astrokluegler
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Hallo Forum,
ich beschäftigte mich mit der Frage, wann der Zentralitätspfad einer Sonnenfinsternis auf der Erde maximal steil verläuft oder mehr oder weniger parallel zum Erdäquator. A. bedeutet Anfang im Süden, Ende im Norden oder umgekehrt (B.) mit maximalem geographischen Breitenunterschied. C. bedeutet Anfang und Ende in ungefähr gleichem Abstand vom Äquator, d.h. bei ungefähr gleicher geographischer Breite. Im Fall C. nähern sich die mittleren Teile des Pfads immer dem Äquator oder entfernen sich von ihm, laufen also nicht "parallel".
Ich wählte drei passende Finsternisse der letzten 25 Jahre: Fall A 2006MRZ29 maximal steil von S nach N. Fall B 2006SPT22 maximal steil von N nach S und Fall C 2019JUL02 ungefähr äquatorparallel. Meine Graphiken veranschaulichen die geometrischen Zwänge, drei Übersichtsbildchen der NASA (NASA Eclipse Data: Five Millennium Catalog of Solar Eclipses 2001 to 2100) zeigen den geographischen Pfad.
FÄ steht für Frühlingsäqinoktium, SS für Sommersolstitium usw.. A. gibt es nur in Nähe des FÄ und beim aufsteigenden Knoten, B. nur in Nähe des HÄ und beim absteigenden Knoten. Vier Fälle ermöglichen C: SS+13d und Auf. SS-13d und Ab. WS+13d und Ab. WS-13d und Auf. 13 Tage sind der Zeitraum, in dem sich der Winkel Erddrehachse-Ekliptik so verändert, dass die Achse die Mondbahn ungefähr normal trifft.
Ergebnis: Haupteinflussgröße auf den geographischen Verlauf eines SoFi-Pfads ist die Sonnenlänge, sprich: die Jahreszeit. Ein passender Mondknoten setzt noch einige Grad oben drauf.
Meine Graphiken sind sind geometrische Schemen und keine echten Projektionen. Sie sind mit der Ekliptik als Basis und Blick von der Sonne auf die Erde organisiert. Ekliptik: rot, Mondbahn und Mond: grün, Erde, Erddrehachse und Äquatorebene: blau. Ich halte die Ekliptik fest und erreiche damit, dass sich der tägliche Himmelsumschwung auf eine Wanderung der irdischen Kontinentkonturen, die man sich leicht hinzudenken kann, beschränkt und dass die Neigung der Mondbahn unmittelbar einsichtig ist.
Der äquatoreale Nordpol nimmt nicht am täglichen Himmelsumschwung teil, sehr wohl aber der ekliptikale und der tut dies in der gleichen Weise saisonabhängig wie alle Objekte mit einem Polabstand von 23,5°. Ich weise vorsichtshalber darauf hin, dass dieses tägliche Taumeln um den Nordpol nichts mit der Präzession zu tun. In den paar Stunden einer SoFi brauche ich über Präzession gar nicht reden und dann auch nur, wenn Sternorte im Spiel sind. Letztere kann man sich als eine Hintergrundtapete denken, die im Lauf von Jahrhunderten langsam ihre Lage ändern würde.
Meine Bilder halten die Ekliptik fest und das äquatoreale System taumelt: Beim FÄ steht der Erdäquator "auf Kante" und der Nordpol zeigt maximal nach rechts. SS: Äquator maximal nach unten gekippt, Pol zeigt nach oben und "schielt" zur Sonne. HÄ: Erdäquator auf Kante, Pol maximal nach links zeigend. WS: Äquator maximal nach oben gekippt, Pol zeigt nach oben und schielt von der Sonne weg; in meinen Bildern wäre dann der sichtbare Südpol markiert und es ist reiner Zufall, dass in allen drei hier gegebenen Bildern der Nordpol sichtbar und bezeichnet ist, denn 2006SPT22 findet wenige Stunden vor dem HÄ statt - Sonnendeklination +0,25°!
Schließlich zeigen meine Bilder die zeitliche Reihung der drei Hauptereignisse, die jede Finsternis begleiten. Mondschattenachse geht nächst dem Erdmittelpunkt vorbei: Finsternis-Maximum. Mondschattenachse ist Teil der Ekliptik-Normalebene durch Sonne und Erdmittelpunkt: Neumond. Mondschattenachse ist Teil der von Erddrehachse und Sonne aufgespannten Ebene: Konjunktion in Rektaszension (Zentral im wahren Mittag).
