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fastshadow

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Hallo liebe Astro-Fans,

zu Beginn möchte ich sagen, dass ich im Bererich Teleskope blutiger Anfänger bin. Da ich mich dennoch sehr für unseren wundervollen Sternenhimmel interresiere möchte ich mir jetzt doch nun endlich mal ein Teleskop für daheim zulegen.
Hauptsächlich möchte ich dieses Teleskop dafür nutzen, um unsere Planeten sowie den Mond, oder unter anderem auch ein paar Deep-Sky-Objekte erforschen kann.
Damit ihr nicht alles von Anfang an auflisten müsst und sämtliche Recherchen für mich durchführen müsst, hab ich mich schon ein bisschen über einige Teleskope bzw. dessen Zuberhör informiert und möchte euch diese mal vorstellen.

Als Teleskop dachte ich an das Omegon Teleskop N 130/920 EQ-2:
Teleskop Omega

Da bei diesem Teleskop keine Barlowlinse dabei ist, dachte ich es ist garnicht so dumm eine mitzubestellen. Ich fragte mich warum sie bei der kleineren Ausführung dabei ist...:
Barlowlinse

Auf Astroshop steht, dass das oben genannte Teleskop eine Vergrößerung bist zu 260x erreichen kann? wird dies durch die barlowlinse nochmals verdoppelt?

Da ich den Mond anschauen möchte habe ich noch einen Mondfilter ausgesucht:
Mondfilter

Desweiteren plagt mich noch eine allgemeine Frage:
Wenn ich die Planeten oder Deep-Sky-Objekte im Teleskop betrachte, sehe ich dann alles grau? Muss ich dann erst noch einen Farbfilter mitbestellen?

Oder vielleicht reicht mir auch die kleinere Ausführung des Teleskops?
Vielleicht kann mir auch jemand ein paar Links mit Bildern schicken, wie scharf die Objekte denn werden würden mit diesem Teleskop!

Zum Preis sollte ich noch sagen, dass die äußerste Schmerzgrenze bei 300€ liegt. (Teleskop+Zubehör)


Nachdem ich euch nun mit massig Text halb erschlagen habe, bitte ich euch mir etwas bei meiner Entscheidung um mein erstes Teleskop zu unterstützen. Gibt mir einfach ein paar Meinungen oder Verbesserungsvorschläge für mein Einsteiger-Set!

Ich danke schon mal im Vorraus für die Bemühungen!

Mit freundlichen Grüßen
Tobias
 
Hallo Tobias,

das verlinke Teleskop ist nicht die "erste" Empfehlung ;)

Die Montierung (stativ + Teleskopaufnahme) Namens EQ-2 ist zu schwach für ein 5" Teleskop -> Es wackelt und ein scharfstellen ist richtig ekelig ;)

Was du beobachten möchtest (fast alles) hast du ja schon gesagt, hilfreich wären jedoch noch die Randbedingungen, d.h.

- Wo wohnst du (Dorf, Stadt) und wie hell/Dunkel ist es bei dir.
- Bist du Mobil, um mit dem Teleskop auch mal auf freie Feld zu fahren
- Wie alt bist du?
- Hast du schonmal durch ein Teleskop geschaut oder selbst mal eins bedient?

Mein Rat: Suche Kontakt zu Sternenfreunden in deiner Umgebung, um evtl erstmal zu schauen ob dir das Hobby ansich liegt - schau dir verschiedene Geräte live an und schau, ob das gesehene zu deinen Vorstellungen passen.

Zu den Farbfiltern (bzw. Farben)
Es lassen sich nur die hellen Objekte in Farbe sehen -> Planeten wie Mars oder Jupiter; Helle Sterne (Beteigeuze=rot, Wega=blau)
Farbfilter bringen bei der Planetenbeobachtung erhöhten Kontrast, sind anfangs allerdings entbehrlich.
Bei DeepSky machen sie keinen Sinn, da sie einen Teil des Lichts behindern und somit dass Bild immer etwas abdunkeln.
Und Licht wird bei DeepSkyobjekten viel benötigt.

DSO sind generell bei der Beobachtung "Schwarz-Weiß", wenige Ausnahmen (Z.b der Orionnebel der ab 16" leicht grünlich gesehen werden KANN) exestieren zwar, aber ansonsten ist nix mit Farbe.

Also sag mal noch ein bisschen mehr über dich ansonsten kommt nämlich wieder DIE Neulingsempfehlung.
8" Dobson (gebraucht) mit Telrad und DeepSky-Reiseatlas ;)

Spielt Fotografie auch nur irgendeine Rolle für dich?

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Tobias und willkommen im Forum.

