Sternwarte - Holz oder gemauert?

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SHuellen

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Hallo zusammen,
Ich plane seit geraumer Zeit den Bau meiner Gartensternwarte. Mein eigentlicher Plan war eine Rolldachhütte aus Holz auf einem Betonfundament. Das Fundament ist bereits fertig und das Holz sollte bestellt werden, da kam leider ein ziemlich großes Problem mit meinem Auto auf und das gesparte Geld war erstmal weg.
Während der Zeit des erneuten Sparens, machte ich mir nochmal Gedanken um die Konstruktion der Sternwarte. Mir kam der Gedanke, warum gibt es eigentlich kaum Gartensternwarten mit GEMAUERTEN Wänden und einem Schiebedach aus Holz?
Irgendjemand sagte mir mal auf einem Treffen, daß eine gemauerte Grundstruktur bei höheren Temperaturen zu viel Wärme speichert und diese des Nachts dann halt in den Innenraum abgiebt. Somit wird es schwierig, die Akklimatisierung im Innenraum zu erreichen. Bei Holz geht die Abkühlung auf Aussentemperatur schneller. Klingt für mich erstmal logisch. Aber die Erfahrung, die ich gemacht habe ist, das gemauerte Räume eigentlich eher kühlen und normale Gartenhütten sich viel mehr aufheizen, vielleicht aber auch schneller abkühlen. Hat jemand von Euch da Erfahrung oder Tipps bzw Fakten, welche Bauweise mehr Sinn macht? Vielleicht ist es auch eine preisliche Frage. Aber meines Wissens ist eine Mauer dann doch günstiger als eine Wand aus beständigem Holz.
Gruß
Stefan
 
Hallo Stefan,

darfst Du denn eine Gartenhütte aus Mauerwerk bauen? Ich denke, da kann es schon bei den Bauvorschriften hapern.

Das andere ist. kann schon sein, dass der Innenraum mit Mauern kühler bleibt, aber die Wärme wird da trotzdem im Mauerwerk gespeichert und nachts abgegeben, kann gut sein, dass Du dann mit Deinem Teleskop in einem Loch umgeben von Waberluft sitzt. Das hieße, man müsste außen an den Mauern schon Vorkehrungen gegen Energieaufnahme treffen. Ob das dann günstiger ist?
 
Hi,

ich habe mich, so wie sicher 80% der Hobbysternwartler, für Holz entschieden:

- einfach in der Verabeitung
- tolle Klimaeigenschaften in der Sternwarte, kein Tau!
- günstiger als alle mir bekannten Alternativen
- mit Holzschutz (aka Farbe) sehr langlebig

Ich persönlich habe beim Bau auf konstruktiven Holzschutz geachtet, und alles sehr offen gebaut, sodass alles schön luftig ist, ohne dass Elemente oder was größeres als Insekten reinkommen könnte...

Aber wie auch immer Du Dich entscheidest: Viel Erfolg und vor allem viel Spaß!!

Gruß
Ernie
 
Hallo Stefan,

ich hab´s hier (http://forum.astronomie.de/phpapps/...334712/Bau_einer_Gartensternwarte#Post1334712 genau unter deinem Faden) ja auch schon geschrieben:

Zitat von Sodiac:
...
Entscheidend sind aber meiner Meinung nach die typischen Eigenschaften von Holz. Damit die Instrumente immer wohl temperiert sind und nicht "schimmeln" ist eine ausreichende Belüftung sehr wichtig. Bei Holz hast du mit der Luftfeuchtigkeit wenig bis gar keine Probleme, da das Material Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt. Ab einer gewissen Temperaturdifferenz von Wand zu Luft (Taupunkt) wird eine Mauer hingegen an der Oberfläche feucht und da das Matrial selbst recht träge hinsichtlich der Temperaturanpassung und Aufnahme von Feuchtigkeit ist, wird das im Frühjahr/Herbst auch nicht nur einmal vorkommen. Das Problem Feuchtigkeit gilt im Übrigen auch für GFK-Kuppeln!
Lokales Seeing in der Sternwarte ist auch immer wieder ein Thema, je wärmer das Mauerwerk tagsüber von der Sonne aufgeheizt wird, desto länger bleibt es auch in kühlen Nächten wärmer als die Umgebung im Gegensatz zu Holz, das recht schnell auskühlt, wenn das Dach einmal weg ist.
Das ganze Thema Feuchtigkeit und Temperatur kann man zwar auch bei gemauerten Sternwarten lösen, aber dann wird es im Vergleich zu einer "Rolldachhütte" deutlich teurer!

