Suche gebrauchtes Teleskop

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Ich würde direkt nach einem gebrauchten 8" Dobson ausschau halten. Der hat dann ein halbes Jahr später gerade mal geschätzt 30Euro Wertverlust, wenn ein vergleichbarer 6 -Zoller vielleicht 10 Euro weniger verliert.

Andere Leute zahlen für solche Unterschiede auch schon mal 4stellige Beträge...

Gruß Becky
 
Hallo Robert,

na, jedenfalls machst Du Dir ganz nachvollziehbare Gedanken. Beim "kleinen Teleskop" kommt nämlich immer der Schreck, dass man zum Spielzeug-Teleskop abrutscht und diese sind oft der Einstieg in den Ausstieg. Zuviel teure Elektronik um billige Optik.

Gut, das ist bei den beiden Dobson-Varianten nicht der Fall. Beide haben etwas für sich, aber der 150/1200 hat einfach nicht das Allround-Potenzial und mangels Öffnung nicht die Leistung ingesamt wie ein 200/1200. Preislich liegen sie nicht so weit auseinander, so dass man letztendlich sagen kann, dass man da lieber gleich zum 200/1200 greifen mag. Der Unterschied ist da so gering, dass man hier vielleicht mal den Start mit einem Okular weniger wagen kann, denn das kann man "nachbessern", während man den 150/1200 nicht größer geschmiedet bekommt. Zudem gibt es unter den gebrauchten (und vielleicht auch neuen) 150/1200 einige, die keine 2" Okulare aufnehmen und das ist dann ein deutlich spürbarer Einschnitt, der die Geräte dann zu Mond- und Planetenspezialisten macht. (Wobei da in der Grundausstattung wenigstens noch der Lüfter und besser die schwarze Velours-Auskleidung fehlen.)

Der 200/1200 jedenfalls ist (den Link habe ich gegeben) schon leichter mit Okularen zu versehen, als der 200/1000. Das Gerät ist um die Stufe weniger anspruchsvoll, die es erlaubt, mit der Mehrzahl günstiger Okulare passabel bis gut zu beobachten. (Womit nicht ausgedrückt sein soll, dass es unter den günstigen keine Schrott-Okulare gibt. Also die gibt es schon und die empfehlen sich an keinem Teleskop.)

Der Gebrauchtkauf ist dann richtig, wenn das Gerät soweit in Ordnung ist. Hier gibt es eine gewisse Unsicherheit, die selbst dann besteht, wenn man einen erfahrenen Sternfreund zum Kauf/ zur Abholung mitnimmt. Ein erfahrener Sternfreund würde einen Sterntest machen, was ja jetzt im Sommer dauern kann... Mit dem Risiko muss man leben.
Hat man das Gebrauchtgerät gut behandelt, kann man den 200/1200 mit ähnlich wenig Werverlust wieder abgeben. Der Unterschied ist halt, dass der 200/1200 eine Aufnahme für 2" Okulare hat, wodurch man für Mond und Planeten gleichermaßen gut wie für die schwach leuchtenden oder sehr ausgedehnten Deepsky-Objekte gerüstet ist. Dabei soll man die Leistung des 6-Zöllers nicht unterschätzen und natürlich ist ein 12-Zöller deutlich leistungsfähiger, als ein 8-Zöller. Der 200/1200 trifft aber visuell wirklich eine Art Sweet Spot und goldene Mitte.

Wenn es wirklich nicht Richtung 200/1200 gehen kann, dann wäre ein 150/1200 mit 2" Okularaufnahme wirklich das Ausweichgerät meiner Wahl.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

OK, dann werde ich mir einen neuen 8 Zoll Dobson kaufen. Gebraucht ist mir zu heikel, da kann ich zu schnell auf die Nase fallen.

Nun stellt sich die Frage welche Marke: Omegon, Orion, Skywatcher, GSO, Revelation oder Bresser. Die Preisunterschiede sind ja relativ groß ein Omegon kostet nur 379 Euro ein Bresser hingegen 459 Euro. Fragt sich ob es Sinn macht einen Bresser zu kaufen oder ob ein Omegon oder eine andere Marke genauso gut ist. Kannst du eine Empfehlung aussprechen. Ich würde nur anhand des Designs entscheiden, da gefällt mir Skywatcher am besten.
 