Bei dem Teleskop empfiehlt sogar der Händler eine stärkere Montierung, weil die EQ-2 wacklig ist...

Die Barlow-Linse verdoppelt zwar die Vergrößerung, günstige Exemplare verdoppeln aber gleichzeitig auch die Bildfehler. Aber: Die sinnvolle Vergrößerung eines Teleskops liegt bei doppelter Öffnung in mm, so oder so ist bei dem verlinkten Gerät also spätestens bei 260x Schluss.

Ein Farbfilter bringt dir im Deep-Sky-BEreich gar nichts - da verweis ich mal auf die Filter-Seite hier auf A.de. Generelle Antwort: Farbe bei Deep-Sky-Objekten is' nich'. Genauere Antwort: Bei einigen Doppelsternen geht schon was; bei einer Handvoll Nebel mit einem geeigneten Teleskop und viel Beobachtungserfahrung könnte sehr dezent was gehen - aber geh lieber von Schwarz-Weiß aus, egal wie groß das Teleskop ist.

Lies dir mal die Einsteigerthreads hier im Forum durch, in der Regel lautet der Tipp: 8"-Dobson (sieht zwar nach Mülleimer aus, ist im Preis-Leistungsverhältnis aber unschlagbar und kann für ein paar Jahrzehnte langen). Im Biete-Forum stehen öfter welche drin, z.B. ganz aktuell der hier. Damit hast du auch noch Geld für Okulare übrig; Gebrauchtkauf lohnt sich.

Und ganz wichtiger Tipp: Schau auf der nächsten Volkssternwarte vorbei, Liste gibt's unter http://www.astronomie.de/gad Da siehst du, was in einem Teleskop machbar ist. Außerdem beißen die Leute in der Regel nicht, sondern freuen sich, wenn sich jemand für ihr Hobby begeistert ;)

Gruß,
Alex
 
Hallo Michael,
also um deine Fragen zu beantworten:

Wo wohnst du (Dorf, Stadt) und wie hell/Dunkel ist es bei dir?
- Ich wohne in einem eher kleineren Dorf, aber es wäre kein Problem mit dem Auto i-wo hinzufahren. wie haben in der nähe sogar einen berg auf dem man nachts sogar mit klarem auge viele sterne erkennen kann. trotzdem muss man die lichtverschmutzung von einer kleinstadt noch etwas dazuaddieren.

Wie alt bist du?
- 20 jahre alt^^

Hast du schonmal durch ein Teleskop geschaut oder selbst mal eins bedient?
- habe noch nie ein teleskop benutzt noch vormir gehabt, bin wie gesagt blutiger anfänger...

Spielt Fotografie auch nur irgendeine Rolle für dich?
- nein, vllt. später mal aber im moment wäre das zu teuer..., ich will ja nur einmal den sternhimmel genauer betrachten

zur montierung:
warum vermarkten die leute dann so etwas wenn sie im endeffekt doch nur zum wegwerfen ist? oder ist es so schlimm das man garnichts mehr erkenn kann? ich mein man soll ja auch nicht am teleskop reisen wenn man hindurchschaut. bestimmte rezessionen von kunden besagen es sei nicht so schlimm wie alle immer sagen...

zu deinem rat mit den sternfreunden in der umgebung:
hier im forum gibts bestimmt ein thread oder?

desweiteren sag ich mal ist das auf jeden fall ein hobby für mich, da ich mich schon seit mehreren jahren für die astronomie interresiere und auch sehr ausgiebig dafür informiere. bin sogar am überlegen ob ich in dieser richtung studieren soll...

zu dem farbfilter:
sprich ich brauche nur für die planeten und hellen sterne einen?


hoffe damit wurden viele fragen gedeckt und man kann mir weiterhelfen...
 
Hallo Tobias,

mein Rat:
Kauf erst einmal nichts. Informiere dich zuerst einmal ausführlich.
Triff dich mit Sternfreunden aus deiner Gegend.
Sie lassen dich mit durchschauen, zeigen dir in der Praxis
wie es sich mit den verschiedenen Vergrößerungen verhält.
Du kannst dir ansehen welche Montierung man für welches Teleskop
zumindestens braucht damit es nicht zu sehr wackelt.

Eine gute Einsteigerseite ist zum Beispiel diese:

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html

Für 300 Euro kannst du eine gute Einsteigerausrüstung bekommen,
oder auch einen Haufen unbrauchbare Teile. Gute Information
ist beim Teleskopkauf sehr wichtig!

MfG,Karsten
 
Hi!