Ich weiss ja nicht, wie du die Preise von Mauerwerk zu Holz kalkulierst, aber günstiger ist Mauerwerk meiner Meinung nach nie. Allein dadurch, dass du ein durchgängiges Steifenfundament (frostfrei gegründet) unter der gesamten Mauer brauchst, im Gegensatz zu einer Holzrahmenbau-Variante, denn dort reichen Punktfundamente und den thermischen Maßnahmen um dein lokales Seeing durch zu warmes Aussenmauerwerk zu verbessern bist du schon deutlich teurer als bei einer Holzvariante.
Darüber hinaus, man kann konstruktiven Holzschutz betreiben, da "reicht" einfaches Kesseldruckimprägniertes Weichholz und je nach Geschmack ein Pott Farbe, es muss keine Sibirische Lärche als Konstruktion und Bankirai-Fassade sein...

Noch was zur Temperatur, auf meiner Rolldachhütte liegt Alu-Trapezblech und keine Bitupappe, die sich schön aufheizt, daher ist trotz Holzbau die Temperatur meist im Rahmen, den Rest erledigen dann 4 PC-Lüfter, die bei Bedarf kühle Luft in Bodennähe in den Innenraum drücken und oben am Dach warme Luft heraus. Stromkosten 2,50€ pro Monat, dafür keine Feuchtigkeit und ordentliche Temperatur...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
vielen Dank erstmal für Eure Beiträge. Ich denke, daß Holz dann doch die wesentlich bessere Wahl ist, wie ja auch eigentlich schon geplant. Hoffe jetzt, daß es so schnell wie möglich mit dem Holzbestellen und dem Bau losgehen kann. Dann heißt es endlich keine Schlepperei mehr aus dem ersten Stock in den Garten. :-)

CS
Stefan
 
Hallo,

vielleicht fragst Du Dich mal zu einem ortsansässigen Zimmermann durch. Der kann Dir jedenfalls mit guten Tipps weiterhelfen.
'Zum Dank' bestellst Du dann das Holz bei ihm, bekommst es besser und preiswerter als vom Baumarkt.
Heute kann man ja sehr effektiv und schnell mit Holz bauen. Mit OSB-Platten und Konstruktions-Vollholz werden steife Wandscheiben gebaut; man spart Diagonalen und Kopfbänder usw. usf.
Einen Sternwartenbau finden die meisten Handwerker 'exotisch', das interessiert sie und sie sind hilfbereit(er), als für den 100sten Carport. ;-)

Viel Erfolg wünscht
-wunni

PS: ...der auch aus Holz gebaut hat, aber mit Profi-Hilfe: Nach drei Tagen war der Rohbau fertig.
 
Hey Stefan,

wie Wunni geschrieben hat - unser lokaler Zimmermann war Feuer und Flamme sowas "neues" mal auszuprobieren ;) Wenns ein Rolldach wird schau einfach bei den langen Auslegern dass es Leimbinder-Balken werden. Ich weiss die sind teurer und bei der Länge der Auslieger natürlich ein preistreiber aber bei einem Freund haben sich mit der Zeit die normalen Auslegerbalken verdreht und da reicht schon ne Kleinigkeit und schon kriegst Du dein Dach nicht mehr auf weil sich die Rollen leicht verkanten.

Tom
 
Hallo,

du solltest erst einmal sehen, was du bauen "darfst" (Vorschriften? Nachbarn? lokale Bestimmungen? etc)
Dann ist es wichtig zu wissen welche Erfahrungen du mit Beton und Holz hast, denn bei Holz kann man hinterher noch mal was "wegmachen", was bei Beton (und Mauerwerk) nicht so einfach ist.

Wenn eine Betonplatte unter dem Gebäude sein soll:
Beton zieht sich leicht voll Wasser ...
https://www.traguiden.se/konstrukti...grundlaggning/platta-pa-mark/?previousState=1
...welches dann in das Mauerwerk oder die Holzkonstruktion weiterkrichen kann, also macht man ein Kiesbett, eventuell dränering (weiss das deutsche Wort gerade nicht) ...
https://www.dränering.info/platonmatta/
... und eine Feuchtigkeitsundurchlässige Zwischenschicht sowie eventuell eine Wärmeisolation, auch wenn die Sternwarte nicht geheizt wird, damit nichts hochfriert und Betonpatte/Mauerwerk Risse bekommen.

