Stromverteilerbox Selbstbau

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fate187

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Guten Tag werte Astrokollegen,

ich bin gerade mit der Planung einer Verteilerbox für meine Geräte beschäftigt. An diese soll auf jeden Fall die Atik 460, das FiRa EFW2 und eine extern geregelte Tauheizung (PID-Steuerung hier aus dem Forum) angeschlossen werden. Zusätzlich sollen noch Anschlüsse für eine Canon EOS, einen Fokusmotor (vermutlich auch Selbstbau in naher Zukunft) sowie eventuell die Anschlüsse zur AZEQ6 und dem MGEN Autoguider integriert werden. Die beiden letzteren sind aus meiner Sicht nicht zwingend notwendig, eher nice to have.

Nun möchte ich jedoch nicht einfach den Verteiler bei der Batterie unterbringen, sondern extern nahe des OTAS/Montierungskreuz. Für mich insofern sinnvoll, da ich dann nur noch ein Kabel nach oben zum OTA führen muss (statt derzeit mind. 4). Den Strom in die Box werde ich mit einem entsprechend dimensionierten Kabel von der Batterie in die Box führen. An der Batterie natürlich abgesichert, ebenso die einzelnen Abgänge in der Box.

Meine Frage zielt in Richtung einer eventuell notwendigen Entkopplung der Abnehmer voneinander.
Ich meine gelesen zu haben, das CCDs durchaus mit Bildfehlern auf Störungen reagieren, die von anderen Geräten ausgehen, die am selben Stromkreis hängen.

Um solche Eventualitäten auch für die anderen Geräte auszuschließen, frage ich mich ob es notwendig ist einen entsprechenden Regelkreis zu integrieren. Falls ja, wie könnte der aussehen. Bei der PID-gesteuerten Tau-Heizung wird eine Zenerdiode und zwei Kondensatoren verwendet, um einen Einfluss durch die PWM auf den Stromkreis auszuschließen. Ich könnte mir vorstellen, dass entsprechend eingesetzte Baueelemente auch jeweils vor dem Ausgang innerhalb der Box platziert werden müssten.


Danke für eure Hilfe.
Grüße

 
Moin Michael,

Zenerdiode und zwei Elko´s? Kannst mir mal die Schaltung dazu zeigen? Ich kann mir zwar was mit einer Diode Vorstellen, aber nicht mit einer Zener.
Ich habe mir meine Stromversorgung auch selbst gebaut, aber ich habe nicht extra an jeden Ausgang einen Filter gehängt. Da sehe ich aktuell keinen Anlaß dazu.
Wenn Du sowas aber machen willst kannst vor jede Verteilerbuchse ein Filterglied bestehend aus Spule und Elko setzen, dazu eventuell noch ein Ferrit um jedes Anschlußkabel.

Gruß Markus
 
Hi Markus,

keine Zener, normale (Schottky)Diode. Mein Fehler.
Der Hintergrund warum ich die Ausgänge filtern möchte liegt darin begründet, da ich von meiner Stromquelle (Batterie) ein ca. 2m langes Kabel zum Verteiler legen möchte.

Ohne Werbung für die PID-gesteuerte Taukappenheizung zu machen:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...ue/Re:_4_Kanal_PID_Temperaturregl#Post1231370
Dort findest du das Manual/Bauanleitung mit einem kurzen Absatz dazu.

Grüße
 
Hallo Michael,

Es freut mich das du diese Bauanleitung gelesen hasst.

Es handelt sich hier nicht um ein Filter, aber um eine Entkopplung der Stromversorgung. Dieser schnelle Schottky Diode blockiert ein grosses Teil der höhere harmonische Frequenzen und Spikes die durch die Umschaltpunkte der PWM Querwellen entstehen. Dies gibt natürlich einen Spannungsverlust von 0,3 bis 0,4 V, aber sichert das diese Störungen durch die 12V Versorgungslinie weiter an andere am 12V angeschlossene Geräte gelangen. Weiterhin ist es eine gute Sicherung der Schaltung gegen falsche Polarität, Fehlanschluss der 12V Versorgung.