Die untermontierten Geräte verkaufen sich über Preis, nicht über die Qualität. Komplettgeräte mit brauchbarer parallaktischer Montierung (was man sich so gemeinhin unter astronomischer Montierung vorstellt) fangen so um die 500 Euro Neupreis an, wenn sie was taugen sollen. Alles drunter ist meist suboptimal. Die günstigen (schwach montierten) Teleskope schwingen halt nach, wenn du am Fokussierrad drehst - bei 100- oder 200-facher Vergrößerung kannst du dann nicht mehr scharf stellen, weil dein Ziel aus dem Gesichtsfeld gewandert ist, bevor das Bild zur Ruhe kommt.

Für unter 300 Euro wirst du auch gebraucht kaum eine brauchbare Ausrüstung kriegen, wenn's kein Dobson sein soll (warum nicht?) - allein ein solides Stativ kostet einiges an Geld (schau mal im Fotoladen vorbei).

Da bleibt nur, auf der nächsten Volkssternwarte/Verein vorbeizuschauen - in der Regel sind da auch mobile Geräte vorhanden, die Mitglieder nach Einweisung ausleihen können, bzw. du kannst als Mitglied die dort vorhandenen Geräte nutzen und wirst wesentlich mehr sehen (und vor allem auch am Himmel finden!), als wenn du es mit einem kleinen, eigenen Teleskop auf eigene Faust/nur mit virtueller Hilfe aus dem Forum versuchst. Schau dir da die Geräte an, dann wird dir auch klarer, wo bei "Wackeldackeln" die Probleme liegen. Das GAD hab ich ja schon verlinkt.

Gruß,
Alex
 
Hallo Kerste,

Komplettgeräte mit brauchbarer parallaktischer Montierung (was man sich so gemeinhin unter astronomischer Montierung vorstellt) fangen so um die 500 Euro Neupreis an, wenn sie was taugen sollen.

www.teleskop-austria.at/

bot neulich einen Tal 1 auf Tal Säule und Tal Montierung für
noch unter 200 Euro an. Neu!

Für unter 300 Euro wirst du auch gebraucht kaum eine brauchbare Ausrüstung kriegen, wenn's kein Dobson sein soll

ein belgischer Sternfreund bot einen Vixen 80mm f/15 FH
auf Vixen NP Montierung für wenn ich mich recht entsinne
schlappe 220 Euro an. Da wäre ich beinahe selbst schwach geworden.

Man muß sich zuerst gut informieren, dann den Gebrauchtmarkt
beobachten und, wenn sich eine gute Gelegenheit ergibt, zugreifen.

Oder wenn es unbedingt Neuware sein soll:
Verschiedene Händler anschreiben was bei ihnen ein brauchbarer
114/900mm Newton auf einer Skywatcher EQ3 Montierung kosten soll.

CS,Karsten
 
Hallo Tobias,

der Dobson welchen Alex verlinkt hat wäre wirklich eine Überlegung wert.
Wenn Du aber eine parallaktische Montierung bevorzugst, mußt Du eben bei der Öffnung sparen.

z.B. hier: 150/750 auf NEQ3

Liegt etwas über Deiner Schmerzgrenze.
150mm zeigen auch schon eine menge an Planeten und Deep Sky und die NEQ3 sollte auch in Ordnung gehen.
Als "Planetenspezialist" gibt es die gleiche Öffnung:

150 / 1200 NEQ3

aber mit 1200mm Brennweite. Da dürfte die Montierung schon überfordert sein.

VG,
Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
zuerst möchte ich mich für die bemühungen einmal an alle bedanken. ihr habt mir bei dem kauf meines ersten teleskop den horizont etwas erweitert.
den tipp von karsten werde ich mir warscheinlich an die brust nehmen und erst einmal genauer noch recherchieren.
falls das hier jemand liest...
ich komme aus dem raum rastatt und suche jemand der erfahrung mit teleskopen hat.
dennoch möchte ich sagen, das teleskop, dass ich mir kaufen möchte muss nicht unbedingt gleich ein high-end gerät sein mit dem ich fast bis zum urknall zurückschauen kann^^
ich möchte lediglich die planeten und wenige deep-sky-objekte vor die linse bekommen.
gibt es denn kein 150mm teleskop das in der preisgegen von 200€ liegt?
 
>> ..gibt es denn kein 150mm teleskop das in der preisgegen von 200€ liegt? <<

Ja klar! Als optischen Tubus oder eben als Dobson.
Wenn Du erst einmal ohne parallaktische Montierung auskommst und Dir vielleicht eine Rockerbox darunter bastelst (Anleitungen gibt es im Netz), wird die Auswahl wieder größer.

Die Montierung zu einem 150er Newton z.B., kann man sich dann später kaufen.

