Steuerung einer Taukappenheizung

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H_Kay

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Hallo Astrofreunde,

Die Suchfunktion im Forum hat mir leider nicht geholfen, weshalb ich für meine Frage diesen Thread erstelle.

Ich habe für mein Teleskop eine Heizmanschette für die Beheizung der Taukappe. Bei den Taukappenheizungen in den Astro-Webshops wird als Zubehör in aller Regel noch ein kleines Steuerungskästchen mit angeboten. Nun zu meiner Frage: Ist diese Kästchen notwendig? Oder kann man die Heizmanschette auch direkt an den 12V-Akku anschließen?
Ich vermute ja, dass der direkte Anschluss auch funktioniert, insofern die Stromaufnahme der Heizung den Akku nicht zu schnell leer saugt. Aber ist diese Vermutung richtig oder ergeben sich daraus noch weitere (technische) Nachteile?

Grüße,
Hardy
 
Hallo Hardy,

natürlich kannst die Taukappe auch direkt an die erfordeliche Spannungsquelle anschließen.
Hast dann aber keine Regelmöglichkeit(außer Ein-/Ausstecken), die Heizung läuft so immer auf voller Leistung, was sehr unkomfortabel und stromfressend ist.

Besser ist da schon eine kleine PWM-Regelung und ja wahrlich auch nicht sooo teuer.
 
Hallo Hardy,

Wenn das Heizband für 12V zugelassen ist kannst du das auch direkt an die Batterie hängen. Für die von Astroleuchten.de gibt es z.B. die passenden Datenblätter mit allen Informationen bei denen auf der Internetseite. Damit kannst du dir den Leistungsbedarf an deine Batterie selber ausrechnen.

CS
Dirk
 
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Danke für die Info.

Kannst du mir sagen, wie teuer die PWM-Regelung ist und wo man die finden kann? Ich habe nur eine Steuerung für 66Euro gefunden, was ich schon viel finde.

Viele Grüße,
Hardy
 
Hallo Gerrit,

Danke für die Anregung. Konntest du das Gerät schon mal testen? Bei solcher Grammatik in der Beschreibung bin ich immer etwas vorsichtig bei elektronischen Geräten (Stichwort: Tau?)...

Viele Grüße,
Hardy
 
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Hallo Hardy,
Zitat von H_Kay:
Kannst du mir sagen, wie teuer die PWM-Regelung ist und wo man die finden kann?
kommt natürlich immer auf die geforderte Leistung an.

Ich für meinen Bedarf löte mir Sowas selbst zusammen :cool: , jedoch wenn ich mir das von Gerrit gezeigte Teil preislich(3,99€ inkl. Versand) so anschaue, und ich glaube schon zu wissen welche Teile in eine hinreichend stabil funktionierende PWM dieser Leistung gehören, kann ich nur sagen "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube".

Aber was solls, probiers einfach mal..ist ja kein Vermögen. Wünsche Dir das das Ding nicht schon in der ersten Nacht abraucht.

Lebensgefährlich kann es ja trotz Tau nie werden bei einer Spannung von 12V.
 
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Hallo Werner,

Meine Heizmanschette benötigt bei weitem nicht so viel Strom (ca. 0,5A). Zum Zusammenbasteln ist mir meine Zeit zu schade, auch wenns ne lehrreiche Geschichte wäre, würde sie wohl zu lange dauern ;)
Aber qualitativ habe ich auch so meine Zweifel. Wobei das Teil von mehreren Shops bei Amazon für bis zu 10 Euro zu kaufen ist und da auch welche mit mehreren guten Bewertungen dabei sind.

Viele Grüße,
Hardy
 
Hallo Hardy,

kommt drauf an, was für eine Leistung für die Taukappenheizung benötigt wird. I.d.R. sind das nur wenige Watt.
Dann ist es entscheidend, wie groß der Widerstand Deiner Taukappenheizung ist.
Zusammen mit der Leistung, dem Wiederstand und der Spannung kannst Du dann die Spannung errechnen, die einzustellen wäre.