Der Pufferelko flacht diesen Störungen weiter ab, kompensiert auch das Teil der Störungen was in der Schaltung unter 12V Spannung entsteht. Der Folienkondensator macht dies auch für höhere Frequenzen als der Pufferelko handeln kann.

Link zur Grafik: http://i1294.photobucket.com/albums/b602/rweust/Ontkoppeling_zps9ifwl9lo.jpg


Ein Schottky Diode am PWM Ausgang schalten hat kein Zweck, weil der Diode dann in Durchlassrichtung geschaltet ist und hiermit keine Störungen blockiert. Hier brauch man ein richtiges Filter. Das heißt wann man überhaupt höhere Frequenzen als z.B. 1200Hz, wie benutzt bei der PID Regler, ausfiltern will. Ob dies Zweck hat am Ausgang, soll man sich fragen.

Man kann aber einfach mit solch eine Schottky Diode / Pufferelko Entkopplung verschiedene Versorgungsgruppen machen wohinter man Geräte die Störungen verursachen (wie PWM Leistungsregler oder DC/DC Konverter) versorgen kann. Störungen werden dann viel schwieriger durch die zentrale 12V Versorgung zu mehr empfindliche Geräte gelangen.


Mit freundlichen Grüßen,
Robert.
 
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Hallo Robert,

danke für die ausführliche Antwort. Ich besitze ja auch solch einen Bausatz der Taukappenheizung von dir. Ausgehend von dem von dir beschriebenen Entkoppelkreis dachte ich, dass es Sinn macht soetwas in die von mir geplante Verteilerbox einzusetzen.

Da deine PID-Steuerung schon solch eine Entkopplung besitzt, würde im wesentlichen nur die CCD und das Filterrad einen Filter benötigen. Die Kühlung der CCD wird auch mittels PWM geregelt?!? Eigentlich könnte man ja davon ausgehen, dass solch hochwertige/teuren Komponenten sowas schon von Haus aus mitbringen.

Da ich nicht weiß welche Frequenzregelung in den Atik-Komponenten zum Einsatz kommen, wird es auch eher ein Ratespiel die Kondensatoren entsprechen anzupassen (Grenzfrequenz).

Vielleicht hast du noch eine Idee?

Danke und Grüße
 
Natürlich hast du einer Michael, wie dumm von mir.


Ich glaube aber nicht das PWM Leistungsreglung bei Peltier Kühlung benutzt wird. Es gibt ein Grund dafür wegen Wirksamkeit, Ich weis aber jetzt nicht mehr genau was. Wahrscheinlich betrifft der Regler der Atik Kühlung einfacher Ein/Aus Steuerung.

Ich wurde es erst mal ohne Filter versuchen. Der PID Regler ist schon von einen MBR2045CT Schottky Diode, 4700 uF Pufferelko und 1uF Folienkondensator entkoppelt. Du kannst von deinen Versorgung (Batterie oder Netzteil) aus auch erstmal zwei 12V Kabel nehmen: einer zum Atik Komponenten und einer zum PID Regler mit Heizungen. Sehr wahrscheinlich genügt dies schon.

Robert.
 
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Hallo Michael,

ich kenne mich mit der Materie nicht aus, aber ich kann mich daran erinnern, dass mal davor gewarnt wurde, Autoguider und Montierung aus einer Stromquelle zu speisen, wenn die beiden auch noch zusätzlich über das Autoguiderkabel verbunden sind. Nach meinem Verständnis müsste ein Optokoppler das vielleicht lösen, aber sicher bin ich nicht und ich weiß auch nicht, ob der MGen einen eingebaut hat.
Wenn das Unsinn ist, bitte einfach ignorieren ;)

Clear skies
Torsten
 
Hallo Torsten,

ich dachte gerade, dass es zu Problemen kommen kann wenn man verschiedene Stromquellen verwendet. Aufgrund der unterschiedlichen "Nullpotentiale". Habe mich aber auch dahingehend nicht genau informiert...

Grüße
 
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