Stacking - Verständnisfrage

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fohnbit

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Hallo,

ich habe eine "einfache" Verständnisfrage zum stacking. Man macht ja viele Bildserien von einer Galaxie, als Beispiel:
50 x 120sek

Ich mache also 50x das selbe Bild ... bzw. fast das selbe.

Durchs stacken wird Das Bild dann heller, oder?
50x120sek einzeln sind das selbe wie 6000sek in einem?

Warum mach ich dann aber nicht nur ein Bild und kopiere es 50x? :cool:

Danke!
 
Warum mach ich dann aber nicht nur ein Bild und kopiere es 50x? :cool:

Wenn du wissen willst, wie oft die Eins beim Würfeln kommt, machst du dann 1000 Würfe, oder nur einen, und nimmst das Ergebnis mal 1000 ?
Einzelne Photonen verhalten sich statistisch, da kommt nicht immer eine konstante Menge pro Zeit.
Was die zweite Frage angeht, läuft hier gerade ein ausführlicher Thread zum Thema Langzeitbelichtung.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Norbert,

oh, ok. Dann sind die Einzelbilder also doch "sehr" unterschiedlich. Damit ist dies beantwortet.

Vielen Dank!
 
Hallo,

ne,

die zeigen ja erst einmal das gleiche Motiv. Aber die zufälligen Einflüsse, Rauschen, sind verschieden und werden herausgerechnet.
Zudem würde je nach dem wie hell Dein Himmel ist, dieser die Sterne überdecken, so dass allein dadurch die mögliche Belichtungszeit begrenzt wird.
Es gibt also eine Menge Gründe, die die Belichtungszeit beeinflussen. Es läuft zum einen parallel ein Thread zu dem Thema, es gibt aber auch eine Reihe von Tutorials zum Einsteigen und zum Thema richtig belichten, da muss man sich einlesen.

CS
Jörg
 
Hallo Fohnbit,

vielleicht noch eins zum Verständnis: beim Stacken wird für gewöhnlich nicht aufsummiert, sondern gemittelt. Das heißt, Dein "Summen"-Bild wird nicht von Frame zu Frame heller, nur die Information konsolidiert sich, das gewünschte Signal wird, sagen wir: zuverlässiger, oder auch solider.

DS+CS,

Klaus
 
Hallo Fohnbit,

eigentlich willst du nur ein einzelnes Bild der Galaxie machen, und das z.B. 6000 Sekunden lang belichten, um bei deinem Beispiel zu bleiben. Der Grund für lange Belichtungszeit ist, dass bei steigender Zeit das Signal-zu-Rausch Verhältnis immer besser wird (das ist eine Wurzel-Funktion). Also, je länger, desto besser (wobei es da eine praktische Obergrenze gibt, ab der sich längeres Belichten nicht mehr lohnt).

Warum aber nun viele Einzelbilder?
Das hat viele Gründe. Zunächst mal kann dein Kamerachip nur endliche viele Photonen aufnehmen. Irgendwann sind die Sensorzellen ("Pixel") gesättigt, und du würdest überbelichten. Gesättigte Sterne lassen sich eigentlich nie sinnvoll vermeiden, aber du solltest vermeiden, dass dein Motiv überbelichtet wird. Das siehst du am besten im Histogramm, das sollte nicht "rechts anschlagen".
Dann gibt es noch mehrere andere praktische Gründe, wie z.B. Fehler, die ein Bild zum Ausschuss machen, oder die Möglichkeit, zwischen Aufnahmen zu dithern. Details findest du hier im Forum, z.B. in dem "anderen Thread", auf den hier hingewiesen wurde.

Du zerlegst also ein langes Bild in 50 Einzelbilder (dein Beispiel), hier also 50x 2 Minuten.
Diese Einzelbilder werden nun im sogenannten "Stacking" aufaddiert. Dabei können noch spezielle Algorithmen gewisse Bildfehler als Ausreißer in einzelnen Bildern eliminieren (das sind die sog. "Rejection" Algorithmen).
Diese Addition findet in einem größeren Datenbereich statt, damit es keinen Überlauf gibt (in der Regel 32 Bit ggü. den 16 Bit eines Einzelbildes). Deswegen wird dein Bild auch nicht heller, sondern rauschärmer.
Danach wird wieder in den ursprünglichen Datenbereich zurückkonvertiert (z.B. 16 Bit), damit hat das - bis auf die Ausreißerkompensation - den Charakter einer Mittelwertbildung (viele Programme bilden aber auch Wunsch auch den Median etc.).

Hoffe, das hilft dir weiter.
CS
Stefan
 
Danke an alle.

Ja, ist nun wesentlich klarer :)

Hannes
 
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