Stativ für Reisemontierung plus Apo

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LuisCypher

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Hallo zusammen,


Ich bin auf der Suche nach einem stabilen Stativ für die maximale Kombination Star Adventurer pro Pack (ca 3 kg) + Skywatcher Evostar 72 (2kg) + Kamera und Flattener (~2kg). Guiding soll bei dem Setup kein Thema sein. Ja der Apo bräuchte das eigentlich, aber diesen hier bitte nur als "maximal" Zuladung verstehen. Ich will es einfach versuchen, der Forscherdrang ;)

Bisher habe ich meine Kamera nebst Objektiven auf einem Wackel Hama Stativ verwendet. Seit der Star Adventure im Einsatz ist, verwende ich ein Stativ eines Meade ETX 125. Dies ist allerdings nicht mein Eigentum und daher nur eine zeitlich begrenzte Lösung, aber die Stabilität gefällt mir schon sehr gut.

Das Stativ muss keinen Kugelkopf besitzen und auch nicht besonders leicht oder reisefreundlich sein, solange es ins Auto passt und von einer Person bewegt werden kann, ist alles gut :ROFLMAO:

Zur Auswahl steht natürlich das Skywatcher Stativ welches explizit für den Star Adventurer angeboten wird. Allerdings bin ich mir unsicher ob es für das Geld nicht besser Lösungen/Optionen gibt.
Hat jemand eine Idee oder gar Erfahrungen mit dem Skywatcher Stativ?

CS
Andreas
 
Moin,

Manfrotto 161MkII ...

das Teil ist hammerstabil, extrem verstellbar, gut ausgestrebt zudem gut bewegbar, leider schwer. Und man kriegt es gebraucht immer wieder zu anständigen Preisen in der Bucht. Als "geländegängiges" Fotostativ für schwere Teles taugt es auch. Auf dem Bild sind 2 der drei Auszüge draußen und die Kurbelsäule ist drin. Ich bin 1,86 groß und die Kamera steht für mich ziemlich auf Augenhöhe. Die Gummifüße kann man einschrauben und hat dann Spikes. Es gibt dafür allerlei Zubehör, Dolly usw., aber das brauche ich nicht.

20200513_140409.jpg


Das kleine Stativ dahinter entspricht in etwa dem Manfrotto 055B

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jörg,


ja Manfrotto ist mir auch schon ein paar Mal in den Sinn gekommen, aber die Preise :oops: Also das 161Mk sieht fantastisch aus, aber sprengt in jedem Fall den Rahmen.
Kannst du die kleine 055B Variante empfehlen? Ich fürchte bei der wäre ich mit meiner angepeilten Beladung dann aber auch schon hart an der Kante.

Gruß
Andreas
 
Hallo Andreas,

ich würde das 055B da raus lassen, das 300er Pentax geht mit einem kleineren Kugelkopf noch darauf, dann ist Sabbat. Ich habe das 161 gebraucht mal für 'n Appel und 'n Ei bekommen, Geduld ist da eine echte Hilfe, auch aus der Bucht. Es gibt nix übleres als wenn alles durch die Gegend wabbelt, ich habe mir einen Gurt dazu besorgt, so dass man es "a la MG" schleppen kann, in die Richtung gibts ja auch andere Angebote, in die Klasse sollte es gehen. Ich grüble auch an nem Tracker, mit dem 161 hab ich da keine Bedenken das was wackelt. Drauf ist in dem Bild eine 400D, ein P67 5.6/500 + 1,4 x Rear Converter, die ich aus einem Konvolut mit massivsten Nikotinschäden gerettet hab, mit IR-Auslöser kann man die Kombi mit 700mm F8 einwandfrei benutzen.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

Gerade geschaut, angeblich kann das 055 9 Kg tragen, mmmhh aber deine Erfahrung sprechen ja dagegen. Wahrscheinlich beutetet max Zuladung hier die Grenze wann es zusammenbricht ;)

Gruß
Andreas
 
Moin,

das Teil ist dann nicht mehr wirklich steif. Ich habe die Alu-Versionen, es gibt die Dinger für reichtlich Geld auch in Carbon, die sind vielleicht besser. Da darfst nicht vergessen - bei Tageslichtfotografie ist alles statisch, wenn ich dann noch einen IR-Auslöser nehme, mag das gehen. Aber wenn sich das wie bei nem Tracker bewegt, vielleicht wenn man guidet ruckelt - das kann man vergessen. Genau so darf es keinen Wind haben. Ich würde das lassen. Für kurze Brennweiten wird das gehen, aber mit etwas "mehr" drauf ist das keine Variante. Wenn Du eine 1DsMkII drauf hast und auf Dauerfeuer stellst fängt das Ding schon an zu zittern (mit Sigma 120-300/2.8).

