Sterne stark ausblenden?

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LambdaOmega

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Hallo zusammen,

in meinen Weitfeld (35 mm) Aufnahmen ist die Anzahl der Sterne oft sehr dominant, sodass die Milchstraße oder andere flächige Objekte nicht so schön herauskommen wie ich es von Bildern anderer kenne. Hier ein Beispiel:
1672440551207.jpeg


Nun kann man in Fitswork ja Sterne ausblenden, damit würde ich auch etwas erreichen, was schon eher meinen Vorstellungen entspricht:
1672440585858.jpeg


Allerdings sieht dieses Bild beim Reinzoomen wirklich scheußlich aus, hier ein vorher-nachher Vergleich der Region um Gamma Cygni:

1672440760547.png1672440831460.png

Obwohl mir das Bild als Ganzes besser gefällt widerstrebt es mir sehr die Sterne im Detail so zu verunstalten. Mangelt es mir hier nur an EBV-Erfahrung und eigentlich geht das viel besser, oder ist das nunmal so, dass man nicht beides haben kann? Ist es möglich die Sterne irgendwie nur abzuschwächen, ohne sie zu verwaschen? Oder sollte man vom Sterne ausblenden gar einfach die Finger lassen und mit den Sternen leben?

Danke vorab :)

Viele Grüße
Clemens
 
Hallo Clemens,
Da gibt es einige Möglichkeiten. Hängt natuerlich auch immer ein bisschen vom Bild ab. Widefields "vertragen" mehr Sterne als DSOs mit langer Brennweite....
Ich mache das meistens so:
  1. Bild entsternen mit starnett++, StarXterminator etc.
  2. Sternloses Bild in PS auf blend modus Screen setzen
  3. Sternbild darunter und mit Levels (Graupunkt) und Curves ebenen die Sterngröße regeln
Das funktioniert ganz gut
CS
David
 

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Hi Clemens,

das ist wie mit allen - die Dosis macht das Gift.

Widefields, aber auch Detailaufnahmen je nach aufgenommener Region mehr oder weniger, haben das beschriebene Problem. Die Frage ist was man will - will ich ein authentisches Bild, dann kann ich nicht viel machen. Will ich die flächigen Strukturen hervorheben, dann ist die oben angegebene Methode die Lösung der Wahl, wie ich denke. Wenn man damit Schwierigkeiten hat kann man ja, z.B. in Astrobin, beide Varianten zeigen, vielleicht noch eine beschriftete dazu, und schon kann sich der geneigte Betrachter sowohl die "Originalsituation" als auch die Bearbeitete ansehen.

Dann ist sowohl die dokumentarische als auch die gestalterische Aufgabe gelöst. Digitaltechnik sei Dank!

CS
Jörg
 
Hallo David, hallo Jörg,

danke für den Tipp, das funktioniert hervorragend! :)

Das stimmt, beide Varianten zu zeigen ist eine Option. Allerdings finde ich auch in einer eher künstlerischen Variante sollte der Anblick noch erträglich sein, selbst wenn man ein wenig reinzoomt.

CS
Clemens
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Clemens,

das ist klar, es gehört zu meinen Grundüberzeugungen, dass gestalterische Mittel durchaus bereichernd sein können, man darf es eben, wie bei allem, nicht übertreiben und muss bei der Art und Auswahl der Mittel ein zum Motiv passendes Maß finden. Das ist ja die gestalterische Heausforderung. Dabei ist es an sich auch erst einmal egal ob das Ziel eine freie Interpretation oder die Herausarbeitung physikalischer Gegebenheiten ist. Wenn das Bild am Schluß nicht anspricht, überträgt es auch keine Information.

CS
Jörg
 
Hi Clemens,

also ich kenne mich mit dem Problem "der zuviel Sterne in Widefield" nicht aus.
Aber beim Betrachten der Bilder muss ich sagen, am besten fände ich, nicht weniger Sterne, sonder kleinere Sterne.

Also das Entsternen finde ich sieht "komisch" aus. ;)

Gruß
Peter
 
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