Strichführung bei Grobschliff TOT

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Foucault

Aktives Mitglied
Hallo,
nachdem ich mir - mit Forum-Unterstützung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> - ein 90%-Fliesentool für meinen leicht vorgefrästen 18-Zöller gebastelt haben, würde ich nun gerne mit dem Grobschliff loslegen und zwar wenn möglich TOT. Die Frage ist nur: mit welchem Strich? Die Anleitungen, die ich bisher gefunden habe, handeln meistens von kleineren Spiegeln und schleifen MOT...
Wäre für jeden sachdienlichen Hinweis dankbar.
Gruß,
Stefan
 
Hi!

Ist der Rohling komplett ausgehöhlt bzw. die notwendige Pfeiltiefe schon erreicht? Du schreibst was von leicht vorgefräst... Wenn nein, wirst du mit TOT nicht wirklich Erfolg haben. Das Aushöhlen beim Grobschliff geschieht mit viel seitlichem Überhang, Spiegel oben und viel Druck beim Schleifen. Schau dir doch einfach mal die Tipps und Tricks von Stathis an:

www.stathis-firstlight.de

Im blauen Nachbarforum (astrotreff) bist du mit solchen Fragen übrigens besser aufgehoben als hier, da sich dort ein Großteil der Spiegelschleifer tummelt.

Christian
 
Hi,
den Spiegel habe ich schon auf 4mm Pfeiltiefe vorgefräst. Ein paar mm muss ich also noch...Ich meine mal gehört / gelesen zu haben, dass man größere Spiegel (ob 18 Zoll schon dazu zählt, weiss ich nicht...) immer TOT schleift. In Berry / Kriege ist das auch grundsätzlich erwähnt, allerdings steht da zur Strichführung nur (S. 389): "Rough grind the curve by concentrating on the center." Vielleicht findet sich ja auch in diesem Board noch ne Antwort...
 
Hallo Stefan,
mit TOT kannst du den Spiegel nur mit einem merklich kleinerem Werkzeug aushöhlen. 90% ist dazu zu gross, da wird der Rand ja bei jedem Strich mitbearbeitet.
Versuch doch einfach die restliche Tiefe mit Spiegel oben zu erreichen. Das geht mit einem 90%-Werkzeug in einigen Stunden problemlos.

Zu Deiner ursprünglichen Frage: Mit Kleinwerkzeug wie Hantelscheibe oder auch Fliese wird mit zentrischem Strich so ausgehöhlt, so dass der Rand nicht berührt wird. Auch kreisende Striche mit festem Druck auf den auf dem Zentrum liegenden Teil des Werkzeugs funktioniert gut. Der unmittelbare Rand wird dann erst beim Anpassen an die Sphäre mit integriert.

Grüsse Max
 
Hallo,
um kein Risiko einzugehen, habe ich jetzt einfach eine kleine Stahlscheibe (D=18cm) genommen und damit die Mitte TOT ausgehölt. Das ging so gut, dass ich innerhalb von 1 1/2 h die gewünschte Pfeiltiefe deutlich überschritten habe. Jetzt kann ich zum Erreichen der Spähre noch ein wenig TOT mit dem 90%-Tool schleifen und auch am Rand noch ein wenig wegnehmen...
Gruß,
Stefan
 
Hallo Stefan,
das geht ja flott voran. Du machst das absolut richtig, das 90% Werkzeug ist ja noch zu flach und wird sich jetzt an den Spiegel anpassen müssen. Dabei wird der Spiegel logischerweise eher aussen geschliffen und du erhälst automatisch eine geringere Pfeiltiefe und zudem noch eine gute sphärische Form. Die Striche nicht mit zu viel Überhang machen, sonst gibt's eine Hyperbel. Ich denke so 10cm Überhang pro Seite dürfte ein optimales Resultat bringen. Striche weiter zentrisch, damit die Mitte des Spiegels möglichst nichts abbekommt bis das Werkzeug sich angepasst hat.

Grüsse Max
 
Hi,
danke für den Tipp; nur zur Klarstellung: was meinst Du mit "zentrischen Strichen"? Nur "Mitte über Mitte"?
Gruß,
Stefan
 
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