Stadteinwohner braucht ein Ratschlag der Experten

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SkyDog

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Hallo ihr Sternengucker,

habe eine ganze weile hier im Forum mit lesen verbracht.
Bin selbst ein Einsteiger mit null Erfahrung im Bereich
astronomischer Beobachtungen.
Habe deswegen vor mir demnächst ein Teleskop zu kaufen.
Es ist wirklich sehr schwer als Anfänger das richtige zu finden.
Vielleicht könnt ihr mir ein wenig helfen!
Vielleicht mal kurz vorweg welche Vorraussetzungen ich habe:
- Großstadtbewohner mit Südbalkon
- benötige möglichst etwas platzsparendes und mobiles für den "Ausflug
aufs Acker"
- Kosten sollten möglichst gesamt nicht 1000 -1500 Euro übersteigen,
gern auch weniger :-)
Welche Art von Teleskop würdet ihr empfehlen?
Mir geht es mehr um die Bauart und Konstruktion als um bestimmte spezielle Teleskope.
(also Refraktor oder Spiegel, welche Bauart?)
DeepSky oder Planetenbeobachtung - da kann ich mich noch nicht festlegen, will alles mal ausprobieren.
Danke für eure Hilfe im vorraus.
 
diese empfehlung auch von mir...

ein 8" Schmidt-Cassegrain tubus auf montierung H-Eq5
ist noch handlich, transportabel, stabil und im
preislichen rahmen.

vom beobachtungsgebiet her gibt es bis auf großflächige
deepskyobjekte keinerlei einschränkung, wobei hier
die anschaffung des 80mm/480mm GSO richfield-refraktors für
wenig geld die ideale ergänzung ist. der kann auch
auf das C8 aufgesattelt werden.

ergibt ein hervorragendes komplettpaket.

übrigens würde ich sowohl das SC wie auch die H-EQ5 gebraucht
kaufen. dann bleibt noch genügend geld für wichtiges
2"-zubehör, gute okulare und eine powerstation.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hi du Himmelshund,

stimme meinen Vorrednern absolut zu. Aus fast den selben
Gründen habe ich mir vor kurzem eine ähnliche Kombi angeschafft.
Bin voll zufrieden, gerade da mein Balkon mit 1,20m recht
schmal ist.
Zwar ist die EQ-6 nicht mehr so richtig transportabel, aber
ich brauche sie für den noch vorhandenen 12"er, mit dem ich
rausfahre und verwende sie dann natürlich auch für den SC.
Die kleinere, leichtere HEQ-5 dürfte aber visuell ebenfalls gut
gehen.
 
Re: Stadteinwohner braucht ein Ratschlag der Exper

ohh, das ging ja schnell mit euren Antworten. thanks <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Kurze Nachfrage: Ist ein Refraktor für Anfänger nicht besser geeignet? Habe gelesen das Spiegelteleskope erst justiert werden müssen. Davon habe ich natürlich nicht soviel Ahnung.
Aber gute Refraktoren sind bei meinem Preislimit wahrscheinlich zu teuer.
Und vielleicht habt ihr noch einen Tip für mich zwecks Einsteigerliteratur!

 
Literatur & so..

Hallo SkyDog!

Also, wenn Du mit 1000...1500.- € Preisvorstellung nicht ein ziemlich gutes Gerät (u.U. mitsamt gutem Sonderzubehör dazu) bekommst, dann wurdest Du falsch beraten.

(ich persönlich würde ein möglichst reisefähiges Teleskop empfehlen, bzw. erst mal erkunden, wie mobil Du bist.
Einerseits ist eine stabile Motor-Montierung (ggf. GoTo) schon schön. Unter Umständen sogar reisefähig.. Andererseits: für viele Objekte braucht man aber mit >8" Dobs nichtmal eine Aufsuchekarte - man würde früher oder später eh "drüberstolpern"...

Denn: (je nach Mobilität und/oder Fotoambitionen)
mit einem 8" oder 10" Dobs hättest Du massig Kohle für Zubehör: TELRAD!!! Weitere Okulare und DeepSky-Filter (aus der Stadt zu empfehlen: die "blocken Kunstlicht")
H-beta, O2, O3, UHC, ... die Dinger sind nicht billig...