0,5 A sagt alleine nichts aus. Vielleicht ist das der Maximalwert. Tatsächlich wären das bei 12 Volt nur 6 Watt.

Also, wie gehe ich vor, wenn ich sowas einstelle?

(i) P := U*I
wobei P - Leistung, U - Spannung, I - Stromstärke

Mit dem Ohmschen Gesetz kannst Du die entsprechende Spannung für den geforderten Leistungsbereich berechnen.

(ii) Ohmsches Gesetzt: R := U/I
<=> I = U/R

Mit (ii) in (i) folgt:

(iii) P = U^2/R

Du willst nun weiter wissen, was für eine Spannung Du benötigst?
Stelle (iii) nach U um:

U = (P*R)^-2, (x^-2 := die Qudratwurzel aus x)

R kannst Du mit einem Multimeter messen und ist konstant. U kannst Du beim Einstellen messen. Wobei es bei Amazon auch günstige Voltmeter gibt!! Mit einem Marker kannst Du dann die Einstellung an dem Device oben markieren.

Zu den 8A sag ich nur: Aber bei der Leistung die hier abgerufen wird, reicht das Ding allemal. Es kommt auf die Gesamtleistung und damit implizit auf den Widerstand des Verbrauchers an. 8 Watt bei 1Volt und 8 Ampere bleiben 8 Watt.

Vergleicht mal die Lösungen von Kendrik, sauteuer und da ist noch weniger Elektrik drinn. Und wie haltbar sind die Dinger?

Grüße,
Gerrit
 
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Hallo!

Ich will hier nicht meckern, trotzdem frage ich mich, wieso eine Taukappenheizung immer regelbar sein muss? Ist die Leistung zu hoch, zieht sie den Akku leer, ist sie zu niedrig eingestellt taut die Optik zu. Ist es die Experimentierfreude?

Es gibt zahlreiche Bauanleitungen im Netz, die recht einfach auch für den Unbedarften Anwender den Selbstbau einer Taukappenheizung beschreiben. Und das ganze zu nur einen Bruchteil der Kosten im Vergleich zu kommerziellen Angeboten. Und diese Bauanleitungen gehen von Berechnungen aus, die auf die betreffende Optik ausgelegt sind. Da ist eine Steuerung unnötig - die haben weder zuviel noch zu wenig Leistung.
Wenn ich mir eine Heizung baue, dann kostet die selten mehr als 7 Eulen, da ist der 3Pin-XLR-Stecker mit 3.15€ das teuerste Teil. Da geht zwar eine Stunde Bastelzeit drauf, aber wenn man bedenkt wieviel Zeit man täglich vor der Klotze verbringt ...

Nur so als Denkanstoß.

Grüße,
Matthias
 
Hallo Hardy,

Gerade mal so einen Reglung gebastelt für eine Fangspiegelheizung. Geht auch für einen 6W Taukappenheizung oder Okularheizung. Deine PWM Frage wird auch verdeutlicht.

Fangspiegelheizung einer 10" Newton

Gruß,

Robert
 
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Zitat von Refek:
Hallo!

Ich will hier nicht meckern, trotzdem frage ich mich, wieso eine Taukappenheizung immer regelbar sein muss? Ist die Leistung zu hoch, zieht sie den Akku leer, ist sie zu niedrig eingestellt taut die Optik zu. Ist es die Experimentierfreude?

Es gibt zahlreiche Bauanleitungen im Netz, die recht einfach auch für den Unbedarften Anwender den Selbstbau einer Taukappenheizung beschreiben. Und das ganze zu nur einen Bruchteil der Kosten im Vergleich zu kommerziellen Angeboten. Und diese Bauanleitungen gehen von Berechnungen aus, die auf die betreffende Optik ausgelegt sind. Da ist eine Steuerung unnötig - die haben weder zuviel noch zu wenig Leistung.
Wenn ich mir eine Heizung baue, dann kostet die selten mehr als 7 Eulen, da ist der 3Pin-XLR-Stecker mit 3.15€ das teuerste Teil. Da geht zwar eine Stunde Bastelzeit drauf, aber wenn man bedenkt wieviel Zeit man täglich vor der Klotze verbringt ...

