einer Schraube festziehen - aber sie sitzt schief. Also der Ausschnitt da oben ist eben nicht parallel zur Deklination/biegsamen Welle, sondern deutlich abweichend...muss das so sein?

3. Ich muss diese Montierung ja nach dem Polarstern ausrichten...das Problem ist nur, dass ich ihn nicht sehen kann - da steht ja mein Haus im Weg. Das hatte ich nich eingeplant...kann ich das Teleskop auch einfach mit nem Kompass ausrichten?

Ich danke schonmal für die Antworten, euch noch ein frohes Fest!
 
Hallo Dennis,

wahrscheinlich ist gar kein Polsucher dabei, den gibt's optional zu kaufen. Da ist auch eine Anbauanleitung dazu.
Wenn Du allerdings nur dort beobachten möchtest/kannst, wo der Polarstern verdeckt ist, nützt Dir der Polsucher nichts. Kompass muss dann reichen - für visuelle Beobachtung ist das ausreichend, fotografieren geht dann nur mit Einscheinern (Monti nach festgestellten Abweichungen von Leitsternen einstellen).
Ich hatte auch einmal eine einfache Montierung mit Aluminiumstativ, welche nicht genug torsionsfest sind. Vermutlich verfügt Deine Neuanschaffung auch nur über ein Aluteil. Als Tipp: Frage einmal bei Vermessungsbüros an, ob Du ein ausrangiertes Hartholz-Vermessungsstativ bekommen kannst. Diese lassen sich vorzüglich aufarbeiten und stehen bombenfest. Ich bin selbst schon zweimal fündig geworden. Zur Adaption der Montierung habe ich mir aus Schichtholz eine Scheibe ausgeschnitten und mit der Drechselbank eine passende Bohrung eingebracht. Mit einer längeren Zentralschraube lässt sich dann die Monti sehr gut befestigen, da die Vermessungsgeräte ähnlich befestigt werden.
Gegen eine schwingende Balkonkonstruktion gibt es allerdings kein mir bekanntes Gegenmittel, außer es ist Dein Haus und Du kannst selbst Hand anlegen.

Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
Danke für die Antwort. Nun, 2. konnte ich mir selber beantworten - lediglich die Deklinationswelle ist schief, vermutlich damit ich besser rankomme. 3. Wäre jetzt auch beantwortet, die Stahlgusskappe von 1. ist recht egal denke ich ^^
Als ich das ganze ausprobieren wollte, kamen nochmal 2 fragen auf >.<

1. Bei dem Ring für Deklination ist links eine Skala von 0-90-0° und rechts nochmal. Wenn ich jetzt z.B. nen Stern mit Deklination 33° habe - wo muss ich das einstellen?

2. Die Anleitung für die Rektaszension ist nicht sonderlich verständlich...ich sehe da gar nicht durch. Zum HNP habe ich es jetzt mit nem Kompass ausgerichtet. Aber wie kann ich da jetzt sie Rektaszension einstellen - da sind zwar 2 Scheiben, aber beide beweglich, ich soll laut Anleitung die obere kallibrieren, zur unteren steht nichts. Das Problem ist nur, dass auch da die Anleitung nicht sehr eindeutig ist, ich habe nur Bahnhof verstanden^^
Kann mir vllt. jemand verständlich erklären, wie ich die Rektaszension bediene? Im Internet habe ich jetzt auch nichts gefunden. Früher habe ich ja mit EQ1 immer ganz anders gesucht - erst den Tubus zum Objekt ausgerichtet, dann die Höhe eingestellt und dann auf Deklination und Rektaszension nachgeführt...das geht ja jetzt nicht mehr, aber daran kann man sich sicherlich gewöhnen...
 
Schade, kann den letzten beitrag nicht mehr ändern...die beiden Fragen konnte ich mit Hilfe des Internets noch beantworten.

