Suche Einsteigerteleskop für eine 10-jährige

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NGC

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hallihallo :)

ich suche ein teleskop für die tochter eines bekannten. die kleine wird jetzt 10 und möchte gern ein fernglas haben. wobei ich beim fernglas skeptisch bin, dan man dort ja eine feste vergrößerung hat und keine variable.
der aufbau selbst muß schnell gehen, ansonsten wird sie mit sicherheit schnell ihre freude daran verlieren. natürlich hilft papi auch mit. aber sie soll es ja auch alleine schaffen können.
deshalb wäre meine idee, entweder eine kleines teleskop (spiegel wäre wohl am besten, da kein farbfehler) oder ein spektiv auf einer azimutalmontierung. das braucht man nicht ausrichten und kann einfach drauf los spechteln :)

preislich so max. 150€ komplett.
wer hat ideen für mich? welche geräte würdet ihr verwenden oder hab ihr noch ganz andere vorschläge was man noch kaufen könnte? auf jeden fall etwas kleines für den einstieg.


danke schon mal

mirco
 
Hallo MIrco,

wie sieht denn Dein Bastelgeschick aus?

Wenn Du einem gebrauchten 114/900-Newton (auf 1,25"-OAZ achten!) eine selbstgebaute Rockerbox spendierst, hast Du was, was sich leicht bedienen läßt, leicht verstauen lässt und auch von der Größe her kindgerecht ist.

Ein 32er Plössl, zwei bis drei Goldkanten (15, 9 und evtl 6 mm), Leuchtpunktsucher und es kann losgehen. So was hab ich für meinen Neffen gebaut, aber leider keine Fotos gemacht.

Beispiele gibt's genug im Web, z. B. hier im Forum.

Ciao
Martin
 
Hallo Mirco,

ich habe meinem Neffen, damals 11 Jahre alt, meinen 70/350er Richy auf AZ 3 geschenkt, mit Sonnenfilter und einigen Okularen.
Vorher hat er schon ein 8x40 Fernglas bekommen, welches den Vorteil hat, nicht nur astronomisch nutzbar zu sein.

Anfangs war er sehr begeistert, aufgrund der Tatsache, dass ich ihn schon Mal zu einem Beobachtungsabend und zu Treffen mitnehme, war/ist er aber sehr schnell auf "Größeres" aus und im Grunde mit dem kleinen Refri nicht mehr wirklich glücklich.
Ich denke auch im Moment über ein Upgrade für ihn nach, irgendwas zw. 114er Newton auf der AZ3 bzw. Sebstbaubox oder sogar bis 6" Newton.

Sein Vater tritt aber (zu Recht) auf die (Kosten)Bremse, da der Junge sehr viele, teilweise recht unsortierte Interessen hat und das Teleskop auch Mal drei Monte gar nicht anschaut. Das Fernglas wird öfter Mal genutzt.

Ich würde sagen:
Entweder Fernglas oder mindestens 114er Newton.

Gruß und CS
*entfernt*
 
moin,

die frage ist doch, will sie astronomisch beobachten oder natur. wer in den himmel gucken will, der kauft sich doch in erste linie nen teleskop und wünscht sich kein fernglas.

so nen 114er ist schon was, aber dann mind auf eq3 und das ist bei 150öro nicht drin.
in dem alter sollte das ding leicht zubedienen sein und ne EQ-montierung ist da bissel umständlich...azimutal macht sich da einfacher...wobei ich dann auch mehr an nen refraktor denke ala 90/900 oder so.

daher, nen refraktor AZ oder fernglas.

tschau norman
 
Hi Mirco,

schau mal hier .

Einfacher geht's kaum - und der Preis hält sich in Grenzen. Da bleibt genug übrig für eine brauchbare Sternkarte, etc....

CS
Chris
 
Hallo Mirco,
ich schließe mich meinen Vorredner an, das Lidlscope ist robust zeigt schon ne Menge und wird hin und wieder gebraucht angeboten.
Ein Spiegel der oft neu justiert werden muss bringt oft mehr Frust als Lust.

