Suche gebrauchtes Teleskop

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grhansolo

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Hallo,

nachdem ich mich in den letzten Monaten ein wenig in die Astronomie Theorie eingelesen habe ist es nun endlich soweit.

Ich bin auf der Suche nach einem Teleskop. Leider bin ich was die Anschaffung angeht etwas unsicher. Ich liste einfach mal meine Anforderungen auf. Vielleicht könnt Ihr mir ja ein Tipp geben welches Teleskop bzw. welcher Teleskoptyp (Reflektor, Refraktor, Dobson oder sonstige) das richtige für mich ist:

Was ich unbedingt sehen möchte:

- Den Andromedanebel und zwar so das ich die Spiralgalaxie tatsächlich erkenne kann. Ich möchte nicht einfach nur einen milchigen Punkt sehen sondern die Galaxy als Spiralnebel erkennen.

- Den Saturn. Es ist mir sehr wichtig, dass ich die Ringe des Saturn wirklich erkennen und nicht nur erahnen kann.

Größe des Teleskops:

Mir macht es nichts aus, wenn das Teleskop sehr groß und schwer zu transportieren ist. Hauptsache ich bekomme die maximale Vergrößerungsleistung um die oben genannten Objekte (Andromedanebel und Saturn mit Ringen) möglichst detailliert zu erkennen. Ich vermute mal Ihr empfehlt mir deshalb ein Dobson?

GPS / automatische Ansteuerung der Objekte:

Wäre zwar toll, ich möchte aber lieber auf diese Punkte verzichten dafür aber mehr in eine möglichst große Vergrößerung investieren. Es wäre allerdings prima, wenn die Möglichkeit bestünde diese Punkte nachzurüsten. Außer Ihr ratet mir dringend dazu die Punkte gleich von Anfang an zu haben. Kann ja sein, dass das für mich sinnvoll wäre. Lasse mich gerne umstimmen.

Stativ:

Beim Dobson wohl durch die Rocker-Box weniger problematisch. Solltet Ihr mir eine andere Bauart (Reflektor oder Refraktor) empfehlen will ich beim Stativ natürlich nicht sparen. Das soll ja laut Literatur genauso wichtig sein wie das Teleskop selbst.

Astrofotografie:

Brauche ich erstmal nicht. Wenn man das nachrüsten kann wäre das natürlich super.

Zustand:

Ich möchte auf jeden Fall ein gebrauchtes Gerät, weil ich dann einfach mehr für mein Geld bekomme.

Budget:

500-1.000 Euro. Notfalls auch mehr, wenn Ihr der Meinung seid das dies für meine Anforderungen zu wenig ist. Über weniger wäre ich natürlich auch nicht böse obwohl ich der Meinung bin, dass ich meine Anforderungen für weniger wohl kaum abdecken kann. Ich möchte ein Gerät das mir Freude bereitet und nicht irgend einen Mist. Dann lieber etwas mehr investieren.

Meine Fragen:

1.) Welches Teleskop würdet ihr mir unter diesen Gesichtspunkten empfehlen?

2.) Wo kann ich solch ein Teleskop kaufen? Bei Ebay? Hier Im Forum? Sonst wo, ich fahre auch gerne eine längere Strecke um das Gerät dort zu besorgen.
 
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Hallo,

Zitat von grhansolo:
2.) Wo kann ich solch ein Teleskop kaufen? Bei Ebay? Hier Im Forum? Sonst wo, ich fahre auch gerne eine längere Strecke um das Gerät dort zu besorgen.

Bei Deinem Namen sollte es ja kein Problem sein, eine längere Strecke zurückzulegen :cool:
Wenn Du diese Anfrage im Biete-Board gestellt hättest, könnte ich Dir guten Gewissens ein schönes Celestron NexStar 5 anbieten, Besichtigung jederzeit möglich (ich schaue mir bei der Gelenheit mal den Millenium Falcon von nahem an). Erfüllt nach meiner Ansicht alle Punkte auf der Liste und läge preislich eher am unteren Ende der Skala.
Aber selbst wenn ich keines zu verkaufen hätte würde ich aus eigener Überzeugung in dieser Preislage immer zu einem Schmitt Cassegrain auf einer ordentlichen Montierung raten. Weil ich die selber gerne benutze. Die Größe hängt vom Budget ab...

Viele Grüße
Maximilian
 
Moin!

Wie passt denn das:

Zitat von grhansolo:
Was ich unbedingt sehen möchte:

- Den Andromedanebel und zwar so das ich die Spiralgalaxie tatsächlich erkenne kann. Ich möchte nicht einfach nur einen milchigen Punkt sehen sondern die Galaxy als Spiralnebel erkennen.

mit dem zusammen?

Zitat von maximilian:
Wenn Du diese Anfrage im Biete-Board gestellt hättest, könnte ich Dir guten Gewissens ein schönes Celestron NexStar 5 anbieten,

In einem so kleinen und dazu stark obstruierten SC wirst du selbst mit viel Übung und ggf. indirekter Beobachtung kaum/keine Staubbänder sehen.

Zitat von grhansolo:
Größe des Teleskops:

Mir macht es nichts aus, wenn das Teleskop sehr groß und schwer zu transportieren ist. Hauptsache ich bekomme die maximale Vergrößerungsleistung um die oben genannten Objekte (Andromedanebel und Saturn mit Ringen) möglichst detailliert zu erkennen. Ich vermute mal Ihr empfehlt mir deshalb ein Dobson?

