Suche Fernglas für Kind zur Himmelsbeocbachtung

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

suschnei

Neues Mitglied
Hallo,
meine Enkelin, 6 Jahre, hat großes Interesse an Sternen und Planeten und darüber auch bereits beträchtliches Wissen erworben. Nun wünscht sie sich ein Teleskop. Nach vielfältigen Recherchen scheint mir, dass ein Fernglas, am besten mit Stativ, für den Anfang sinnvoller ist. Es ist auch vielseitiger einsetzbar und leichter zu benutzen.
Wenn sie bei dem Hobby bleiben sollte, könnte man ihr in 1 bis 2 Jahren immer noch ein Teleskop kaufen.
Kann mir hier jemand ein Fernglas empfehlen, welches für ein Kind in dem Alter geeignet wäre?

Vielen Dank.
Susanne
 
Hallo Susanne

Ich habe meinen Kindern jeweils ein 8x30 Porroprismenglas geschenkt, es waren welche der Fa. Jägermeister. Die Abbildungsqualität kann sich sehen lassen.

Gruss Daniel

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Susanne,

ich möchte mich der Empfehlung von Günther anschließen:

Pentax Papilio II 6,5 x 21

(Nachfolgemodell von Günthers Link)

Mein Sohn hat dieses Fernglas. Ich glaube er war 10 wie er es bekommen hat. Es ist für Kinder gut universell nutzbar - eben auch als Lupe, wenn man mal eine Fliege genauer anschauen möchte.

Es gibt 2 Varianten - 6,5fach und 8,5fach. Ich empfehle die 6,5fache Vergrößerung.

Gruß
Wolfgang
 
Hay susanne...

ich will hier mal das; kowa sv 8x32 empfehlen.. oder sogar; sv 10x42

da kommt dann; mond, m42, m45 od. jupiter schon spannender..
die liegen bei etwa 200eu.
ich finde die serie ganz ordentlich für die knete..^^

6jährige kids können so unterschiedl.sein.. kann man hier daher
nicht klar einschätzen..
zum teleskop hat man mit dem FG. eine deutlich bessere übersicht.

grüße..



 
Susanne sprach doch von einem astronomischen Interesse ihrer Enkelin - wir sind hier auch auf astronomie.de!
Da scheint es mir doch ziemlich fahrlässig, ein Glas mit bloß 21mm Öffnung zu empfehlen, das als motivierende Vorstufe, oder später begleitend, zu einem Teleskop verwendet werden können soll. Das kann es nämlich mit 21mm Öffnung beim besten Willen nicht so, dass weiter führende Freude aufkommt, so gut und praktisch und vielseitig das Glas sonst sein mag - darum geht es primär nicht.
Für den astronomischen Einsatz würde ich wenigstens 30mm als Minimum erachten, in Hinblick darauf, dass das Glas für ein Kind sein soll und man allein schon gewichtsmäßig Rücksicht nehmen muss. Es bieten sich etwa die Porro-Gläser 6x30 oder 8x30 von Kowa an. Universell einsetzbar sind solche Gläser auch und bereiten wenig Mühe. Nur bei überwiegendem Interesse an Naturbeobachtungen am Tag (nicht auch in der Dämmerung - dann wiederum z.B. Kowa 6x30, nicht 8x30) könnte ich die Pentax Papilio Gläser empfehlen.

