Sternhaufen CHUPINA

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Soradan

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Hallo Forum,

ich möchte noch einmal meinen Thread vom 10. April 2020 aufmachen und fragen, ob jemand schon einmal die Sternhaufen Chupina 1 bis Chupina 5 (im Umfeld von M67) beobachtet hat. Gestern konnte ich Chupina 1 mit 10" u. 119-fach so gerade erkennen (indir. Sehen), die anderen nicht. Vielleicht waren die Bedingungen auch einfach nicht gut genug, werde es weiter probieren.
Ich habe einen entsprechenden Kartenausschnitt angehängt - falls jemand Lust hat, es ebenfalls zu probieren.

CS
Egbert
 

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Hallo Egbert,
Ich finde im Internet auch nicht viel außer dieser Tabelle von der ich ein Screenshot gemacht habe.
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Des Weiteren habe ich gefunden, dass es eher Sternklumpen anstatt Sternenhaufen sind. Also Strukturen im Halo des Sternhaufen. (Grobe Übersetzung aus einer Englischen Seite für Astronomie und Astrophysik)

Ich denke für 8" oder höher ist bei gutem Seeing möglich und empfehlenswert.

Aber ich glaube dass es schon mal kein empfehlenswertes Objekt für meinen 60/800 Refraktor ist.
Für mein 114/900 Newton könntes eine Herausforderung sein, außer die Helligkeit ist von den Sternen ist zu niedrig.

Von mir aus kann ich sagen ich werde es versuchen, mir die Sternhaufen anzuschauen.

Cs und viel Glück bei deinen Weiteren Beobachtungen,
Lukas
 
Hallo Lukas,

vielen Dank für Deine interessante Recherche.
Dann könnte man Chupina 1-5 als Sternverdichtungen ansehen - im weitesten Sinn zugehörig zu M67.
Seltsam, dass man so wenig hierüber findet - ... aber gut, ich werde versuchen, noch ein paar zu fassen zu kriegen.

Viele Grüße
Egbert
 
Konntest du bei deiner Beobachtung eine bestimmte visuelle Helligkeit messen?
Falls du die Helligkeitswerte hast, wäre es nett wenn du sie hier reinstellen kannst?

Cs,
Lukas
 
Dankeschön Egbert,
Ich werde die Tage auch mich daran mal versuchen, bei 12,5 ist für mich schon eine Herrsidforderung.
Meine dunkelstes Objekte was ich beobachtet habe waren die Marsmonde bei bei ca. mag 12 (laut SkyPortal).

Cs,
Lukas
 
Ich sah zumindestens 2 kleine Punkte neber den Mars, und die waren ziemlich dunkel und schwer sichtbar und nur bei indirekter Beobachtung.
Es ist eine Vermutung , denn es könnten auch nah gelegene Sterne sein.
Es war bei der Mars Opposition vom letzten Jahr.

Cs,
Lukas.
 
Hallo Egbert,
ich habe die von Dir eingestellte Karte mit aladin lite verglichen ( Aladin Lite ). An den in der Karte markierten Orten erkenne ich nichts, was auch nur einigermaßen nach Sternverdichtung aussieht.
Ich bin gespannt, ob jemand im Forum dazu mehr Infos hat. Beim googlen taucht keine Quelle von den "üblichen Verdächtigen" aus der deep-sky Szene auf. Das könnte man als Hinweis auf Sichtbarkeit und Bekanntheit werten.

Wenn ich die Koordinaten bei Simbad eingebe, komme ich zu NGC 2682 (= M67).

CS
Uwe
 
Hallo Uwe,

ich habe noch einmal in die Simbad-Datenbank reingeschaut. Dort findet man die Koordinaten von Chupina 1 bis Chupina 5.
Als Beispiel Chupina 1:

Screenshot_2021-03-05 VizieR.png


Wie Du schon schreibst, ist bei Aladin nichts zu erkennen.
Es ist natürlich möglich, dass ich irrtümlich aufgrund der sehr schwachen Sichtbarkeit einige enger stehende Sterne an der entspr. Position für den Sternhaufen gehalten habe. Auf jeden Fall werde ich mir bei nächster Gelegenheit die Stelle mit höherer Vergrößerung noch einmal ansehen - es bleibt spannend!