Genau! An deiner Stelle würde ich hier im Biete-Board, bei den blauen Nachbarn, ggf. Biete-Gruppen bei Facebook und der Bucht schauen und zwar nach einem 8" oder 10" Dobson. In einer der FB-Gruppen stand kürzlich ein 8" Dobson um 150€ mehr Öffnung bekommst du nicht für das Geld und den Rest deines Budgets kannst du dann für gute Okulare usw. ausgeben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Han,

Willkommen auf Astronomie.de. :)

Um den Andromedanebel als komplette Galaxie mit Spiralarmen und Staubbändern zu sehen brauchst Du kein Teleskop, sondern ein Fernglas mit 10-15facher Vergrößerung und viel Öffnung, ein Stativ und einen extrem dunklen Himmel. M31 ist RIESIG und wird das Gesichtsfeld jedes Teleskops sprengen, dass genügend Öffnung hat um den Saturn schön aufgelöst zu zeigen. Die Galaxie ist ein klassisches Feldstecherobjekt. Mit dem Teleskop wirst Du Details in der Galaxie beobachten können, aber für eine Übersicht sind die Mindestvergrößerungen von Teleskopen zu hoch. Am wichtigsten ist dabei der sehr dunkle Himmel. Wirklich sehr dunkel. Um nicht zu sagen sehr, sehr, sehr dunkel. Mecklenburg-Vorpommen. Oder Hochalpen. Oder La Palma.

Ansonsten rate ich auch zu einem Dobson mit möglichst viel Öffnung. Gebraucht ein 10"er oder vielleicht sogar ein 12"er, wobei ich ab 12" immer zu einem Gitterrohrdobson greifen würde.

Bis dann:
Marcus
 
Moin,

für den Andromedanebel brauchst du einen guten Standort und eine klare Nacht. Im Moment ist die Galaxie auch schwierig (steht tief) und eher ein Herbst-Objekt. Generell kommt man ohne Geduld nicht weit bei der visuellen Astronomie. Auch Saturn steht die nächsten Jahre ungünstig niedrig, was aber nicht heißt das man ihn nicht gelegentlich auch mal bei sagen wir 300fach klar sehen kann. Und dann sind Details wie die Cassini Trennung oder Wolkenschattierungen erkennbar.

Für richtig was sehen bei Galaxien empfehle ich auch einen 12 Zoll Dobson. Bei Planeten hat mir mein Standard China-Spiegel aber noch nicht wirklich mehr gezeigt als ein Achtzöller.

CU
Klaus
 
Hallo grhansolo,

Tipps wurden dir ja schon reichlich genannt - ein 8" bis 12" wäre passend. Von der Handlichkeit ist der 8er deutlich angenehmer ;-) Wenn es ein Standard "China" 8" wird, dann hast du bei deinem Budget auch noch ausreichend Geld über um dir gescheite Okulare zu kaufen.

Oft findet man auch gute Angebote in den Ebay-Kleinanzeigen - einfach Dobson eingeben und los gehts. Alternativ täglich hier und im anderen Forum die Augen offen halten.

Kannst ja mal rückmelden was es geworden ist.

Viel Spaß und Erfolg,

Oliver
 
Hallo grhansolo
Was ich unbedingt sehen möchte:Da muß ich Dir leider den Wind aus den Segeln nehmen.Galaxien wie M 31 oder auch andere große Objekte wie M 81/82 wirst du in unseren Breitengraden niemals visuell so sehen wie Du es Dir vorstellst.Das,was Du erkennen wirst ist nur der helle Kern der Galaxie....grau und farblos.Die schwachen Spiralarme siehst Du selbst im größten Teleskop nicht.Gute Ergebnisse erzielt man grundsätzlich nur fotografisch.Ganz anders sieht es bei Planeten aus....da geht richtig was,auch unter unseren Bedingungen.Dafür kann ich Dir einen Maksutov wie z.B ein 150/1800er oder größer empfehlen.Mit einer zusätzlichen Barlow zur Brennweitenverlängerung sieht man bei Jupiter die Wolkenbänder,den GRF usw.Saturn sieht mit seinen Ringen Atemberaubend aus.Natürlich kann man auch mit einem Dobson/Newton Planeten mit entsprechender Barlow beobachten.Das Instrument ist universeller einsetzbar aber dafür etwas unhandlicher als ein kurzer Mak.
Auf meiner Seite siehst Du einige fotografische Ergebnisse:
https://plus.google.com/u/0/104108226300446301940

Gruß Hotte.


 
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Hallo

Mit Deinem Budget solltest Du auf der Suche nach einem passenden Teleskop durchaus fündig werden. Man kann herauslesen, dass Du Dich im Vorfeld entsprechend informiert hast :super:

Näheres haben und werden Dir die anderen Forum-Kollegen zukommen lassen. Viele Grüße und viel Erfolg!


Markus
 
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Hallo grhansolo,

schau dir mal den Okularrechner der Sternfreunde Münster an. Da kann man unter anderem Andromeda und Jupiter als Objekte einstellen. Faustformel für die Vergrösserung eines Teleskopes: Durchmesser der Öffnung. 150mm Öffnung = 150fach, 200mm Öffnung = 200fach. Lese dir am besten mal die Artikel zu Austrittspupille und Vergrößerung durch, im Internet findet man genug.

Planeten wollen stark vergrößert werden. Galaxien und Nebel eher nicht, da reicht meistens eine mittlere Vergrößerung, hier ist die Lichtsammelleistung eher das entscheidende Kriterium. Schau dir mal die Seite von Binoviewer an. Da gibt es schöne Vergleiche, wie Jupiter in unterschiedlichen Teleskopen aussieht.