Übrigens: So ein langbrennweitiger Refraktor, wie ihn Karsten erwähnte, wäre sicher auch etwas für deine Zwecke.
 
Hi Karsten!

Drum schrieb ich im Satz danach:
Zitat von kerste:
Wie dem auch sei: Wirklich gute Angebote in der Preisklasse, die nicht nur für Sammler, sondern auch für Einsteiger lohnenswert sind, sind rar. Würdest Du wirklich zu einem 80/1200 als Einstiegsgerät raten, budgetbedingt evtl. nur mit dem Herstellerhandbuch?

In Heilbronn weiß ich auch noch von einem gebrauchten 150/1000 Kat-Newton von Bresser, der okay sein könnte (schaut zumindest robuster aus als die unsäglichen Seben-Teile - durchgeschaut hab ich noch nicht, und bei Kat-Newtons bin ich dank Seben skeptisch) und in die Preisklasse fallen würde. Wäre aber noch halbwegs in deiner Nähe - ich könnte fragen, ob er noch zu verkaufen ist.

Die Russen vergesse ich als gerne, ist halt nichts, wo man so leicht ran kommt... Lajos scheint ja auch keine mehr auf seiner Homepage zu haben.

=> Tobias: Nimm mal eine DSLR in die Hand und schau dir im Laden die Stative an, denen du die Kamera anvertrauen würdest und bei denen du davon ausgehen würdest, dass sie weniger wackeln als wenn du die Kamera in der bloßen Hand hältst - und schau dir dann das Preisschild vom Stativ an. Dann überleg mal, wieviel Geld für die Optik übrig bleibt, wenn du auf das Stativ noch ein Teleskop draufschnallst, das 100x oder 200x vergrößern soll.

Wenn du selber basteln willst/kannst, kannst du dir auch ein Stativ selber basteln und mal nach "Pipemount" googeln. Aber wenn du das Material bezahlen musst und nicht eh schon da hast, wird's auch wieder knapp.

Bei Bad Herrenalb hat die Astronomische Vereinigung Karlsruhe auf der Teufelsmühle eine wirklich nette Sternwarte gebaut, die allerdings nur selten für die Öffentlichkeit nutzbar ist.

In Pforzheim und Bellheim (Pfalz) kenne ich noch Sternwarten, wie's in Rastatt und Umgebung aussieht, weiß ich grad nicht. Siehe GAD, oder frag mal im Board "Treffpunkt" nach, da geht's nicht so leicht unter.

Gruß,
Alex
 
Hallo nochmal Tobias,

Auch ich Frage nochmal ganz frech weil noch keine Antwort gegeben: "Warum kein Dobson?"

Ich persönlich habe auch (noch) keinen, da ich mit Fotoambitionen an das Hobby herangegangen bin, aber für das rein visuelle (wenn man zugleich auch noch mobil ist) wäre ein Dobson eig. optimal.

Vor allem bei DeepSky spielt sich die Öffnung aus.

Ansonsten sind für 300,-€ eher weniger Konkurrenzfähige Teleskope zu bekommen. Der 6" f8 (150/1200 Skywatcher) auf der NEQ-3 Montierung ist überfordert - ich hatte den Fehler gemacht und eben diesen zum Einstieg gekauft. Die EQ-3 hatte ich genau 3 Monate, und habe dann eine Celestron ADM als stabile Alternative nachgekauft.

Falls du mit einem Newton parallaktisch beginnen möchtest solltest du bedenken (das stört auch einige): Das Teleskop muss in den Rohrschellen der Montierung gedreht (umgeschlagen) werden, wenn man die Himmelsrichtung wechselt, die man beoabchten möchte.

Ein Achromatisches Teleskop ist ansich auch eine feine Sache (habe mir erst kürzlich einen 90/900 zugelegt) und kann viel Spaß machen, aber bedenke - ein allrounder nach heutigen Maßstäben ist das nicht!
Die kurzen und dicken Achromaten sind sog. Farbwerfer, d.h. alle helleren Objekte haben einen Blausaum ;
Die längeren schmalen Achromaten haben diesen weniger stark ausgeprägt, allerdings sind diese schwerer zu montieren (Ich habe für meinen 90/900 eine CG-4) und können am Himmel keine so großen Bildausschnitte zeigen.

Also mach dir nochmal gründliche Gedanken, warum es kein Dobson sein darf - in der Preisklasse bietet er die biste Optik.

