Stellarspektroskopie

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clapebe

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Ich bin ja hier in der Gegend weit und breit einsam und allein mit dem Sternegucken und habe keinen Erfahrungsaustausch. deshalb eine vielleicht etwas naive Frage:

Ich besitze zu meinem 4 zoll Refraktor ein Okularspektroskop. Das liegt aber schon fast vergessen in der Ecke, weil ich damit sowieso fast nichts sehe.
Bei den hellsten Sternen die wasserstofflinie, mehr nicht.

War das eine Fehlinvestition, weil man viel lichtstärkere Optiken braucht, um mehr zu sehen, oder mache ich was falsch?
hat schon mal jemand mit einem kleinen Instrument spektroskopiert?
(ich meine visuell, elektronische Hilfsmittel habe ich nicht)

Gruß Clapebe
 
Hallo!
Also interessant ist die Beobachtung kleiner planetarischer Nebel sowie WR-Sterne. z.B. Der WR-Stern in NGC6888 verrät sich bereits im 4" Gerät durch einige Emissionsknoten. Auch Campbell's Hydrogen Star kann man mit einem Spektroskop als solchen identifizieren (ist aber schwieriger da lichtschwächer). Helle Kometen könnten vielleicht auch noch interessant sein, habe ich aber noch nicht probiert. Für weiterreichende Verwendung ist dann aber wohl doch CCD-Technik angesagt. Vielleicht kennt man ja bei der Fachgruppe Spektroskopie der VdS noch ein paar Schmankerln.
Gruß Florian
 
Hallo florian,
hast Du denn außer Wasserstofflinien schon mal was anderes gesehen?
gruß Clapebe
 
Hallo!
Ja, bei den PN ist die OIII Emission sichtbar und auch bei Beteigeuze konnte ich im roten Spektralbereich schon einige Linien sehen, die ich aber nicht genau zuordnen konnte. Allerdings waren sie sicher zumindest nicht alle aus der Balmerserie (wahrscheinlich Calzium oder Kohlenstoff). Zum Einsatz kam dabei aber ein 8" Spiegel; mit kleinerem Gerät habe ich das noch nicht probiert. Ich bin auf diesem Gebiet eben noch eher Anfänger.
Gruß Florian
 
Hallo Florian, danke Dir trotzdem für die Antworten, wenn es mir auch wenig Hoffnung macht.
Aber ich bin dann wohl nicht der einzige, der mal die Stellarspektroskopie versucht hat.
Gruß Clapebe
 
Hallo Bernd,

Fein, daß es diese Seite gibt, nun bin ich schon so lange hier bei A.de und habe das nochnicht gefunden. Muß ich mir erst mal in ruhe durchlesen.
Danke und Gruß Clapebe
 
Na, zuweilen schafft's auch mein Baader Blaze-Grating mal in den Okularauszug,
allein schon der wunderbaren reinen Farben wegen...!

Was sicher auch mit 4 Zoll schon bei rein visueller Beobachtung sehenswert
ist, und keine Wasserstofflinien sind: die kräftigen TiO-Banden von Beteigeuze.

(Eine schwache Zylinderlinse hilft, aus einem bunten Strich mit "Spektralpunkten"
ein buntes Band mit Spektrallinien zu machen, was fürs Auge viel leichter
wahrnehmbar ist - freilich wird dabei auch das vorhandene Licht noch weiter
verteilt auf ein größeres Stück Gesichtsfeldfläche.- Ruhige Luft hilft auch;
bei unruhigem Seeing verschwimmen die Linien genauso wie feine Details auf den
Planeten. Und dunkler, dunstfreier Himmel ist ebenfalls kein Nachteil.)

Am 8-Zöller (und neuerdings am 14-Zöller) verwende ich eine Anordnung, die das
Spektrum fast übers ganze Gesichtsfeld eines 15mm-Plössl aufzieht: Das Gitter
sitzt gut 15cm(!) vorm Okular und direkt vor dem Gitter noch ein 1,7x Baader
Glaswegkorrektor als Barlowlinse (in dieser Stellung ca. 2x). Damit arbeitet
das Gitter in einem f/9-f/10 Lichtkegel, und durch den großen Abstand sind
an jedem Bildpunkt viele Gitterlinien beteiligt. Arktur z.B. kann man damit
stundenlang ansehen, allein im Grünen kommen um die 20 feine Linien (von Mg
und Fe)...
 
Hallo Rohrspecht,
Was sicher auch mit 4 Zoll schon bei rein visueller Beobachtung sehenswert
ist, und keine Wasserstofflinien sind: die kräftigen TiO-Banden von Beteigeuze.

schade daß Beteigeuze jetzt schon so weit abgetaucht ist,
aber in der nächsten Saison werde ich mal nach den TiO-Banden suchen.
Gruß Clapebe
 
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