CS
Egbert
 
Hallo,

ich habe mir gestern bei etwas besseren Bedingungen und höherer Vergrößerung (145-fach) die Position von Chupina 1 noch einmal angesehen.
Außer einigen einzelnen, etwas enger stehenden Sternen ein klein wenig westl. der eigentlichen Position war nichts zu erkennen - wahrscheinlich haben diese mich neulich genarrt. :unsure:
Vielleicht kann jemand mit größerer Optik es einmal versuchen - falls überhaupt etwas zu sehen ist, was wegen fehlender Daten schlecht zu beurteilen ist.

CS
Egbert
 
Schon interessant, aber die Erfahrung mit vielen Sternhaufen "nach" dem NGC-Katalog zeigt - das sind sehr oft lose Ansammlungen, die man in erster Linie aufgrund ihrer Eigenbewegung gefunden hat. Nicht gerade sexy für den Spechtler, aber ... warum nicht?

Stefan Korth
 
Hallo Egbert, meinst Du den hier, rechts vom M67? Habe ich neulich aufgenommen.
LG von Anette
 

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  • M67.jpg
    M67.jpg
    105,6 KB · Aufrufe: 156
Die Ur-Veröffentlichung ist von Chupina & Vereshchagin 1998: Radial Velocity Dispersions of Star Groups in M67
Der gesamte Text ist hier zu lesen:
Dort zeigt Fig. 1 eine genaue Karte der Positionen.

Da ich aktuell mit 7 Zoll unter Vorstadthimmel unterwegs bin, tue ich mir das nicht an. Hätte ich jedoch mehr Öffnung oder besseren Himmel, wäre das eine echt interessante Herausforderung. M67 ist ja in sich ein herrlicher Sternhaufen, bei Nicht-Erfolg bei den Chupinas hat man immer die Freude am Haufen.

Gruss, Christopher
 
Ich kann mich dabei Christopher nur anschließen.
Die Chupinas mag. 9-12 werde ich trotzdem mal versuchen aufzufinden.
Aber trotzt Bortle 4 liegt mag. 13 an meiner Leistungsgrenze im 114/900 Newton.

Cs,
Lukas
 
Hallo Egbert, meinst Du den hier, rechts vom M67? Habe ich neulich aufgenommen.
LG von Anette

Hallo Anette,

rechts auf Deiner Aufnahme von M67 befindet sich ein fast gleichseitiges Dreieck hellerer Sterne. Direkt oberhalb davon habe ich außer den beiden schwächeren Sternen mit indir. Sehen einige noch schwächere gesehen, kaum zu halten. Das kann aber nicht Chupina 1 sein, denn dessen Position ist lt. Karte ein klein wenig westlicher, Richtung M67.

Die Ur-Veröffentlichung ist von Chupina & Vereshchagin 1998: Radial Velocity Dispersions of Star Groups in M67
Der gesamte Text ist hier zu lesen:
Dort zeigt Fig. 1 eine genaue Karte der Positionen.

Da ich aktuell mit 7 Zoll unter Vorstadthimmel unterwegs bin, tue ich mir das nicht an. Hätte ich jedoch mehr Öffnung oder besseren Himmel, wäre das eine echt interessante Herausforderung. M67 ist ja in sich ein herrlicher Sternhaufen, bei Nicht-Erfolg bei den Chupinas hat man immer die Freude am Haufen.

Gruss, Christopher

Hallo Christopher,

vielen Dank für den Link mit den Chupina-Daten.
Bei besonders guten Bedingungen werde ich es vielleicht noch einmal versuchen, aber ich fürchte, dass ich hier bei dem aufgehellten Himmel wohl kaum eine Chance habe.

Danke euch beiden für die Rückmeldung!

CS
Egbert
 
Hallo Christopher,
der link zur wiss. Veröffentlichung ist aufschlußreich. Nach meiner Meinung ist das offenbar ein Thema für die professionelle Astrometrie, weniger ein lohnendes Ziel für visuelle Beobachter. Dennoch: Wieder was dazu gelernt.

CS Uwe
 
Hallo Uwe, hallo Egbert,

Ich finde dieses Thema ausserordentlich spannend, und gerade auch den Versuch, die Sache visuell nachzuvollziehen. Ich habe inzwischen den Text, zu dem ich oben verlinkte, durchgelesen und habe jetzt richtig Lust, Chupina 1 visuell aufzuspüren. Ein Hinweis zu dieser Quelle: dies ist doch nicht der "Ur-Text" von 1998, sondern eine neuere Untersuchung von 2016, also top-aktuell.