Ein weiterer Faktor ist die Auflösung, mehr Öffnung mehr Auflösung mehr Details. Aber: die beste Auflösung bringt nichts, wenn das Seeing nicht mitspielt. Ich habe die letzten Tage öfters mal Jupiter beobachtet mit einem 10" Dobson, konnte aber nie die maximale Vergrößerung einsetzen, da vorher immer schon das Bild waberte und verschwamm.

Gebrauchtkauf ist sicherlich ok. Aber kannst du den Zustand eines Teleskopes auch beurteilen? Auf jeden Fall würde ich mir das Teleskop vor dem Kauf genau vor Ort anschauen.

Größe: ich habe mich für 10" entschieden: Passt noch auf die Rückbank (8" f/6 ist gleich lang!), und ist noch transportabel bei für mich maximaler Öffnung.


Grüße und CS,

Martin
 
Hallo Hotte,

da möchte ich widersprechen. Es ist allerdings sehr leicht, M31 nur als hellen Fleck zu sehen. Nun, Andromeda ist immer wieder eine Enttäuschung wert.

Zunächst mal ist jedes Lichtquant Störlicht weniger am Himmel der Sache zuträglich. Sodann ist ja M31 stets am Himmel und man kann sie mit 2° Höhe oder mit 80° Höhe über dem Horizont antreffen. Geschickterweise wählt man sich also eher das Winterhalbjahr zur Beobachtung. Im Oktober düst sie um Mitternacht in Zenitnähe herum.
Die AP will auch richtig gewählt sein und mit einem zu großen Teleskop kann es da schonmal hapern. Mit 900mm Brennweite und entsprechendem Weitwinkel-Okular kann man die nötigen 3° Feld zusammen bringen. Mehr Brennweite bedeutet Abstriche bei der Übersicht, weniger Brennweite macht es einfacher. Die AP muss den Bedingungen angepasst werden. Hier spielen der Zwang zum großen Feld (niedrige Vergrößerung) und der Zwang zum Abdunkeln des Himmelshintergrundes (höhere Vergrößerung) gegeneinander. Ich würde schätzen, dass man mit 5mm AP ganz gut liegt, aber um dabei das maximale Gesichtsfeld eines 2" Okulars nutzen zu können, bräuchte man f/8 (5mm AP im 40mm Okular). Bei f/6 hat man da schon ca. 7mm AP (exakt beim 42mm Okular, bzw. bei 40mm exakt 6,7mm AP). Dadurch merkt man, dass die Sache mit weniger Öffnung und damit weniger Brennweite entspannter wird. Schaut man also mit einem 80mm ED ("Volks-Apo") auf M31, so bekommt man mit dem 40mm Okular gerade die gewünschten 5mm AP und wenn der Himmel dazu mal an 6mag visueller Grenzgröße kratzt, dann sieht M31 auch in unseren Breiten den Fotos ähnlich, mit zwei Umlaufenden Staubbändern, oder wenigstens einem umlaufend und dem zweiten im Vordergrund deutlich sichtbar. Ähnlich gut kann man auch mit einem 130/650 Spiegel hinlangen, wenn der auf 2" umgebaut wurde. Mit einem 26mm oder 28mm Weitwinkel um 82° ist man nah genug an 5mm AP und hat 3° Feld zur Verfügung.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von medphys:
Zitat von maximilian:
Wenn Du diese Anfrage im Biete-Board gestellt hättest, ...

Neumitglieder dürfen auf dem Marktplatz leider nichts posten, also weder eine eigene Suchanfrage starten, noch auf Angeboten antworten.

Eigentlich noch nicht einmal ein Posting außerhalb der Marktforen verfassen, in dem sie etwas wie z.B. ein Teleskop suchen, da sie damit auch schon gegen die Forenregeln verstossen...

Gruß Becky
 
Hallo Sven.
Möglich ist alles,aber um dieses Ziel zu erreichen benötigt es mehrere sehr günstige Bedingungen die selten oder fast nie zusammentreffen.Dazu gehört ein optimales Seeing,dunkler Himmel,möglichst fast zenitnahe Position des Objekts,optimales Teleskop,bestenfalls ein kurzbrennnweitiger APO mit optimalen und kostspieligen Okularen mit der passend richtigen Austrittspupille,[M 31 hat die 5 fache Größe des Vollmondes] nicht zuletzt Erfahrung im visuellen Sehen.Jemand,der in die Astronomie einsteigt hat aber eine ganz andere Vorstellung von dem,was ihn erwartet.Das führt zwangsläufig zu Enttäuschungen.Ein Einsteiger stellt sich vor er kann Galaxien in Farbe und voller Schönheit beobachten wie er es auf lang belichteten Aufnahmen von Profis sieht.Das ist natürlich nicht der Fall.Bei anderen Galaxien sieht es ähnlich aus.Deswegen bleibe ich dabei und erspare so dem Neuling eine Enttäuschung.Das positive:Es gibt jede Menge anderer Objekte am Himmel so wie Kugelsternhaufen,Nebel usw. die man prima durch das erwobene Teleskop bewundern kann.

Gru0 Hotte.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Hotte,

mir ist es wichtig, dass man solche Beobachtungen durchaus mal als "Zielvorstellung" hinterlegt und nicht als Unmöglichkeit. Ich habe M31 erstmals um die Jahrtausendwende mit dem R200SS so gesehen und zwar im Frühjahr im Hochsauerland. Und das noch mit dem recht eingeschränkten Feld und der großen AP eines LV 30mm (60°).