Aber eine letzte Frage bleibt immernoch:
Bei der Rektaszension. Meines Wissens nach ist beim Äquatorsystem jedes Objekt unverändert immer an einer Stelle - Deklination/Rektaszension immer gleich. Ich habe nun das Teleskop kallibriert, aber wo kiann man da die Zeit einstellen? Rektaszension bei Wega als Bsp. ist klar: 18h und 36min. Aber es ist ja ein unterschied, ob ich früh um 5 oder abens um 9 sehe...wo kann ich diese uhrzeit einstellen?
 
Okay, vielleicht sollte ich erst ausführlich suchen und dann fragen...ich hab einfach mal nachgedacht und konnte mir auch diese frage beantworten ^^
Aber weiß zufälligerweise jemand, was der "Datenkreis" nützt?
 
Das habe ich jetzt immernoch nicht rausgefunden, aber ist auch nicht wichtig.

Ich habe mir so einiges schon angesehen, z.B. gestern abend gegen 23 uhr den Orion-Nebel. Ich war auf dem Land, habe aber trotzdem kaum was gesehen --> 14cm Öffnung. Es war fast keine Lichtverschmutzung. Auch die Andromeda habe ich versucht zu sehen...das Ergebnis war ein extrem dunkler Fleck, der die Form der Galaxie von anderen Bildern hat. Ist das echt normal? Es war kein Mond da, keine Laterne weit und breit, trotzdem habe ich kaum was gesehen.

Eine andere Frage kommt auch noch ^^: Ich habe wie immer ein Bugdet von ~130€. Da ich jetzt auch mal mit Deep-Sky anfangen möchte...was für ein Teleskop (Stativ und Monti habe ich schon) würdet ihr da so empfehlen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ein gebrauchtes mit möglichst viel Öffnung.

CS
Chris
 
Ich suche ein neues, dass die öffnung groß sein sollte ist mir schon klar. Welches Teleskop empfehlt ihr mir?
 
Wieso hast Du plötzlich 14cm Öffnung, ich denke Du hast einen 114/900?

Das maximale, was Du auf Deiner EQ3-2 betreiben solltest, wäre ein 150/750 Neweton - mehr trägt die Monti nicht, siehe hier: http://www.muba.de/Astroseiten/TabellenMontis/Montierungen_Visuell_select.php

Ich denke aber eher, daß Dein jetziger Newton nicht vernünftig justiert ist, denn an den von Dir genannten Objekten kann man unter dunklem Himmel durchaus recht viel sehen mit einem 114/900.
 
Hi Dennis,

puuh, für 130,- Tacken geht neu gar nix. Alles was du hierfür neu bekommst, wird dich nicht weiterbringen.

Für DS mit möglichst viel Öffnung drängt sich ein Newton auf, der als kurze, schnelle Variante (f5 750mm oder f6 900mm bei 6") schon richtig große Gesichtsfelder liefert. Für 130,- Tacken incl. Montierung ist da neu aber nichts zu machen.

Ich habe den Thread nicht komplett durchgelesen, aber das Einzige, was mir da in den Sinn kommt, wäre ein gebrauchter Dobson etweder mit 6" oder 8". Die sind gebraucht schon zwischen 100,- und 150,- Euro zu finden. 6" Newtons (150/750) auf brauchbarer Parallaktik findest du für das Geld nicht. Brauchbar heißt für 6" für mich: EQ5 oder besser noch ADM. Diese Montis kosten aber gebraucht allein schon um die 150,- Euro. Ein 6" Newton inclusive EQ5 oder ADM dürfte nicht unter 250,- Euro zu kriegen sein. Das wäre aber dann ein spürbarer Schritt für dich nach vorn.

Am Rande sei noch erwähnt, dass ich z.B. den Orion-Nebel mit meinem Lidlskop auch erst kaum wahrgenommen habe, so unscheinbar sah das aus. Mit meinem neuen 6" Newton kommt das Ganze schon deutlich präsenter rüber, aber: immer noch grau und keinesfalls in irgendeiner Hinsicht vergleichbar mit den schönen bunten Hubblefotos aus dem Internet. Das sollte man bedenken, damit man nicht enttäuscht ist.


Gruß

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