CS
Jörg
 
Alles klar, danke für die Einschätzung. Also abwarten und Tee trinken bis was richtiges um die Ecke kömmt.

Hach wenn doch nicht nur immer die Ungeduld da wäre aber in den nächsten Wochen ist eh so wenig Zeit (dunkel) da spielt das auch keine Rolle. :)

Gruß
Andreas
 
Die Fotostative ala Manfrotto sind ja dann doch ein bisschen auf Leichtbau und Mobilität getrimmt und daher schnell sehr teuer.
Wenn beides nicht die riesen Rolle spielt würd ich mal bei den "reinen" Teleskopstativen gucken.
Ich habe bisher mit meinem Staradventurer das Omegon benutzt-das war schon ganz ok wenn man es nicht komplett ausfährt.
Jetzt bin ich auf das Skywatcher umgestigen.
Letzteres ist vermutlich schon überdimensioniert für den SA-das Stativ merkt wahrscheinlich garnich daß da was drauf ist :D -aber Stabilät ist halt das wichtigste beim Fotigrafieren.
Gibts beide in verscheiedenen Varianten auch öfter mal gebraucht.

 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Andreas,

na, da hast du dir ja was vorgenommen mit dem kleinen Refraktor auf der SA.
Tröste dich, bist nicht der einzige, der mit dem wahnwitzigen Gedanken dieser Kombi spielt. :whistle:

Bin auch am überlegen, ob ich mir den günstigen ED von TS 70/420 f 6 zulegen sollte für den gelegentlichen Gebrauch auf der Staradventurer. Muss ich aber noch meiner Frau schmackhaft machen, die für diesen "Astrokram" nur begrenztes Verständnis aufbringt. Aber das ist ne andere Geschichte.o_O

Aber nun zum Thema: zum Skywatcher Stativ kann ich was sagen.

Ich hab dieses hier: StarAdvTrp | Star Adventurer Vollmetall-Tripod mit 3/8 Zoll Anschluss, zusammen mit einem letztes Jahr gebraucht gekauften SA-Set bekommen.

Und ja, bin damit bisher sehr zufrieden. Kein Vergleich mit meinem rollei fotopro-Stativ, was ich für Makros nehme.
Das Skywatcher Stativ mit der für die Polhöhenwiege genau in der Breite passenden Platte und den 3 cm starken Beinen ist doch recht stabil. Die einmal auszufahrenden Beine haben in Spreizstellung einen Anschlag und ich bin auch in ganz ausgefahrenem Zustand mit der Stabilität sehr zufrieden. Zumindest was die bisherige Beladung mit der Canon mit dem 150 mm Sigma angeht.
Wie sich die ganze Geschichte mit einem kleinen APO darstellt, keine Ahnung.

Mein Traum für diese Kombi wäre das Berlebach Report 112

Das sieht nicht nur klasse aus....., allerdings der Preis. Man hätte aber was für's Leben.

Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte.

lg
Wolfgang
 
Moin,

die Berlebach-Stative sind natürlich eine Klasse für sich, aber die Preise sind das auch. Wenn ich könnte wäre ich allerdings dabei.

CS
Jörg
 
Hallo Andreas,

ich hatte auch mal eine SA, habe die Astrofotografie momentan aber an den Nagel gehängt. Ich hatte sie auf meinem alten Manfrotto for Svarowski Feldstecherstativ, vermutlich einem Vorgänger des 055. Darauf hatte ich ein Canon 200/2.8 an einer 1000Da. Wenn ich das Stativ nur halb ausgezogen habe, war die Kombi hinreichend stabil. Aber mehr würde ich da nicht raufpacken wollen. Für den schweren Apo und die lange Brennweite im Vergleich mit dem Canon sehe ich da ziemlich schwarz.
Grenzwertig ist aber nicht nur das Stativ. Auch die Polhöhenwiege der SA dürfte mit dem Gewicht des Apos überlastet sein, sie ist der mechanische Schwachpunkt der Montierung.

