StarAdventurer max Brennweite und Scheinern

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Thilo

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Hallo,

ich habe gerade erst mit der Astrofotografie angefangen.
Mein Equippment:
Olympus OM-D EM5 und einigen Festbrennweiten (12/2.0, 25,/1.4, 45/1.8, 60/2.8) dazu noch zwei adaptierte Tele 135/2.8 Zeiss und 200/4.0 Zeiss.

Als Montierung habe ich mir die StarAdventurer gekauft, da sie auch nächstes Jahr mit ins Death Valley zum Campen soll.

Jetzt übe ich auf meinenm Belkon im DG, der Ri Südosten geht. Da mein Haus den Polarstern verdeckt muss ich immer erst Einscheinenrn, was noch nicht so gut klappt.

Die Beiden Zeiss sind via M42 Adapter an der Kamera. Ich habe einen M42 Adapter so umgebaut, das ich Baader 36mm Filter mit dem original Filterhalter von Baader in den Adapter einsetzen kann. Dazu habe ich einen UHC Filter von Baader.

Jetzt würde ich mir gerne einen kleinen Refraktor (TS-Optics PhotoLine 60mm f/6 FPL53 Apo) zulegen.

Da ich mit dem mft Sensor aber 2x Crop habe, bin ich mir nicht sicher, ob die Adventurer das noch mit der Nachführung sinnvoll hin bekommt.

Zusätzlich wollte ich mir noch die Zwo ASI178mc kaufen um ein bisschen Mondfilmchen zu machen.

Mit der ASI könnte ich ja auch mein Scheiner Problem lösen und mit EQallign immer erst meine StarAdventurer einjustieren.

Die Idee dahinter ist, wenn es mir weiterhin so viel Spaß macht, würde ich mir gerne eine richtige Montierung und entsprechendes Teleskop kaufen. Da kann ich den kleinen Refraktor als Guiding Rohr benutzen und die ASI178mc hätte ich auch schon.

Bin ich da auf dem richtigen Weg?

gruss

Thilo
 
Hallo Thilo,

klar bist du auf nem guten Weg und Astroaufnahmen in Nevada und Umgebung sind schon was feines (war im Okt erst da).

Die StarAdventure via EQAlign einzunorden klappt nicht, da Du die Monti nicht via Laptop steuern kannst.

Drift-Alignment via PHD2 könnte durchaus mit der ASI funktionieren bzw. wäre einen Versuch wert. Da musst du die ASI via ST-4 Kabel mit der SA verbinden.

Ansonsten manuell scheinern, was aber etwas Zeit benötigt, je nachdem wie genau du das haben möchtest und was deine StarAdventure in Punkto Justagestabilität hergibt.

Habe auch eine SA und Poljustage ist manchmal etwas fummelig, da sich die SA sehr gerne beim festziehen etwas verstellt.

Vergiss das mit dem Crop-Faktor, entscheidend ist die Auflösung pro Pixel (abhängig von Brennweite und Pixelgröße). Durch den Crop (also kleinere Sensorfläche) wird nur der Bildausschnitt kleiner. Je besser die Auflösung pro Pixel (also längere Brennweite bzw. kleinere Pixel), so höher die Anforderung an eine genaue Nachführung.

360 mm Brennweite auf der SA sind (sehr) sportlich, wenn Du mehr als kurz belichtete Mondaufnahmen machen möchtest. Du wirst an Weitfeldaufnahmen mit deinen Tele-Objektiven und Festbrennweiten auf der SA sicher mehr Spaß haben.
Zumal selbst der kleine APO nackt schon 1,5kg ohne Kamera wiegt.

Befestigung des APO an der Dek-Einheit der SA, da nur eine Fotoschraube, wird auch kaum stabil machbar sein.

Weitfeldaufnahmen drängen sich, wegen der wenigen Lichtverschmutzung im Death Valley, geradezu auf.

Ich habe die SA mit einem 150mm Objektiv an einer EOS häufig parallel zu meinem Hauptgerät im Einsatz. Funktioniert super, macht Spaß und schnurrt die ganze Nacht durch. Wenn du die SA nicht überlädst ist sie was feines.

Grüße,
Alex
 
Hallo Thilo,

Du bist mit Deiner Einstellung auf dem richtigen Weg.

