Stadtbalkonteleskop mit Mobil-Option ;)

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physi

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Hallo zusammen,

da ihr mich schon hier super beraten habt, hoffe ich, dass ihr mir nun auch wieder helfen könnt.
Kurz zum Ist-Zustand
- 8" f/6 Dobson: bei meinen Eltern im ländlichen Raum, leider komm ich da selten hin
- 120/600 Refraktor: toller Richfielder, den ich leider an meinen Freund abgeben musste ;) erst leihweise, dann ganz... den habe ich schon infiziert.

Den Refraktor auf der AZ4 hatte ich letztes Wochenende auf meinem Balkon... Orionnebel war erstaunlich gut zu sehen (für Stadtverhältnisse) und da hat mich leider das Fieber wieder gepackt...
Seufz...
nun brauch ich was für meinen Balkon im 2. Stock, also doch recht kompakt, der 8" geht da gar nicht...
dann noch schön mobil, denn mit dem Auto erreiche ich dann doch schnell etwas besseren Himmel, also nichts allzu schweres, weil sonst ist die Hemmschwelle es 2 Stockwerke abwärts zu tragen vielleicht doch zu groß.
Mir geht um Mond, Planeten, schön wäre es, wenn man leicht nachführen kann, möchte mich mit Zeichnen versuchen, das schärft den Blick für Details.

dachte nun z.B. an einen 127/1500 Mak
schick ist natürlich auch eine Lösung, die man auf einen Tisch stellen kann und bei Bedarf auf ein Stativ, wie z.B. der Vixen Mak
gesetz dem Fall, das lässt sich stabil auf einem Tisch bewerkstelligen...

Ich bin mir unschlüssig, ob die Auflösung von solchen Geräten für Planeten überhaupt reicht. Muss es mehr Öffnung sein? Gibt es denn zu Mak sinnvolle Alternativen? SCs wären ja auch kompakt.
Habe jetzt schon so viel über Obstruktion, Shifting, Auskühlzeiten etc. gelesen, dass ich wieder total verwirrt bin :blush:

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

Viele Grüße
Ina

 
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Hallo Ina,

eine kleine Einschätzung zu dem Thema von mir:
Zitat von physi:
Ich bin mir unschlüssig, ob die Auflösung von solchen Geräten für Planeten überhaupt reicht. Muss es mehr Öffnung sein? Gibt es denn zu Mak sinnvolle Alternativen? SCs wären ja auch kompakt.
Habe jetzt schon so viel über Obstruktion, Shifting, Auskühlzeiten etc. gelesen, dass ich wieder total verwirrt bin.
Ein SC sollte eine Stufe größer in der Öffnung sein, wenn er so kontrastreich wie ein MAK sein soll.
Zur Zeit hat ein Sternfreund gerade Probleme mit der Abbildungsleistung des von Dir genannten MAK's. TS hat erst einmal auf ein Reklamationsersuchen hin geantwortet, dass die beobachteten Beugungsbilder auf eine Auskühlphase hin deuten.
Laut des Besitzers, war der MAK aber bereits über 2 Stunden im Freien. Diese Woche werde ich darüber mehr erfahren.
Mein MAK hat nach gut einer Stunde auch bei relativ großen Temperaturunterschieden eine brauchbare Abbildungsleistung erreicht. Shifting ist bei dem Skywatcher kein großes Thema.
Die Obstruktion eines f/12 Mak's lässt nach meiner Erfahrung eine Vergrößerung von 1,5-fach der Öffnung zu. Bei einem 127mm Gerät wäre das ca. 200-fach bei 0,6mm Austrittspupille.
Viele Planetenbeobachter meinen, dass erst ab 200-fach der Spaß erst anfängt. Wenn Du Details zeichnen möchtest, sind 200-fach dann wirklich die Untergrenze bei Jupiter und Mars. Der Saturn macht sich auch bei 150-fach schon gut. Mond sowieso.
Ich denke, dass ich diese Woche den Skywatcher wegen der vermeintlich schlechten Beugungsbilder zu sehen bekomme. Falls Dich das Ergebnis interessiert, kann ich Dir Bescheid geben.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Hans-Jürgen,

vielen Dank für Deine Infos, genau das mit den 200fach habe ich schon sehr oft gelesen. Deshalb bin ich am Überlegen, ob bei zu geringer Öffnung, dann eigentlich "nur" der Mond in Frage kommt. Will man sich soweit einschränken auch wenn der Mond sehr viel zu bieten hat? Oder ist doch eine größere Mindestöffnung anzuraten?