Viele Grüße

Michael
 
Sorry Alex,

aber der Vergleich mit Fotostativen hinkt etwas. Fotostative sind schon vom Einsatzzweck anders konzipiert als Stative von Montierungen. Bei einem Fotostativ muss Stabilität mit Transportabilität in Einklang gebracht werden. Mit entsprechender Materialauswahl und Präzision. Auch der Markenname spielt in dieser Anwendergruppe eine Rolle.
Auf welches Fotostativ willst Du denn einen 150er Newton samt Montierung setzen. Da geht es weit in den Studio/Profibereich hinein mit kaum noch bezahlbaren Preisen.
Mal ein Beispiel:
Welches Stativ hält z.B. einen 150er Newton samt Monti stabiler? Das „billig“ Alu-Stativ der EQ3 oder das Manfrotto CF 2 Video Tripod 75 für über 500 Mäuse?
Böse Zungen würden jetzt sagen: Keines von beiden! :/

VG,
Michael
 
Hi!

Klar, nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich - aber zumindest meinen ED80 (ca. 4 kg) hab ich eine zeitlang recht ordentlich mit einem Videoneiger auf einem Berlebach Report betrieben, das ich jetzt als Fotostativ nutze. Mit einer Giro (Mini) und einem Gegengewicht könnte ein 150er Newton darauf auch gehen. Andere nutzen kleine Achromaten auf Stativen, denen ich meine Kamera nicht anvertrauen wollte...

Die Alustative aus drei Vierkantrohren kannst du meiner Meinung nach alle in die Tonne kloppen, genau wie viele leichte Fotostative (wenn mehr als eine kompakte Digiknipse drauf soll). Für Teleskope kommen mir nur noch Stahlrohr (oder evtl. Alurohr) oder besser Holz ins Haus.

Und genau um das "kaum bezahlbar" geht's mir bei dem Beispiel ;) Auch ein Astrostativ soll (meiner Meinung nach) transportabel und stabil sein, sonst kann ich gleich zur gusseisernen Glockensäule (oder billiger der mit Beton gefüllten ausgedienten Gasflasche) greifen, die dann halt immer am selben Fleck steht - dafür aber bombenfest. Wenn der Unterbau wackelt, macht Beobachten leider keinen Spaß (aber vielleicht bin ich auch nur verwöhnt).

=> Tobias: Das ist das alte Problem parallaktisch montierter Teleskope: Es bleibt zu wenig Geld für die Optik übrig, wenn der Unterbau (sowohl Stativ als auch Montierung) stabil (und transportabel) sein sollen. Nicht zuletzt deshalb wird immer gerne der Dobson empfohlen, wenn das Budget knapp ist. Andernfalls nutz lieber die Geräte der nächsten Sternwarte, als was billiges (und nicht: preiswertes) zu kaufen. Damit hast du mehr Spaß (klare Nächte sind ohnehin selten), und Karlsruhe ist nicht so weit von dir entfernt.

Gruß,
Alex
 
Hallo Tobias,

schön, daß Du vor einem Kauf fragst, und nicht danach, wenn es zu spät ist.

Zitat von fastshadow:
Als Teleskop dachte ich an das Omegon Teleskop N 130/920 EQ-2:
Teleskop Omega
Die EQ2 ist für das Teleskop zu schwach, eine Astro3 ginge vielleicht, eine EQ3 wäre in Ordnung.

Da bei diesem Teleskop keine Barlowlinse dabei ist, dachte ich es ist garnicht so dumm eine mitzubestellen. Ich fragte mich warum sie bei der kleineren Ausführung dabei ist
Weil man dann mit Vergrößerung werben kann. Denselben Zweck erfüllt oft ein 4-mm-Okular Bauart SR.

Auf Astroshop steht, dass das oben genannte Teleskop eine Vergrößerung bist zu 260x erreichen kann?
Öffnung in Millimetern, multipliziert mit zwei, ergibt die maximal sinnvolle Vergrößerung (bekannte Faustregel).

Wenn ich die Planeten oder Deep-Sky-Objekte im Teleskop betrachte, sehe ich dann alles grau? Muss ich dann erst noch einen Farbfilter mitbestellen?
Mars ist rötlich, Saturn gelblich, Jupiter hat verschiedenfarbige Bänder, Sterne können in Abhängigkeit von ihrer Temperatur unterschiedliche Farben haben.

Allerdings dienen Farbfilter nicht dazu, die Objekte bunter zu machen, sondern nur Wellenlängenbereiche durchzulassen, in denen bestimmte Oberflächenstrukturen besonders viel Kontrast zu anderen in ihrer Nähe haben. Im Deep-Sky-Bereich filtert man bei Gasnebeln gerne alles Licht weg, was von unserer Atmosphäre oder der Straßenbeleuchtung kommt. Der Filter läßt dann nur noch Wellenlängen passieren, die nur von dem Objekt kommen. Allerdings sind solche Filter teuer. Grau bleiben die Nebel weiterhin, sie stehen aber viel kontrastreicher im Bildfeld.