Ich besitze auch die Star Adventurer-Montierung und habe mir im November den kleinen Refraktor TS Photoline 60mm gegönnt.
Ebenfalls mit dem Gedanken, diese Ausrüstung als Reise-Equipment zu verwenden.

Auf Grund der bescheidenene Witterung konnte ich das Equipment erst einmal unter schwierigen Bedingungen testen.
( Um Sicht auf Polaris zu haben, war die Montierung am Rand einer Hecke postiert ).

An das obige Equipment habe ich meine EOS1000D befestigt und konnte 25Sek. problemlos belichten.
Bei 30Sek. hatte ich einige Ausreißer bei den Aufnahmen. ( Montierung war aber nicht 100%ig eingenordet. )

Jedoch trat bei mir am Bildrand starke Verkippung auf ( verzogene Sterne ). Mag daher rühren, dass ich, um in den Fokus zu
kommen, noch eine Verlängerungshülse dazwischensetzen musste, was den Hebel ungünstig ( lang ) gestaltete. Kann aber auch
sein, dass ich eine Befestigungsschraube am OAZ nicht ganz fest gezogen hatte.
( Außerdem habe ich ohne Reducer und Flattner gearbeitet. )

Wie gesagt, ich konnte das Equipment erst 1x testen.

Visuell ist der kleine Refraktor ein Traum, ein ideales Reisegerät. ( Sicherlich auch im Death Valley )

Mondfilmchen sollten auch kein Problem sein, da hier die Aufnahmezeit doch eher begrenzt ist.

Wie Alex aber auch schon anmerkt, kann man mit einem Teleobjektiv, und der StarAdventurer wunderbare
(Übersichts-)Aufnahmen machen.

Voraussetzung für beides ist jedoch ein stabiles Stativ, auf das die Montierung gesetzt wird.


Ich habe von dem Testabend noch einen Ordner mit Aufnahmen mit 60Sek. und 90 Sek. Belichtungszeit.
Bei 60Sek. in der Mitte punktförmige Sterne; bei 90Sek. in der Mitte leicht verzogene Sterne.




Grüße und CS

Jürgen


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Alex,

vielleicht habe ich mich ja falsch ausgedrückt.

Ich bin ja auf meinem Balkon auf die Scheiner Methode zum Einnorden angewiesen. Da das zwar leidlich funktioniert,möchte ich mit Eqallign mit Softwareunterstützung einscheinern. Es gibt dazu ein Programm WCS (Web2 Cam scheinern),das aber wohl nicht mehr weiterentwickelt wird.Fälligen soll das manuelle scheinern ebenfalls unterstützen.

Die richtige Frage von mir sollte heissen,hat jemand Eqallign schon zum manuellen Scheinern benutzt und weiss,ob es Die Asi178 unterstützt?

Die Idee ist,mit der ASi Webcam einscheinern und dann mit der Olympus fotografieren.

Wenn der 2-Fach Crop nicht ausschlaggebend ist,werde ich mir den kleinen Refraktor mal genauer ansehen. Beim TS, der hier um die Ecke ist,meinten sie,das wäre eine perfekte Kombi.

Ich liebäugele ja noch mit dem 135er Samyang. Das wäre wahrscheinlich für die Staradventurer noch besser.

Aber ohne den Refraktor kein Webcam Scheinern. Ist echt schwierig.

@Jürgen
Wäre super,wenn du bei Gelegenheit über deine Erfahrungen berichten könntest.

Am Stativ liegt es sicher nicht. Benutze mein Gizzo aus Vollformat Zeiten dafür. Das steht wie betoniert mit dem bisserl Gewicht. Meine Cam wiegt ja gerade mal 500g.

Gruss

Thilo
 
Hallo Thilo,

habe nochmal in EQalign reingeschaut, uunterstützt tatsächlich manuellen Betrieb, habe es aber noch nicht ausprobiert.

Die ASI178 kannst du via ASCOM einbinden. Habe eine ASI120 funktioniert auch.

Also einfach mal loslegen. EQAlign scheint aber ähnlich WCS auch nicht weiterentwickelt zu werden, aber wenn's läuft ist das ja egal.

Alternativ wie geschrieben, Drift-align aus einem gängigen Guiding-Programm.

Grüße,
Alex
 
Hallo Jürgen,

ich dachte bei dem 60er Refraktor wären alle Verbindungen bis zur Kamera zum verschrauben. Der Verkäufer beim TS hat das extra hervorgehoben, das da keine einzige Klemmung dazwischen wäre.