Nur so als Denkanstoß.

Grüße,
Matthias

Hallo Matthias,

da kann grundsätzlich die Anforderung bestehen, daß man mehrere Systeme hat mit einer Taukappenheizung (unterschiedlicher Länge, unterschiedlicher Widerstand).
Das hat also mit Experimentierfreude nichts zu tun.
Wenn man sich alles selbst baut, ohne auch mal auf günstige Lösungen zu schauen, dann ist man nur noch am Basteln. Und ... weniger am Beobachten.

Und wenn sich jemand den Selbstbau nicht zutraut, dann ist das auch akzeptabel. Dann hat er wenigstens das Werkzeug noch nicht dafür. Das käme noch dazu...

Und da ist auch die Frage, wieviel Zeit man hat. Warum soll ich 1..2h für etwas investieren, was ich verstanden habe und doch für 5..6 Euro kaufen kann.

Grüße,
Gerrit
 
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Hallo,

Naja, die Heizmanschette habe ich nun schon. Ich werde als erstes mal die Regelung per Hand versuchen. Mal sehen wie das funktioniert.
Zum Basteln habe ich noch genug andere Sachen rumliegen, weshalb ich nach einer verwendbaren, fertigen Lösung suche.
Aber danke für den Link zu dem Selbstbauartikel.

Viele Grüße,
Hardy
 
Nabend.

Ich hab mir kürzlich eine Taukappenheizung für mein C8 selbst gebastelt. Da die von den Abmessungen passende Heizfolie nicht lieferbar war musste ein altes Wide-SCSI Flachbandkabel herhalten. Das war außerdem wesentlich billiger, weil schon in der Kabelkruschkiste vorhanden. Ich habe die 68 Adern einfach alle in Reihe geschaltet. (Ein 80 Pin IDE / ATA Kabel müsste auch gehen.) So kam das ganze auf 16 Ohm. An einem vier Zellen LiPo-Akku wird das Flachbandkabel gut handwarm und verheizt ca. 16 W. Da das zu warm ist hab ich aus der Teilekiste einen einstellbaren DC-DC Step-Down Spannungswander gegriffen. Von den Dingern hatte ich mir schon vor längerer zeit mal einen Fünferpack bei diesen Händler aus .de bestellt:
http://www.ebay.de/itm/LM2596-DC-DC...-Power-Supply-Modul-CP07002-A81-/271513582935

An einem Abend hab ich dann mal das C8 hingelegt, Heizung drum, Taukappe drauf, Strom drauf und bin mit der Ausgangsspannung des DCDC Wanderls nach und nach runter. Bei 10 V, entsprechend gut 6 W Heizleistung, stellt sich dann an der Schmidt-Platte eine Temperatur von ca. 1 Grad über der Umgebung ein.

Ich hoffe eine solch einfache Steuerung reicht. Wenn nicht müste eine echte Nachführregelung her. Also ein Microcontroller, der die Umgebungstemperatur und die Temperatur an der Schmidt-Platte misst um letztere immer auf 1, 2, ? Grad über der ersten zu halten. Die Arbeit werd ich mir aber erst machen, wenn die jetzige Lösung nicht zufriedenstellend funktioniert. Die "besseren" Tauschutzheizungen machen das wohl. Ich frag mich aber eben ob solch eine echte Temperaturregelung zwingend nötig ist?

Achja. Für den Fall des Taubeschlags habe ich moch einen Schalter vorgesehen, mit dem ich die Heizung direkt an den Akku schalten kann. Dann wird wie geschrieben mit 16 W geheizt. Quasi um im "Notfall" die Schmidt-Platte schnell zu enttauen. Dauerhaft will man das nicht. Nicht (nur) wegen des Stromverbrauchs, vor allem wegen Seeingeffekten durch den aufgeheizten Tubus!
 
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