Gruß
Herbert
 
Hallo Suasanne,

zuletzt habe ich mir nochmals das Thema Kinderfernglas für Astronomie (und Allzweck) überlegt und dazu auch ein wenig recherchiert. Die Empfehlungen gehen recht allgemein in Richtung leichtes Fernglas, d.h. unter 500g, anderseits erfordert Astronomie (und Schwachlichtbedingungen) eine minimale Öffnung, sagen wir 30mm. Will man zudem eine gewisse Qualität zu einem beschränkten Kaufpreis(?), so läuft die Entscheidung in erster Linie auf Porrogläser hinaus. Dachkantgläser außer in gehobener-gehobendSTER Preisklasse (ab rd. 1000€) zeigen Spikes an hellen Lichtquellen (das sind links-rechts überkreuzte Brechungen an nicht feinstens geschliffenen Dachkantprismen). Das kann letztlich stören. Bei Porroprismen entfällt (zumindest) dieser Bildfehler grundsätzlich.
Zum Aufsuchen (großes Thema für Kinder) braucht ein Fernglas ein hinreichend großes Sehfeld. In erster Linie real (überblickbare Meter auf 1km), in zweiter Linie scheinbar (Sehwinkel - in Abhänigigkeit zur Vergrößerung). Bezüglich des scheinbaren Sehfelds sieht es beim genannten lichtstarken Kowa YF 6x30 mager aus. Es gibt leider keine (leichten) 6x30-Ferngläser mit annehmbaren Sehfeld. Deutlich besser sieht es beim lichtschwächeren Kowa YF 8x30 aus, da sind es gut vertretbare 60° Sehfeld (beinnender Weitwinkel). Daher geht meine Empfehlung konkret auf dieses Glas/Format, auch wenn die Vergrößerung 8-fach für ein Kind grenzwertig sein könnte/dürfte. D.h. das Glas zeigt zwar recht viel (meist mehr als 6x30), aber nur dann, wenn es mit etwas Übung ruhig genu gehalten werden kann. Sonst sollte das Glas auf ein Stativ. Dann empfiehlt sich aber gleich ein deutlich größeres Glas, ich würde sagen 10x50 - kann ein Erwachsener/Jugendlicher später auch aus der Hand bedienen!
8x30 funktioniert gut unter aufgehellteren Himmelsbedingungen ("Lichtverschmutzung"), wie sie in unseren Breiten ohnehin eher die Regel sind (6x30 und 10x50 zeigen auch an dunkle(re)n Himmeln lichtschwächere Objekte, v.a. Nebel, besser/prägnanter). 8x30 ist eigentlich mittelmäßig lichtstark, 7x30 wäre besser, aber da gibt es z.Zt. nichts empfehlenswertes am Markt (meines Wissens).
Also mein Fazit: z.B. Kowa YF 8x30 für etwas über 100€. Auch späterhin immer gut verwendbar, Wanderungen ect. Das kann allgemein keine Fehlinvestition sein, da das Leben ohne Fernglas - besonders beim heutigen Preis-Leistungsverhältnis! - ohnehin ein Irrtum ist. ;-)

Hoffe, diese Überlegungen helfen.
Freundlche Grüße,
Herbert
 
Hallo Herbert,

meine Enkelin ist in dem Alter und kommt mit einem 6x21 sehr gut klar, drüber wird es schnell zu schwer und von der Vergrößerung her nicht händelbar.
Die/Deine willkürliche Festlegung eines Öffnungsminimums von 30 mm für den Astroeinsatz schränkt Dich in Deiner Empgfehhlung auf ansonsten weniger bis gänzlich ungeeignete Ferngläser für 6jährige(!) ein.
Meine Enkelin nutzt das FG mit mir gemeinsam bei Weitem nicht nur am nächtlichen Himmel. Natur, der Kirchturm, der Blick vom Brugturm auf die Stadt, der Mond, da beschreibt sie mir, was sie sieht und ich weiß dadurch, dass sie inzwischen sehr gut klar kommt.
Ein FG mit dem sie wegen Gewicht oder wegen zu starker Vergrößerung pp nicht klar kommt ist z.B. schon das für mich leichte 7x35 Porro und auch ein verfügbares 8x30 ist nicht ihre Wahl, sondern das Ding mit dem sie den Opa für gemeinsame Exkursionen ausstattet.

Mit einem "Papilio" kann so ein Kind wurderbar und breit gefächert, unter Anleitung mit dem Einsatz von "Zusatzoptiken" beginnen, OHNE im Bereich Astronomie eine Einschränkung zu empfinden die andere Leute eventuell vermuten.
So ein leichtels Allroundglas kann dann in der Tat so lange von Nutzen sein, bis ein gängiges 8x40 bis 10x50 und/oder ein erstes Teleskop zur Diskussion stehen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

(in einem Astroforum muss man sich für Nachtschreibereien nicht rechtfertigen, besonders nicht in Supermondnächten - sah den Mond im 7x35 -da spazierend- gefühlt wie in einem 8-fach-Glas, aber nat. ruhiger, faszinierend! Übersah aber u.a. dadurch die Zeit, in der ich meine Tippfehler von vorhin noch hätte korrigieren können - entschuldige bitte SUSANNE!)

Ich betrachtete die Kindheit wohl dynamischer - und vielleicht knabenhafter? - und mir stach die Einschränkung einer 20er-Öffnung demotivierend ins Bewusstsein, daher mein 30mm-Kompromiss mit dem Gewicht.
Gerade für den MOND ist die kleinere Öffnung allerdings vorteilhaft, keine Frage. Ich respektiere die geschilderten Erfahrungen Deiner Enkelin und verstehe nun Deinen davon abgeleiteten Ansatz.
Mir kam dabei allerdings ein weiterer Gedanke in den Sinn, in eine deutlich andere Richtung - Galilei. Möchte ihn eher als Frage formulieren. Hätten Kinder mit "Astro"-Operngläsern wie dem Gucki s'Gucki Freude - zumindest zusätzlich? Es zeigt in gewissem Sinn sehr viel (Überblick), Gewicht kein Thema, allerdings eher nur unter (sehr) gutem/dunklen Himmel "Tieferes", sonst nur Überblick über Sternbilder in hellen Sternen. Oder ist das zu pädagogisch gedacht und es fehlt der Moment des Staunens (Sternenanzahl! Eventuell deutlichere Nebel...?) als wichtigster und ausschlaggebender Motivator (deshalb auch mein "mindestens 30mm"). Anderseits haben Kinder meiner Erfahrung nach einen frappierend genauen Blick.