Zum Preis sollte ich noch sagen, dass die äußerste Schmerzgrenze bei 300€ liegt. (Teleskop+Zubehör)
Reicht schon. Montierung SkyView oder EQ3, darauf geht dann ein 130/650er oder ein 150/750er. Okulare ersteigerst Du in der Bucht oder ergatterst sie unter den Schnäppchenangeboten der Händler. Mit Plössls liegt man selten falsch.

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
nochmals möchte ich mich bei allen beteiligten für die bemühungen bedanken.

michael, du hast auf das Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD NEQ-3 verwiesen. sagen wir einmal ich würde den betrag für dieses teleskop ausgeben, wäre dieses teleskop eine richtige wahl?

im laufe dieser diskussion ist mir noch eine frage eingefallen die ich noch stellen wollte?

wenn ich mit meinem teleskop auf z.b. jupiter schaue, wandert er mir nicht innerhalb von weniger zeit von der linse weg?

zum dobson: dies ist mir einfach zu groß und geräumig...

vielen dank nochmal an alle!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi!

Zum Thema groß und sperrig: Der Tubus (das eigentliche Teleskop) ist der selbe, nur die Montierung ist anders. Schau dir mal http://www.taunus-astronomie.de/art_scopes.html an, vor allem das letzte Bild. Der Dobson ist das größere, leistungsstärkere Instrument...

Die ganzen Himmelsobjekte wandern je nach Vergrößerung recht flott durch das Gesichtsfeld. Beim Dobson musst du nachschubsen, bei anderen azimutalen Teleskopen ebenso, außer die Montierung hat Feintriebe, dann musst du an denen drehen - in beiden Achsen. Bei einer parallaktischen Montierung musst du nur in einer Achse nachführen.

Motoren, die dir die Nachführung abnehmen, kosten extra - eine azimutale Montierung braucht zwei Stück, bei einer parallaktischen langt einer. Trotzdem werden meist beide Achsen motorisiert, das erleichtert das Einstellen.

Bei 150x muss man schon recht häufig nachführen - das geht beim Dobson, indem man gleichmäßig Druck in eine Richtung ausübt, und beim parallaktischen Teleskop, indem du eine Hand auf dem Feintrieb der so genannten Rektaszensionsachse lässt (die ist parallel zur Erdachse) und immer wieder ein bisschen drehst. Je größer das Eigengesichtsfeld deiner Okulare ist, desto länger dauert es, bis das Objekt aus dem Gesichtsfeld wandert. Zugegeben: Das ist Übungssache. Es gibt immer wieder Leute, die mit Dobson-Schubsen nicht zurecht kommen - und es gibt immer wieder welche, denen eine parallaktische Montierung für visuelle Beobachtungen zu schwer und unhandlich ist (daher ist mein Refraktor im Avatar-Bild auf einer azimutalen Montierung mit Feintrieben montiert, beinahe Dobson-like). Ich verweise immer gerne auf dieses Filmchen ;) Auch daher ist es wichtig, sich die Dinger mal in echt anzusehen. Am 18. September ist in Villingen-Schwenningen übrigens eine große Astro-Messe, die AME. Hier ist noch eine Liste mit Teleskoptreffen, um mal durchschauen zu können.

Beim parallaktisch montierten Newton musst du übrigens gelegentlich das Teleskop in seinen Rohrschellen drehen - vor allem, wenn du quer über den Himmel schwenkst. Sonst ist das Okular auf einmal unten. Das ist zwar kein Problem (zwei Schrauben lockern, Tubus drehen, fertig), aber etwas weniger komfortabler als bei einer azimutalem Montierung a la Dobson oder Pipemount (alternativ: hier).

Gruß,
Alex
 
Zitat von fastshadow:
auf das Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD NEQ-3 verwiesen. sagen wir einmal ich würde den betrag für dieses teleskop ausgeben, wäre dieses teleskop eine richtige wahl?
Es braucht zwar im Bereich hoher Brennweiten und hoher scheinbarer Gesichtsfelder recht teure Okulare (in fast allen anderen Fällen reichen Plössl), aber dennoch würde ich zu "ja" tendieren.

Grüße

fquadrat
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Kurz:
Ich würde @fquadrat vertrauen. ;)
Er besitzt ja beide Ausführungen des Newton.
(Ob es aber Skywatcher sind, weiß ich natürlich nicht)
Selbst durchschauen und ausprobieren ist natürlich die beste Methode.

