Stationäre Säule im Selbstbau, suche Empfehlungen

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Bingoin
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Bingoin

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Hallo,

möchte mir selber eine Säule für meine, in Planung befindliche, Gartensternwarte bauen.
Habt ihr hier irgendwelche Tips oder besser noch Bauanleitungen, Links usw.?
Instrument ist ein C11 auf einer Losmandy-G11.

Danke im Vorraus
Gruss,
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

hier habe ich einige Ausführungen zum Bau einer Säule: http://rolldach.web.my-ct.de/betons.html
Insgesamt bin ich mit meiner Säule, die seit 13 Jahren genutzt wird, sehr zufrieden. Bei einer größeren Optik - wie du sie einsetzen wirst - würde ich jedoch ein Kanalrohr mit 20 cm Durchmesser verwenden.

Viele Grüße
 
Hi Jürgen,

ich habe mir vor einiger Zeit, bevor ich meine Sternwarte hatte in meinem Garten eine Säule gebaut.

Verwendet habe ich nur Teile vom Schrottplatz, sofern diese dort verfügbar waren.

Die Säule hat einen Außendurchmesser von rund 200 mm mit einer Wandstärke von 10 mm, die Gesamtlänge beträgt ca. 1700 mm. Der Flansch zur Aufnahme des Losmandy Adapters hat eine Stärke von 10 mm und einen Durchmesser von rund 300 mm.
Die "Bodenplatte" hat eine Durchmesser von 500 mm und eine Stärke von 20 mm.

Das Stahlrohr wurde von meinem Bruder auf die "Bodenplatte" geschweißt und zusätzlich wurden noch in einem Winkel von 120° drei Platten angeschweißt. Hier sei noch erwähnt, dass mein Bruder in der Metallverarbeitung tätig ist und mittlerweile auch schon Seine eigene Firma hat. Daher war es für mich etwas leichter, eine Säule nach meinen Vorstellungen zu bekommen. Er fertigt auch sonst alle Teile (Schienen, Schellen, Klemmen, etc...) an, die ich so für meine Zwecke benötige.......

In die "Bodenplatte" wurden in einem Winkel von 120° Löcher für die M16 Schlaganker gebohrt. Danach wurde die Säule mit dem Fundament verschraubt.

Die Säule ruht auf einem Fundament mit den Ausmaßen von 1x1 m und einer Tiefe von 1,7 m. Wobei aber das Fundament nicht bis zum Rand reicht, es liegt ca. 400 mm tiefer. Für das Fundament wurden ca. 1,2 m3 Beton vergossen. Da, dass Fundament unterhalb des Bodenniveaus liegt, kann man die Säule ohne Probleme wieder entfernen, Erde drüber und gut is.......

Lackiert habe ich die Säule, nach dem Entrosten zuerst mit einem zwei Komponenten Epoxygrund und danach mit einem Kunstharzlack.

Auch die Säule in meiner Sternwarte wurde nach dem gleichen Prinzip angefertigt.

Wenn es noch Fragen gibt, melde Dich einfach per mail bei mir.

Beste Grüße

Wolfgang

Link zur Grafik: http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/img5021tv38w7yjp0.jpg
Link zur Grafik: http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/img5022rdlhwi9ncp.jpg
Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/img5024k1ausdlw8b.jpg
Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/img5026nfdvxwersg.jpg



 
Hallo,

zunächst Danke euch beiden, für die detailierten Antworten!
Kann mir jetzt schon mal mit den Maßen ein wenig vorstellen, wie das Teil auszusehen hat. Auch habe ich mir ein paar Anregung zu Details holen können, prima :-) .

Mit welchem Material habt ihr denn die Säule gefüllt? Würde Sand o.Ä da ausreichen? Ausbetonieren ist wahrscheinlich nicht gut (Schwingverhalten?), oder habt ihr andere Erfahrungen?

Schönen Pfingstmontagabend noch,
Gruss, Jürgen
 
Wenn Du da nicht gegen die Säule trittst wird da nix schwingen.
JEdenfalls schwingt bei meine Säule nix und die ist mit Beton gefüllt. ;)
 
Hi Jürgen,

ich hab Quarzsand in meine Säulen gefüllt. Da schwingt auch nix mehr.

Beste Grüße,

Wolfgang

 
Hallo Jürgen,

ich habe in meiner Rolldachhütte eine betongefüllte 300mm-Säule, einbetoniert in ein 1m³-Fundament.
Wenn Pkw's auf der ca. 40m entfernten Straße vorbeifahren, werden deutlich wahrnehmbare Schwingungen eingekoppelt.
Mein Teleskop hat allerdings eine Gabelmontierung auf Polhöhenwiege, was von Haus aus recht schwingungsanfällig ist.
Trotzdem würde ich zumindest über eine Quarzsandfüllung nachdenken, da dessen Dämpfung wahrscheinlich besser ist.
Bei mir kann ich es leider nicht mehr ändern.