Bei Mauerwerk muss die Betonplatte das Gewicht aushalten. Zum Mauern kann man Leichtbetonsteine nehmen. Zum Festmachen der Dachkonstruktion (aus Holz) kann man diese speziellen Schrauben von Essve nehmen, die übrigens mit einem guten Akku-Schrauber ohne Schlagfunktion in einem Rutsch reingedreht werden, ohne Vorbohren, ohne Dübel:
http://essve.se/webcatalogue/infastning-gips-stenmaterial/689495-lattbetongskruv-heavy-load/

Bei einer Holzhütte auf der Betonplatte reicht es wenn man eine 5cm Unterisolation unter die Platte gelegt hat und die Betonplatte zum Rand und an einer eventuellen Zwischenwand verstärkt. Bei einer Sternwarte geht es auch gut mit einer Kühlbrücke (Punkt 2 in der folgenden Zeichnung):
https://sv.wikipedia.org/wiki/Platta_på_mark#/media/File:Slab_on_grade.1.jpg
allerdings geht das nur wenn man gut Makadam under der Platte hat. Makadam ist ein grober gebrochender Steinkies. Die Isolierungsschichten (Punkt 11) muss nicht mehr als 5-10 cm bei einer Sternwarte sein. Das Teleskop bekommt ein eigenes Fundament, dass bei dieser isolierten Kontruktion nicht so tief sein muss, da es unter dem Gebäude nicht frieren wird. Ich habe das gewählt weil ich bei dem hier vorhandenen schweren Lehmboden nicht in die frostfreie Schicht (150-200 cm) vordringen kann oder man müsste mit schwerem Gerät sehr weit runter. Ausserdem ist die Schneelast zu beachten (hier Schneezone 2,5 - also durchschnittlich 2500 kN/m^2) was eher für ein Mauerwerk spricht, aber mit 120 Konstruktionsholz hat es bisher gehalten. Die Boenwanderung ist bei mir von Nord nach Süd, also die Bewegung des Erdreichs über die Jahrzehnte, so dass ich auf der Nordseite einen Graben mit leichtem Material ausgehoben habe. Auf dem Betonfundament (Punkt 4) kommt ein liegendes Holz mit 45mm Dicke und Breite der Wandkonstruktion. Dieses mit "syll" (Punkt 1) bezeichnetes Holz wählt man bei einer Sternwarte aus imprägniertem Holz der Klasse AB und in der Stabilität C24. Alle anderen Hölzer kann man unimprägniert wählen. Unter dem Syll legst du eine Schicht Teerpappe, damit das Wasser aus dem Beton nicht ins Holz gerät denn auch imprägniertes Holz kann schimmeln. Falls du inder Sternwarte auch wohnen willst, solltest du so gut wie kein imprägniertes Hoz verwenden, sondern alles gut belüftet bauen, denn wenn doch mal was nass wird, dann muss es unbedingt wieder trocknen können! Alle Konstruktionshölzer der Wände und dem Rahmen des Daches wenns geht in C24, also Hölzer wo der Kern sichtbar ist. Alles Holz bei dem Bau mit Planen abdecken und nach dem Dach decken alles streichen was von der Sonne aus erreicht wird, sonst nimmt das Holz die Farbe nicht richtig auf. Farbe: Sternwarten sind ja vorzugsweise weiss. Die beste Farbe die ich kenne ist Oljetäck von Nordsjö (Norwegen), aber sie enthält ein ölhaltiges Lösungsmittel. Nach dem Streichen verfliegt der Duft aber man sollet diese Farbe nicht in Innenräumen verwenden. Anstelle von Holz kann man die Aussenwände und das Dach mit weissen Blechen verkleiden. Dazu die Wände mit einer Windschutzpappe versehen und Rauhspunt mit 70/2,8mm Nägeln (warmverzinkt) horizontal draufnageln. Mit einer Nagelpistole geht das schnell. Darauf Abstandsleisten für einen Luftspalt aus nicht-imprägniertem Holz und dann das Metallblech drauf. Bei Aluminium beachten dass sich das Material bei Wärme gut ausdehnt und damit mit den Jahren etwas lose wird. Eine Sternwarte ist zum Glück ja nicht so gross, so dass das in Ordnung gehen sollte.