Wahrscheinlich wäre das Ideal eigentlich ein Elternhaus, in dem alles mögliche schon zur Auswahl steht - der Zweifel klang auch bei faxfield an, aber das entspricht ja nicht der Fragestellung. Habe jedenfalls noch eine Gerätekategorie eingeworfen, die sich (astronomisch) nicht vorweg schon verbietet. Das Thema ist eigentlich komplex wie Kinder und verdient sicher allgemeinere Aufmerksamkeit, scheint mir. Führt vom rein technischen Aspekt - und doch auch über diesen - in den Bereich der Motivation, Motivier- und Faszinierbarkeit. Gerade heute ein überhaupt essenzielles Thema.

Nachtgruß von
Herbert
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Herbert,

das

Zitat von lestrade:
Da scheint es mir doch ziemlich fahrlässig, ein Glas mit bloß 21mm Öffnung zu empfehlen, das als motivierende Vorstufe, oder später begleitend, zu einem Teleskop verwendet werden können soll. Das kann es nämlich mit 21mm Öffnung beim besten Willen nicht so, dass weiter führende Freude aufkommt, so gut und praktisch und vielseitig das Glas sonst sein mag - darum geht es primär nicht.

Gruß
Herbert

fand ich recht starken Tobak.
DieseAussage zu relativieren war Sinn und Zweck, denn fahrlässig habe ich noch nie beraten.

Gruß
*entfernt*
 
Hi Susanne,

6 Jahre ist wirklich klein. Da kann man vieles nehmen.
Ich würde auch ein kleines vorschlagen, wenn sie es selbst für alles mögliche nehmen mag. Es gibt kleine preiswerte von Olympus oder Nikon mit 8x21 und ähnlich, die gut in Kinderhände passen.

Ich sehe aber auch Herbts Kowa YF als interessant, egal ob als 6x30 oder 8x30.

Größer w z.B. ein Olympus 7x35 denke ich wäre eher zu viel für 6 Jahre.
CS
 
Hallo Susanne,

als Jugendlicher hatte ich mit einem Zeiss Deltrintem 8x30 meines Vaters angefangen. Da gibt es schon recht viel zu sehen.
Sehr viel später waren mir dann auch Gläser mit 20 und 21mm Öffnung zugänglich. Für Astrobeobachtungen sind diese geringen Öffnungen für mein Dafürhalten zu klein. Da gibt es kaum Objekte, die sich damit befriedigend beobachten lassen können.
Mein Enkel (4 Jahre) benutzt ein 8x21 für Vogelbeobachtungen, das geht ganz gut.

Ich kenne das empfohlene Kowa YF 8x30. Das hatte ich einem Verwandten empfohlen, da er kein preisgünstiges Deltrintem bekommen konnte.
Das erste gelieferte Kowa hatte einen Fehler, es wies ein Doppelbild auf. (Das bloß als Hinweis darauf, dass so etwas auch bei einem renomierten Hersteller vorkommen kann.) Der Händler schickte darauf hin ein geprüftes anderes. Die Bildqualität ist nun sehr gut. Ich meine, die Bildhelligkeit und die neutrale Farbe ist etwas besser als beim alten Zeiss.
Ich kann das Glas nur empfehlen.

Gruß Hans-Jürgen
 
Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass sich die Gute seit 10 Tagen nicht gemeldet hat?
 
Hallo, Günther,

tut mir leid, wenn meine Ausdrucksweise oben übertrieben ausuferte! Mir schienen, nachdem auch Wolfgang sich anschloss, die Empfehlungen in eine falsche Richtung zu gehen - sonst hätte ich gar nicht kommentiert.

Zitat Frank:
Zitat von Papshmir:
Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass sich die Gute seit 10 Tagen nicht gemeldet hat?

Ja, das ist es und ich denke, es ist bis auf Weiteres (daher) auch alles gesagt worden. Es entsteht in Foren bei manchen Fragestellungen leider manchmal der (starke) Eindruck interessensmäßiger Kurzatmigkeit, mindestens das. Diese braucht nicht gefüttert zu werden.

LG
Herbert
 
Hallo Susanne,

neben den astronomischen Aspekten möchte daran erinnern, daß auch mit einem Fernglas ein großes Risiko bei Sonnenbeobachtung besteht. Daher habe ich Bedenken, einem 6-jährigen Kind ein Fernglas ohne Aufsicht zu geben.

Zu den optischen Daten empfinde ich eine niedrige Vergrößerung besser, da damit der visuelle Eindruck des Nachthimmels stärker ist und eine Orientierung leichter möglich ist.

Gruß Manfred
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben