Sternwarte für Dobson Teleskope

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Gummersbach
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Gummersbach

Hallo zusammen,

hat jemand von Euch eine Idee wie ich mir eine Sternwarte für Dobson Teleskope bauen könnte ?

Vielen Dank
 
Hi,

heute ist doch gar nicht mehr der 1. April.
Eine Sternwarte widerspricht der Philosopie des Dobsons: günstig und mobil. Eine Sternwarte ist das Gegenteil: teuer und immobil.

Gruß,
Markus
 
Moin,
...die Philosophie von Land Rover war, geländegängige Nutzfahrzeuge, die anständig was auhalten, zu bauen; trotzdem sieht man in München an der Leopoldstrasse (und auch in anderen Großstädten) Landies in Metalliclackierung, mit Designalufelgen herumfahren, die nie auch nur den Hauch von Gelände sehen, sondern als Pxnis-Ersatz dienen ;)

Die Philosophie des Dobson ist nicht nur die Mobilität, sondern auch die Möglichkeit, viel Öffnung mit möglichst geringem Finanziellen Aufwand zu bekommen.

Ich kenn die Intention des TE nicht, aber nehmen wir mal an, er mag seinen Dobson (auch) mal schnell daheim im Garten benutzen, anstatt immer das Zeug ins Auto zu packen und zum idealen Beobachtungsort zu fahren...

Ich würde entweder ein Gartenhäuschen, aus dem man den Dob herausschieben kann oder eine Klapp-/Rolldachhütte favorisieren.

Gruß Claus
 
Hallo Markus,

Zitat von helly:
Hi,

heute ist doch gar nicht mehr der 1. April.
Eine Sternwarte widerspricht der Philosopie des Dobsons: günstig und mobil. Eine Sternwarte ist das Gegenteil: teuer und immobil.
Gruß,
Markus

nein, der 1. April ist schon Geschichte, deswegen wundert mich auch deine Antwort.
Soll das bedeuten, Dobsonianer haben solche Geräte, weil sie sich teuerere( z. B. parallaktisch montierte) nicht leisten können?

Mobilität ist zwar prima aber man möchte eventuell, wenn ein dunkler Garten vorhanden ist, die Mond/Planeten-Beobachtung bequem von Zuhause vornehmen.
Da wäre eine kleine Dobson-Sternwarte mit stabilem Boden aber ohne höhere Seitenwände, also quasi ein Dobson welcher auf einer Betonbodenplatte steht und das Häuschen-Drumherum einfach beiseite geschoben werden kann, doch eine Überlegung wert, oder?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Viele Großteleskope sind azimutal montiert... aber das war ja nicht die Frage.

Rolldachhütte wenn du mehrere Dobs hast ist IMHO das einzig sinnvolle, weil du die Dinger dann nicht verstellen musst.

Ich würd halt liber das Dach abrollen und nicht die Hütte zur Seite schieben, wie Werner es vorschlägt, aber letzendlich ist es Geschmacksache.

my 2 cents.

clear skies,
Marcus
 
Hallo,

Markus hat eigentlich recht, ich habe mein Gitterrohr-Dobson gebaut, um damit dunkle Spechtelplätze anzufahren, schnell aufzubauen und los geht´s. Ich benutze das Gerät aber auch im Garten. Je nach Laune. So ist man eben flexibel. Zur Frage: Eine spezielle Dobsonsternwarte kenne ich auch nicht, stell das Dobson ins Gartenhaus und gut. Der Aufbau an geeigneter Stelle ist schnell erledigt.
Ach ja, wie war der Vorname?

Viele Grüße
Wilfried
 
Moin Marcus!

> Ich würd halt liber das Dach abrollen und nicht die Hütte zur Seite schieben

Dann hast Du aber den Nachteil, daß Du nicht tief zum Horizont runterkommst, wenn nur das Dach weggeschoben wird.

In einem Buch von Patrick Moore hatte ich mal seine Umsetzungen einer solchen Sternwarte gesehen. Variante 1 war tatsächlich eine kleine telefonzellengroße Hütte, die nach Öffnen einer Seitentür komplett auf zwei Schienen seitlich weggerollt werden konnte. Das ist bei senkrecht stehendem Dobson-Tubus natürlich sehr platzsparend.
Variante 2 war eine Rundhütte auf Rollen, die man wie jede Kuppel mit dem Teleskop drehen kann. Sechs- oder achteckiger Grundriß, flaches Dach. Ein Teil der Seitenwand und vom Dach war mit Tür versehen. Vorteil hier: Licht- und Windschutz. Ein Kollege vom hiesigen Verein besitzt etwas ähnliches. Die Kuppel wird hier auf Rollerskate-Rädern auf Estrichboden gedreht, was so sehr leicht geht.

