Suche gutes Teleskop

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Ich hab mich verschriebn, die haben keinen Stativ, sondern nur so eine Haltung die man auf einen Tisch stellen muss um Beobachten zu können.
 
Zitat von Hunt07:
Ich hab mich verschriebn, die haben keinen Stativ, sondern nur so eine Haltung die man auf einen Tisch stellen muss um Beobachten zu können.
Naja... Dobsons von der Stange mit >100mm Öffnung fangen in der Regel beim 6" an. Dann fällt mir eben der 6" f/8 Dobson ein, bei dem man sich bequem danebensetzen kann. So klein ist ein Dobson auch nicht ;) Wenn du allerdings in Richtung Heritage 130 oder Vergleichbare gehen willst, reicht auch ein solider (Klapp)Tisch zum Draufstellen.

Also den Stativzwang sehe ich noch nicht.
 
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Zitat von Hunt07:
Liebes Forum,
das Jupiterproblem ist gelöst.
Ich kann ihn jetzt sehen, wenn auch nur sehr unscharf.
Sieht er ungefähr so aus wie in diesem Video: http://www.youtube.com/watch?v=LGc-vfEKcZ0 ?
Wenn ja, wirst Du bei gleichen Bedingungen auch mit einem "besseren" Teleskop keine schärferen Bilder bekommen - die Unschärfe kommt durch die Erdatmosphäre.
Am Donnerstagabend hatt ich genau diesen Effekt bei einem relativ guten Teleskop (William Optics Zenithstar 66 SD) mit 66mm Öffnung und 388mm Brennweite. Mit einem sehr guten Okular (Vixen LV 4mm) war aber der Jupitier nicht dauerhaft scharf zu stellen, aller paar Sekundenbruchteile war er wieder unscharf.
Die Vergrößerung lag also bei 97fach, das war für die Bedingungen am Donnerstag schon deutlich zu viel. Mit noch größeren Vergrößerungen wären auch die Luftunruhen mitvergrößert worden...

-Der Stativ ist viel zu klein, dadurch muss ich mich extrem bücken und auf die Knie gehen, wenn ich mit dem Sucher ein Objekt anvisiere.
Das ist ein absolut starkes Argument, denn bei Deinem jetzigen Teleskop würden sich ein anderes Stativ und die Umbaumaßnahmen kaum lohnen.

-Man kann sehr schlecht anvisieren, d.h. wenn ich ein Objekt anvisiert habe, dann verrutscht es nach unten. Das heist ich muss extrem nach oben gehen damit es am Objekt stehen bleibt. Kann man leider schlecht erklären, aber nervt total.
Doch, das kann man erklären. Bitte beschreibe genau, was Du machst ("Zuerst richte ich das Fernrohr grob auf Jupiter. Dann schaue ich durch den Sucher und richte das Fernrohr so aus, daß Jupiter in der Mitte des Suchers ist. Danach schaue ich durch das Okular am Fernrohr und sehe Jupiter gerade noch am Rand des Bildes" - oder so ähnlich.)
Das ist zwar für Dich anstrengend und vielleicht auch nervig, aber schließlich möchtest DU Hilfe bekommen - und wenn die Leute sehen, daß Du Dir bei der Problembeschreibung viel Mühe gibst, ist die Hilfsbereitschaft größer.

-Die maximal Vergrößerung ist zu klein, d.h. ich kann nur maximal 120x vergrößern, was wiederum bedeutet das 4mm Okular nichts nützt und ich, wenn ich irrgendwann will nich einfach ein okular mit einer kleineren Brennweite und damit größerer Vergrößerung kaufen kann.
Höhere Vergrößerungen bedeuten auch, daß Problemzonen mitvergrößert werden, zB. wenn das Stativ eher Leichtbau und etwas beweglich ist. Dann zittert das Bild im Okular schon beim Fokussieren.
Stabilere Stative sind wiederum teurer.

-Die Bilder sind sehr unscharf, der Mond wird zwar sehr scharf dargestellt, aber das wars auch schon.
Dein Teleskop hat keine eingebaute Intelligenz.
Dem ist es egal, was Du anschaust: Kirchturmspitzen, Mond oder Planeten.
Wenn Du den Mond "sehr scharf" sehen kannst, den Jupiter aber nicht, liegt es also nicht am Teleskop, sondern an anderen Sichtbedingungen, zu hoher Vergrößerung, ...

Eben weil es so viele Probleme gibt, würde ich mir ein neues kaufen wollen und da nur wenige meine Frage beantwortet haben, Versuch Ichs nochmal und zähle mal ein paar Sachen au die ich erwarten würde.
Ich befürchte, das neue Teleskop wird Dir nur zum Teil bessere Ergebnisse bringen.
Da es sich aber nicht lohnt, in Dein jetziges Teleskop zu investieren, ist in der Tat ein anderes Teleskop die einzig sinnvolle Alternative.

