Stephans Quintett

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zeissianer

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:help:Stephans Quintett, glaube ich, ist nur bei dark sky möglich.
Nach der visuellen Grenzhelligkeit ~ 3.8 m(g), nach Bortle Skala geschätzt aus der Innenstadt,
schafft mein 12 Zöller eine Lichtstärke von 8,7 m.
Mein Alter (45 J.) läßt ein Durchmesser meiner Pupille von 5.5 mm im Dunklen zu. In Formeln:

m(g) = m(F) + 2,5 * lg L

L = (303,6)² (mm²) *0,95)/ (5,5)² =2894

Faktor 5,5: für Newton

lg L = 3,46 , also: delta m = 2,5 * 3,46 = 8,6 m

Damit ist maximal ist eine Galaxie von 12,45 m aus der Innenstadt mit dem Newton unter genannten Bedingungen sichtbar?!
Stephans Quintett: Liegen alle bei > 12,7 m, somit unsichtbar, oder irre ich mich?
Frage: spielt der Strehl Wert hier auch eine Rolle - wäre z.b. ein 4 Zoll Apo kontrastreicher und somit eher für eine Beobachtung dieser Objekte unter obengen. Bedingungen mögl.?

C.S.

th
Lit: (Tipps und Tricks für Sternfreunde, p. 171 ff; Baader, A.)
www.waa.at/apo/frt/main.html
www.funastro.de/bortle.html


Thomas
 
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Hi Thomas,

schöner Thread um die Wolkenzeit zu überbrücken. :super: Winnie würde zwar sagen, das der Platz hier im Forum nicht ganz in Ordnung ist, besser eine Rubrik tiefer...

Ok, persönlich habe ich unter >6m0 Himmel mit 8" 2-3 Galaxien des Quartetts sehen können. Denke aber bei 3m8 wirste auch mit 16" nichts ausrichten.

Unter sehr dunklem Himmel (7m0) dürfte das Quartett auch mit 5"-6" gehen! Der Strehlwert spielt auch eine Rolle, aber m.E. eher untergeordnet. Natürlich sollte die Optik schon beugungsbegrenzt sein. Du musst nämlich, da es sich um sehr kleine, aber durchaus von der Flächenhelligkeit (nicht visuelle Helligkeit) helle Galaxien handelt auf mindestens 100x besser 150x-200x hoch vergrößern um überhaupt was zu sehen.

Gruß

Lots
 
Hi Thomas,

wie gesagt ist bei Sichtung schwacher Galaxien, folgende Reihenfolge entscheidend. Ob Spiegel, Apo, ED, oder FH ist erst mal Drittrangig!

1. Dunkler Himmel, sonst geht gar nix
2. Genügend Öffnung, sonst geht zwar "Deep Sky" aber keine Fuzzelchen oder litschw. Objekte wie Nebel
3. Erfahrung des Beobachters! Eine nicht zu unterschätzende Qualität, die oft über sehen oder nicht sehen entscheidet. Astronomisches Sehen erlernt man nicht in 1-2 Wochen, dafür kann es Jahre dauern!
4. Gute Optik, damit kann ich dann auch hoch genug ohne Qualitätsverlust vergrößeren und sehe damit natürlich mehr als bei kleiner Vergr. Unter gute Optik gehören natürlich auch gute Okulare und brauchbare Suchmittel (Leuchtpunktsucher, Sucher, etc.)

Nicht zu unterschätzen ist auch ein entspanntes beobachten mit Stuhl, dunkles Tuch, "Piratenklappe". damit lassen sich mehr Details am Objekt erkennen.

Gruß

Lots
 
Gut, das ist aufschlußreich.
Habe insb. mit den Zeiss Geräten Gutes erfahren:
zwar kleiner Refraktor, aber spitzenmäßiger Kontrast - ich weiß nicht wie gesagt, was das "Geheimnis" der Refraktoren ist (insb. Zeiss...) sicherlich die d´sehr gute Verarbeitung
kleinste Kontrastdifferenzen, bei Galaxien nicht zu unterschätzen schlagen dort zu Buche...
C.S.

th
 
Hallo Thomas,

kleinste Kontrastdifferenzen, bei Galaxien nicht zu unterschätzen schlagen dort zu Buche...

Bei grenzwertigen Beobachtungen ganz bestimmt, aber trotzdem:

Lots hat es schon gesagt: Bei schwachen Gx wie eben den genannten des Stephans Quintett ist eine gewisse Öffnung unabdingbar, zumindest solange man unter mittelguten bis guten Himmel gefangen ist (5,8-6,5mag?).

Im Praxishandbuch Deepsky gibt es einen interessanten Abschnitt der das anschaulich erklärt (in eigenen einfachen Worten):

Ob man ein Objekt sieht oder nicht hängt von vielem ab, der verwendeten AP z.B. aber die alleine reicht nicht, sonst würden wir ja mit unseren 6-7mm AP des nackten adaptierten Auges schon alle DS Objekte erkennen können. Die Vergrösserung spielt die Rolle, dass das Objekt eine gewisse Fläche haben muss, damit es aus dem "Signalrauschen" des Auges hervortritt, und bei kleineren Objekten erreicht man eine Flächigkeit nur bei höheren Vergrösserungen, damit dann noch die AP eine gewisse Grösse hat muss das Teleskop zwangsläufig auch Öffnung bieten.

Ich hoffe ich hab das richtig wiedergegeben...

Aber unter Extrembedingungen gehen erstaunlich viele schwache exotische Funzeln wenn ein erfahrener Beobachter am Werk ist, schau mal auf die Seite von Uwe, seine BBs mit 4,5" Öffnung unter Alpenhimmel sind eine Offenbarung :augenrubbel:

Viele Grüße Benny
 
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Hallo Thomas,

man braucht für Stephans Quintett sicher kein Apo, obwohl dieser nicht dafür schaden kann :cool:

Wie es Benny schon angesprochen hat gelingt eine Beobachtung der hellsten Einzelmitglieder (13m2b; 12m5v) des Quintetts bei sehr guten Bedingungen bereits mit 4" , siehe Beobachtungsbericht. Die Bedingungen müssen dafür nicht überirdisch sein. Sehr guter Landhimmel (wie ich ihn hatte), den man noch an vielen Stellen Deutschlands antrifft ist ausreichend. Viel wichtiger sind natürlich eine gewissen Portion an Beobachtungserfahrung.

Viele Grüße, uwe
 
Nochmal eine Lanze für Glahn, Benny:
Kleine gute Geräte reichen oft!
Habe ich früher (z.b. M 1) , so glaube ich, vom Großstadtbalkon in Berlin noch wahrnehmen können.
Mittlerweile ist nix mit M 1 mehr, sogar die Sternfreunde am Wilhelm Foerster Observatorium in Berlin beklagen den visuellen beobachtbaren Verlust, sogar ! mit dem dortigen 70mm Zeiss Spiegel, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Na ja, ein Trost, kann man versuchen, in dunkle Gege :erschreck:nden auszuweichen, das allerdings wesentlich höheren Aufwand bedarf.

th
 
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