Steeldrive II Motorfokussierer - ab April erhältlich!

Ab April 2019 erhältlich
Wir freuen uns Ihnen den neuen Steeldrive II Motorfokussierer mit Controller (#2957165) vorstellen zu können!


Einen Prototyp haben wir bereits im vergangenen September auf der AME gezeigt, nun sind die ersten Exemplare nahezu fertiggestellt.

Der Steeldrive II Motorfokussierer mit Controller (#2957165) ermöglicht die automatisierte Fokussierung eines Teleskops über einen Computer ebenso wie präzises und erschütterungsfreies Scharfstellen über die Tasten des Handcontrollers. Aber wir wollten nicht nur einen weiteren Motorfokussierer bauen, der bis zu 8 kg mit höchster Präzision bewegen kann – der Steeldrive II ist als Plattform ausgelegt und kann viel mehr!

Link zur Grafik: https://www.baader-planetarium.com/blogs/wp-content/uploads/2019/01/steeldrive2_application1-300x200.jpg
Baader Steeldrive II Fokussiermotor, Baader BDS Diamond Steeltrack® und Nikon DSLR-Kamera
im Einsatz an Baader Apo 95/560 Travel Companion
auf 10Micron GM 1000 HPS Montierung

Der Steeldrive II besteht aus einer Motoreinheit, die über einen Zahnriemen spielfrei mit dem Feintrieb des Fokussierers verbunden wird, sowie aus einer Steuereinheit, die die Elektronik aufnimmt und gleichzeitig als Handcontroller und zum Anschluss an einen PC dient. Durch diesen modularen Aufbau können Sie jedes Ihrer Teleskope mit einer eigenen Motoreinheit ausrüsten und benötigen nur einen Controller, den Sie an jeweils an das Teleskop anschließen, dass Sie gerade benutzen. Nur wenn Sie mehrere Teleskope gleichzeitig betreiben, benötigen Sie auch mehrere Controller. Von Haus aus passt er an alle Baader SteelTrack-Okularauszüge (classic und Diamond), Adapter für z.B. Feathertouch sind in Vorbereitung.

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Baader Steeldrive II Fokussiermotor und Controller
an Diamond SteelTrack mit 2"-Clicklock (nicht im Lieferumfang).

Der neue Motor ist so ausgelegt, dass er bei Verwendung des magnetischen Homing-Sensors unter Verwendung des Hall-Effekts eine Position mit höchster Präzision wieder anfahren kann – selbst dann, wenn mehrere Kilogramm über den gesamten Verstellweg bewegt werden oder nach einem Stromausfall! Natürlich kann er auch ohne Homing-Sensor betrieben werden.

Bis zu zwei Temperatursensoren können parallel verwendet werden, um bei starken Temperaturschwankungen die Fokusdrift automatisch auszugleichen. Je eine Sonde kann an Motoreinheit bzw. Steuereinheit angeschlossen werden. Ein Temperatursensor gehört zum Lieferumfang des Steeldrive II.

Die Temperatursensoren dienen nicht nur dem Ausgleich von Temperaturschwankungen, sondern können auch zur Steuerung z.B. einer Taukappenheizung verwendet werden – der Steeldrive II Controller hat einen Anschluss, um z.B. eine Taukappenheizung anzuschließen und so zu regeln, dass sie nicht mehr als nötig heizt. Die Parameter dazu werden in der völlig neu programmierten SteelGo-Software gesetzt, mit der Sie den ASCOM-kompatiblen Fokussiermotor auch über den PC steuern können. So kann die Temperaturkompensation auch dann im Standalone-Betrieb (ohne angeschlossenen Computer) eingesetzt werden.

Wir freuen uns, dass dieses Projekt nun die Marktreife hat. Er wurde für die Bedürfnisse von Astrofotografen und Remote-Sternwarten entwickelt, kann aber natürlich auch über die Tasten für die visuelle Astronomie genutzt werden. Zum Beispiel, wenn Sie ein Teleskop mit langen visuellen Anbauten wie einem H-alpha-Ansatz verwenden, kann er Ihnen das Leben einfacher machen!

 

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MountyPython

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"Der neue Motor ist so ausgelegt, dass er bei Verwendung des magnetischen Homing-Sensors unter Verwendung des Hall-Effekts eine Position mit höchster Präzision wieder anfahren kann – selbst dann, wenn mehrere Kilogramm über den gesamten Verstellweg bewegt werden oder nach einem Stromausfall! Natürlich kann er auch ohne Homing-Sensor betrieben werden."

Frage: Was heißt denn in "höchster Präzision" in Zahlen? Kann man das so behaupten, wo doch kein Loopback bezüglich der Positionierung etwa durch linear Encoder umgesetzt wird? Wiederholgenauigkeit in 1/100 mm?
 
Die Wiederholgenauigkeit hängt vom jeweils mit dem SteelDrive II verwendeten Okularauszug ab. Tritt hier kein Schlupf beim Verfahren auf, kann eine Position wieder auf 1/100 mm genau angefahren werden (wie im verlinkten Video zu sehen). In der Realität kann die Wiederholgenauigkeit nur für konkrete Gerätekombinationen bestimmt werden, eine allgemeine Angabe wäre hier nicht richtig.

Letztendlich geht es um das schnelle Anfahren des Schärfentiefebereichs des Teleskopes. Anschließend sollte immer nochmals eine Feinfokussierung vorgenommen werden, da die Beobachtungsbedingen niemals exakt gleich sind.
 
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