Wenn Du wirklich die SA mit dem Apo nutzen möchtest, nimm das stabilste Stativ das du bezahlen und tragen kannst und schau Dich nach einer stabileren Alternative zur Polhöhenwiege um. Ich habe mal gesehen, dass irgendein Shop so etwas angeboten hat, weiß aber nicht mehr welcher das war.

Ich bin auch der Meinung, das ein stabiler Unterbau eine Voraussetzung für erfolgreiche und Spaß bringende Astrofotografie ist. Die SA an sich ist eine feine, kleine Montierung. Aber für ein schweres Setup sollte da auch was schweres drunter.

Bis dann:
Marcus
 
Vielen Dank für die Ideen und Infos. Und ja, ich sollte es gleich möglichst stabil auslegen um mich nicht irgendwann zu ärgern.
Es wird dann wohl etwas in die Richtung die Awex01 gepostet hat:

https://www.teleskop-spezialisten.d...stativ-Fotostativ-mit-3/8-Schraube::3982.html

Preislich noch im Rahmen und sicherlich für die nächsten Jahre und Anwendungen ein guter Unterbau.
Es sei denn natürlich ein günstiges Berlebach kreuzt meinen Weg, träumen darf man ja noch ;)


CS
Andreas
 
Hallo,

das Stahlstativ ist halt nicht zusammenlegbar, ich hab noch mal recherchiert:

-> MANFROTTO MVTTWINMA Videostativ MS 100/75mm Alu 25kg NP 492 Euro | eBay

-> Manfrotto 545GB Tripod Stativ, 100mm Halbschale, Bodenspinne, Tasche MBAG100PN | eBay

-> Manfrotto Triaut 058 B - mit Schnellverstellsystem und automatisch Arretierung | eBay

Gerade das letzte halte ich für sehr gut passend! Es ist leichter als das 161 hat aber die gleiche Fixierungsspinne. Die macht beim 161 die Steifigkeit aus.

CS
Jörg
 
Hallo Andreas, sobald du mit der Kombination Star Adventurer und Apochromat Erfahrung gesammelt hast, wäre ich sehr interessiert davon zu hören. Über eine ähnliche Kombination denke ich auch immer wieder nach. Bei mir ist es ein ähnlich schwerer Megrez 72, den ich im Augenblick aber noch visuell nutze.

Der Star Adventurer wird bei mir aber zum üben erstmal leichteres Equipment tragen und auf das alte Lidl Stativ geschnallt.
 
Hallo zusammen,

nochmals danke für eure Tipps und Anregungen. Ich habe mich jetzt für folgenden Weg entschieden...Warten.

Warum warten? Jetzt extra ein Stativ für den Star Adventure wäre nur um des Habens willen. In ca. 1,5 Monaten habe ich ohnehin eine EQ5 samt Stativ hier zu stehen. Diese wird noch motorisiert und ist dann für sowohl für den APO als auch meinen Newton mehr als ausreichend. Ja irgendwann kommt dann sicher der Wunsch nach einen zusätzlichen Stativ aber es sollte jetzt keine Priorität sein.
Dinge wie ein Leitrohr, die Motorisierung für die EQ5 etc haben einen höheren Stellenwert.

Wenn ich dann mal mit dem Star Adventure nebst Kamera und Objektiven bis 200mm raus will, baue ich mir selbst eine Adapterplatte um den SA auf das Stativ der EQ5 zu schrauben.