Ralf
ich beschäftigte mich mit der Frage, wann der Zentralitätspfad einer Sonnenfinsternis auf der Erde maximal steil verläuft oder mehr oder weniger parallel zum Erdäquator. A. bedeutet Anfang im Süden, Ende im Norden oder umgekehrt (B.) mit maximalem geographischen Breitenunterschied. C. bedeutet Anfang und Ende in ungefähr gleichem Abstand vom Äquator, d.h. bei ungefähr gleicher geographischer Breite. Im Fall C. nähern sich die mittleren Teile des Pfads immer dem Äquator oder entfernen sich von ihm, laufen also nicht "parallel".
Ich wählte drei passende Finsternisse der letzten 25 Jahre: Fall A 2006MRZ29 maximal steil von S nach N. Fall B 2006SPT22 maximal steil von N nach S und Fall C 2019JUL02 ungefähr äquatorparallel. Meine Graphiken veranschaulichen die geometrischen Zwänge, drei Übersichtsbildchen der NASA (NASA Eclipse Data: Five Millennium Catalog of Solar Eclipses 2001 to 2100) zeigen den geographischen Pfad.
FÄ steht für Frühlingsäqinoktium, SS für Sommersolstitium usw.. A. gibt es nur in Nähe des FÄ und beim aufsteigenden Knoten, B. nur in Nähe des HÄ und beim absteigenden Knoten. Vier Fälle ermöglichen C: SS+13d und Auf. SS-13d und Ab. WS+13d und Ab. WS-13d und Auf. 13 Tage sind der Zeitraum, in dem sich der Winkel Erddrehachse-Ekliptik so verändert, dass die Achse die Mondbahn ungefähr normal trifft.
Ergebnis: Haupteinflussgröße auf den geographischen Verlauf eines SoFi-Pfads ist die Sonnenlänge, sprich: die Jahreszeit. Ein passender Mondknoten setzt noch einige Grad oben drauf.
Meine Graphiken sind sind geometrische Schemen und keine echten Projektionen. Sie sind mit der Ekliptik als Basis und Blick von der Sonne auf die Erde organisiert. Ekliptik: rot, Mondbahn und Mond: grün, Erde, Erddrehachse und Äquatorebene: blau. Ich halte die Ekliptik fest und erreiche damit, dass sich der tägliche Himmelsumschwung auf eine Wanderung der irdischen Kontinentkonturen, die man sich leicht hinzudenken kann, beschränkt und dass die Neigung der Mondbahn unmittelbar einsichtig ist.
Der äquatoreale Nordpol nimmt nicht am täglichen Himmelsumschwung teil, sehr wohl aber der ekliptikale und der tut dies in der gleichen Weise saisonabhängig wie alle Objekte mit einem Polabstand von 23,5°. Ich weise vorsichtshalber darauf hin, dass dieses tägliche Taumeln um den Nordpol nichts mit der Präzession zu tun. In den paar Stunden einer SoFi brauche ich über Präzession gar nicht reden und dann auch nur, wenn Sternorte im Spiel sind. Letztere kann man sich als eine Hintergrundtapete denken, die im Lauf von Jahrhunderten langsam ihre Lage ändern würde.
Meine Bilder halten die Ekliptik fest und das äquatoreale System taumelt: Beim FÄ steht der Erdäquator "auf Kante" und der Nordpol zeigt maximal nach rechts. SS: Äquator maximal nach unten gekippt, Pol zeigt nach oben und "schielt" zur Sonne. HÄ: Erdäquator auf Kante, Pol maximal nach links zeigend. WS: Äquator maximal nach oben gekippt, Pol zeigt nach oben und schielt von der Sonne weg; in meinen Bildern wäre dann der sichtbare Südpol markiert und es ist reiner Zufall, dass in allen drei hier gegebenen Bildern der Nordpol sichtbar und bezeichnet ist, denn 2006SPT22 findet wenige Stunden vor dem HÄ statt - Sonnendeklination +0,25°!
Schließlich zeigen meine Bilder die zeitliche Reihung der drei Hauptereignisse, die jede Finsternis begleiten. Mondschattenachse geht nächst dem Erdmittelpunkt vorbei: Finsternis-Maximum. Mondschattenachse ist Teil der Ekliptik-Normalebene durch Sonne und Erdmittelpunkt: Neumond. Mondschattenachse ist Teil der von Erddrehachse und Sonne aufgespannten Ebene: Konjunktion in Rektaszension (Zentral im wahren Mittag).
Ralf