Gruß Uwe
 
Hallo Mirco,

die Frage ist, wie ernst es die junge Dame mit der Astronomie nimmt. Ein Fernglas (10x50) ist ein guter Einstieg und nicht nur astronomisch zu verwenden.

Ansonsten würde ich auch mind. 114mm Öffnung vorschlagen. Vor kurzen gab es auch mal einen gebrauchten 6" f/5 Dobson für ~ 150,- € hier im Bietemarkt. Aber da kommen ja immer noch Okulare hinzu.

Das Problem ist, dass Kinder in diesem Alter die Interessen oft wechseln und dann steht das Zeug unbenutzt in der Ecke. Daher würde ich auch erstmal mit einem Fernglas und einer drehbaren Sternenkarte anfangen. Wenn Sie dabei bleibt, kann man ja immer nochmal aufrüsten.

Viele Grüße

Carsten
 
Zitat von AstroCarsten:
Das Problem ist, dass Kinder in diesem Alter die Interessen oft wechseln und dann steht das Zeug unbenutzt in der Ecke. Daher würde ich auch erstmal mit einem Fernglas und einer drehbaren Sternenkarte anfangen. Wenn Sie dabei bleibt, kann man ja immer nochmal aufrüsten.

Stimmt absolut.

Daher kann man nur von einer parallaktischen Montierung abraten. Da steht vor dem Seh-Erlebnis zu viel Theorie und zu viel Mechanik.
 
Hallo Mirco,

Zitat von NGC:
wobei ich beim fernglas skeptisch bin, dan man dort ja eine feste vergrößerung hat und keine variable.

das muss man doch nicht als Nachteil sehen. Ich würde es eher als einen Vorteil betrachten eine niedrige und konstante Vergrösserung zu haben. Da ist der Sprung vom freien Auge nicht so groß, dass man noch ganz gut den Übergang einschätzen kann. Zum Auffinden von Objekten bietet das Fernglas ein weites Gesichtsfeld und es ist das beste Gerät um damit die Orientierung am Himmel zu erlernen.

Zitat von NGC:
der aufbau selbst muß schnell gehen, ansonsten wird sie mit sicherheit schnell ihre freude daran verlieren.
Nichts ist schneller "aufgebaut" als ein Fernglas in der Hand. Es ist intuitiv zu bedienen und macht keine Probleme mit Bildumkehr oder Zenitspiegelung.


Zitat von NGC:
aber sie soll es ja auch alleine schaffen können.
Auch das ist mit keinem anderen Gerät so einfach wie mit dem Fernglas. Wenn es leicht und klein gehalten wird, so kann man es auch relativ einfach einpacken und mitnehmen.


Zitat von NGC:
Dafur bekommt man z.B. schon ein Nikon Action EX 8x40 Glas, was für diese Zwecke schon ganz gut ausreichen sollte.


Zitat von NGC:
wer hat ideen für mich? welche geräte würdet ihr verwenden oder hab ihr noch ganz andere vorschläge was man noch kaufen könnte? auf jeden fall etwas kleines für den einstieg.
Ein Fernglas wird auch bei Anschaffung eines Teleskops immer noch gute Dienste leisten und hat auch noch den Vorteil, dass man es für Naturbeobachtung und andere Zwecke benutzen kann.
Mit einem Karkoschka ("Atlas für Himmelsbeobachter") ist das ein guter Einstieg um den Himmel kennen zu lernen, ohne sich mit den Tücken von wackligen Anfängerteleskopen herum zu schlagen. Und wenn das Thema Astronomie dann doch nicht so ihr Ding ist, kann sie mit dem Fernglas trotzdem noch immer einiges Anfangen und auch die irdische Welt damit entdecken.

Viele Grüße
Stephan

 
Hallo Mirco,

das ist eine ziemlich hart Nuss, die Du da knacken willst.

Sie wird 10 stolze Jahre alt?
Ich persönlich habe die Erfahrung, dass die lieben kleinen noch etwas Schwierigkeiten haben, ein FG so ruhig zu halten dass sie am Nachthimmel auch was sehen können. Erst recht, wenn das Objekt höher über dem Horizont steht - also über ca 60°. Meine Tochter hatte immer Schwierigkeiten und blickte dann lieber durch die von mir aufgebaute Russentonne.

Allerdings ist so ein FG natürlich auch sehr gut am Tage zu benutzen und schnell mal aus der Tasche gezogen. Zudem kann ein gutes FG, bei Interesse an Natur usw, ein lebenslanger Begleiter werden.

Über einen 114/500 oder /900 habe ich auch erst nachgedacht. Aber wenn ich lese, dass sich die Tochter Deines Bekannten ein FG wünscht, sollte doch eher diesem geäußerten Wunsch entsprochen werden, anstatt ein Gerät zu besorgen, dass sie zunächst nicht wirklich allein bedienen kann. Ich befürchte da leider eine gewisse Enttäuschung.

Ein Einarm-Dobson ist eigentlich natürlich eine feine Sache für Kinder in diesem Alter, da intuitiv zu bedienen. Aber den können sie nicht mitnehmen, wenn Papa und Mama samt Familie mal auf Wanderschaft durch die Heide gehen. (Ich habe noch immer im Hinterkopf, dass sie sich ein FG wünscht.)
Ich sagte ja - eine harte Nuss. Bei der Du vielleicht selbst am besten einschätzen kannst, wie hart sie wirklich ist.

Nach meinen Erfahrungen erscheint es mir auch so, dass Kinder sehr gerne und auch mit Geduld durch ein fest stehendes Gerät schauen können, weil sie es selbst nicht festhalten müssen (wie wir "Erwachsenen" auch :D ).

Deswegen erscheint mir persönlich für Kinder in diesem schönen Alter ein EIGENES (! :) ) FG, mit der Möglichkeit dieses fest auf ein Stativ schnallen zu können, zunächst am besten geeignet. Ihr hättet dann einen Wunsch erfüllt und weitere Möglichkeiten eröffnet.

Aus Erfahrung kann ich Dir auch mitteilen, dass ein FG 10x50 für Kinder schon ziemlich "heavy" sein kann (aber nicht sein muss!). Nach meiner Erfahrung ist ein 8x50 zwar auch schon ziemlich schwer, aber durch die niedrigere Vergrößerung für Kinder wirklich einfacher zu händeln.

Klar trauerst Du jetzt den variablen Vergrösserungsmöglichkeiten nach - kann ich verstehen.
Aber ich glaube, dass Du/Ihr jetzt mit einem Vorstoß in Richtung Astronomie den Wünschen des Kindes vielleicht nicht gerecht wirst/werdet. Etwas anderes wäre es, wenn explizit der Wunsch nach einem Teleskop geäußert worden wäre. Aber dem scheint SO nicht zu sein.

Es sei denn, die junge Dame traut sich einfach nur nicht, sich "mehr" zum Geburtstag zu wünschen. (Könnte ja sein!)

Viele Grüße
Matthias
 
Hi
nach meinen Erfahrungen würde ich eher kein Fernglas nehmen. Fernglasbeobachtungen, so mein Eindruck, sind eher Ergänzung in meinen Augen.
Wenn Kinder nur mehr Sterne sehen ist das zwar faszinierend für den Moment aber nicht nachhaltig, weil sie wirklich was sehen wollen. Da kommt ein Saturn bei dem man wirklich den Ring sieht oder der Mond der das ganze Gesichtsfeld ausfüllt besser, wie es mir scheint.
Daher würde ich immer ein Teleskop nehmen, wobei man hier etwas anders als sonst z.B. das Thema Farbfehler vernachlässigen kann.
Daher ist mein erster Gedanke ein Refraktor und den azimutal montiert. Je nachdem wie sie tickt und wie gut und groß die Unterstützung der Eltern ist in technischer Hinsicht kann man auch Spiegelteleskope und ggf. sogar auch parallaktisch andenken.
Wegen der Sucherei, sollte das maximale Gesichtsfeld nicht zu klein sein und ein Peiler ist Pflicht.

CS
 
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