Zu letzt noch zu der Frage was taugt der SA zusammmen mit dem 72ED APO:
Ich bin bisher erst einmal dazu gekommen diese Kombi zu testen und habe mir leider nicht viel Zeit genommen, aber hier meine Erfahrungen:

- Monierung wurde einfach eingenordet, kein scheinern.
- Voll ausbalancieren kann ich die Kombination 72ED APO + William Optics flattener + Canon 600D mit dem beiliegenden kleinen Gewicht nicht! Wenn das Loch für das Polarscope frei bleiben soll, dann hilft hier nur mehr Gegengewicht! Habe mir jetzt einen 1,2kg Edelstahl türstopper (7€) gekauft und werde diesen demnächst zu einem Gegengewicht umbauen. Hoffe die 200gr extra und die kompaktere (flachere) Form helfen.

Tja und wie sieht jetzt ein Bild aus?

Hier ein vollständiges Rohbild mit 60S bei Iso 6400 und ein Crop aus der Mitte.
Wenn man sich die Ecken im Gesamtbild anschaut sieht man unterschiedlich lange Sterne. Hier spielt also anscheinend der Flattener noch eine Rolle. Aber im mittel Crop denke ich sieht man gut, dass die Belichtung trotzdem zu lang war. Ich schätze 45s wären bei dem Setup und das Maximum gewesen. Oder was sagt ihr?

Werde es definitiv weiter testen, besser ausrichten und wenn alles glatt geht in naher Zukunft auch mal mit guiding testen.


_MG_2980.jpg


crop.jpg


Gruß
Andreas
 
Ich habe zwar überhaupt keine Ahnung von Astrofotografie, aber hier kommt trotzdem mein unmaßgeblicher Senf.

Die 600D hat doch einen APS-C Chip? Insofern, ist die Aufgabenstellung ja ohnehin schwieriger. Und wenn Du das Bild auf die Schnelle gemacht hast, wie du schreibst, ist da sicher noch was drin.

Es gibt ja noch ein paar leichtere Kameras mit dem Format, vielleicht wäre das noch eine Option, sofern vorhanden?

Hier ist ein Beispiel von Nico Augustin, aufgenommen mit der Sony A6000 und Autoguiding. Ansonsten ähnliches Setup.


Vielen Dank fürs teilen der Erfahrungswerte(y)

Viele Grüße
Björn
 
Also ich habe einen iOptron Skyguider Pro, Pentax K70 und den WO Zenithstar 61 plus Autoguiding (omegon 30mm Mini Leiterohr inkl. Flattener plus zwo Asi 120 Mini) auf einem Rollei C5i betrieben. Das ganze funktioniert ganz gut, aber nur wenn man entweder an die Mittelsäule etwas ranhängt oder so eine Stativablage benutzt und dort etwas reinlegt (bei mir Bresser Akku Pack und Raspberry Pi).

Das Gegengewicht ist dann aber am Anschlag und es sollte Windstill sein. Hab mit ordentlicher Einnordung und Autoguiding 3 Minuten geschafft ohne Ausschuss. Evtl. wäre da sogar noch mehr drin gewesen.

Empfehlen würde ich das ganze aber nicht unbedingt. Das ganze ist total wackelig. Einmal unbedacht irgendwo rankommen und das war's. Wenn ich aus dem Garten fotografiert habe wurde mein Kater eingesperrt.

Hab mir jetzt eine gebrauchte HEQ5 Pro gekauft. Zwar nichts mehr für den Rucksack, aber der ganze Aufbau macht mehr Spass weil Stressfreier. Mit einer halbherzigen Einnordung komme ich mit Autoguiding ohne Probleme auf 5 Minuten ohne Ausschuss.

Den SA oder SG würde ich nicht mehr als 200mm - 300mm Brennweite aufsatteln, da sind die an ihrer Grenze angelangt. Ich hatte beide.

Und zurück zu der Stativfrage... Carbon. Definitiv. Hatte vom C5i die Alu und Carbon Version.

Und zu deinem Bild:

Denke da muss der Abstand des Flattener noch etwas korrigiert werden... bleib aber ohne Autoguiding einfach bei 30 Sekunden und passe die ISO nach dem Histogramm an. Das ist am stressfreisten und du hast weniger Ausschuss.

Mit 30 Sekunden Belichtungen werden z.b. 6 Stunden aber sehr lange dauern beim stecken ;) ich spreche da aus Erfahrung!

Hast du da auf den Elefantenrüsselnebel gehalten?


Gruß

Ralph
 
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