Das mit der fragwürdigen Abbildungsleistung trotz guter Temperaturanpassung bei dem Mak gibt mir aber zu denken.
Wäre sehr nett, wenn Du mir mitteilst, wie das Ergebnis ausgefallen ist.

Viele Grüße
Ina

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ina,

Mir geht um Mond, Planeten, schön wäre es, wenn man leicht nachführen kann, möchte mich mit Zeichnen versuchen, das schärft den Blick für Details.

ja wenn du zeichnen möchtest ist eine Nachführung aus meiner Sicht
wirklich unerläßlich. Ich beobachte nur, deshalb kann ich,
mit dem Auge am Okular und beide Flossen frei, permanent nachführen.
Ich verwende 8" Öffnung als Newton auf einer Alt-AZ-Montierung.

Also halten wir schon einmal fest:
a) Du brauchst eine Nachführung.

nun brauch ich was für meinen Balkon im 2. Stock, also doch recht kompakt, der 8" geht da gar nicht...
dann noch schön mobil, denn mit dem Auto erreiche ich dann doch schnell etwas besseren Himmel, also nichts allzu schweres, weil sonst ist die Hemmschwelle es 2 Stockwerke abwärts zu tragen vielleicht doch zu groß.


Da haben wir das übliche Dilemma.
Du willst kompakte Abmesungen und geringes Gewicht.
Und du willst Leistung am Planeten.
Das alles zusammen zu erreichen ist praktisch unmöglich.
Es muß also ein brauchbarer Kompromiß her.

Denn du willst ja sowohl genügend Auflösungsvermögen
als auch genügend Kontrastübertragungsvermögen um auf
den Planeten möglichst viele Details möglichst deutlich
erkennen zu können. Diese Details müssen dem Auge in
einer ausreichend großen Winkelauflösung angeboten werden.
Ich würde zustimmen daß das Teleskop etwa 200x sinvolle
Maximal-Vergrößerung bringen sollte.

Ein gutes Teleskop (= ein Teleskop welches eine gute Optik
hat welche gut justiert ist und sich der Umgebungstemperatur
angepaßt hat) kann bei einem Beobachter mit normal guten Augen
etwa Durchmesser in Millimetern x 1,5 vergrößern.
Bei einem 127mm Mak also etwa 190x. Allerdings wirkt sich
die relativ große Obstruktion eines kleinen Mak, SC oder
auch eines lichtstarken Newtons kontrastmindernd aus.
Der Kontrast mit dem Objektdetails mit mittlerem Abstand
dargestallt werden ist gegenüber einer obstruktionsfreien,
farbreinen Optik erkennbar vermindert.
Dazu kommen Streulichtprobleme durch spiegelnde Blendrohre,
leichte Dejustage einzelner optischer Komponenten.

Ein hochwertiger 5" Mak kann aber in etwa mit einem
4" Apochromaten mithalten.

Ein SC könnte das ebenso. Leider findet man dort oft Exemplare
die schlechter abbilden als ein gleichgroßer Mak.
Das muß nicht sein, man kann bei entsprechend guter Fertigung
auch ein SC bekommen welches gut abbildet. Es scheint mir
als seien die Meade ACF im Bereich der SCT recht gut.
Aber auch die AFC leiden unter ihrem geschlosenen Tubus,
die Auskühlzeit dauert lange.

Im Bereich der MAK ist dieses Problem ebenfalls vorhanden,
jedenfalls bei den MAK mit Korrekturplatte in voller Öffnungsgröße
("Full-Aperture-MAK").

Die offenen Tuben der "Sub-Aperture-MAKs" kühlen schneller aus,
aber sie bruchen dafür Fangspiegelstreben, das führt zu Spikes,
was manche Beobachter stört.

Recht gute offene MAK baut TAL. Bei den geschlossenen MAKs
könntest du nach einem Intes, Intes Micro oder Ylena umsehen.

