Statikprogramm

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otterstedt

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich möchte gerne die physikalischen Eigenschaften von
verschiedenen Gitterohor-Tubus-Konstruktionen berechnen.

Wahrscheinlich gibt es kein spezielles Programm das so
etwas beherrscht. Aber gibt es evtl. ein Programm aus
einem ganz anderen Bereich (z.B. Hoch-/Tiefbau, Bergbau,
Schiffbau usw.) mit dem so etwas möglich währe?

Ciao, Heiner
 
Hallo Heiner!

Mit "truss tube software" findet Google z.B. folgenden schönen Link. Ich habe das nicht ausführlich durchgelesen, aber es geht in die Richtung.
Ansonsten gibt es im Dobson-Baubuch von Richard Berry vermutlich Informationen zur Auslegung.

Umabhängig von aller Theorie und Rechnerei kann ich mitteilen, dass die acht 25mm-Rohre meines 14,5" ICS-Dobsons eine enorme Steifkeit des Tubus erzielen. Unten stecken sie in NC-gefrästen Klemmblöcken, oben haben sie einen plan auslaufenden Flansch mit Bohrung; da kommt eine Schraube durch und das hält ebenfalls bombenfest. Für Öffnungen ab 14,5" verwendet ICS dann 35mm-Stangen. Die Klemmblöcke unten bleiben, oben kommt statt dem Flansch eine Konstruktion mit Clip und Kugel zum Einsatz. Ich vermute, dass es damit mehr um den Komfort beim Aufbauen geht, denn alleine kriegt man ein 55cm-Oberteil vielleicht sonst nicht mehr aufgesetzt. Ich denke, die Flanschlösung ist fester, aber für größere Öffnungen einfach vom Handling her zu unpraktisch - aber das ist keine Erfahrung, nur eine Spekulation.

Wenn das nicht ausreicht: im Selbstbau-Forum sollten viele Mitglieder mitlesen, die vom Dobsonbau mehr Ahnung als ich haben.

Gruß,
Tom
 
Hi Tom,

Mit "truss tube software" findet Google z.B. folgenden schönen Link.

Wow, das sieht ja ganz vielversprechend aus. Werde es mal ausprobieren.

Berry hilft mir leider nicht besonders, weil ich für ein
Reiseteleskop mal ein paar ungewöhnliche Designs
ausprobieren möchte. Z.B. bin ich ganz begeistert von der
Steifigkeit meines Testteleskopes für den Startest.
Es hat drei senkrechte dünne Stangen zum Auseinanderhalten von
Hut und Spüiegelkasten und dort wo normalerweise die
Trusses sind wird es von 8 "Stricken" zusammengehalten.

Ciao, Heiner
 
Hallo Heiner!

OK, wenn es dir auf Leichtbau ankommt, dann gelten natürlich andere Regeln. Leichtbau war mein absolutes Hass-Fach während des Studiums, aber das lag mehr an unserem arroganten Professor als am Fach. Ahnung davon habe ich allerdings bis heute nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Trotzdem (kein Experte in Leichtbau) würde ich bedenken wollen, dass es bei einem Gittertubus nicht nur auf die Biegesteifigkeit, sondern auch auf das *Schwingungsverhalten* ankommt. Es hilft ja nicht viel, wenn du nach jedem Schwenk erst mal warten musst, bis das Scope ausgewackelt hat. Auf dem ATT vor vielen Jahren habe ich jedenfalls mal Dobsons von Starsplitter gesehen, die waren hinsichtlich Schwingungen einfach der Horror: antippen und alles zittert, aber wirklich nicht ein bißchen, sondern richtig lange. Wie man mit sowas dann beobachten soll, ist mir schleierhaft. Aber ich habe ja kein Starsplitter, also kann mir das egal sein. Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass irgendein asymmetrisches Design weniger schwinganfällig ist, da die Energiespeicher dann verschiedene Resonanzfrequenzen haben. Vielleicht hilft es schon, verschieden dicke Stangen zu benutzen. Aber wie gesagt, ich habe davon eigentlich keine Ahnung.

Gruß,
Tom
 
Ciao,

ich habe einiges mit prostab rumgerechnet. Hier bekommst Du eine
Gratis-Version, mit der Du allerlei ausrechnen kannst:

http://www.prostab.de/

Ich glaube 3D-Schwingungsverhalten soll auch kommen irgendwann. Du brauchst allerdings erst ein bisschen, bis Du Dich mit dem Eingabeverfahren auskennen wirst (das wird mit anderen Programmen nicht besser sein). Am besten machst Du erst was einfaches. Achse eingspannt mit einem Gewicht am überhängenden Ende und so ...

Um noch einen Stolperstein zu erwähnen/auszuräumen: Alle Kräfte musst Du in Kilo-Newton (kN) und alle Längen in Metern m angeben !

Schöne Grüsse,
Peter
 
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