Tips: Elektrische Werkzeuge, die es bei einer Holzsternwarte einfacher machen:

60Nm Akku Bohrschrauber mit "kick-back-Funktion", z B Bosch blau. Einen Satz Holz- und Metallbohrer dazu.

Schlagschrauber. Einer von Bosch blau wird reichen. Damit kann man auch grosse Löcher in Holz bohren, wenn man sich Spatenbohrer gönnt.

90mm Nagelpistole. Damit kannst du 75er und 90er Nägel schiessen. Wenn du Dachpappe unter das Blechdach montierst so gibt es dafür auch einen Nagler. Man darf wählen: Viel Geld für ein Gerät was man interher wieder verkaufen kann oder blaue Finger. Die Geräte von Bostitch sind völlig ok, muss also nicht Hitachi sein. Dazu braucht man noch einen Kompressor. Einer mit 24 Liter Tank reicht für den Sternwartenbau, vielleicht reicht auch schon ein kleineres Modell.

Handkreissäge und Stichsäge ohne Kabel. Immer scharfe Sägeblätter verwenden!

Zum Bohren in Beton: Bohrhammer, billiges Modell reicht.

Messwerkzeuge:
Elektronisches Niveliergerät (Bosch grün reicht).

Elektronische Wasserwaage (piept wenn der gewünschte Winkel erreicht ist, dadurch sehr praktisch, wenn man allein arbeitet.

Ansonsten Werkzeug und Material nur nach Bedarf kaufen. Baumärkte sind in Deutschland ja überall zu finden. Ein scharfer Fuchsschwanz sollte nicht fehlen wie auch eine grosse stabile Kneifzange, alles andere ist wohl schon irgendwie im Haus. Nusskasten, Schraubenschlüssel etc sind ok vom Discounter solange man damit nicht auch Autos reparieren will.
 
Hallo Stefan

Das aufheizen der Sternwarte hat mehr mit dem Dach zu tun und weniger mit der Wand. Die Sonne läuft je nach Standort im Sommer durch den Zenit und brezelt den ganzen Tag aufs Dach. Auch sammelt sich die Warme Luft des Innenraums unter dem Dach, bzw. im oberen Bereich. Befindet sich das Instrument ebenfalls in diesem Bereich, was ja meistens der Fall ist, wird dieses ebenfalls mit aufgeheizt.
Eine Dachisolierung verhindert sehr effektiv das Aufheitzen des Innenraums z.B. Bei Sandwitchplatten mit einem Schaumkern von 60-80mm merkt man nichts mehr von der heißen Oberseite an deren Unterseite.
Das ist im Grunde auch nicht anderst als wie beim modernen Hausbau. Die neuen Häuser heizen sich nicht mehr so stark auf wie die älteren.
Der Nachteil sind die Kosten! Der qm Sandwichplatte kostet mit Blenden und Montagematerial ca. 60-100€ je nach Stärke.

CS

 
Hallo Quanten und in die Runde,

bei mir (Holzbau mit Holzkuppel) habe ich die Seitenflächen mit Holzfaserplatten gedämmt. Das war falsch - denn die Platten speichern die unerwünschte Wärme des Tages!
Meine Holzkuppel habe ich mit Resitrix grau (eine weiche, haltbare und --teure EPDM-Bitumen-Dachbahn) decken lassen, weil ich mir Alublech nicht leisten wollte/konnte. Sieht schick aus, ist letztlich aber auch Mist: Blankes Alublech reflektiert Wärme extrem gut. Resitrix grau reflektiert Infrarot schon besser als -sagen wir- Bitumen-Dachbahn (vulgo 'Dachpappe'), aber die Kuppelhaut wird halt sehr warm. Bei blankem Alu wäre die Erwärmung in der Sonne viel geringer.
Nach dieser Erfahrung muss ich Quanten zustimmen: Dach dämmen, Wände eher nicht.

In dem Sinne wäre eine Holz-Sternwarte besser als eine gemauerte: Die größere Masse der gemauerten Wände speichert die Wärme; Holzplatten kühlen schneller wieder ab.
(Bei der jetzigen Hitze ist eh alles wurscht. Seeing: Sechs. Zwei Stunden nach Sonnenuntergang könnte ich unterscheiden, ob ich Saturn oder Jupiter eingestellt habe...) :schwitz:

Beste Grüße
-wunni
 
Meine Sternwarte ist weiss - Dach und Wände. Die Konstruktion aus Holz und die Aussenschicht aus Blech.