VG,
Michael
 
Ich persönlich habe einen 150/750 von GSO mit hoher Obstrusion im Einsatz. (Fangspiegel =63mm)

Bzgl. teurer Okulare bei hohen Brennweiten - Es kommt zusätzlich immer drauf an, wie tolerant man gegenüber dem Newton-Koma ist - ich glaube fast, dass ist ähnlich wie der Farbfehler bei Refraktoren.

Manche stört es überhaput nicht, und andere bekommen Augenkrebs.

Also selbst Probe-gucken, ob es nicht auch vieelicht einfache Erfles oder SWAs tun

Viele Grüße

Michael
 
Koma in lichtstarken Newtons, Asti in Okularen

Hallo Michael,

Bzgl. teurer Okulare bei hohen Brennweiten - Es kommt zusätzlich immer drauf an, wie tolerant man gegenüber dem Newton-Koma ist ...

ich glaube hier liegt ein Mißverständnis vor.
Die teuren, an f/5 noch gut abbildenden Okulare machen nichts
an der Koma. Die off-axis, also abseits der optischen Achse
auftretende Koma wird vom Parabolspiegel hervorgerufen.

Billige für f/5 ungeeignete Okulare addieren zu dieser Koma
noch eigenen off-axis Astigmatismus. Dieser kann so stark ausfallen
daß die Koma nicht mehr sichtbar ist, weil der Astigmatismus
die Sternabbildung so extrem verschlechtert.

Teure für f/5 geeignete Okulare zeigen dagegen keinen Okularastigmatismus.
In ihnen kann man dann die off-axis Koma des Spiegels sehen.

Es gab übrigens früher auch ein komakompensierendes Okular:
Das "Pretoria"-Okular, entworfen vom deutschen Optikdesigner
Heinz Klee. Dieses leider nur noch auf dem Gebrauchtmarkt
vorwiegend in den USA erhältliche Okular konte die Koma
von Newtons bis zu f/4 kompensieren!
Damit erzielte man punktförmige Sterne bis zum Rand des Gesichtsfeldes.

Es gab auch noch eine komakompensierende Barlowlinse:
Die ebenfalls von Klee entworfene "Klee-Barlow".
Auch diese wurde von University Optics vertrieben und ist
leider ebenfalls nur noch gebraucht erhältlich.

Mit dieser Barlow und einem geeigneten Okular, etwa einem
University optics Ortho oder einem baugleichen von Baader
erhält man ebenfalls selbst an einem f/4 Newton punktförmige
Sterne bis zum Rand.

Hier ein Link zum Pretoria Okular im Buch Handbook of Optical Systems.

CS,Karsten
 
Re: Koma in lichtstarken Newtons, Asti in Okularen

Hallo Karsten,

Danke für die Erläuterung, ich drückte mich missverständlich aus.

Der Sinn meines Posts denke ich ist dennoch gegeben, da die nicht Punktförmigkeit der Sterne am Bildrand von manchen Personen als sehr störend und von manch anderen als "Ist-halt-so" hingenommen und nicht weiter beachtet wird.

Ich selbst verwende auch ein 26mm TSWA an meinem f5 GSO Newton und kann mit den Schweifen am Rand leben ;)

An einem Dobson mag das schon wieder anders aussehen, da dort das große Gesichtsfeld effektiver genutzt wird, als ich es beispielsweise bei meinem Parallaktisch Montierten tue.

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Tobias,

wie ich deiner Fragestellung entnehmen kann, informierst du dich gerade über Teleskope.
Aber die Barlow auf Verdacht hinzunehmen und damit zu glauben, dass dadurch die Maximalvergrößerung hochgeht ist dann doch ein Zeichen den Informationsfluss zu intensivieren.
Mit dem 130/900 dürften 260x wahrscheinlich nicht möglich sein, wenn es sich, wie meistens, um die Variante mit Kugelspiegel handelt. Nehme die angepriesenen Gelegenheiten wahr und informiere dich, dann ersparst du dir eine Enttäuschung.

Einzig verstehe ich nicht, wieso du nur ein paar DS-Objekte ansehen willst. Aber da wirst du hoffentlich wissen, was du meinst.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michael!

Zitat von MichaD80:
Kurz:
Ich würde @fquadrat vertrauen. ;)
Er besitzt ja beide Ausführungen des Newton.
(Ob es aber Skywatcher sind, weiß ich natürlich nicht)

Nun ja, der 150/750 ist von Orion UK, weil diese Teile sehr leicht sind.

Der 150/1200er ist auf der EQ5 so eben noch ausreichend montiert, der 150/750er ist dort sehr gut aufgehoben. Auf der etwas schwächeren NEQ-3 dürfte er zwar nicht mehr so stabil sein, es sollte aber reichen. Ich werde ihn sogar mal auf einem Astro3-Klon ausprobieren.