Edit: Ich hab' mal drei Varianten aus besagtem Buch als Bauanregung rausgescannt. Die nächsten Tage sind die Bilder auf meinem Webspace verfügbar: http://www.ki.tng.de/~winnie/ade/
 
Hi Micha,

Dein Beitrag brachte mich auf den Trichter, ich habe nämlich noch ein Buch von Werner Büdeler, "Blick ins Weltall" erschienen 1977. Darin ist 1 Aufnahme von Patrick Moore mit seiner zweigeteilten, nicht einmal mannshohen Hütte, die man nach links und rechts auf Schienen auseinander schieben konnte. Ein anderes Bild zeigt Patrick Moore als jungen Mann an seinem Zwölfzöller, azimutal montiert mit Feinbewegung.

Gruß

Wilfried
 
Moin Wilfried!

Ja, wie man sieht, ist das Problem nicht neu, und damals hatten die Amateure selbst gute Ideen und setzten sie mit primitiven, kostengünstigen, aber funktionellen Mitteln um. Hauptsache, es funktioniert - und damals mußte es keine schneeweiße Kuppel aus GFK sein.

Moore hatte übrigens später auch noch einen gabelmontierten 15-Zöller. Dieser 12,5-Zöller auf dem ersten Bild hat bestimmt einige Jahre hinter sich. Bemerkenswert auch die damalige Vorliebe der Briten für Gabelmontierungen, egal ob azimutal oder parallaktisch aufgestellt.

BTW: Hier ist das Bild, was Du meinst... (Man achte auf die Beobachtertreppe!) Klick mich!
BTW2: Und hier dasselbe Teleskop - einige Jahrzehnte später: Klick mich!
 
Danke für Eure Antworten.
Meine Frage deshalb weil ich leider aufgrund einer Krankheit keinen Führerschein machen kann und deshalb zu hause im Garten beobachten muss.
Nur habe ich dort hauptsächlich mit zu viel Umgebungslicht zu kämpfen.
Ich hatte schon an einen „Kasten“ aus 4 Palisaden Wänden gedacht, nur dabei würde dieser wahrscheinlich zu klein, da dieser ja dann nur 2x2x2m wäre.
Andere Möglichkeit wäre ein fester Bau in Form einer Hütte, wobei ich wegen dem Dobson das Problem habe das ich wenn ich genug Abschattung hätte, zu Tief bin.

Viele Grüße an Euch alle Axel
 
Hallo Werner,

Zitat von werner48:
nein, der 1. April ist schon Geschichte, deswegen wundert mich auch deine Antwort.
Soll das bedeuten, Dobsonianer haben solche Geräte, weil sie sich teuerere( z. B. parallaktisch montierte) nicht leisten können?
welche Brille hast Du auf, daß Du diesen Eindruck aus meinen Worten herauszulesen meinst?

Mobilität ist zwar prima aber man möchte eventuell, wenn ein dunkler Garten vorhanden ist, die Mond/Planeten-Beobachtung bequem von Zuhause vornehmen.
Da wäre eine kleine Dobson-Sternwarte mit stabilem Boden aber ohne höhere Seitenwände, also quasi ein Dobson welcher auf einer Betonbodenplatte steht und das Häuschen-Drumherum einfach beiseite geschoben werden kann, doch eine Überlegung wert, oder?
Klar. Aber sind denn zwei abnehmbare Stangen und zwei am Dobson montierte Rollen, um ihn wie eine Schubkarre aus der Garage oder von sonstwo heraus und wieder zurück zu karren (z.B. http://www.dietermartini.de/grafiken/lowrider20zoll.jpg), nicht etwas einfacher und vor allem günstiger als eine Hütte oder ein Häuschen? Eine Betonplatte halte ich auch schon für übertrieben. Pflaster oder Teer würde schon reichen, zumindest besser als Gras und Schotter.