Clear Skies
Sven
 
Hi!

Zitat von mettling:
Um den Andromedanebel als komplette Galaxie mit Spiralarmen und Staubbändern zu sehen brauchst Du kein Teleskop, sondern ein Fernglas mit 10-15facher Vergrößerung und viel Öffnung
Ein kurzbrennweitiges Teleskop zusammen mit langbrennweitigen Okularen geht schon. Ein 150/750-Newton zeigt die Galaxie komplett, der 130/650PDS bringt mehr dunklem Himmel, um den Kontrast zu erhöhen. Ein 102/500-FH zeigt noch mehr Umfeld, ist allerdings für den Saturn wiederum ungeeignet. Die Newtons sind universeller und machen mehr Spaß am Planeten. Die noch ziemlich preisgünstige parallaktische Montierung hat am Planeten den Vorteil, daß man überhaupt nicht manuell nachführen muß (am Dobson schubst man laufend) und sich somit auf das Objekt konzentrieren kann.

Den Hinweis auf dunklen Himmel teile ich allerdings - der ist in diesem Fall absolut notwendig.

Meiner Meinung nach sollte man auf mehrere Instrumente setzen. Eines ist kurzbrennweitig, kann mit wenig Öffnung daherkommen und hat möglichst einen 2"-Auszug, das dient der Beobachtung großflächiger Objekte. Das andere ist langbrennweitiger, mit mehr Öffnung ausgestattet und kann nötigenfalls sogar auf 2" Steckmaß verzichten. Damit werden Planeten und gegebenenfalls der Mond beobachtet.

Erklärung: Das Übersichtsteleskop soll viel Feld liefern, dazu braucht man wenig Vergrößerung. Hierfür sind kurze Brennweiten nötig. Das Feld ist auch abhängig von der Gesichtsfeldblende im Okular, die kann bei 2"-Teilen größer sein. Zuviel Öffnung wird bei sehr kleinen Vergrößerungen verschenkt und sorgt für den störenden Fangspiegel"schatten". Dann kann man besser gleich eine geringere Öffnung verwenden.

Das Planetenteleskop soll viel Vergrößerung mit ordentlich Kontrast liefern, dafür braucht man Öffnung, eine scharfe Abbildung und wenig Obstruktion. Refraktoren sind da bei Öffnung irgendwann teuer, außer man nimmt kurzbrennweitige Achromate, deren Bild aber nicht scharf ist. Bei Spiegelteleskopen hat man die Abschattung durch den Sekundärspiegel, welcher durch Beugung den Kontrast verringert. Bei moderaten Öffnungen (6", z.T. auch 8") ist der Fangspiegel eines Newtons recht groß, läßt sich aber kleiner ausführen, wenn man auf ausgeleuchtetes Feld verzichtet. Dadurch landet man bei 1,25" Steckmaß.

Grüße

fquadrat
 
Hi!
Zitat von earlybird:
Die schwachen Spiralarme siehst Du selbst im größten Teleskop nicht.
Im Sauerland: M33 mit Spiralarmen im 8x30 (ja, Fernglas)!
In Bayern: M101 mit Spiralarmen im 600/2900 (kein Fernglas).

Der Himmel muß halt dunkel sein.

Ganz anders sieht es bei Planeten aus....da geht richtig was,auch unter unseren Bedingungen.Dafür kann ich Dir einen Maksutov wie z.B ein 150/1800er oder größer empfehlen.Mit einer zusätzlichen Barlow zur Brennweitenverlängerung sieht man bei Jupiter die Wolkenbänder,den GRF usw.Saturn sieht mit seinen Ringen Atemberaubend aus.Natürlich kann man auch mit einem Dobson/Newton Planeten mit entsprechender Barlow beobachten.
Gerade am Mak kann man recht gut auf eine Barlowlinse verzichten, weil man ordentliche Okulare mit geeigneten Brennweiten für wenig Geld erwerben kann. Der Kontrast ist hier oft höher.

Bei den "schnellen" Newtons sind kurzbrennweitige Okulare ohnehin mit einer Barlowlinse versehen, hier als Smyth-Linse bezeichnet. Da ist eine gute Barlow im Kombination mit einem guten Okular ohne eine solche oft günstiger.

Grüße

fquadrat
 
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Hallo Hotte,

der 600/2900 ist tatsächlich ein Amateurteleskop und gehört einem entsprechenden Verein (Astronomie im Chiemgau e.V. heißt dieser übrigens).

Nette Montierung hast Du da, und Deine Mondfotos gefallen mir sehr!

Grüße

fquadrat
 
Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen und tollen Antworten.

Ich habe mich dafür entschieden mir zunächst ein Dobson zuzulegen. Diesbezüglich hätte ich nun ein paar Detailfragen. Es wäre prima, wenn Ihr mir nochmal helfen würdet:

1. Die große Frage ist nun 8“, 10“ oder 12“. Grundsätzlich tendiere ich eher zu 8“, möchte als Anfänger erstmal nicht so überheblich beginnen. Wenn Ihr mir allerdings sagt, mit einem 8“ erkennst du beim Saturn die Ringe nicht, dann wäre das ein Ausschlusskriterium und ich würde mir lieber gleich einen 10“ oder 12“ Dobson zulegen. Hat ein 8“ als Neuling einen höheren Frustfaktor als ein 10“ oder 12“ bzw. was würdet Ihr mir als Neuling jetzt mal abgesehen vom Anschaffungspreis und Okularen (die natürlich hochwertig sein müssen) empfehlen?