Ein weiterer Hinweis findet sich bei den Deepsky-Brothers. Dort bekommt ein 6-kg-150/750er auf der Eq3-2 die Note 3, und ein (langer) 3-kg-114/900er die Note 2. Der Skywatcher wiegt vielleicht 5 kg, da würde ich mit der Note "2-3" rechnen.

Zur optischen Qualität eines 150/750er Newtons von Skywatcher kann ich nichts sagen.

Grüße

fquadrat
 
Re: Koma in lichtstarken Newtons, Asti in Okularen

Hallo Michael,

da es von einigen Sternfreunden aber sowohl aus ästhetischen wie auch aus praktischen Gründen sehr wichtig genommen wird, sollte man differenzieren, wovon man redet.
Es ist kein Problem, von Randunschärfe oder verzerrten Sternen zu sprechen. Es ist aber schlicht falsch, das Koma zu nennen, weil es nämlich in manchen Sternfreunden den Eindruck erweckt, dass an der schlechten Randabbildung der Newton und nicht das Okular schuld ist und dass es z.B. in einem komakorrigierten Teleskop (auskorrigierter Refraktor, div. Maks, Newton mit Komakorrektor) eine viel bessere Randabbildung gibt. Das ist aber nicht so, die Randabbildung wird besser, weil typischerweise das Öffnungsverhältnis kleiner wird (kleiner weil f/4 größer als f/10 ist).

Jedenfalls: Durch die Mär, das wäre da am Rand Koma, kommen (de facto) Sternfreunde auf den Gedanken, dass das mit anderen Okularen auch nicht besser wäre oder dass das mit einem anderen Teleskop besser würde (wenn sich dabei das Öffnungsverhältnis nicht ändert, wird es das eben nicht).
Wenn man also sein Öffnungsverhältnis bewusst gewählt hat, ist es ein Irrglaube, von einem Systemwechsel eine Besserung zu erwarten.

Vielleicht hilft Dir das zu erkennen, dass es eben nicht einfach Wurscht ist, einen Begriff falsch anzuwenden. Auch wenn man selber nicht viel Wert auf dessen Bedeutung legt.

Clear Skies
Sven
 
Re: Koma in lichtstarken Newtons, Asti in Okularen

Hallo Sven,

Wie ich bereits zu Karsten sagte, ich habe mich missverstädnlich (falsch) ausgedrückt.

Zusätzlich sagte ich lediglich aus, dass er persönlich mal "Probegucken" soll, da es subjektiv unterschiedlich bewertet wird.

Da nicht jeder das Geld für an f5 (rundum) geeignete Okulare hat, fände ich es nur sinnhaft auch günstigere Okulare zu testen, ob der Okularastigmatismuss aufgrund der schnellen Teleskopoptik tolerierbar ist, oder eben nicht.

Dass dies durch andere Okulardisigns, oder womöglich duch eine langsamere Optik nich besser würde habe ich nicht ausgesagt und war auch nicht meine Intension.

Bewusst ist mir das allemal - da ich dort ja pers. den direkten Vergleich von f5 zu f8 bei 6" Newtons habe

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Leute,

nach langer Zeit melde ich mich nochmals zurück.
In dieser Zeit bin ich noch auf ein anderes Teleskop gestoßen:

Skywatcher

Ich kann mich leider nicht damit abfinden 300€ aufwärts für Teleskop und Montierung zu bezahlen (und dazu kommt ja dann auch noch Zubehör wie Mondfilter, Okulare, Bücher, evtl. Filter). Letzendlich muss ich dann wohl mit über 450€ rechnen.

Ja klar ist bei dem oben genannten Teleskop wiederrum nur eine EQ2-Montierung, doch sollte diese nicht ausreichen?
Ich möchte ja keine Astrofotografie betreiben. Und solange ich nicht an dem Teleskop herumreise wie ein Irrer wird es wohl nicht verwackeln.
Tubus wiegt nur 3,7kg, das sollte EQ2 doch schaffen?

Gruß
Tobias
 
Hallo Tobias,

die EQ2 ist zu schwach und wird schon das Scharfstellen zum Abenteuer werden lassen, weil sie wackelt. Und die wird auch nicht ausnahmsweise stabiler, weil Du nicht mehr Geld ausgeben willst. ;-)

Sinnvolle Kombinationen kannst Du z.B. aus dieser Tabelle ableiten:
http://www.deepsky-brothers.de/SinnvKombiTEL_Monti.htm

Alternative: nur den Tubus kaufen und eine Rockerbox selbst zimmern. Parallaktisch ohne Motor taugt eh zu nix.

CS
Chris
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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