Benutzt du den dazugehörigen TSFLAT60 oder hast du den Reducer TSRED279) ?

Am liebsten würde ich den kleine APO ja mal mit meiner Kamera testen.

Gruß
Thilo
 
Hallo Alex,

ist das Drift Allignment denn nicht das gleiche, was ich mit EQalling/WCS machen möchte? PHD2 kann ja auch keine der Beiden Achsen für das korrekte Einnorden verstellen.

Mein Hauptproblem ist einfach, das ich auf das Einscheinern angewiesen bin. Auf dem Kameradisplay hab ich mir jetzt schon mit Folienstift ein Kreuz draufgemacht. Die Kameraseitigen Kreuzlinien gibt es ja bei 5x oder 10x Vergrößerung nicht.

Vielleicht brauche ich auch mal jemaden, der mir das Einscheinern erklärt/zeigt. Habe da vielleicht einfach einen Denkfehler.

gruss

Thilo

 
Genau, ist das gleiche Prinzip.

Mein Vorschlag mit PHD war nur gemeint, da aktueller und breiter in Verwendung - also im Zwiefelsfall leichter Hilfe zu finden bzw. mehr Erfahrungswerte.

Es geht ja um die Messung der Abweichung, wozu es reicht, wenn das jeweilige Programm anhand von gesendeten Guiding-Impulsen die Auflösung und Kameraorientierung ermitteln kann. Das geht ja mit der SA.

Eine GoTo-Funktion ist da nicht zwingend notwendig, da hast du absolut Recht.

Hier eine Scheiner-Anleitung, falls du die nicht schon kennst.

Gruß,
Alex
 
Danke. Ich habe mittlerweile verscjiedene. Die eine Hälte sagt, man soll im Süden (Meridian) anfangen, die Andere man soll im Osten anfangen.

Wahrscheinlich ist das eher eine Glaubensfrage.

Ich fange immer im Süden an.

Meine Cam ist ja auf der DEC Einheit auf einem Kugelkopf. Es wäre einfacher, wenn ich im Süden fertig bin, wenn ich einfach über den Kugelkopf Ri Osten schwenken könnte, und damit einen Stern suchen. Aber man soll ja über die Drehachse schwenken und den Kugelkopf nicht anfassen. Da tue ich mich immer schwer, einen Stern genau in die Mitte zu bekommen.

gruss

Thilo
 
Hallo Thilo,

ich habe weder den TSFLAT60 noch den Reducer TSRED279.

Der 2", 1,25" bzw. M54x0,75 -Anschluss am OAZ wird durch die sog. Ringklemmung mittels 3 Schrauben befestigt.
Da hat der MA vom TS recht.

Bei mir trat bei den Testaufnahmen am Bildrand die Verkippung auf. Wie bereits erwähnt, kann es aber auch sein,
dass eine der drei Schrauben nicht ganz fest angezogen war.

Leider konnte ich auf Grund des Wetters noch keinen neuerlichen Test vornehmen.

Grüße und CS

Jürgen



 
Hallo Thilo,

ich möchte Dich auf eine tolle Seite aufmerksam machen, von der ich schon viele Tips entnehmen konnte.

https://www.star-watcher.ch

Der Autor verwendet einen Star Adventurer mit 400mm Brennweite und macht sehr sehenswerte Aufnahmen. Sein Erfolgsrezept ist ein MGEN Autoguider, den ich auch nur wärmstens empfehlen kann.

Ich denke, du könntest ähnliches für Dein Vorhaben mit der ASI umsetzen. Die Steuerung könnte „quasi stand-alone“ über ein Raspberry Pi erfolgen. Such mal nach den Schlagworten stellarmate, iastrohub oder Ekos. So könntest Du auch mobil die Software PHD2 verwenden, die mittlerweile drei verschiedene Poljustageroutinen bereitstellt.

Trotzdem sollte man sich klar sein, dass lange Brennweiten auf dem SA sicherlich eine Grenzanwendung sind!

Viel Erfolg!
Stephan
 
Hi Thilo,

ich nehme auf jede meiner Dienstreisen wann immer ich auch nur etwas Zeit habe meine mobile Ausrüstung mit...

