Sterne gucken vom Boot aus

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Stefan1960

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Hallo zusammen,

gerade eben erlebe ich etwas Besonderes, für mich Neues, woran ich Euch teilhaben lassen möchte:

Derzeit bin ich segelnd in der kroatischen Adria unterwegs. Die heutige Nacht verbringen wir ankernd in der Telašćica-Bucht der Insel Dugi Otok. Lichtverschmutzung ist hier minimal. Dafür heute ein grandios klarer Himmel.

Das verfügbare astronomische Equipment beschränkt sich auf ein 7×50 Navi-Fernglas der einfachen Sorte. Dennoch: Eine Wanderung damit durch die Milchstraße erzeugt mehr aaaah und ooooh als manche heimische Beobachtungsnacht mit Ausrüstung, aber weniger tollem Himmel. H und Chi Persei im Fernglas sind viel besser als vermutet. Ebenso die schon ausreichend hoch stehenden Pleiaden. Und Andromeda M31 kommt in aller Pracht und Herrlichkeit, zum ersten mal (für mich :-)) sogar mit bloßem Auge.

Nach der alten Erkenntnis, dass geteilte Freude tatsächlich doppelte Freude ist, wollte ich Euch an diesem Erlebnis teilhaben.

Liebe Grüße,
Stefan
 
Hallo Stefan,
erstmal einen schönen Urlaub weiterhin! Ich bin da ganz bei Dir, in der Einschätzung, das Ferngläser womöglich in ihren Möglichkeiten unterschätzt werden. Nach den letzten Nächten hier, bin ich natürlich neidisch auf den Adriahimmel.

Uwe
 
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Tjaja, nur noch auf dem Meer ist man in Europa weit weg von Lichtsmog :rolleyes:
Viel Spaß Euch ;) :love:
 
Wir haben gerade Urlaub gebucht und mit etwas Glück werde ich zumindest einen Abend/Nacht unter einem Bortle 1 Himmel verbringen. Ich überlege schon, ob und welche Ausrüstung ich mitschleppe. Aber ich freue mich lieber noch nicht zu sehr. Irgendwas wird schon dazwischen kommen.
 
In der Wüste. Kommt natürlich drauf an, wie weit rein wir fahren und ob überhaupt. Und dann das Wetter und die Seuche… es sind also noch einige Variablen in der Rechnung. Aber gaaaanz vielleicht klappt es ja.
 
Zugegeben, es hat jetzt etwas gebraucht, bis ich dahinter kam, was ein Trip in die Wüste mit 'Sternegucken vom Boot' aus zu tun hat. Aber jetzt ist's mir klar, du meinst das 'Wüstenschiff', also Sternegucken auf dem Rücken eines Kamels. Dürfte ziemlich hohe Ansprüche ans Guiding stellen ...:):)
 
Made my day.... :D

Eigentlich habe ich aber nur die Frage nach dem Bortle 1 Himmel beantwortet. Der ist soweit ich weiß, nicht an's Fortbewegungmittel gebunden.
 
Ah, Antares, wie schön. Mein virtueller Lehrmeister. In meiner astronomischen Anfängerzeit habe ich viele meiner Anregungen von Dir bzw. den Deepsky Brothers bekommen.

Nachtrag zu obigem Beobachtungsbericht:

Die eingangs erzählte Beobachtungssitzung hatte ein vorzeitiges Ende, da der Jugo (Südwind) einsetzte und Wolken, später auch Regen und Starkwind mitbrachte. Der Wetterbericht ließ keine Aufklarung für den Rest der Woche erwarten.

Und dennoch hatten wir gestern Nacht Glück: Gegen Mitternacht riss es für eine Stunde unerwartet auf, und wir hatten wieder die gleiche Pracht am Himmel. Diesmal aber zu späterer Uhrzeit. Orion stand schon hoch, und ließ uns deutlich wissen, dass der Winter vor der Tür steht. Und tatsächlich, auch der Orionnebel M42 ist bei solch klarem Himmel ein Fernglas-taugliches Objekt. Wieder eine neue, bereichernde Erfahrung.

Der Urlaub ist nun zu Ende. Vielen Dank fürs mitlesen.

Stefan

PS: Ulrike, viel Freude in der Wüste.
 
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