2. Angenommen ich kaufe das Dobson und bewerke nach einem Jahr das ich Interesse an Astrofotografie entwickle (eigentlich bemerke ich das nach ein bisschen einlesen schon jetzt, gerade deshalb, weil ich bei der rein visuellen Beobachtung ja nur grau sehe, mit einer entsprechenden Belichtung beim Fotografieren allerdings schon tolle Farben erkennen kann, dass ist schon eine tolle Vorstellung). Mit dem Dobson ist Astrofotografie ja nur sehr eingeschränkt möglich. Kann ich dann den Tubus nehmen und anstatt auf die Rockerbox auf eine parallaktische neu angeschaffte Montierung + Stativ packen oder ist das nicht möglich bzw. geht das vielleicht nur bis zu einer maximalen Tubusgröße z.B. bis maximal 8“, 10“ oder 12“.

2. Es gibt ja drei Optionen für die Anschaffung:

- Dobson komplett manuell
- Dobson mit Nachführung und ohne Goto
- Dobson mit Nachführung und mit Goto

Welche der drei Optionen würdet Ihr für mich als Anfänger empfehlen, einfach mal unabhängig vom Preis. Macht Nachführung bzw. Goto beim Dobson überhaupt Sinn? So wie ich das gelesen habe muss das Gerät dafür absolut waagerecht stehen bzw. umgekehrt formuliert sollte ich eine Nachführung und Goto vielleicht sogar unbedingt haben, weil ich sonst als Anfänger nichts finde bzw. das Objekt nicht im Okular halten kann und damit der Frustfaktor sehr groß wäre?

4. Gibt es einen bestimmten Hersteller den Ihr mir als Anfänger empfehlen würdet oder kann ich guten Gewissens auf China No Name Geräte zurückgreifen?

 
Hallo und nochmal.
ein Dobson Newton ist ein rein visuelles Instrument.Planeten könnte man noch mit einer speziellenn Planetenkamera filmen.Deep-Sky mit einer DSLR geht nicht weil du nicht in den Focus kommst.Dazu müsste das Teil umgebaut werden....ist aber nicht zu empfehlen,weil u.A.der Fangspiegel zu klein ausgelegt ist.Und ja...in einem 8" siehst du die Ringe des Saturn in Verbindung mit einer Barlow Optik.Wenn du später zur fotografie umsteigen willst musst du an eine komplette Neuanschaffung denken.

Gruß Hotte.
 
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Hallo Han,

ich würde in dieser Situation einen Dobson 200/1000 (also 8") auf der Push+ Montierung nehmen. Das ist eine Kombi, die es von Omegon gibt. Du hast hier weiterhin eine manuelle Nachführung, die über ein angeschlossenes "Digitales Dings Deiner Wahl" zeigt, wo Du am Himmel gerade hin schaust. Das kann also eine Handy-App sein oder ein aus- oder durchgewaschener PC. Die Kopplung geht per Bluetooth. Vom Teleskop betrachtet ist der Vorteil, dass ein 200/1000 noch mit vertretbarem Aufwand auf eine fotografisch taugliche Montierung (EQ-6, vielleicht HEQ-5) gesetzt werden kann. Da das Push+ Ding eine Standard Prismenschiene im GP-Format aufnimmt, und der 200/1000 dann so eine Schiene hat, kann man den auf alle möglichen Montierungen mit der typischen Prismenaufnahme im Vixen-GP-Format setzen. Das ist ein Quasi-Standard. Genauso kann man an der Push+ alle möglichen Optiken mit dieser Klemmschiene befestigen - allerdings sollte es schwerer als ein 200/1000 nicht sein. Wichtig zu erwähnen, dass man sein "Steuergerät" für Rotlicht tauglich macht, wenn man auf Deepsky-Objekte auszieht. Das heißt eine rote Folie oder rote Plexi-Platte vor's Display. Sonst kommt keine Dunkeladaption auf.

Zu vermerken ist allerdings, dass der 200/1000 als f/5-Newton etwas Zuwendung braucht: Man braucht kleine Okularbrennweiten für hohe Vergrößerungen, muss Okulare überhaupt gut aussuchen und dadurch auch etwas teurer bezahlen. Und während man einen 200/1200 Dobson so mit "Werksjustage" über die Alpen fahren kann ohne Kolbenfresser, sollte man sich beim 200/1000 wirklich das nötige Justagezubehör zulegen und die Sache geduldig lernen!

Saturnringe sind für 8" kein Problem. Sind es auch nicht für 80mm Öffnung.

Sollte Deine Entscheidung aber für einen reinen Dobson fallen, dann meine ich, dass es nicht bei 8" bleiben muss. Es wird dann eine Frage von Budget und Tragkraft des eigenen Rückens:
- Blöd ist, ein Teleskop zu kaufen, dass so schwer ist, dass man es nicht mehr mit zum Beobachten nehmen möchte.
- Blöd ist, ein gewaltiges Teleskop zu kaufen und danach mit den beigelegten Plastik-Okularen eher nichts zu sehen.
- Blöd ist, auf Öffnung zu verzichten, weil man meint, vom Sehen her die größere Öffnung nicht nutzen zu können.
Dazwischen müsste sich dann also die Waage finden lassen. Ich habe kein Problem mit dem Gedanken, dass ein Einsteiger sich einen Dobson 300/1500 zulegt. Allerdings ist der dann eben genauso f/5 wie der 200/1000, braucht also besagte Zuwendung.