Basierend auf meinen subjektiven Erfahrungen folgende Tipps:

- nimm das stabilste Fotostativ welches Du Dir leisten kannst
- vergiss die Polwiege des Adventurers, nimm einen Manfrotto Getriebeneiger als Unterbau!!!!!!!!!
- nutze einen beleuchteten Polsucher zum Einnorden - Kochab Methode ggf. ich habe mir den Astrotrack Polsucher besorgt, der ist toll! Die Ausrichtung so ist total ausreichend, wenn man es richtig macht, der Laptop dabei stört nur.
- wenn Du (mit Kamera drauf) polar alignt hast, mach ein Kamerawechsel das Polar Align oft zu nichte (kleinste Verschieber)
- bleibe bei Brennweiten mit normalen Fotoobjektiven, so n 200er ist absolut machbar, aber siehe vorherige Punkte
- wenn Du mit nem Leitrohr neben der Kamera arbeiten kannst (muss super stabil sein), dann ist das Guiding suuuuuuuuuper) - ich habe den Mgen dafür, der löst auch die Kamera aus...
- oder nimm einen Fernauslöser mit Intervallfunktion
- stell das Geraffel im Windschatten des Autos auf
- genug Ersatzbatterien ;)


Das mit dem Scheinern funktioniert super, mit dem Getriebeneiger! Der ist fein einstellbar und verändert sich nicht beim Feststellen (da man ihn nicht feststellt ;) )..

Die Lage des Sterns den Du nutzt ist dabei total egal, nur geht möglichst in der Ekliptik am besten, da man dort Abweichenungen des Alignment am schnellsten sieht.

Das geht auch mit der Canon im Liveview ;)


Viel Erfolg!!!

Ernie

PS: vergiss das “Schauen” mit dem blosen Auge nicht!! Das Death Valley bei Nacht ist umwerfend!!! Wenn Mond ist, fahr mal ohne Licht - echt cool !!
 
Hallo!

Durch einen Hinweis hier im Forum habe ich mir einen Adater gekauft, um die Skywatcher Beleuchtungseinheit im dem Polsucher zusammen nutzen zu können. Wie Ernie schreibt, verschiebt sich sonst die Einnordung gerne einmal, wenn man erst als letzten Schritt die Kamera installiert.

Den Adapter und weitere nützliche Adapter gibt es hier:
http://www.astrokraken.fr/

Sehr freundlich und schnell geliefert!

CS
Stephan
 
Hallo Ernie,

ich hätte da nochmal zwei Rückfragen zu Deinen Ausführungen:
Zitat von Terrorernie:
- vergiss die Polwiege des Adventurers, nimm einen Manfrotto Getriebeneiger als Unterbau!!!!!!!!!
- nutze einen beleuchteten Polsucher zum Einnorden - Kochab Methode ggf. ich habe mir den Astrotrack Polsucher besorgt, der ist toll! Die Ausrichtung so ist total ausreichend, wenn man es richtig macht, der Laptop dabei stört nur.

Von Manfrotto gibt´s ja einige Getriebeneiger. Kannst Du für diesen Zweck einen bestimmten empfehlen? Da ja nicht nur Kamera und Objektiv sondern auch noch gleich der StarAdventurer mit aufgesattelt werden muss (ggfs. mit Leitrohr, Guidingcam und Gegengewicht), denke ich, kommt man da direkt in den Premium-Preisbereich, oder?
So ein MA 410 Junior (~200,- EUR) wuppt ja nur rund 5kg.
Der MA 405 Pro Digital (~450,- EUR) wird mit 7,5kg Traglast angegeben.
Selbst das dürfte eng werden.
Vielleicht ginge ja auch die Polhöhenwiege der AstroTrac?

Und dann empfiehlst Du noch den Polsucher der AstroTrac zum Einnorden.
Wie verbindest Du den denn mit dem SA?

Besten Dank im Voraus und CS
Matthias

 
Hallo zusammen,

die Polhöhenwiege vom SA ist sicherlich nicht die weltbeste - aber durchaus verwendbar. Nachteilig ist eben, dass man beim Verstellen und Klemmen iterativ arbeiten muss und dass keinesfalls die Last verändert wird.
Wenn man sich daran gewöhnt hat geht das aber auch - zumal ein ordentlicher Getriebeneiger deutlich mehr kostet als ein kompletter SA. Sowas verwendet man halt, wenn man eh schon einen hat.

cs
Jürgen
 
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