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Hallo Robert,

gängig sind die Geräte eigentlich von GSO oder Skywatcher. Bislang waren in der Preisklasse die übrigen Geräte dann von einem der beiden hergestellt und passend gelabelt, manchmal mit irgendeiner Sonderausstattung.
Bresser hat nun jedenfalls mal eine eigene Konstruktion hingebaut. Deren Aufpreis scheint mir im Hexafok-Auszug und den Rändelschrauben für die Hauptspiegel-Justage begründet. Das relativiert sich. Diese "gemaserten" Alu-Gleitstreifen haben (wie mir berichtet wurde) das Problem, dass diese eingeprägte Struktur sich bezeiten platt drückt, so dass die Dinger dann zu sehr an den Teflon-Pads kleben. Dann kauft der Einsteiger bezeiten Ebony-Streifen als Ersatz für die Alu-Dinger. Oder man würde die Dinger am ersten Tag vorsichtig abzupfen, die Struktur von der Rückseite mit Spalt auffüllendem Kleber (2K Kleber) auffüllen und am besten gleich damit wieder ankleben. Also Bastelecke. Beim Hexafoc vermisse ich, dass man den normalen Klemmungsteil gegen einen vernünftig arbeitenden ersetzen kann. Das verbaute Dings kommt nicht klar, wenn darin 2" Okulare sitzen, deren Steckhülse sich zur Auflagefläche hin komisch verjüngt. Grund ist, dass die Halterung nur auf 12mm Breite eine Führung bietet. Zusammen mit der Verjüngung wird dann eine Kippelkante draus und schwere Okulare hängen dann schief im teuren Hexafoc, der schwere Okulare eigentlich gut trägt.

Insofern reiht Bresser sich prima in die anderen Bastelvorlagen ein. Es scheint weiter herzlich egal, was man nimmt. Bei GSO muss man gucken, dass man als Einsteiger sicher erkennt, die angekündigte neue Variante mit bei Kälte problemlos arbeitender Fangspiegelhalterung zu bekommen.

Meine persönlich gefärbte Tendenz ist da ein entschiedenes "egal". Immer wennn ich in eine Richtung tendiere, kommt ein "aber" angewackelt. Aber auch: Alles keine großen Probleme. Die Geräte kann man allesamt gut nutzen. Der Mehrpreis beim Bresser würde sich aber meiner Meinung nach nur dann lohnen, wenn man die Sache mit dem Gleistreifen auf den Höhenrädern regelt und wenn man sich ggf. beim Dreher eine richtige Adaption vom 80mm Gewinde auf eine 2" Klemmung anfertigen lässt. Ansonsten könnte ich eher einen der anderen Dobsons mit einem besseren Okularauszug ausstatten lassen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

zum Bresser Messier Dobson sollte der Vollständigkeit halber erwähnt werden, dass der Hexafok-Auszug zur Folge hat, dass der Fokus 144 mm über dem Tubus liegt.
Damit ist das die am höchsten bauende Serienkonfiguration für Dobsons und es bedingt, dass man einen FS mit 57 mm kleine Achse einbaut, während andere Hersteller/Lables da mit 50 mm hinkommen.
Er bietet sich allerdings dennoch fürs Tunig an, da man den Hexafok ziemlich in der Mitte teilen kann, dann muss/kann man eine gute 2" Aufnahme adaptieren, den Tubus entsprechend verlängern und kommt, wenn ich überschlägig mit Schätzwerten operiere auf die Möglichkeit, einen 50 mm FS bei sehr guter Ausleuchtung zu verwenden.
Leider ist (oder war?) einem älteren Thread zufolge der FS Halter schon für den 57 mm FS zu groß (der bringt/brachte also zusätzliche, noch unnötigere Obstruktion), sodass man auch da umbauen muss.