Und ja, möglichst nichts isolieren, denn die Isolation speichert, wie oben scon erwähnt, die Wärme. Leider habe ich genau diesen Fehler gemacht, da ich eine kleine Werkstatt nebenan habe. Allerdings habe ich sowieso Probleme mit Luftunruhe, wegen der Nähe zur See.

\TomHa
 
Hallo Stefan,
Ich hab mir auch eine Rolldach Holzhütte gebaut. Verschiedene Schlitze sollen die Belüftung sicherstellen. Fürs Beobachten ist der Temperatur-Feuchteausgleich nach Öffnung schnell geschehen.
Anders verhält es sich bei Nebellagen im Herbst/Winter wenn auch im Innern der Taupunkt erreicht /unterschritten wird !
In diesem Zeitraum versuch ich in den Morgenstunden mit zeitgesteuerten Heizmatten aus dem Terrarium Bereich vorallem den Hauptspiegel des Newtons leicht wärmer als die Umgebung zu halten um den Feuchtigkeitsbeschlag zu verhindern.
CS
Marc
 
Hallo Stefan,

ich habe meine Sternwarte mit 15cm Abstand vom Boden auf 4 Quadratische Fundamente aus Beton - Kaminrohr gebaut.
Belüftung von unten ist dann kein Problem, der auf den 4 Fundamentsteinen und 120x200mm Holzbalken ligende Holzboden kann so nie Schwingungen an die Säule angeben!
Materialkosten damals 1.580,- DM

Darauf könnte man auch so eine fertige Gartenlaube draufstellen!
> https://www.hornbach.de/shop/Gartenhaus-Karibu-Kodiak-6-302x306-cm-natur/5969243/artikel.html <

Hier mal eine schnelle Skizze, für eine Klappdachhütte mit weniger Platzverbrauch gegenüber Einer, mit abfahrbarem Dach!
http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_Klappdachhtte_1.jpg
Bei Interesse kann ich es weiter ausarbeiten.

Eine Schiebedachhütte könnte man auch aus so einem Gartenhaus herstellen, kommt alles auf den verfügbaren Platz an!


Link zur Grafik: http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_2_sternwachte1_1_Kopie_1.jpg Link zur Grafik: http://www.g2-astronomie.de/images/sternwachte2.jpg
Wird die Hütte 15-20 cm vom Boden erhöht auf Fundamente gebaut, so fault einem der Boden nicht weg, wie bei so vielen Hütten die einfach nur auf Bodenplatten stehen und alles ist so auch gut durchlüftet!

Hier was zu Fundament + Säule: meiner klassischen Klappdachhütte 3x3m Baujahr 1983 mit 1mm Alublech gedeckt und hat alle Winter bis heute sehr gut überstanden!
http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/viewtopic.php?t=4

Die Hütte ist ja gut durchlüftet, nur im Sommer wird thermostatisch nachmittags ein Lüfter zugeschalter um die Hitze zu senken!

Das Alublech ist von Innen mit Isotapete beklebt, ich habe die ganzen Jahre kein Schwitzwasser gehabt!
Auch die Schneelast von max. 30cm 4x in all den Jahren hier in Hürth bei Köln, konnte dem Dach nichts anhaben!

Was mich erstaunt hat, das Alublech glänzt immer noch in der Sonne, es muss wohl beim Walzvorgang, so dauerhaft mit Teflongleitmitel beschichtet worden sein, das Es die 38 Jahre so überstanden hat!

Die Hütte wurde in der Zeit 8x Abgebürstet und neu mit Finis gestrichen, und natürlich stark nachgedunkelt, deshalb hab ich sie nun Hell lasiert!

Ich wollte auch nicht soviel Platz im Garten für eine Abfahrbare Hütte verbrauchen, deshalb eine Klappdach mit 2 je 65 Kg Dachflügeln!

Die oft angeführten ca. 400 Kg Schiebedächer sind also nicht nötig, mit meiner Dachflächen - Konstruktion käme man auf ca. 130 Kg.

Ich kann die Dachhälften immer noch leicht hochdrücken und mit dem langen Hebel auf die Endlager absenken!

Die schweren Dachbretter und ein Teil der Balken, einer gekauften Gartenhütte, kann man dann für den Büroraum nutzen!

