Bastler4
Aktives Mitglied
Hallo Freunde,
da ich mich häufig im fernen Ausland aufhalte, habe ich mir eine Star Adventurer GTI besorgt und ein kleines Teleskop, um auch hier einen Grund zu haben, klare Nächte draussen zu verbringen.
Das Ding hat Probleme beim Guiding, die ich aber durch viele Anpassungen von Parametern weitgehend in den Griff bekommen habe. Kleine Ausreisser gab es am Schluss noch, aber in Summe war es ok.
Das hat mich bewogen, das Problem näher anzusehen. Also habe ich mir erst mal irgend ein Video dazu angesehen, damit ich die Montierung zielgerichteter zerlegt bekomme. Das hätte es tatsächlich nicht gebraucht, aber mir ist dabei sofort aufgefallen, dass bei der Zahnradpaarung zwisch Motor und Schneckenwelle ein Problem vorliegt. Zur besseren Erklärung dient das angehängte Bild.
An dieser Stelle muss ich dazusagen, dass ich mich mich ungeplanter Weise zwei Jahrzehnte lang durch Zufall mit der Entwicklung und Auslegung von Kleingetrieben für professionelle Anwendungen beschäftigt habe.
Durchexerziert habe ich die Gegebenheiten augenblicklich nur an Dec, aber da ist das Zahnspiel ja von besonderer Bedeutung.
a) Was ich hier sehe, ist eine absolut unmögliche Auslegung des gezeigten Zahntriebs. Dabei ist das rechnerisch bei gerade mal zwei Stirnrädern für jeden Anfänger zu bewältigen.
Es ist ok, in diesem Fall Räder mit Standardberechnung einzusetzen ( hier Modul 0,5, keine Profilverschiebung, Verzahnungsqualität vermutlich ISO 9). Es ist aber, gerade in unserem Anwendungsfall, nicht in Ordnung, den Achsabstand so gross auszulegen, dass gerade noch gesichert ist, dass sich die Zähne immer berühren. Der Achsabstand muss so klein wie möglich sein, um ein Klemmen der Verzahnung zu verhindern.
Die Gegebenheiten hier haben führen zu folgenden Problemen:
1) Das Zahnspiel beträgt etwa 0,3mm. Die dadurch hevorgerufene Verzögerung bei Bewegungsumkehr beträgt bei normaler Guidinggeschwindigkeit 2,4 sec. Die Darlegung der Berechnung erspare ich mir, das ist Grundschulmathematik.
2) Wegen des grossen Achsabstandes erfolgt der erste Kontakt der Zähne nicht an der Evolventen, sondern im Bereich des Kopfradius. Das führt nicht nur zu den berühmten Kaffeemühlengeräuschen bei schneller Bewegung, sondern auch zu ungleichmässiger Winkelgeschwindigkeit mit direktem Einfluss auf sie Guidingqualität.
b) Zum Zahnspiel der beiden Stirnräder addiert sich das Zahnspiel des Mikrogetriebes, welches auf den Motor geflanscht ist. Das sind weitere 0,2mm. Heißt , die Zeit, bis sich ein Signal am den Motor bemerkbar macht beträgt 4 Sekunden.
Warum ich das hier geschrieben habe? Weil sich alle und jeder bei der Bekämpfung des Zahnspiels nur um das Schneckenspiel kümmern. Das kommt da aber nur noch dazu und ist bei dieser Montierung mit dem steifen Fett und dem geringen Modul auch nicht ganz banal. Am Besten geht es durch messen der Sromaufnahme während das Spiel nachgestellt wird. Man muss da aber den Rundlauffehler berücksichtigen. Bei der vorliegenden Konstruktion kann ich mit aber auch eine Ferderbelastung der Schnecke vorstellen.
Gruss
Bernhard
da ich mich häufig im fernen Ausland aufhalte, habe ich mir eine Star Adventurer GTI besorgt und ein kleines Teleskop, um auch hier einen Grund zu haben, klare Nächte draussen zu verbringen.
Das Ding hat Probleme beim Guiding, die ich aber durch viele Anpassungen von Parametern weitgehend in den Griff bekommen habe. Kleine Ausreisser gab es am Schluss noch, aber in Summe war es ok.
Das hat mich bewogen, das Problem näher anzusehen. Also habe ich mir erst mal irgend ein Video dazu angesehen, damit ich die Montierung zielgerichteter zerlegt bekomme. Das hätte es tatsächlich nicht gebraucht, aber mir ist dabei sofort aufgefallen, dass bei der Zahnradpaarung zwisch Motor und Schneckenwelle ein Problem vorliegt. Zur besseren Erklärung dient das angehängte Bild.
An dieser Stelle muss ich dazusagen, dass ich mich mich ungeplanter Weise zwei Jahrzehnte lang durch Zufall mit der Entwicklung und Auslegung von Kleingetrieben für professionelle Anwendungen beschäftigt habe.
Durchexerziert habe ich die Gegebenheiten augenblicklich nur an Dec, aber da ist das Zahnspiel ja von besonderer Bedeutung.
a) Was ich hier sehe, ist eine absolut unmögliche Auslegung des gezeigten Zahntriebs. Dabei ist das rechnerisch bei gerade mal zwei Stirnrädern für jeden Anfänger zu bewältigen.
Es ist ok, in diesem Fall Räder mit Standardberechnung einzusetzen ( hier Modul 0,5, keine Profilverschiebung, Verzahnungsqualität vermutlich ISO 9). Es ist aber, gerade in unserem Anwendungsfall, nicht in Ordnung, den Achsabstand so gross auszulegen, dass gerade noch gesichert ist, dass sich die Zähne immer berühren. Der Achsabstand muss so klein wie möglich sein, um ein Klemmen der Verzahnung zu verhindern.
Die Gegebenheiten hier haben führen zu folgenden Problemen:
1) Das Zahnspiel beträgt etwa 0,3mm. Die dadurch hevorgerufene Verzögerung bei Bewegungsumkehr beträgt bei normaler Guidinggeschwindigkeit 2,4 sec. Die Darlegung der Berechnung erspare ich mir, das ist Grundschulmathematik.
2) Wegen des grossen Achsabstandes erfolgt der erste Kontakt der Zähne nicht an der Evolventen, sondern im Bereich des Kopfradius. Das führt nicht nur zu den berühmten Kaffeemühlengeräuschen bei schneller Bewegung, sondern auch zu ungleichmässiger Winkelgeschwindigkeit mit direktem Einfluss auf sie Guidingqualität.
b) Zum Zahnspiel der beiden Stirnräder addiert sich das Zahnspiel des Mikrogetriebes, welches auf den Motor geflanscht ist. Das sind weitere 0,2mm. Heißt , die Zeit, bis sich ein Signal am den Motor bemerkbar macht beträgt 4 Sekunden.
Warum ich das hier geschrieben habe? Weil sich alle und jeder bei der Bekämpfung des Zahnspiels nur um das Schneckenspiel kümmern. Das kommt da aber nur noch dazu und ist bei dieser Montierung mit dem steifen Fett und dem geringen Modul auch nicht ganz banal. Am Besten geht es durch messen der Sromaufnahme während das Spiel nachgestellt wird. Man muss da aber den Rundlauffehler berücksichtigen. Bei der vorliegenden Konstruktion kann ich mit aber auch eine Ferderbelastung der Schnecke vorstellen.
Gruss
Bernhard