Algemein:
Ich würde an deiner Stelle einen MAK oder ein SC mit mindestens
6" Öffnung wählen.

Alternativ, aber teurer, könntest du dich nach einem Apochromat
mit mindestens etwa 120mm Öffnung umsehen.
Durch den längeren Hebel verlangen diese aber eine etwas
standfestere Montierung und/oder Stativ als ein 6" SC oder MAK.

Gut und preiswert bekommst du ein planetengeeignetes Teleskop als Newton,
aber der seitliche Einblick ist auf kleinen Balkonen "suboptimal".

... mobil, denn mit dem Auto erreiche ich dann doch schnell etwas besseren Himmel, ...

Daß der Himmel außerhalb der Stadt dunkler ist bringt am Planeten
leider keinen Vorteil. Allerdings ist die Luft außerhalb der Stadt
häufig deutlich ruhiger. In der Sadt stören Heizungsabluft
und von der Sonne aufgeheißte Dächer. Da ist eine grüne Wiese
wesentlich besser.

Am besten wäre es wenn du dir die verschiedene Teleskope
live anschauen und durchschauen könntest. Auch mal anheben!

MfG,Karsten
 
Hallo Karsten,

danke für deine ausführliche Antwort!

Ich werde mich da weiter in Richtung deiner Anregungen informieren. Dann kann ich auch den preislichen Rahmen abschätzen, in dem man sich für sinnvolle Lösungen bewegt. Was ja leider nicht immer dann das ist, was man grad auch ausgeben kann ;)

Vor dem Kauf möchte ich auf jeden Fall möglichst viele in Frage kommenden Optionen grob wegen Größe und Gewicht live ansehen.

Bin für weitere Erfahrungen, Meinungen dankbar.

Schöne Faschingstage!

Gruß
Ina

 
Hi,
wie breit ist dein Balkon ?
Ich schlage mal ein ganz anderes Teleskop vor, falls es auch etwas günstiger sein soll, einen 150/750 Newton dann aber mit gutem! Spiegel.

Der ist noch relativ transportabel, hat eine grössere Öffnung als der Mak und lässt grössere Gesichtsfelder zu.

Nachteil relativ hohe Obstrucktion (hat der Mak übrigens auch), und für den F5 Newton brauchst du teurere Okulare.

Die passende Montierung wäre eine Eq5 oder ähnliches.
Ganz wichtig ist die Justage bei einem Newton.

Mit so einem Newton wirst du sehr viele Details auf Mond und Planeten sehen, auch Deepsky geht mit 6'' schon sehr gut.

Ich empfele dir aber die Teleskope mal live anzusehen.

Gruss Patrick
 
Guten Morgen zusammen,

wahnsinn diese Resonanz, ich finde euer Engagement toll! Ich hoffe, ich kann, wenn ich mehr Erfahrung habe, das auch mal zurückgeben.

@ Patrick: an einen Newton hab ich jetzt gar nicht gedacht... ich messe heute mal meinen Balkon, aber eine Einsicht vorne am Tubus könnte abenteuerlich werden ;)
Aber ist notiert, schaue ich mir auch mal in Live an.

Liebe Grüße
Ina


 
Hallo Ina,

Zitat von physi:
@ Patrick: an einen Newton hab ich jetzt gar nicht gedacht... ich messe heute mal meinen Balkon, aber eine Einsicht vorne am Tubus könnte abenteuerlich werden ;)
Aber ist notiert, schaue ich mir auch mal in Live an.

Also ich halte die Wahl zu einem 6" f/5 Newton unter Deinen genannten Gesichtspunkten und dem bereits vorhandenen Equipment für wenig sinnvoll. Einen kurzen f/5er ähnlicher Öffnung hast Du bereits zur Verfügung. Zur Not mit dem Freund schluss machen und den Refraktor zurück fordern...alles für die Wissenschaft! :super:

Nee, mal im Ernst, ich denke, Du bist mit dem 5" Mak schon auf der richtigen Spur für den Balkon wie auch als kleines Reisenécessaire. Von einer Tischvariante, also z.B. einem Celestron Nexstar oder Meade ETX auf den Tisch gestellt würde ich Dir dringend abraten wenn der Tisch nicht gerade aus Beton gegossen ist. Ein Tisch wird nie so ruhig stehen, daß Du das nicht bei >150facher Vergrößerung sofort bereuhst.
Gut, wenn der Balkon nicht tief genug ist und da schon ein Stativ schwierig wird kannst Du mal Ausschau nach einer (nicht stationären) Säule halten wie sie z.B. bei den TAL-Teleskopen angeboten werden.