Viele Grüße
Egbert
 
Hallo,

Danke für eure vielen Tips, Erfahrungen und Hinweise!

Demnach sollte wohl auch der Boden der Sternwarte vom Säulenfundament
entkoppelt sein?
Wie sieht es eigentlich mit der Verbindung zwischen Säule und Montierung aus? Hier wollte ich eine Nivellierplatte o.Ä. bauen. Wie bekomme ich das so hin, dass das Teil nicht grossartig schwingt (z.B. kurze Verbindungen usw.)?

Gruss, Jürgen
 
Hallo,

nachdem die stationäre Säule bei mir auch gerade in Planung ist hänge ich mich mit folgenden Frage an:

Ist es sinnvoll, die Schalung des geplanten 1m³-Würfels des Säulenfundaments mit z.B. 5cm dicken trittfesten Styropor auszukleiden um eine Entkopplung des Fundaments vom in der nähe vorbeiführenden Straßenverkehr zu erreichen?

Grüße & cs
Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jürgen,

Zitat von Bingoin:
Demnach sollte wohl auch der Boden der Sternwarte vom Säulenfundament
entkoppelt sein?

Ja, sollte. Es gibt aber auch Situtationen, wo es auch anders gehen muss. Bei meinem Gartelhäusel, das ich beim Kauf des Anwesens mit erworben habe, konnte ich es auf die klassische Weise nicht realisieren. Also habe ich den Beobachter entkoppelt:

Link zur Grafik: http://imageshack.us/scaled/thumb/22/img9800u.jpg

Auf den U-Profilen liegen dann am Ende Schaltafeln. Das geht erschaunlich gut, selbst wenn ich auf der Bühne springe sieht man nichts im Okular davon.

Wie bekomme ich das so hin, dass das Teil nicht grossartig schwingt (z.B. kurze Verbindungen usw.)?

Nun, wie Du schon schreibst, kurze Verbindungen, dicke Gewindebolzen (z.B. M12). Wenns dann immer noch nicht besser wird, könnte man Hülsen über die Gewindebolzen schieben.

Link zur Grafik: http://imageshack.us/scaled/thumb/23/img9773qi.jpg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jürgen,

wie Du selbst schon schreibst muss der Fußboden unbedingt von der Säüle entkoppelt werden.
Über die Auswirkungen langer oder kurzer Verbindungen von Säule und Montierung habe ich keine Erfahrung, ich würde vom Gefühl her möglichst kurze Verbindungen realisieren, aber vielleicht kann hierzu jemand aus dem Forum genaueres sagen, zumal man auf Fotos oft recht lange Gewindestangen zwischen Säule u. Montierung sieht.

CS
Egbert
 
Hallo Egbert,

zumal man auf Fotos oft recht lange Gewindestangen zwischen Säule u. Montierung sieht.

mir wird schlecht, wenn ich eine Montierung auf solchen "Spinnenbeinen" sehe. Wer so etwas macht, mißachtet die einfachsten Grundsätze der Statik. Da bemüht man sich, eine stabile Säule zu erhalten und setzt dann oben eine Art Strohhalmgebilde drauf. Das paßt wie die Faust aufs Auge. Mache die Gewindestangen so lang wie nötig und nicht länger. Sollte es an Höhe fehlen, dann kann man das mit einer soliden Säulenverlängerung machen, aber niemals mit überlangen Gewindestangen.

Grüße

Kurt
 
Hi Jürgen,

Kurt hat schon recht, die Gewindestangen zum nivellieren sollten so kurz als möglich sein. Weiters sollte das Fundament unbedingt vom Rest des Bauwerkes entkoppelt sein!

Link zur Grafik: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/p3110004jpg1re7fqt38jd.jpg

Ich habe bei meinem Nivellierflansch M16 Gewindestangen aus V2A verwendet. Die Platten haben eine Stärke von 13 mm, gab es so am Schrottplatz.

Wir hatten beim Bau unserer Sternwarten das Glück, dass es nach ca. 30 cm Humus nur mehr Felsen gab. Das war beim Bau etwas schwieriger da der Bagger mit dem Hydromeisel arbeiten musste. Vorteil ist natürlich ein stabiler Untergrund.

Die Fundamente für die Säulen sind 1,5 m tief und haben eine Seitenlänge von ca. 1,5x1,5 m, sind also recht groß. In die frisch gegossenen Fundamente wurde dann noch ein Ölfass mit aufgeschnittem Boden eingebracht und dieses wurde dann nochmals mit Beton ausgegossen und nivelliert. Auf diesem wurden dann die Säulen montiert. Somit waren die Säulen schon recht gerade. Montiert wurden die Säulen dann mit M16 Schlagankern. Auf dem Foto erkennt man auch noch die Punktfundamente für die Hütten.

Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/img7138jpgkled4cpviyemt.jpg

Beste Grüße,

Wolfgang
 
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