Soll das mit der Zuwendung übrigens nicht gewünscht sein, dann muss man letztendlich auf Leistung verzichten oder soviel Geld in die Hand nehmen, dass der Händler die Auslieferung hier im Markt-Forum feiert...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

danke für Deine sehr hilfreiche Antwort.

Ich denke ich fange erstmal klein an:

8" Zoll Dobson komplett manuell und gebraucht (gebe dann lieber etwas mehr für gute Okulare aus). Fotografie bleibt erstmal Zukunftsmusik bis ich mich besser auskenne. Kann mir ja dann immernoch ein anderes Teleskop zulegen wenn ich mehr Wissen habe. Erstmal klein anfangen und lernen.

Kann du mir bei den nachfolgenden Fragen nochmal helfen? Das wäre super freundlich:

1. Warum braucht ein 200/1000 mehr Zuwendung als ein 200/1200? Die erste Zahl steht ja für die Öffnung, die zweite für die Brennweite. Warum braucht das Teleskop mit der größeren Brennweite (1200) mehr Zuwendung?

2. Was bedeutet denn f/5?

3. Dann noch die Frage was eine push+ Montierung ist? Finde dazu nichts im Internet. Hat man dann keine Rockerbox mehr bzw. bedeutet push+, dass die Rockerbox eine manuelle Nachführung hat, wenn sowas bei einer Rockerbox überhaupt machbar ist.

4. Was hälst du von Goto bei Dobson? Sinning oder quatsch?

5. Zum Hersteller hast du noch nichts geschrieben. Gibt es bestimmte Marken die besonders gut sind bzw. andere Marken die man besser meiden sollte?

Sorry wegen der vielen Fragen, bis vor ein paar Wochen hatte ich mit Astronomie noch ziemlich wenig am Hut.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Han,

naja, ich lese jetzt nicht nochmal nach, an welcher Stelle Du das falsch verstanden hast. Jedenfalls braucht ein 200/1000 mehr Aufmerksamkeit, als ein 200/1200. Das liegt an der Größe des gut abgebildeten Bildfelds. Ein Newton hat als optischen Fehler Koma die von der Mitte zum Rand zunimmt. Es gibt nun um die Mitte des Bildfelds eine Zone, in der Koma noch so gering ist, dass man sie nicht wahrnimmt, man kann grob bildlich sagen, dass die Komaschweifchen noch im Beugungsscheibchen verschwinden. Diesen optimalen Bildbereich gilt es, durch die Optikjustage in die Mitte des Okularauszuges zu bringen. Und dieser Bereich ist beim 200/1000 eben kleiner als beim 200/1200, so dass die Toleranz für Fehljustage deutlich geringer ist. Der Grund dafür ist übrigens, dass durch die kürzere Brennweite das (primäre) Bild des 200/1000 einen geringeren Durchmesser hat, als jenes des 200/1200. Das bedeutet, dass die Beugungsscheibchen kleiner sein müssen, denn beide Optiken müssen ja ein fest identisches Auflösungsvermögen haben. Durch die so verkleinerten Beugungsscheibchen wird aber Koma schon innerhalb eines kleineren Radius sichtbar. Das sei mal so oberflächlich erklärt.

f/5 bedeutet, dass die Brennweite genau 5x dem Durchmesser der Öffnung entspricht. Darüber sind sehr viele Teleskope vergleichbar. Alle (ordentlichen) f/5 Teleskope liefern gleich große Beugungsscheibchen (im Durchmesser in der primären Bildebene betrachtet, nicht im Winkel am Himmel, was die Auflösung angeben würde). Darum sind auch Okulare für f/5-Teleskope weitgehend an anderen f/5-Teleskopen ähnlich gut einzusetzen. Ein 5mm Okular liefert an jedem f/5-Teleskop eine Vergrößerung, die dem Optikdurchmesser in Millimetern entspricht. Beim 200/1000 eben 200x, beim 300/1500 dann 300x. Wer mit 7mm großer Irisöffnung beobachten kann, wird die dazu passende Minimalvergrößerung an allen f/5-Teleskopen mit einem 35mm Okular erreichen.

Die Push+ ist eine Montierung von Omegon. Sie hat Digitalencoder und kann die Teleskopstellung per Bluetooth an ein Smartphone, Tablet oder einen PC weiterleiten. Eine Astronomiesoftware darauf kann dann aus den Daten der Encoder und mit Hilfe einer Anlern-Prozedur - bei der man einige helel Sterne mit dem Teleskop anpeilt - bei jedem Schwenk anzeigen, wo das Teleskop gerade hinzeigt, oder mit Pfeilen darstellen, wohin das Telekop zu bewegen ist, um ein gewünschtes Objekt zu erreichen. Nett dabei ist, dass man noch selbst einstellt und daher direkt wahrnimmt, in welcher Himmelsgegend das gesuchte Objekt zu finden ist. Bei vollautomatischen Goto-Teleskopen ist das, als wenn man in einer fremden Statt auf dem Beifahrer-Sitzt ist: Man erinnert sich an Sehenswürdigkeiten, aber nicht, wie man hin kommt...

Goto beim Dobson halte ich für machbar aber unwichtig. Das ist aber sehr vom Geschmack abhängig. Eine Tendenz ist leider, dass ich viele Goto-Dobsons von deren Konstruktion mit geraden Stangen (keine Dreiecke) für mechanisch ungeschickt halte.

