Sternenklarheit nach mag relativ?

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Goldlocke

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Hallo Sternenfreunde,

ich habe ein Problem mit dem Verständnis der Himmelsklarheit bzw. des visuellen Lichterkennens.

Also wenn ein 20 Jähriger mit zwangsläufig sehr guten Augen in einen sternklaren Himmel blickt und anhand der erkannten Sterne sagt, der Himmel hat heute 6.3 mag, dann verstehe ich das, schaue ich als Fünfzigjähriger in den gleichen Himmel zur gleichen zeit, dann sehe ich aber nicht soviele Sterne und sage es ist heute eine 5.9mag Himmel.

Also klärt mich doch mal bitte auf. Wenn ich hier im Forum so lese heute hatte ich eine 6.4 Sicht dann ist das doch nur relativ. Oder?

Gruss
Dietmar
 
Hallo Dietmar,
nun, die Grenzhelligkeit ist ein sehr subjektvives Kriterium für die Himmelsqualität. Da kommt es zum einen auf das Alter des Beobachters an, aber vorallem noch die Übung des Beobachters. Nicht jeder kann mit ind. Sehen so weit kommen, wie jemand, der 50 Nächte pro Jahr damit verbringt Galaxien in fernen Galaxienhaufen indirekt und mit Tubusschwenken zu sehen.
Deshalb muß man auch immer seine eigene Grenzhelligkeit bestimmen und nicht die Werte von Mitbeobachtern einfach so übernehmen!
Dennoch bin ich überzeugt davon, dass es als ein Kriterium für die Himmelsqualität für alle Beobachter nachvollziehbar ist. Denn die Beobachtungstechniken, die bei der Bestimmung der Grenzhelligkeit verwendet werden kommen ja dann auch schließlich bei der eigentlichen Beobachtung zum Tragen.

Gruß
Martin
 
Hallo Martin,

danke.
Versteh ich jetzt. Relativ vom Betrachter aus zu vergebendes Kriterium, was mir es allerdings schwer macht die Grenzwerthelligkeit bei Beobachtungen richtig einzuordnen.

Nehmen wir mal an, Martin, beides in meinem Beispiel sind erfahrene Sternengucker der Zwanzigjährige und der Fünfzigjährige. Beide auch perfekt im indirekten, visuellen Beobachten, beide schauen zur gleichen Zeit mit dem gleichen Teleskop. Sehen dann beide das gleichge durch das Scope? oder hat hier der Zwanzigjährige wegen den besseren Augen auch durch das Scope die bessere "Ausbeute"?

Denn eine Kamera würde ja in beiden Fällen das gleiche Bild erzeugen!

Gruß

Dietmar
 
hallo Dietmar,

ich muß mich mal als Fünfzigjahriger zu Wort melden.

Ich habe schon mehrfach meine Grenzhelligkeit mit der von Anderen verglichen. Ich kann da keinen Unterschied zu den Augen von jüngeren feststellen. Vielleicht kommt der Unterschied erst ein paar Jahre später <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Natürlich gibt es Streuungen in den Angaben von mehreren Leuten. Das beruht aber wohl mehr auf der Beobachtungstechnik.

clear skies

Wolfgang
 
Hallo Dietmar,

das mit dem 20- bzw. 50-Jährigen sind Angaben, die einer medizinischen Theorie entliehen sind und maximal eine statistische Aussage darstellen. Ich denke in der Praxis sind Dinge wie eventuelle Sehfehler, Konzentrationsfähigkeit etc, von wesentlich entscheidender Bedeutung als das Alter des Beobachters.

Liebe Grüße,

enzo
 
Hallo,

Dank an alle,
habe mir die Sternenkarte der Grenzgrößen mal runtergeladen und werde mal meinen Faktor ermitteln.

CS

Dietmar
 
Hallo Wolfgang,

auch in der Astronomie gilt, dass manche Menschen mehr Glück haben und andere weniger. Erfreue Dich noch möglichst lange an Deinen guten Augen und all en schönen Himmelsobjekten! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Es ist wohl ziemlich sicher belegt, daß das Sehvermögen im Alter nachläßt. Aber eben im statistischen Mittel.

Wir müssen weiter beachten, daß in der Regel die Beobachtungserfahrung zunimmt, was die Sache wieder etwas ausgleicht.

Und dann gilt das ganze ja nur für Beobachtungen mit dem freien Auge. Ein Fernrohr verringert die Unterschiede zwischen jung und alt wieder. Nur dann, wenn man bei richtigen Idealbedingunegn (Hochgebirge oder so) beobachtet, ist die maximale Austrittpupille nutzbar. Ich liege in meinem ländlichen Bereich (ohne Filter) oft bei 2mm AP, und erkenne dann das meiste. Dann ist der Himmel schon relativ dunkel. So ein großes Instrument sammelt eben ne Menge Licht, auch vom Hintergrund.

Bleibt dran, am Okular.

--Uwe
 
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