Link zur Grafik: http://telescopes.nsk.ru/product-img/1_3_0_tal200.jpg
Klick!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ina,

Karsten hat ja in seiner umfangreichen Erörterung ausgeführt, dass aus der Stadt oftmals warme Luft das Seeing stört. Auch hat er 6" MK's renommierter russischer Hersteller ins Spiel gebracht.
Dazu kann ich meine Erfahrung einbringen. Ich beobachte vom Stadtrand Dresdens mit einem Intes MK67. Der kann an wenigen Tagen im Jahr seine Leistung zeigen, da tatsächlich die abgegebene Warmluft eines Wohngebietes die Objekte oftmals förmlich tanzen lässt. Wenn Du den Anspruch hast, zu zeichnen, musst Du auch mobil mit dem Gerät sein.
Da ist dann aus meiner Sicht ein leichter zu transportierender MK eine gute Wahl. Denn auch die Montierung kann leichter ausfallen, als eine, die für einen vergleichbaren APO nötig wäre.
Schau' doch einmal auf Uwe Pilz' Astroseite. Fast alle Mond- und Planetenzeichnungen von Uwe wurden mit Hilfe eines Intes MK66 erstellt. Da kannst Du auch sehen, bei welcher Vergrößerung er die Details gesehen hat. Allerdings ist Uwe ein sehr erfahrener und geübter Beobachter.
Einen 6" f/5 Newton (C6N) von Celestron habe ich auch. Der bietet auch eine gute Abbildungsleistung, aber mich stören die Spikes. An den Intes MK kommt er aber nicht heran.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Ina,

Ich würde an deiner Stelle wahrscheinlich auch ein 5" oder 6" Mak nehmen. Aus der Stadt heraus ist die höchst mögliche Vergrößerung durchs Seeing meist zu stark eingeschränkt so dass du erfahrungsgemäß praktisch kaum höhere Vergrößerungen als 180-200 fach nutzen kannst, das bringt das kleine Mak locker. Auch wenn eine Vergrößerung von >250fach am Planeten wünschenswert wäre wird das aus der Stadt nur extrem selten möglich sein. Natürlich ist das Standortabhängig, tendenziel ist das Seeing in der Stadt aber doch deutlich schlechter als am Land. Wenn du schon einen 8" f/6 Dobson hast nimm ihn einfach mal testweise in die Stadt mit und probier ein paar Mal aus wie weit du mit der Vergrößerung hochgehen kannst. So bekommst du ein gutes Gefühl für das was an deinem Standort möglich ist und kannst das geeignete Teleskop einfacher aussuchen.
 
Hallo Ina,

bei den MAKs habe ich noch vergessen den OMC 140 von Orion Optics UK
zu erwähnen. Auch das ist ein hochwertiger MAK, es gibt einige Berichte
dazu auch hier im Forum. Diese Optik ist von Harrie Rutten gerechnet worden.
In der Stadt ist die Luftruhe auch bei entsprechender Wetterlage
durch lokale Effekte wie schon erwähnt leider nicht so gut wie auf dem Lande.

Ich habe mit meinem gewiß guten Teleskop hier in der Kleinstadt
noch nie perfekte Luftruhe gehabt. Spätestens bei 230x war immer
die Grenze des Sinnvollen erreicht, meist aber schon bei
150x bis 200x mit dem 8"f/6 ATM Newton.

Ich habe dann schon 3x meinen Karm zusammengepackt und bin
mit dem Wagen ca 10Km zu einem guten Standort gefahren.
Dort konnte ich die günstige Wetterlage dann endlich voll nutzen
und je nach Planeten Vergrößerungen 270x bis 300x verwenden
ohne daß sich irgendeine Luftbewegung störend bemerkbar machte.

Ich meine du solltest dir verschiedene der in Frage kommenden Optiken
einmal live anschauen. Meist stellt sich dabei sehr schnell heraus
was dir wirklich zusagt.

MfG,Karsten
 
Zitat von Kerringa:
...wurden mit Hilfe eines Intes MK66 erstellt.

Es ist ein MK-63 (noch älter, gekauft 1994).
Was ich neben der guten Abbildungsqualität schätze, ist die Gabelmontierung: Für visuelles Arbeiten ausreichend, schön kompakt: Ich kann das montierte gerät mit einem Mal aus dem Keller nach oben tragen und habe sogar noch eine Hand frei für einen Beutel mit Netzteil und Okularen. Allerdings stört die Gabel, wenn man mit langer Fotoausrüstung gen Zenit will.
 
Hallo nochmal,

wollte nur noch sagen, dass ich mir eure Tips durch den Kopf habe gehen lassen und mir das erstmal live angucke. Den 140er Orion habe ich in der engeren Auswahl.
Danke für eure Vorschläge, mal sehen, was es letztendlich wird.

Viele Grüße
Ina
 
Einen schönen guten Abend,

der neueste Stand der Dinge ist, dass ein gebrauchter Intes MK-67 den Weg zu mir gefunden hat.
Liegt allerdings noch bei der Post, war leider am Samstag nicht zu Hause :mauer:
Da ich jetzt auch wieder meine vorhandene Okularpalette (von meinem 8" f/6 Dobson) durchsehe, bestehend aus Goldkanten 20mm, 15mm, 9mm und 6mm ein Nagler Zoom 3-6mm und ein 2" 32mm RK, fällt mir auch wieder ein, dass ich das 2" schon längst ersetzen wollte.
Schön wäre es, wenn man das 2" an beiden Teleskopen nutzen könnte. Der 8" genießt schönen dunklen Landhimmel, der Mak bleibt wohl eher in der Stadt. Dachte an so etwas in der Richtung: 38mm
Für den Mak bin ich auf der Suche nach Okularen mit hoher Transmission und hohem Kontrast, denke die Goldkanten sind nicht so ideal? Brillenträgertauglich wäre aber wichtig! Ich habe mir schon etliche Threads durchgelesen, aber bin noch keiner Lösung nahe ;)

Vielen Dank im Voraus.

Schönen Abend
Ina
 
Hallo Ina,

ich weiß nicht, ob das 38mm gegenüber dem 32mm RK so der wesentliche Schritt ist. Es bietet natürlich deutlich mehr Feld, aber es bleibt so in der Klasse der Okulare die am f/6 zum Rand hin nicht so pralle sind.
Wenn Du generell auch in der Preisklasse unter 150 Euro bleiben willst, bieten sich nur wenige Möglichkeiten. Das Meade SWA 40mm Serie 5000 fällt mir ein, nachdem aber meines eine klappernde Augenlinse hat und jemand im Forum das auch schon korrigieren musste, kann man das für die derzeit aufgerufenen 150 Euro nur mit diesem Hinweis empfehlen.
Ich werde in den nächsten Wochen oder Monaten (Wetter...) einen intensiven Vergleich dieses Okulars mit dem 41er Panoptic machen. Danach bin ich schlauer. Vielleicht ist ja noch Zeit mit der Anschaffung...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ok eine Verbesserung bezüglich Randschärfe wollte ich eigentlich schon erreichen gegenüber dem 32mm.
Ich möchte aber auch vermeiden, dass das 2" Okular beim MAK vignettiert, habe das mal gelesen, dass da nicht alles Sinn macht. Da fehlt mir natürlich die praktische Erfahrung dazu.

Diese Anschaffung hat da auch noch eher Zeit, ich habe es seit 2005 mit dem 32mm ausgehalten, auf ein paar Wochen (Monate ;) ) hin oder her kommt es jetzt nicht mehr an. Das Panoptic sprengt allerdings doch den Preisrahmen, so bis 250 Euro wäre aber ok.

Bin trotzdem gespannt auf deinen Vergleich, konnte schon das 35mm Panoptic testen und das empfand ich als sehr angenehm!