Check.
-Es sollten mind. 3 Okulare enthalten, die von guter Qualität haben.
Nur eines, aber zum Anfang kannst Du Deine jetzigen weiter nutzen.
-Es sollte einen großen Durchmesser haben, also mehr als 100mm,
Check.
damit die Vergröserung nicht gleich aufgereizt wird.
Die sinnvoll nutzbare Maximalvergrößerung wird in den allermeisten Fällen nicht durch die Optik, sondern durch andere Randbedingungen begrenzt.
-Gute Bilder sollte es auch liefern und einfach zu bedienen und aufzubauen.
Alles in einem sollte man darauf aufbauen können, damit ich mir in Zukunft dafür einige Features, wie zum Beispiel eine Kamera kaufen kann.
Wenn man weiß, wie es geht, ist alles einfach.
Eine parallaktische Montierung ist für Astro-Aufnahmen in ziemlich allen Fällen sinnvoll bzw. notwendig.
Der Aufbau ist natürlich etwas komplexer (Einnorden) als bei azimutalen Montierungen, aber wenn man weiß, wie es geht und geübt darin ist - siehe oben.

Ich werde mir eins, im April kaufen, bis dahin stehen mir wahrscheinlich bis zu 500€ zur Verfügung.
Dann dürfte so etwas für Dich ganz brauchbar sein, wenn Du Einschränkungen bei der Mobilität in Kauf nimmst:
http://www.teleskop-express.de/shop...n-Teleskop-auf-Skywatcher-EQ5-Montierung.html

Das Stativ mit Montierung und Gegengewicht wiegt über 10kg, das Teleskop noch mal 6kg und mit ein paar weiteren "Kleinigkeiten" bist Du schnell bei großformatigen 20kg. Transport mit dem Rad ist dann nur noch per Anhänger sinnvoll, eher mit dem Auto.

Du solltest auch (mit Hilfe einer/s erfahrenen HobbyastronomIn) über den Gebrauchtmarkt nachdenken.

E.

PS: Bitte erkundige Dich mal bei einem Astronomieverein in Bremen (zB. hier: http://olbers.hs-bremerhaven.de/ ), wann gemeinsame Beobachtungen stattfinden - und für interessierten und lernbereiten Nachwuchs sind die immer offen. Da kann Dir ggf. auch einer beim Gebrauchtkauf helfen.
 
Hallo Chris,

das ist ja gerade das gute an einem Dobson (=Newton-Spiegelteleskop mit Bodenlager), dass man sich ein wackliges Stativ spart und dafür soooooo viel mehr Teleskoprohr bekommt.

Gruß, Günther.
 
Hallo Chris,

ohne jetzt jeden Aspekt der Diskussion intensiv gelesen zu haben erscheint es mir für dich vorteilhaft, dass du auf einer Volkssternwarte in deiner Nähe oder einem Teleskoptreffen mal den ein oder anderen Blick durch ein gutes Teleskop wirfst, welches sich mit dem vergleichen läßt, was auf deiner Wunschliste steht. Dann hast du eine ungefähre Vorstellung von der Performance, die ein Teleskop bringen sollte.

Ohne geeignete Vergleichsmöglichkeiten wird es eher ein Fischen im Trüben für dich bleiben.

Viele Grüße
Werner

 
Lieber EckyH,
wann sind denn die Bedingungen am besten um zu beobachten?
Und gibt es eine App dafür um zu erfahren ob die Bedingungen gut sind?
 
Hallo Chris,
Zitat von Hunt07:
wann sind denn die Bedingungen am besten um zu beobachten?
Für Sonnenbeobachtungen tagsüber, für den Rest, wenn es mehr oder weniger dunkel ist.
Ernsthaft: es sollte klare und ruhige Luft sein, also kein starker Wind. Das sind die Verhältnisse am Boden.
In mehreren Kilometern Höhe sieht die Atmosphäre schon wieder etwas anders aus - da ist man dann auf Vorhersagen angewiesen.
Es gibt verschiedene Webseiten, die solche Voraussagen machen, zB. Meteoblue, aber genau bei dieser Seite wird gerade die Voraussagequalität in Frage gestellt: http://forum.astronomie.de/phpapps/.../1054270/gonew/1/Meteoblue_geht_es_nur_mir_so (kann ich nachvollziehen, da bei mir auch schon einige Fehlvorhersagen dabei waren).

Und gibt es eine App dafür um zu erfahren ob die Bedingungen gut sind?
Die einzige sinnvolle "App" ist die Erfahrung, gepaart mit Wissen.
Da können Dir wiederum Leute aus einem lokalen Hobbyastronomieverein am ehesten weiterhelfen, weil deren Erfahrung... siehe oben.

E.
 
Moin Chris,

gute Chancen auf gutes seeing hast du wenn du am Horizont die Sterne kaum bis wenig Flackern siehst.
Je weiter das Flackern gen Zenit geht, desto bescheidener das seeing.
Wenn dann auch noch keine leicht schleierhafte Wölkchen am Himmel erkennbar, dann sollten gute Bedingungen herrschen.
Am besten siehst du es am Ende durch das Teleskop. ;)

LG Silvio
 
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