Es könnte also doch sein, dass Skywatcher, GSO oder - wenn schon Bresser - der Revelation(GSO) die bessere Wahl ist, bei dem zum "normal" hohen OAZ die ansonsten derzeit übliche 35 mm Verlängerungshülse geliefert wird.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

da es laut Euch ja relativ egal ist welchen Dobson ich nehme werde ich den Skywatcher 200/1200 Dobson kaufen. Der gefällt mir vom Aussehen her sehr gut und wurde auch sehr gut bewertet. Der Preis von 395 Euro ist auch in Ordnung. Siehe hierzu folgender Link:

http://www.astroshop.de/skywatcher-dobson-teleskop-n-200-1200-skyliner-classic-dob/p,4440

Für Okulare bleiben mir jetzt noch ungefähr 200,00 Euro Budget übrig.

Was haltet Ihr von den beiden mitgelieferten 1,25" Okularen (25mm und 10mm)? Sind die für die Tonne und sollten die unbedingt durch 2" Okulare ersetzt werden oder sind die Okulare vielleicht garnicht so schlecht?

Laut dem sehr guten Buch "Fernrohr Führerschein" sollte anfangs ein Satz von drei Okularen ausreichen.

- eines für 1-2-fache Minimalvergrößerung - Öffnungszahl x 5
- eines für 4-5-fache Minimalvergrößerung - Öffnungszahl x 1,5
- eines für förderliche Vergrößerung - Öffnungszahl x 0,7

Meine Öffnungszahl ist ja 6 (1200/200)

Laut Buch brauche ich demnach für den Anfang folgende Okulare:

- 30 mm
- 9 mm
- 4,2 mm

Ist die Empfehlung des Buches überhaupt korrekt?

Sollte ich diese Okulare auf jedenfall in der 2" Variante kaufen oder reicht auch die 1,25" oder gar die 0,96" Variante mit entsprechender Redurzierhülse aus?

Kaufe ich für die 200 Euro Restbudget am besten erstmal nur ein Okular welches etwas teuerer ist oder gleich drei die günstiger sind.

Brauche ich noch extra Zubehör um das Teleskop zu justieren oder ist das Teleskop schon vorjustiert bzw. ist das Justieren für mich als Anfänger auch ohne zusätzliches Zubehör gut machbar?

In zwei bis drei Monaten hätte ich wieder mehr Budget für neue Okulare.
 
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Hallo Robert,

na ich schätze mal, dass man beim Tausch von Beipackokularen nicht wirklich was gewinnt.
Ich würde sie so lassen und zum Anfang noch

- ein 2" Übersichtsokular um 5 mm AP, also um 30 mm Brennweite
- einen Peilsucher (Rigel-Quickfinder oder einen einfachen Leuchtpunktsucher) zusätzlich zum optischen Sucher
- den Deepsky Reiseatlas oder den "Vizi"-Sternatlas als Kartenwerk
-ein 6 mm Okular für höhere Vergrößerungen (zunächst mal wichtiger weil häufiger nutzbar als 4 mm)

Das ist mit 200 Euro machbar.

Gute Tips zu den Okularen gibts da:

http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Han Solo,

ich habe kürzlich gesehen, dass es bei ICS ein Paket mit 8" Galaxy Dobson mit einer aus meiner Sicht guten Okular-Palette (30mm: Übersicht und große Objekte, 15mm: Galaxien, 9mm: Kugelhaufen und PN), und einem 90° Winkelsucher gibt. Ich kann zur Qualität des Dobsons aus eigener Erfahrung nichts sagen, aber man hört doch immer wieder gutes über diese Geräte.
Aus eigener Erfahrung weiß ich aber zu schätzen, wie angenehm ein seitenrichtiger Winkelsucher zum auffinden der Objekte ist. Dein Rücken wird es Dir danken.

Bei diesem Paket fehlen eigentlich nur noch Sternenkarten/Atlas, eine Rotlichtlampe und ein bequemer Stuhl (Bügelstehhilfe?). Und schon kann's losgehen. Viel günstiger und mit besserem Preis-Leistungsverhältnis kann man meiner Meinung nach gar nicht beginnen.
Mit besseren Okularen würde ich mich erst beschäftigen, nachdem ich etwas mehr eigene Erfahrungen gesammelt habe.

Grüße
Antero
 
Hallo grhansolo,
mein Vorschlag: Nimm Kontakt auf mit einem astronomischen Verein, z.B. www.sternfreunde-breisgau.de oder
www.av-ortenau.de (beide in deiner Nähe)
und bitte darum, dass sie dich mal spechteln lassen. Da wird eine Entscheidung viel leichter. Wenn du wissen willst, was dich visuell erwartet, kannst du auch vorher z. B. folgende Seiten anschauen:
http://www.perezmedia.net/beltofvenus/archives/sg-messier.html
oder
https://www.astromerk.de/
Vergleiche das Mal dann mit Fotografien.
LG
Heinz
 
Fällt mir gerade noch ein:
-Stellarium-Software aufrufen.
-rechts oben auf das Werkzeugsymbol klicken.
-Daten für ein Teleskop (1200 ; 200 )und ein Okular eingeben
-dann z.b. den Saturn anklicken
-rechts oben das Symbol ganz links anklicken
du siehst dann, was dich unter optimalen Bedingungen beim Blick duch das simulierte Teleskop erwartet (z.B. auf dem Kandel bei Neumond)
 
... und noch was
erwarte nicht, dass du in Rheinhausen außer Andromeda (im dobson ein grauer Fleck) und gaaanz wenigen anderen Objekten viel deepsky sehen kannst. Ich spreche aus Erfahrung (Neuried).
Tatsächlich ist aber der Blick auf den Mond durch ein Teleskop auch sehr beeindruckend. ...und der Schwarzwald mit besseren Bedingungen ist auch nicht weit.
 

Hallo Günther,

die Fachbeiträge von Sven Wienstein sind wirklich sehr gut. Hab mir folgende durchgelesen:

- Wissenswertes über Okulare
- Weitwinkelokulare und Gesichtsfelder
- Okulare für den 200/1200 Newton bzw. Dobson 8“ f/6

Basierend auf dem Artikel "Okulare für den 200/1200 Newton bzw. Dobson 8“ f/6" bin ich nun der Meinung das die dort erwähnte

Palette 1: Auf den Preis geschaut, der richtige Einstieg für mich ist.

Das wären dann folgende Komponenten (wenn es mehr als 200 Euro kostet ist auch nicht so tragisch):

1. 2" Weitwinkel Okular (30-40 mm)
2. Zoomokular (8-24 mm)
3. 6 mm Okular
4. 2 x Barlow um Zoomokular den höheren Vergrößerungsbereich (4-12 mm) zu eröffnen
5. Leuchtpunktsucher oder Rigel Quickfinder
6. Justierokular mit Fadenkreuz

Zu diesen sechs Punkten hätte ich noch ziemlich viele Fragen. Vielleicht haben du oder Sven ja nochmal Zeit mir eine Rückmeldung zu geben. Das wäre toll. Wenn diese Fragen beantwortet sind bin ich endlich so fit in der Theorie, dass ich mir das Teleskop und die Okualre mit einem guten Gefühl kaufen kann.

allgemeine Fragen:

- Sven schreibt in seinem Artikel, dass man die beigelegten Okulare gleich bei der Bestellung austauschen lassen sollte. Ist das so ohne weiteres möglich sprich sag ich dem Händler lass die beigeleten Okulare weg und bekomme ich das 8" Dobson dann günstiger?

- Angenommen ich kann die beigelegten Okulare nicht austauschen lassen. Sind die dann für die Tonne oder sind diese vieleicht doch brauchbar?

zu Punkt 1.)

Sven schreibt, dass man nur bei richtig dunklem Himmel ein 40mm Okular nehmen soll. Bei hellerem Himmel eher 30 oder 35mm. Aus welchem Grund ist ein 40mm Okular, dass ja weniger vergrößert, bei hellerem Himmel nicht sinnvoll?

zu Punkt 2. und 3.)

Angenommen ich kaufe das Zoomokular (8-24 mm) und zusätzlich die 2xBarlow. Dann kann ich ja auch 6mm einstellen. Aus welchem Grund ist dann noch ein einzelnes 6mm Okular zusätzlich notwendig? Sven empfiehlt ja zusätzlich zum Zoomokular auch noch ein einzelnes 6mm Okular.

zu Punkt 5.)

Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich mir den Leuchtpunktsucher oder den Rigel Quickfinder kaufe. Könnt Ihr mir bei der Entscheidung behilflich sein. Bin unsicher was am Anfang besser für mich ist.

zu Punkt 6.)

- Ist ein Justierokular mit Fadenkreuz zwingend für einen Anfänger zu empfehlen oder ist das nicht unbedingt notwendig? Falls es notwendig ist, könnt Ihr mir vieleicht ein konkretes Okular empfehlen?

- Sven schreibt, dass man sich vom Händler eine Mittenmarkierung auf den Hauptspiegel anbringen lassen soll. Womit wird eine solche Markierung denn gemacht, mit einem speziellen Stift?

- Ist solch eine Mittenmarkierung kostenfrei beim Kauf eines neuen Teleskops?

- Warum hat eigentlich nicht jedes Dobson von Haus aus solch eine Mittenmarkierung, wäre doch sinnvoll?


 
Hallo Robert,

1) ein 40mm Okular an einem f/6 Teleskop ergibt eine AP von 7mm. Dadurch wird ein ein nicht dunkler Himmel grau. Davon bekommt man zwar keinen Augenkrebs :) , aber man gewinnt Feld am Himmel. Mir persönlich ist das wichtiger als ein dunkler Hintergrund, aber viel sehen das anders.

Wobei wir bei Punkt 5 sind. Der Rigel hat beleuchtete Kreise mit deren Hilfe Du bei entsprechenden Sternkarten abschätzen kannst, wie weit Du beim starhopping das Teleskops zum Ziel bewegen mußt, und da ist mehr wGF gut.

Wenn das Zoomokular und die Barlow richtig gut sind ( und damit richtig teuer ) ist ein 6mm Okular überflüssig, das Seben-zoom rechne ich nicht zu dieser Kategorie. Einfach das 6mm Okular mal seinlassen und schauen, wie Du mit der Kombi zufrieden bist.

Gruß Uwe
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Robert,

ob man die Beilageokulare tauscht, hängt auch davon ab, was beiliegt und was man ausgeben will.
Bei den Galaxy Dobsons von ICS liegt z.B. ein brauchbares Übersichtsokular, ein 30 mm Erfle bei. Wahlweise gibts auch ein 40er.
Das macht den Unterschied zwischen 5 mm AP und 7 mm AP, dazu bei genau dieser Okularreihe den Unteschied zwischen 2,1° und 1,8° Feld. Da kommt es m.E. schon auf die Himmelsqualität am Beobachtungsstandort an, was da besser für die Aufsuche und (!) die Beobachtung von Objekten ist, die mit niedriger Vergrößerung und großem Feld zu suchen und zu beobachten sind.
Näheres von mir zum Thema:

Grundsätzliches zur AP

In dem Fall und wenn ich ein solches Okular will, muss man also nicht tauschen, wenn man aber z.B. gleich von Anfang an ein 31er Nagler will, kann man das Erfle halt weglassen und rausrechnen.

Das ist also die Eintrittskarte zum Himmel und wenn Du darunter ein günstiges Zoom setzten willst, dann geht das sicher mit einigen (teureren) Festbrennweiten besser, aber andererseits langt ein solches Zoom locker um Spaß zu haben und um SELBST zu erkennen wo, in welchem Brennweitenbereich, man eventuell was Besseres, Schärferes, was mit mehr Gesichtsfeld braucht und welche Prioritäten man selbst hat.

Das gilt auch für die Kombination mit einer Barlow für die richtig hohen Vergrößerungen und da ist so ein günstiges 6 mm SWA oder Ähnliches eigentlich nur ein erster Schritt zu eigenen Vergleichen.

Wichtig ist die Sucherthematik. Ich würde zum geradsichtigen optischen Sucher (manchmal ist auch schon ein Winkelsucher für bequemeren Einblick dabei) auf jeden Fall einen Leuchtpunkt, Rigel-Quickfinder oder eben den Telrad einplanen, denn was man nicht findet, kann man auch nicht beobachten.

Der Telrad und auch der leichtere, kleinere Rigel bieten Zielkreise, was bei der Einschätzung von Abständen und bei der Orientierung für die Aufsuche hilfreich sein kann.

Für die Justierung ist m.E. das Concenter (in 2" Ausführung) das Mittel der Wahl, nicht nur, aber gerade für Einsteiger.

http://www.spheretec.de/10047_2.php

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Robert,

mit etwas Überschneidung zu Günther, aber eben aus meinem Blickwinkel:

Beilegeokulare
Bei der Palette "auf den Preis geschaut" macht ein Austausch keinen Sinn, weil sich nicht viel ändert. Meistens liegen heute 10mm und 20mm vom Typ "Super" bei. Das ist wohl ein Reversed Kellner Okulardesign. Das 10mm ist ganz passabel, das 20mm leidet unter schlechter Randabbildung.

Okular Doppelung:
Das bitte immer unter dem Aspekt der Alternativen sehen. Ich versuche das nicht in Stein zu meißeln, sondern lasse Entscheidungsfreiräume. Je nach vorhandener "Beilage" kann das nämlich Sinn machen.

Sucher:
Der Riegel hat wie der Telrad den großen Vorteil, einen Größenmaßstab mitzubringen. Legt man eine Telrad-Schablone auf seine Sternkarte, so sieht man darin eben die Kreise sehr ähnlich zum Anblick am Himmel bei richtiger Einstellung. Das hilft vielen Sternfreunden beim korrekten Positionieren. Mir persönlich reicht ein Leuchtpunkt und ich habe dadurch den Vorteil, dass ich den Einblick in den Sucher besser finde. Ein guter Leuchtpunktsucher hat nämlich einen größeren Einblickbereich, während die eingespiegelten Kreise bei Telrad und Riegel nur aus einer eng begrenzten Einblickrichtung überhaupt erkennbar sind. Hat Vor- und Nachteile. Ich glaube dass der Riegel immer dann besser ist, wenn man den Kopf gut und ohne Verrenkungen dahinter positionieren kann.

Mittenmarkierung:
Das ist üblicherweise ein aufgeklebter Lochrandverstärker. Ein Als Justierokular empfehle ich eines, bei dem auf eine Plexi-Scheibe viele Kreise eingraviert sind. Dadurch wird der Fangspiegelrand immer von zwei Kreisen "eingerahmt" und man sieht dann, ob der Abstand zu den Kreisen rundum gleich ist (was das Ziel ist).
Das Fadenkreuz braucht man dann eigentlich nicht... Die Mittenmarkierung bzw. das mittige Loch im Plexi reicht.
Ich finde ja Barlowed Laser gut und würde das empfehlen, nur habe ich vielfach gesehen, dass mit normalen Barlows am Markt der Lochrandverstärker zu riesig oder zu winzig erscheint, und dass einige Sternfreunde schon kopfschüttelnd die x-te Barlow probiert haben, ohne Erfolg. Da ich also nicht wüßte, welche Barlow da zu empfehlen ist (ich nutze ein uraltes Ding)... Ich kann schlecht eine Methode empfehlen, bei der man das Besteck nicht zusammen bekommt.

Und Abschließend: Mit ist lange kein (größeres) Gerät ohne Mittenmarkierung mehr begegnet.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

ich habe gerade das Skywatcher 8" Dobson bei astroshop.de für 325 Euro bestellt. Ist so gut wie neu mit Herstellergarantie. Ist ein Rückläufer.

Außerdem den Rigel Quickfinder,
ein Omegon Kollimationsokular,
ein Omegon SWA 32mm 2" Weitwinkelokular und
den Deep Sky Reiseatlas.

Danke für Eure tolle Hilfe ich freue mich auf das Teleskop :-)
 
Mist, habe gerade gesehen, dass es ein älteres Skywatcher Modell ist, statt 200/1200 wie gedacht 200/1000. Ist das tragisch, sprich würdet Ihr mir raten die Bestellung zu stornieren und stattdessen das 200/1200 für ca. 50 Euro mehr zu bestellen oder ist das 200/1000 auch in Ordnung?

Man wie ärgerlich, soviel mit beschäftigt und trotzdem einen Fehler gemacht :-(
 
Hallo Robert,

das ist ein ziemlich altes Modell, die werden schon lange nicht mehr so angeboten.
Außerdem ist das Öffnungsverhältnis (f/5) deutlich okularkritischer und was zu Brennweiten und AP besprochen war ändert sich auch.
In der Summe würde ich an Deiner Stelle die Kröte schlucken und die 50 Euro mehr dranhängen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

danke für die schnelle Rückmeldung, rufe da morgen an und bestelle das andere, gut das ich das noch gemerkt habe.

Und vielen Dank nochmal.
 
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