Aus den Dachplanken kann man dann einen, Aus / Einschiebbaren Computerraum machen, der dann auf 2 je 75kg Kugellaufschinen laufen kann!

Fertige Kuppeln / Kuppelobservatorien kosten das Drei,- bis Vierfache!


Gruß Günter
 
Da fällt mir noch ein (wegen 400kg Schiebedächer): Man sollte wissen wieviel Schnee zu erwarten ist. Mein Dach wiegt mehr als 400kg, aber ich kann im schlimmsten Falle auch mal 2 Meter Schnee drauf haben. (Ich wohne in einer Zone 3).
TomHa
 
Hallo,

mein Kollege baute seine Sternwarte aus Stein, dort ist es im Winter immer feucht und klamm. Meine habe ich dann als Holzhütte ausgeführt. Das ganze Jahr über hat es dort ein tolles, angenehmes Wohnhausklima, ist nie feucht. Also unbedingt Holz nehmen!

Mein Dach ist ca. 500kg (keine Schneegefahr). Das bewege ich mit einem Industrietorantrieb, manuell ging es nur mit zwei Personen.

Einzige Störung waren ständige Wespennester. Seit ich in der Hütte den Waspinator aufgehängt habe aber schon seit Jahren nicht mehr (kein Gift, keine Chemie, reines Täuschungsmanöver):


Gruß, Gerd
 
Mein Dach kann ich ohne Schnee sogar von Hand bewegen, aber normalerweise benutze ich eine Winde von Segelbooten, da das Dach recht hoch ist. Bei Holz ist wichtig, dass es außen "weiss" wird, also entweder regelmässig streichen oder mit Blech verkleiden. Und es muss belüftet sein, auch unter/hinter den Blechen, sonst rottet es. Bei Alu- und Stahlblech kein imprägniertes Holz für die Lattung dahinter verwenden! Wenn doch, unbedingt einen Streifen Dachpappe dazwischen. Meine Sternwarte ist jetzt knapp 20 Jahre alt, wird über die Winterzeit ca 70mal pro Jahr benutzt und muss nächstes Frühjahr auf den Blechen von Moos befreit werden. Unter den Blechen ist alles tadellos.

Wenn eine gemauerte Sternwarte tatsächlich "feucht" ist, dann ging da was schief. Vielleicht mal an der Seite aufgraben und von aussen versiegeln und dafür sorgen, dass innen Luft reinkommt. Oder der Kollege hat vergessen unter dem Betonfundament Kiesbett und Isolation zu legen, so dass die Feuchtigkeit aus dem Boden kommt und im Gamäuer hochzieht. Bei ungeheizten Konstruktionen sollten 5-10cm Isolation auf dem Kiesbett schon reichen. Man könnte versuchen, eine Zwangsentlüftung (mit bodennahen Ventilen) einzusetzen oder im schlimmsten Fall sogar nahträglich eine Drainage anfertigen und vor allem aber das Regenwasser weiter weg ableiten. Das ist auch bei Holzkonstruktionen wichtig. Bei mir ist der Beobachtungsraum zwar relativ groß, aber in dem anderen Teil des Gebäudes, wo das Dach raufgerollt wird, habe ich an der Nordwand so eine Lösung aus so eine Art "Schornstein aus Holz" und Ventilen gebaut. Das zieht ganz gut raus, aber man braucht etwas Höhe in der Konstruktion damit dieser "Schornstein" auch genug Sog entwickelt. Die Zu-Luft wird aus dem Beobachtungsraum gezogen. Beim Beobachten sind die Ventile zu, weil das Dach diese dann oben abschließt.

Wespennester, Laub und Vogelschiss hatte ich im ersten Jahr aber jetzt habe ich die hier üblichen Insektennetze dran und keine Wespen und Vögel mehr. Etwas Laub kommt komischerweise rein, aber ich weiß nicht wie das kommt.... Muss ich noch rauskriegen. Vielleicht trage ich das mit den Schuhen rein. Außerdem musste ich die Laufrollen einmal ersetzen, weil das Gummi aufgab. Metallrollen wollte ich nicht, um die Lautstärke so niedrig wo möglich zu halten. Daher sind die Laufschienen aus Holz und die Rollen jetzt aus Kunststoff. Wenn ich es mal wirklich eilig habe (Regen), kann ich einen Akku-Schrauber an die Winde halten.

\Tom
 
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