Hersteller: Push+ gibt es meines Wissens nur von einem, aber ansonsten würde ich mich nicht festlegen wollen. Am Ende muss das Gerät in Ordnung sein und in der Preisklasse müssen sie alle ihre Gurkenquote haben. Was hilft es, eine Tendenz zu kennen, wenn am Ende einzig das eine Exemplar zählt, was man selbst zugelost bekommt?!?
Wähle den Händler Deines Vertrauens.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Deine fast 14.000 Beiträge sind Dir wirklich anzumerken.
Klasse Antwort auch wenn ich Sie dreimal lesen musste um alles zu verstehen.

Naja, alles hab ich leider noch immer nicht verstanden:

Koma führt wohl zu einem schlechten Bild am Rand. Hab mal nach Koma in Verbindung mit Teleskop gegooglet. Wirklich viel gefunden habe ich leider nicht. Gibt es keinen Wikipedia Link zu Koma in Verbindung mit Teleskop. Ich finde nix.

Unter diesen Beugungsscheibchen kann ich mir leider auch nichts vorstellen. Sind die in den Okularen oder im Tubus bzw. gibt diesbezüglich einen Wikipedia-Link zum Nachlesen?


 
Hallo Han,

ist eigentlich kurz erklärt, insofern gute Taktik, erstmal selbst nachsuchen und dann nachfragen, falls es weiter unklar bleibt.

Zu Koma kann man im Netz viel weiter erzählten Unfug finden.
Koma wird meist allein dem Newton zugeschrieben - stimmt aber nicht, viele Teleskope haben Koma als Bildfehler, sogar Linsenteleskope. Beim Newton sieht Koma so aus, dass Sterne am Rand des Bildfeldes ein blasses Schweifchen haben, das von der (echten) Bildmitte weg zeigt. Bei Dejustage des Newtons ist die Bildmitte des Okulars aber nicht dort, von wo das Schweifchen weg zeigt. Problem ist, dass man diese Koma-Figuren nur dann sieht, wenn man ein Okular hat, das am Rand gut genug abbildet. Die meisten Okulare haben nämlich Probleme mit Okularastigmatismus und eine andere Bildfeldwölbung als das Teleskop und zeigen dadurch am Rand sowieso matschige Sterne, Koma hin oder her. Es wird oft gesagt, dass man Koma sehe, aber viele Leute die das glauben, sehen eigentlich Okularasti und Bildfeldwölbung. Bildfeldwölbung ist, wenn man am Rand anders scharfstellt als in der Mitte. Das Teleskop hat so eine gewölbte Ebene mit scharfen Sternen, das Okular hat eine eher gewölbte Ebene, auf der es Sterne scharf stellen würde, wenn die scharfen Sterne des Teleskops dahinein fallen würden. Das passt mal mehr oder weniger gut, je nach Teleskop- und Okulartyp. Hält man einen CCD-Chip in diese Ebene, bekommt man ein scharfes Foto. Davor oder dahinter - oder wo die Krumme ebene nicht auf den platten Chip passt - wird das Bild unscharf.

Beugungsscheibchen: Man denkt immer ein Stern ist ein Punkt und ein Punkt ist kein Scheibchen. Ein Teleskop kann aber nicht beliebig kleine Punkte erzeugen sondern durch Beugungsunschärfe wird der Punkt immer zu einem kleinen Scheibchen verwischt, umgeben von schwachen Beugungsringen, die Ring um Ring immer deutlich schwächer werden. Das Öffnungsverhältnis bestimmt den absoluten (in Millimeter-Bruchteilen messbaren) Durchmesser der Scheibchen, die Teleskopöffnung bestimmt, welchen Winkeldurchmesser am Himmel die Scheibchen hätten (wenn sie real wären). In echt haben Sterne weniger als Zehntel Bogensekunden an scheinbarem Durchmesser. Dagegen sind die Scheibchen von vorstellbaren Amateurteleskope gewaltige Flatschen - ist aber normal, weil die Schärfe durch die Physik begrenzt ist.
Ist eine Optik schlecht, kann sie vergrößerte Beugungsfiguren gegenüber dem Idealzustand einer solchen Optik zeigen. Die Bildschärfe leidet dann darunter. Koma ist eigentlich ein solcher Bildfehler, der beim Newton-Design eben am Rand auftritt und unvermeidlich ist. Man kann sagen, dass das Newton-Design gegenüber Koma schlecht (gar nicht) korrigiert ist, während die Optik trotzdem gut gefertigt sein kann.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Hallo Han,
ich würde in dieser Situation einen Dobson 200/1000 (also 8") auf der Push+ Montierung nehmen.

Zu vermerken ist allerdings, dass der 200/1000 als f/5-Newton etwas Zuwendung braucht: Man braucht kleine Okularbrennweiten für hohe Vergrößerungen, muss Okulare überhaupt gut aussuchen und dadurch auch etwas teurer bezahlen.

Und während man einen 200/1200 Dobson so mit "Werksjustage" über die Alpen fahren kann ohne Kolbenfresser, sollte man sich beim 200/1000 wirklich das nötige Justagezubehör zulegen und die Sache geduldig lernen!

Hallo Sven,

ich habe mich fast sicher entschieden. Es wird wohl das von Dir empfohlene 200/1000 Push+ Dobson von Omegon werden.

Welche zusätzlichen Okulare würdest du für mich als Anfänger aus welchem Grund empfehlen?

Was meinst du mit Justagezubehör bzw. welches würdest du für dieses Teleskop für mich empfehlen? Meinst du eine Justage Okular?