Naja... Zur Literatur.

Zum einfachen Einstieg könnte ich "Stars am Nachthimmel" empfehlen: 50 Objekte (für's ganze Jahr verteilt) die dank detailierter Aufsuchekarten und Wegbeschreibung wirklich leicht zu finden sind. Erfolgserlebnis garantiert!

Du kannst aber auch gleich zum "DeepSky- Reiseführer" greifen (dieses Buch finde ich klasse)

und auf jeden Fall würde ich den "observers Sky Atlas" von Karkoschka empfehlen. Trocken wie ein Fahrplanbuch der Eisenbahn - aber auch genauso umfangreich & noch übersichtlicher!
 
Re: Literatur & so..

Ich wohne in einer Stadtwohnung, deswegen kommt es mir eben auch auf eine gewisse Kompaktheit an. Muss das Teil auch irgendwie verstauen können.
Ein Dobs hab ich auch schonmal ins Auge gefasst, aber ich glaube sowas ist einfach zu groß für mich. Ich will das Teleskop auch durchaus ohne Auto transportieren können.
Außerdem will ich für erste "Übungen" den Balkon benutzen.
Fotografie spielt erstmal keine primäre Rolle. Will erstmal nur schauen und genießen.
Was haltet ihr von Maksutov Teleskopen? Die scheinen mir neben den hier empfohlenen Schmidt Cassegrains Geräten auch sehr kompakt zu sein.
Achso, danke für die Buchtips - werde ich wohl gleichmal bestellen

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hi,

also auch ich stimme meinen Vorrednern grundsätzlich zu aber...

1. wenn Du Anfänger bist schau nach Astrofreunden in Deiner Nähe und verschaffe Dir so einen Überblick über die Optiken und Montierungen.

2. Schaffe Dir das Spezial der Ausgabe von Sterne und Weltraum an "Mein Teleskop". Da gibts ne Menge Tips für wenig Geld (Kostet 8,90 glaube ich)

3. Denke darüber nach wie, wann und wo Du beobachtest. Nur Stadt oder fährst Du auch mal auf die "grüne Wiese"?

4. Refraktor oder Spiegel?...für 1500€ gibt es eine Menge an Optik und Montierung aus beiden Bereichen (Vor- und Nachteile siehe "Mein Teleskop")

Das optimale Teleskop wird es niemals geben. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Und wenn Du sagst, dass Du aus der Stadt beobachten willst, halte ich ein C8 für den Einstieg als sehr gut. Das C8 ist leicht, kurz in der Bauweise und eigentlich ein Allrounder. Du hast genug Brennweite für Planeten und genug Öffnung für Deep-Sky und ...was ich persönlich sehr wichtig finde...Du kannst auf angenehme Art und Weise beobachten. Auf der anderen Seite hat man hier vielleicht mit mehr oder weniger ausgeprägtem Shifting zu kämpfen.

Beim Refraktor hängt man trotz Zenitprisma irgendwie immer auf dem Boden wenn man in Zenitnähe beobachtet und ein Refraktor hat bei größeren Öffnungen und vielleicht 1200mm Brennweite eine anständigen Hebel auf einer Montierung. Das beeinträchtigt die Stabilität auf der Monti! Auf der anderen Seite ist ein Refraktor in der Abbildungsleistung immer noch ein sehr gute Wahl (Meine Meinung)

Beim Newton bekommt in der Preisklasse viel Öffnung für wenig Geld. Aber die Dinger haben dann auch eine entsprechende Größe und passen nicht auf jeden Balkon. Áuch gibt es andere Lösung aber da hat man dann wieder keine automatische Nachführung.

Eine andere, kleine aber feine Lösung ist hier vielleicht ein Maksutov. Meist (je nach Hersteller) handelt es sich um eine gute Optik (vielleicht Orion oder Intes mit 5 oder 6? Zoll Öffnung). Die Optik soll an einen guten Refraktor rankommen, ist transportabel und bietet auch Deep-Sky-Spass!

Aber wenn Du hier im Formum schaust, so hat jeder seine persönliche Meinung dazu. Vielleicht schaust Du Dir mal etwas aus und berichtest vor dem Kauf von Deiner Wahl. Dann kann man Vor- und Nachteile gegenüberstellen.

Gruß
Dirk

 
Re: Stadteinwohner braucht ein Ratschlag der Exper

Ja, danke so werde ich es wohl machen.
Werde mir mal ein paar Teleskope raussuchen und euch dann nochmal um eure konkrete Meinung bitten.
Betreff. Astrofreunde in der Nähe - habe überhaupt keinen Plan wo ich mich da hinwenden kann, eventuell über eine Volkssternwarte? Ein straffes Vereinsleben ist bei meiner knappen Freizeit wahrscheinlich nicht drin, trotzdem würde ich gern ein paar Kontakte zu Gleichgesinnten haben.
 
Re: Stadteinwohner braucht ein Ratschlag der Exper

Hallo Doc,

geh mal hier im Foorum unter Treffpunkt, lass Dich aber vom Thread
Suche im Raum Berlin/Brandenburg Beobachtungsplatz nicht abschrecken.

CS
Dietmar
 
Transport OHNE Auto..

Hi SkyDog!

Also, wenn Du das Gerät auch ab&zu ohne Auto transportieren möchtest, kommt ein "normaler" Dobs mit 8" oder gar 10" Öffnung wohl nicht in Frage... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Allerdings ist ein Cassegrain (mitsamt Montierung, Gegengewichten und unerlässlichem 3-Bein- Stativ)
auch nicht wirklich besser zu Transportieren!

Auch die praktischen, kurzbrennweitigen Refraktoren bedürfen eines Statives, und sind mit abnehmendem f/x und mit zunehmender Vergrösserung Farbfehlerbehaftet! Das heisst: um die Sterne wird ein blauer Saum zu sehen sein - dieser Saum stört den Kontrast des Gerätes. Darum werden Linsenfernrohre meist mit etwa f/10 (besser wäre z.T noch mehr!) gebaut. Bei einem 60/700 (also f/11,5) wird der Farbfehler erst ab ca. 150x störend, dies ist dann auch schon etwa die maximal sinnvolle Vergrösserung (allgemein gillt: max. 2,5x öffnung in mm - unter PERFEKTEN Bedingungen!)

Ich habe selber einen 80/400, (also f/5. Maximal sinnvoll, mit 80mm Öffnung, ist 200x) mit dem vergrösser'ich maximal bis 100x, sonst wird's schreklich!


Da gäbe's dann die "Triplett semi-Apochromaten" oder die "Fluorit-Apochromaten", welche diesen Farbfehler (er entsteht, wenn das Licht durch das Glas durchdringen muss!) ausgleichen oder gänzlich eliminieren. Diese Geräte sind aber alles andere als günstig.

Wenn Du "ohne Farbfehler" willst (manche können auch gut leben mit) brauchst Du einen Apo oder ein Spiegelteleskop.

Dann hätte ich ein echtes Reiseteleskop zu bieten: den ASTROSCAN. Schau'Dir DAS Ding mal an - Du würdest auf'n ersten Blick nicht glauben, dass es ein Teleskop ist! - HIER

Ich hätte (wie's der Zufall so will <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) gerade so ein Gerät gebraucht abzugeben. Es ist gut - und wenn ich nicht einen Eigenbau im selben Kaliber hätte, (guckst Du hieee) würd'ich ihn behalten. Der Astroscan ist nach dem Fernglas die am einfachsten handzuhabende Optik! Meiner ist knapp ein jahr alt, mit Gebrauchsspuren (also inkl. einiger Kratzer aussen am Tubus, Staub auf der Optik & einen kleinen Kratzer auf'm Hauptspiegel*) aber als Einsteigergerät wirklich "mehr als okay", zu 50% des NP. Bei Interesse: Mail.
(*stört weder die Handhabung noch die Abbildungsleistung!
Einen GUTEN Spiegel bringt 1 Kratzer nicht aus der Ruhe.)


P.s. Wobei: ich transportier' selbst meinen 12" Dobson (das Theil hat mit meiner Spezialausrüstung weit über 30kg!) ohne Auto problemlos bis 1km weit! Das Ding hat nämlich eine (selbstgebaute) Schubkarreneinrichtung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Die einzige Schubkarre, die ich gerne schieb' <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

 
Re: Stadteinwohner braucht ein Ratschlag der Exper

Hallo,

also ich habe mir eure Tips zu Herzen genommen und bin auf folgende Vorauswahl gekommen:
- C8 auf H-EQ5
- OMC 140 von Orion auf H-EQ5
- Vixen VMC 200
- ED APO 80/600 von Synta
Vielleicht könntet ihr nochmals kurz ein Kommentar dazu abgeben und mir die Entscheidung erleichtern... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Wichtig ist mir wie schon geschrieben eine gewisse Mobilität sowie ein einfaches Handling (hab von Justierung keine Ahnung, oder bekommt man das selbst einfach hin?)
Nochmals vielen Dank für eure Hilfe.
Grüße aus Berlin
Axel
 
Re: Stadteinwohner braucht ein Ratschlag der Exper

Hi Axel,

das vielseitigste Teleskop ist wohl das C8. Das VMC am besten verarbeitet. C8 und VMC haben ähnliche Leistung.
Das OMC ist eher spezialisiert auf Planetenbeobachtung und der ED-APO ist ein kompaktes Reisegerät mit guter Allround-Leistung, aber eben nur kleiner Öffnung.

Ich wundere mich, daß Du so unterschiedliche Geräte vorschlägst.
Das C8 und das VMC sind die einzigen Geräte, die einander von der optischen Leistung her ähneln. Das OMC ist mit langer Brennweite und mittlerer Öffnung eher ein Planetenspezialist (bei durchaus netter DeepSky-Leistung).
Der ED-APO liegt in einer ganz anderen Ecke: Klein und kurzbrennweitig, für DeepSky bei schwacher Vergrößerung wunderbar, für Planeten braucht er eine gut durchdachte Okularkombination (mit Barlow), um seine Möglichkeiten ausspielen zu können.

Leistungsmässig liegen VMC und C8 vorn, bei sauberer Justage auch vor dem OMC am Planeten. Das OMC liegt eben in der Mitte und am Ende kommt der ED-APO.

Justieren kannst Du übrigens lernen. Es gibt genügend Anleitungen im Web und hier im Forum.

Wenn Du ein kleines, nettes Teleskop willst, gaaanz pflegeleicht, so solltest Du zum ED-APO greifen. Auch dann, wenn Du Dir über das Hobby noch nicht so ganz sicher bist.
Wenn Du eine richtig gute Teleskopleistung auch bei DeepSky willst, dann greif zum C8 oder VMC.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

ich möcht mixh hier auch mal zu Wort melden.
Ein 8" SC auf H-EQ5 ist bestimmt ein tolles Teleskop, so weit so gut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Aber - muß man eigentlich immer gleich aufs maximum gehen. Ich denke
als transportable Schnellspechtelausrüstung an einen kleinen aber
dennoch lichtstarken 150/750er Newton. Der sitzt zB auf der SkyviewMontierung
super stabil, das reicht locker auch noch für piggypack. Das ganze kostet
Tubus + Monti incl Polsucher unter 500Euro Neupreis. Da gehen noch einige schöne Okulare und man bleibt immer noch unter 1000Euro.
Im übrigen hat der 6"-Newton gegenüber dem 8" SC nicht mal so viel weniger Licht! Beim SC hat man 2x 88% Haupt- und Sekundärspiegel, 88% im Zenithprisma und nochmals 2% an der Schmidtplatte, dabei noch 12% Verlust durch die Obstruktion von über 30% - macht: 58% Lichtdurchlass oder 76% effektiver Durchmesser also 153mm effektiv.
Beim 6" Newton: 2x der Spiegel mit 88% und 6% durch die Obstruktion von 25%:
also 73% Licht oder 85% eff Durchmesser = 128mm
dabei ist der kleine newton deutlich billiger und leichter. Und zeigt dem Anfänger lange, lange Jahre sehr sehr viele Objekte! Ich hatte mit 4,5" lange Freude und beobachte auch heut noch gern mit dem 70mm Refraktor.