Viele Grüße
Ina
 
Hallo Ina,

also es ist einfach die Frage, wo es zum Einsatz kommt. Nur am Mak, da wird ein 38mm oder die baugleichen Label-Varianten, völlig ausreichen. Steht aber f/6 immer noch zur Debatte, und soll es eine Verbesserung geben, dann hat man letztendlich ein problem. Das 40mm SWA Serie 5000 von Meade hat sich dieser Tage an einem kleinen f/6 ED auf Augenhöhe zum 41mm Panoptic gezeigt. Aber das ist ein Teleskop und eine Beobachtungssituation gewesen!
Eventuell lohnt es sich, für die 250 Euro auf ein gebrauchtes 41mm Panoptic zu hoffen. Aber das dürfte schon ein Glücksgriff sein, zumal ich das Gefühl habe, dass ein Pano keiner mehr verkauft, der eins hat. Was es dann dazwischen noch gibt, was also in die Preiskategorie fallen könnte: Ich weiß es nicht. f/6 stellt ziemliche Anforderungen. Wenn das aber total wegfällt, also nur der Mak bedient wird, dann ist ein 38mm TSWA oder baugleiches völlig richtig gegriffen. Mehr Geld kann man dann eher ausgeben, um der Serienstreuung dieser sehr günstigen Okulare zu entkommen. Nur wird ein anderes Label-Okular vermutlich dieselbe Serienstreuung zeigen, auch wenn es vielleicht teurer gehandelt wird.

Optik wird nicht schlecht, höchstens schlecht behandelt. Vielleicht ist die Gebraucht-Option ja etwas, was in Gedanken Fuß fassen kann. Aber allein für den Mak erscheint es mir doch auch etwas teuer.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ja das ist so bissl die Zwickmühle, wenn was neues, dann vielleicht 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen... ;)
Nur ist auch die Frage, wie oft man ein 2" Okular mit der Brennweite am MAK nutzt, wenn man doch eigentlich Mond und Planeten beobachten will? Evlt. erledigt sich das auch mit diesem Gedankengang? Da ist es wohl sinnvoller, sich über gute Planetenokulare Gedanken zu machen?

Vielleicht kann man ja gebraucht mal ein Schnäppchen machen, aber auf so Gelegenheiten muss man warten können. Oder ich teste das 40mm von Meade, mit der Beachtung darauf, dass da die Augenmuschel klappern könnte (hatte ich auch schon im anderen Thread gelesen). Da muss ich erst noch sinnieren...

Danke für deine Meinung, hat mir weitergeholfen! :)

CS
Ina
 
Hallo Ina,

ohne Dir da vorgreifen oder Dir das abnehmen zu wollen: Während ich das Ylenna 150 kennenlernen durfte, habe ich sehr gern ein 30mm 2" Okular eingesetzt. Natürlich hängt auch von der Feldausleuchtung ab, ob es mit 40mm um 70° noch Spaß macht, aber mit dem 30mm Okular war die Beobachtung schon spannend. Natürlich nicht die Mondbeobachtung. Als ich das Gerät hatte, stand Mars in einer günstigen Opposition. Der war sicher ein Hauptziel der Abende aber genauso habe ich auch auf die passenden Deepsky-Objekte geschaut. Die Andromedagalaxie ist mir darunter im Gedächtnis geblieben. Es gibt aber noch ein paar mehr passende Deepsky-Objekte. WEnn man da ein Okular für beide Geräte beschafft, ist man doch froh, am Mak die Zusatzoption zu haben. Jedenfalls ich bin es, da ich an einem normalen Beobachtungsabend immer auch etwas aus dem Sonnensystem heraus schauen möchte.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ja das ist nachvollziehbar, was du hier ansprichst.
Das macht es natürlich wieder schwer ;)
Also werde ich doch langsam mein RK32mm in Rente schicken und mich nach etwas anderem umsehen :)
Kann ich rein von den angegebenen Werten für die Feldblende denn abschätzen, ob ein Okular noch ausgeleuchtet wird, oder nicht? Und besser als das RK32mm sollte es an f/6 auch sein.
Da werde ich mal auf die Suche gehen und wenn ich ein paar Kandidaten gefunden habe, dann melde ich mich wieder.

Weitere Meinungen und Erfahrungen sind natürlich willkommen :)
Danke!

CS
Viele Grüße
Ina
 
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