 
Hallo,

dummerweise werde ich nicht automatisiert per E-Mail über neue Beiträge in den von mir beobachteten Themen informiert, obwohl ich in den Einstellungen

"Soll als Vorgabe alle, was zu deiner Beobachungsliste hinzugefügt wird, als E-Mail an dich gesendet werden?"

auf "ja" gestellt habe.

Habt Ihr eine Ahnung was ich hier falsch mache?
 
Hallo Robert,

ich würde auf alle Fälle an ein Konzenter-Okular denken. Wenn dessen Justage stimmt, habe ich gute Ergebnisse mit Barlowed Laser, nur kann man leider nicht jede Barlow damit kombinieren und ich könnte gerade keine Empfehlen, von der ich wüsste, dass es geht. Aber Laser allein nach dem Konzenter ist auch nicht schlecht.

Okulare sind bei f/5 eben eine gewisse Fragestellung. Grundsätzlich werden ja bei den Teleskopen so Okulare beigeworfen, 10mm und 20mm Dreilinser, die mich an Probier-Filtertüten bei der Kaffeemaschine erinnern. Wobei das 10mm ganz passabel war, das 20mm allerdings nicht wirklich glänzte.
Zusatzokulare empfehle ich genau aus dem Grund, dass ein f/5-Teleskop den Vergrößerungsbereich zwischen 35mm und 3,5mm Okularbrennweite abdecken sollte - und dazu braucht man innerhalb dieses Rahmens eine Okularstaffelung. 10mm und 20mm als Beilage ist da wirklich nur der Probierkaffeefilter. Der Rahmen muss nicht gleich zu Anfang extrem ausgenutzt werden. Aber 30mm sollte man schon haben und 5mm auch. 30mm machen als Übersichtsokular in 2" Steckdurchmesser Sinn wegen des größeren Himmelsausschnitts. Hier kann man sehr viel Geld nicht nur versenken, sondern auch in Gegenwert bekommen. Extremfall für ein f/5-Teleskop ist das 31mm Nagler Type 5 aus dem Hause Televue. Das ist, um Dir das Googlen zu ersparen, teurer als Teleskop und Push+ zusammen. Warum kostet es soviel? Weil es einen sehr großen Himmelsausschnitt bei guter Randabbildung als ein sehr großes scheinbares Gesichtsfeld (82°) wiedergibt. Alternativen gibt es aber auch, eine regelrechte Preisstaffel abwärts.
Ich schätze eine gute Randabbildung dabei sehr, aber das wird nicht von jedem geteilt und eine gut angelernte Montierung wird das Suchen sehr erleichtern und diese Anforderung auf rein ästhetische Gesichtspunkte reduzieren. Jedenfalls ist es beim Suchen ohne Unterstützung unangenehm, wenn man am Bildrand auftauchende Sterne nicht von einem am Bildrand auftauchenden (runden) Nebel unterscheiden kann.
Jedenfalls: An einem gut dunklen Standort kann man auch mal nach dem 35mm 67° von ES oder Maxvision schauen. Ist man zu nah an einer Stadt, geht es wohl mehr Richtung 30mm.

Hattest Du meinen Artikel zum 200/1200 gelesen? Vieles davon kannst Du auf den 200/1000 übertragen, indem Du einfach mit 5/6 der Okularbrennweite rechnest:
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Okulare sind sehr individuell. Wichtig ist, was Dir interessant erscheint. Da Du das herausfinden musst, kann ein Gebrauchtkauf gut sein, weil ein Okular (es sei denn es wurde kaputt geputzt) zu einem ähnlichen Preis wieder abgegeben werden kann, wenn es nicht zusagt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

puuuh, ich merke immer mehr welch hohen Stellenwert gute Okulare haben.

Ich habe jetzt mal eine Nacht drüber geschlafen. Ich bin nun wieder weg von dem Gedanken Push+. Was nützt mir Push+ wenn ich dann kein Geld mehr für anständige Okulare habe, außerdem lerne ich ohne Push+ sicherlich mehr. Ich tendiere aktuell nun wieder eher zu einem rein manuellen 200/1200. Offen gesprochen hatte ich gestern noch ein Gespräch mit meiner Frau. Die meinte ich soll vielleicht erstmal ganz klein einsteigen, wenn ich dann nach einem halben Jahr merke das ich kontinuierlich beim Thema bleibe kann ich dann immernoch größer einsteigen. Mit klein einsteigen meine ich folgendes:

Statt eines gebrauchten 200/1200 kaufe ich mir stattdessen ein gebrauchtes 150/1200 z.B. folgendes von Skywatcher:

http://www.astroshop.de/skywatcher-dobson-teleskop-n-150-1200-skyliner-classic-dob/p,15559

Das bekomme ich gebraucht schon für unter 200 Euro.

Dann hätte ich noch reichlich Budget für gute gebrauchte Okulare.

Wenn ich nach einem halben Jahr oder Jahr merke ich bleibe beim Thema kann ich das gebraucht erworbene Teleskop wieder ohne zu großen Wertverlust abgeben und vielleicht durch einen 300/1500 ersetzten.

Zu diesem Sachverhalt malwieder ein paar Fragen :-).

1.) Was hälst du von meinem grundsätzlichen Plan? Spricht etwas dagegen?

2.) Was hälst du von einem 150/1200. Macht so ein Gerät Spass als Anfänger oder würdet du mir auf jedenfall zu einem gebrauchten 200/1200 bzw. 200/1000 raten?

3.) Wo liegen die Nachteile eines 150/1200 gegnüber einem 8" bzw. was kann ich mit einem 8" sehen, was ich mit einem 6" nichtmehr sehen kann?
 
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