Die Autoren schreiben, dass ihr Group 60 den größten physikalischen Zusammenhalt hat. Das ist Chupina 1. Deshalb werde ich mich auf diese Gruppe konzentrieren. Sie ist auch die mitgliedsreichste von den Chupinas, mit 7 Mitgliedern. 6 davon haben Helligkeiten zwischen 12m6 und 13m7, was gerade so mit meinen Mitteln an meinem Standort erreichbar sein könnte. Nur einer ist mit 14m4 ausserhalb meiner Möglichkeiten.

Beim Abgleich von Fig. 1 in Chupina 2016 mit der von Egbert verlinkten Karte und der Tabelle von Lukas wird deutlich, dass sowohl Karte als auch Tabelle Chupina 1 viel zu klein mit 5' Durchmesser angeben. Tatsächlich ist Chupina 1 eine längliche, leicht gekrümmte Struktur von etwa 20' Länge, in NO-SW-Erstreckung (siehe Fig. 1).

Es geht hier also darum, eine 20' lange Struktur mit 6 Mitgliedern an der Wahrnehmungsgrenze zu erhaschen. Ich würde das in etwa mit dem Versuch vergleichen, einzelne Sternstränge in NGC 188 zu erhaschen, dessen Mitglieder ähnliche Helligkeiten wie Chupina 1 haben. Spannend! Wenn ich's nicht zuhause schaffe, warte ich, bis es endlich wieder Teleskoptreffen unter Landhimmel gibt und erbitte mir Beobachtungszeit an einem 20-Zöller. Wenn's sein muss, bleibe ich Jahre dran, bis es klappt (oder eindeutig am Okular als unergiebig sich erweist), da bin ich hartnäckig.

Gruss, Christopher
 
Ich habe zwischenzeitlich meine "Freunde der Nacht" auf diese Sache angespitzt. Ich bekam dort die Rückmeldung, dass meine bisherigen Erklärungen zu unklar seien, um Chupina 1 zu orten. Deshalb erlaube ich mir, hier nachzusetzen:

Egberts pdf kommt vom bekannten Triatlas. Der Wert des Triatlas besteht darin, dass er die Zuordnung der Chupina-Gruppennummern aus dem wissenschaftlichen Text zu den Nummern in Datenbanken/Atlasen herstellt.
Chupina 1 = Gruppe 60
Chupina 2 = Gruppe 49
Chupina 3 = Gruppe 44
Chupina 4 = Gruppe 33
Chupina 5 = Gruppe 32

Die Lage der Chupina-Gruppen im Triatlas stimmt grob. Die Ausdehnung im Triatlas stimmt jedoch nicht (da auf Einheitsgröße normiert), die Form überhaupt nicht (da auf Kreis normiert).

Wir müssen uns also auf Fig. 1 des wissenschaftlichen Textes verlassen. Dort ist links der Zahl 60 eine gekrümmte Linie von 7 Sternchen (Englisch: asterisks) zu sehen. Das sind die Mitglieder von Gruppe 60 (= Chupina 1) auf die sich Chupina und Vereshchagin in ihrem Text konzentrieren, und für die sie einen physikalischen Zusammenhang konstatieren. Hier nochmal der Link:

Gruss, Christopher
 
Hallo Christopher,

wie Du richtig schreibst, ergibt sich aus den Daten für Chupina 1 eine längliche Anordnung von 7 einzelnen Sternen.
Da diese Sternenreihe keinen Haufencharakter hat, ist es m.E. ein sehr sportliches Unterfangen, diese an der Wahrnehmungsgrenze zu identifizieren - zumal mit Sicherheit dort auch noch andere schwache Sterne vorhanden sind, wie Du es in Deinem Posting vom letzten Samstag (NGC188) schon geschrieben hast.
Ich denke, dass ich mit meinen Mitteln kaum eine Chance habe! Trotzdem werde ich es weiterhin versuchen.
Aber Du hast scheinbar richtig Blut geleckt und willst es jetzt wissen!
Wäre toll, wenn Deine Bemühungen Erfolg haben.

Viele Grüße
Egbert
 
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