Ein angehender Hobby-Klavierspieler wird auch nicht gleich - naja net dem Steinway, das wär ein Vollapo - aber auch nicht gleich mit einem Schulflügel anfangen.
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />


Viele Grüße

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - [COLOR="1070FF"]OBSERVATORIUM[/color]

Markus A. R. Langlotz
Vilsweg 2b
D-93073 Neutraubling

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory@freenet.de



 
Re: Stadteinwohner braucht ein Ratschlag der Exper

Hi Axel,
wie Sven schon geschrieben hat, hast Du höchst unterschiedliche Scope ausgewählt, die nur begrenzt zu vergleichen sind.
Gute Allrounder mit der meisten Leistung sind das C8 und der Vixen.
Wenn Du wirklich in der Preisklasse einsteigen willst, würde ich zwischen den beiden auswählen.
Sehr wohl den Wunsch nach einen eigenen Teleskop verstehend rate ich Dir dennoch nichts zu überstürzen und mir wenn irgend möglich derartige Geräte live und im Einsatz anzuschauen bevor Du kaufst.
Es müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn sich in Berlin keine anderen Astronomen finden, die vielleicht sogar solche Geräte haben.
CS
 
Re: Stadteinwohner braucht ein Ratschlag der Exper

Danke für eure Antworten.
Die Beweggründe für die Auswahl waren folgende:
- C8 war hier im Thread mehrmals empfohlen worden, nach meiner Meinung müßte man ein solches Gerät auch gebraucht oder preisreduziert bekommen. (bei TS ist das gerade so) Hat ja eine große Verbreitung.
- OMC 140 ist preiswerter und sehr kompakt und hat doch als Allrounder gute Kritiken bekommen.
- VMC sehr leistungsfähig und kompakt (ist mir für den Einstieg allerdings doch etwas zu teuer)
- ED APO 80/600 ist meiner Meinung nach für Einsteiger ein schönes Gerät.Auf der Einsteigerseite von Teleskope Service wird für mich als Stadtbewohner ein Refraktor als beste Wahl empfohlen. Ausserdem kann man so ein Teil auch weiter als Zweitgerät nutzen wenn man dann doch auf größere Geräte umsteigen will.
Da noch Zubehör dazu kommt tendiere ich doch etwas eher zu den beiden preiswerteren Geräten OMC oder Synta APO.
Mit meinen fast 40 schätze ich mich selbst doch schon so ein das der Teleskop Kauf kein kurzes Strohfeuer ist. Deshalb der Einstieg in der preislichen Mittelklasse.
Haltet ihr das für Unvernünftig? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
 
Re: Stadteinwohner braucht ein Ratschlag der Exper

Hallo,

zu den Teleskopen hast Du ja jetzt schon ein paar Antworten, die ich in etwa Teile ( 150/750 Newton
finde ich ganz gut für den Anfang ). Nun zum Standort. Falls Du Dich zum Hardcore Planetenbeobachter
entwickeln solltest, ist der Standort Balkon noch brauchbar, wenn nicht Umgebungsseeing durch
warme Hauswände oder Dächer hinzukommt. Den Zahn mit DeepSky aus der Stadt heraus muß ich Dir
aber leider direkt ziehen ( komme gerade selbst vom Zahnarzt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> ). Du wirst zwar aus der Stadt
heraus auch DeepSky Objekte sehen können, aber nur die hellsten und ohne "Genuß". Ich wohne in einem
Dorf mit 4500 Einwohnern und größeren Orten in 10-20km Entfernung, und kann in den besten klaren
Nächten auch die Milchstraße von der dunklen Ecke vor unserer Haustür sehen, aber z.B. M33 säuft
einfach im Himmeshintergrund ab. Das heißt, daß man M33 bei nicht so ganz optimalen Bedingungen,
also im Normalfall, garnicht sieht. Da kommt also bei DeepSky keine wahre Freude auf. Galaxien
sind da aber meiner Meinung nach auch schon die Extremfälle, wegen ihrer oft sehr geringen Flächen-
helligkeit. Offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen gehen aber ganz gut auch aus der Stadt. Bei den
Nebeln gibt es da solche und solche, da mußt Du probieren und da helfen auch Nebelfilter, wie der
Name schon sagt. Aber die erste Nacht unter richtig dunklem Himmel, in der Du die aus der Stadt
bekannten Objekte noch mal anschaust, wird Dich sofort vom Balkonstandort kurieren!
 
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