Ein Dobson bietet für's gleiche Geld viel mehr Öffnung als parallaktisch montiert und sehr sehr sehr viel mehr Öffnung als ein Refraktor. Das Auflösungsvermögen der größeren Öffnung - also die Vergrößerung - kann man von Zuhause aus (ich nehm mal Stadt an) wegen der Thermik nur selten nutzen, das hellere Bild der größeren Öffnung wegen der Lichtverschmutzung außer mit engen Nebelfiltern (OIII) schon gleich gar nicht.
Vorgestern ging hier aus München heraus mit meinem 80/480 Apo nicht mal 60x am Mars. Ein Rumgehupfe und Schlieren, nicht auszuhalten. M48 dagegen war bei 60x ok (AP 1,3mm), bei 24x (AP 3,3mm) im hellen Hintergund aber fast abgesoffen.

Meinen 16" Martini-Dobson hab' ich mir zum Rausfahren in die Dunkelheit geholt. Mit dem guck ich nur testweise aus der Stadt in den Himmel.

Gruß,
Markus
 
Hallo Gummersbach(er)

Genau mit dieer Frage habe ich mich auch schon intensiv befasst. Wie muss eine Sternwarte für einen Dobson aussehen die einerseits günstig andererseits praktisch und funktionell ist.
Wenn man sich amerikanische und europäische Fotos von Amateursternwarten daraufhin ansieht und auch eigene praktische Erfahrungen einfließen lässt( hab schon eine Schiebesternwarte und eine Kuppel gebaut), so kristallisieren sich 3 mögliche Lösungen heraus: extrem niedrig gebaute Klappsternwarte, im ganzen abfahrbare Sternwarte und mein eindeutiger Favorit: Eine einfache Hütte!!
Bei der Beobachtung wird das stets fertig aufgebaute und genau justierte Fernrohr einfach ein paar Meter herausgefahren. Das ist billig und praktisch.

CS Mike
 
Hallo Mike,

Zitat von MikeWölle:
Hallo Gummersbach(er)

mein eindeutiger Favorit: Eine einfache Hütte!!
Bei der Beobachtung wird das stets fertig aufgebaute und genau justierte Fernrohr einfach ein paar Meter herausgefahren. Das ist billig und praktisch.
CS Mike

Bedeutet das, dass du zwischen Hütte und "Beobachtungsplatz" keine Stufe hast und der Dob z. B. auf einem Beobachtungswagen welcher auf Schienen läuft, rausgefahern wird?
Oder auch mit einer Sackkarre?

Der Threadstarter hat ja leider erst in seinem letzten Posting geschrieben, dass Er mit starkem Streulicht zu kämpfen hat, dies finde ich, egal mit welchem Dobson-Teleskop beobachtet werden soll, als K.O.-Kriterium schlechthin, zumindest für den angestrebten Deep-Sky-Bereich.
 
Hi Werner,

Schienen finde ich zu aufwendig und unötig. Ich hab mir einfach die Wheely Bars von Obsession nachgebaut. Damit kann man auch leichte Neigungen überwinden.
Wenn man die Höhe der Räder geschickt wählt und der Untergrund recht eben ist, kann man die Wheely Bars sogar beim Beobachten dran lassen und muss sich nicht abschrauben.

CS Mike

 
Hallo Leute,
lest mal:

Zitat von Gummersbach:
... im Garten beobachten muss.
...mit zu viel Umgebungslicht zu kämpfen.

Also einfach nur ´ne Hütte, wo man den Dobs rausrollert, nö...

...dient zwar der Bequemlichkeit, reicht aber in diesem speziellen Falle eher nicht.

Zitat von Gummersbach:
Ich hatte schon an einen „Kasten“ aus 4 Palisaden Wänden gedacht, nur dabei würde dieser wahrscheinlich zu klein, da dieser ja dann nur 2x2x2m wäre.
Andere Möglichkeit wäre ein fester Bau in Form einer Hütte, wobei ich wegen dem Dobson das Problem habe das ich wenn ich genug Abschattung hätte, zu Tief bin.

Na ja, die Hütte könnte ja zumindest eine Richtung abdecken; Dein Palisadenzaun müsste halt grösser werden, es kommt halt darauf an, wie hoch die Streulichtqellen sind,sind sie tiefer als Du den Zaun machen kannst, bringt Dir eine Verschiebung der Palisaden nach aussen mehr ; sind sie allerdings höher, ist es beser, den Zaun zu Dir hin zu verschieben, höher als der Dob müssen sie in jedem Fall sein.

Wobei Palisaden auch durch Hecken, Sträucher ersetzt werden können, bringt zumindst im Sommer was; gäbs zur Not die Möglichkeit, Seile zu spannen, um zum Beobachten quasi die Vorhänge zuzuziehen?

Gruß Claus

 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben