Suche hochwertiges Taschenglas (kein Tunnelblick)

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bensonmam

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Hallo,

ja, wie der Titel schon sagt, möchte ich mir ein wirklich gutes Taschenglas zulegen und hoffe, ihr könnt mir da ein wenig bei der Entscheidung helfen.

In der engeren Wahl stehen die beiden Zeiss Gläser

- Conquest Compact 8x20
und
- Conquest Compact 10x25

Leider findet man mal wieder nirgends die wirklich wichtigen Angaben unter all dem Marketinggeplapper: das tatsächliche bzw. scheinbare Sehfeld!

Ich habe da die Vermutung, dass beide Gläser konstruktionsbedingt schon stark zum Tunnelblick neigen. Kann das jemand bestätigen?

Falls das der Fall ist, gibt es evtl. bessere Alternativen, auf die man ausweichen kann?

Wie gesagt: die Optik mit einem nicht zu engen Gesichtsfeld sowie das Gewicht stehen hier an erster Priorität.

Ich danke schon mal! ;)

Gruß
Alex

 
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Hallo,

auf der Zeiss-Seite findet man sehr schnell folgende Angaben:

Victory Compact 8 x 20 T*: 118 m
Victory Compact 10 x 25 T*: 95 m
Conquest Compact 8 x 20 T*: 110 m
Conquest Compact 10 x 25 T*: 88 m

Alternativen (vom selben Hersteller):

Victory 8 x 32 T* FL: 140 m
Victory 10 x 32 T* FL: 120 m
Conquest 8 x 30 T*: 120 m
Conquest 10 x 30 T*: 96 m


Viele Grüße und Clear Skies
Martin
 
Hallo Alex,

das Zeiss Conquest Compact 8x20 T hat ein Sehfeld von 110 m auf 1000 m,

Zeiss Victory Compact 8x20 B T*: 117 m,

Nikon 8x20HG L DCF: 119 m.


Das enge Sehfeld ist wohl typisch für Taschenferngläser, da die Prismen für größere Sehfelder wesentlich größer dimensioniert werden müssten.



Gruß
Bernhard
 
Jeder wird hier die Gläser empfehlen, mit denen er selbst gute Erfahrungen gemacht hat. Ich schließe mich an: Steiner Wildlife 8x24. Meine Frau und ich haben es oft in der Hand. Es passt in jede Jackentasche und bietet ein außerordentliches kontrastreiches und auch weitwinkliges Bild.
 
Danke erstmal für die Antworten.

Zitat von MartinKrause:
Hallo,

auf der Zeiss-Seite findet man sehr schnell folgende Angaben:

Hallo Martin,
das sind die üblichen Sehfeldangaben, nicht der tatsächliche Sehwinkel, aus dem man dann das scheinbare Sehfeld errechnen kann ;)


Zitat von deboc:
Zitat von bensonmam:
In der engeren Wahl stehen die beiden Zeiss Gläser

- Conquest Compact 8x20
und
- Conquest Compact 10x25

Warum nicht ein Nikon 8x20 bzw. 10x25 HG-L? Die liegen in der gleichen Preisklasse und werden von nicht wenigen Leuten sehr gut bewertet. Ob da ein Conquest (also Mittelklasse) mithalten kann?

Von Nikon halte ich sogar eine ganze Menge und habe auch selbst eines, aber speziell von der HG-L Serie hab ich des Öfteren von starken Bildfeldwölbungen gehört.
 
Hallo Alex,

Von Nikon halte ich sogar eine ganze Menge und habe auch selbst eines, aber speziell von der HG-L Serie hab ich des Öfteren von starken Bildfeldwölbungen gehört.

da kann ich Dich beruhigen. Die Nikon HG-L Gläser haben kaum Verzeichnung am Bildfeldrand ( gerade Linien bleiben gerade ), dafür aber einen sichtbaren Globuseffekt. Das bedeutet, ( nur! ) beim Herumschwenken hat man ein wenig den Eindruck, das Bild sei kugelförmig gewölbt, etwa so, wie wenn man auf eine Christbaumkugel blickt. Viele Beobachter bemerken dies übrigens kaum, bzw. es stört sie nicht.

Ansonsten kann ich Dir das Nikon 8x20 HG sehr empfehlen, ich halte es für das beste Glas in der Kompaktklasse. Von einem 10x25 kann ich hingegen nur dringend abraten: Es ist schon schwer genug, ein normal großes 10fach-Glas ruhig zu halten, mit einem Miniglas in den Fingern wackelt man viel mehr und Du wirst folglich damit weniger sehen als mit 8x. Dazu kommt die geringere Schärfentiefe ( mehr Kurbelei am Fokusknopf ) und das kleinere Sehfeld.

Beste Grüße

Manfred
 
Zitat von bensonmam:
Von Nikon halte ich sogar eine ganze Menge und habe auch selbst eines, aber speziell von der HG-L Serie hab ich des Öfteren von starken Bildfeldwölbungen gehört.

Das wundert mich ein bischen, denn eigentlich wird den HGs -- überhaupt Nikon -- nachgesagt, dass sie weniger Bildfeldwölbung als beispielsweise Zeiss oder Leica aufweisen. (Mein Nikon Monarch 8x36 liefert auch ein "flacheres" Bild als mein Leica Ultravid 8x32.) Allerdings kenne ich die Mini-HGs nicht aus eigener Anschauung, sondern hatte mir vor einigen Monaten selber mal überlegt, ein kleines Glas anzuschaffen. Nach Studium der diversen Foren war ich dann beim Nikon HG gelandet.
 
Hallo Alex,

der tatsächliche Sehwinkel (TSW) [in Grad] und das tatsächliche Sehfeld (TSF) [in Meter auf 1000 m] stehen in folgender Beziehung zueinander:

TSF = 2000 * tan (TSW/2)

oder umgekehrt:

TSW = 2 * arctan (TSF/2000).

Damit ergeben sich folgende Werte TSF / TSW (gerundet auf zwei Nachkommastellen)

Victory Compact 8 x 20 T*: 118 m / 6,75°
Victory Compact 10 x 25 T*: 95 m / 5,44°
Conquest Compact 8 x 20 T*: 110 m / 6,3°
Conquest Compact 10 x 25 T*: 88 m / 5,04°

bzw.:

Victory 8 x 32 T* FL: 140 m / 8,01°
Victory 10 x 32 T* FL: 120 m / 6,87°
Conquest 8 x 30 T*: 120 m / 6,87°
Conquest 10 x 30 T*: 96 m / 5,5°


Aber: Die häufig (auch von Herstellern) genutzte Berechnung des scheinbaren Sehwinkels gemäß:

scheinbarer Sehwinkel = tatsächlicher Sehwinkel * Vergrößerung

ist abhängig von der Ausprägung der kissenförmigen Verzeichnung nur bedingt genau.


Ich hoffe, diese Infos helfen dir etwas weiter.

Viele Grüße
Martin
 
Über Gewicht und Gesichtsfeld kann ich dir leider nicht viel sagen aber schau doch mal die Ferngläser von Swarovski Optik an. Ich habe vor kurzem durch das Model Habicht 7x42 geschaut das bild war meiner Ansicht nach sehr gut und extrem scharf
 
Gesichtsfeld ist m.E. nicht alles. In die Hand nehmen nicht ganz unwichtig.

Ich habe mich auch schon mal im Bereich Faltgläser umgeschaut, und wenn mir mein Geld egal wäre, ergäbe sich für mich etwa diese völlig subjektive und gänzlich unbegründete Reihenfolge:

1. Leica Ultravid 8x20 (10x25), für mich haptisch gut und ohne echte erkennbare Schwäche.

2. Zeiss Victory oder Nikon HG-L (müsste ich nochmal nebeneinander halten, für mich haptisch etwas ungünstiger)

4. Swarovski Pocket (teuer, aber m.E. schwächer als Leica und Zeiss, 4m Nahpunkt ist etwas zu viel ...)

5. Eschenbach Farlux 8x24 (sic!)

6. Zeiss Conquest (ist m.E nix Tolles und zu teuer)

Die m.W. größten Gesichtsfelder in dem Bereich haben die Kite Collibri, konnte ich aber noch nicht durchschauen (Kite bietet in seinen hochpreisigen Klassen durchaus gut bis sehr gute Gläser an).

servus - sep
 
Hallo,
die hier genannten kenne ich alle nicht, kann aber dem Uwe beipflichten: mein Steiner Wildlife 8x24 habe ich jetzt ein paar Tage (nachdem ich auf dem HTT mal durch Uwe's durchgesehn habe) und bin nach wie vor begeistert.
Klein, leicht, kein Tunnelblick und sehr gute Abbildung über das gesamte GF.
Für mich beim wandern/radfahren oder im Urlaub genau das richtige.
 
Ich hatte mal das 8x24 von Steiner in der Hand, aber für ein Taschenfernglas war es mir etwas zu klobig und außerdem wegen der rauhen Gummioberfläche nicht gerade leicht da hinein zu bekommen.

Gruß
Martin
 
Hallo Alex,

ich habe auch schon mal einen kleinen Begleiter gesucht. Ich bin häufig mit Spektiv auf Vogelpirsch und wollte für die Übersicht ein kleines, aber gutes Taschenglas haben. Als Alleinglas wäre ich vermutlich bei LeiZeiSwarikon gelandet, dann aber im Premiumpreissegment. Aber ein Leica als Hauptglas genügte mir. Also habe ich auf den Rat von Uwe Pilz sowie meines Astrohändlers ICS 'gehört', und mir das Steiner Wildlife 8x24 gekauft (gibt's in Augsburg übrigens gerade 'aus der Ausstellung').
Mit entscheidend war für mich auch die Größe der Austrittspupille, welche im Gegensatz zu den High-End 8x20 immerhin 3mm beträgt (24mm/8=3mm), also das Glas auch noch bedingt bei schlechteren Sichtverhältnissen zu gebrauchen ist. Das Steiner ist vollgummiert, kann auch schon mal vom Armaturenbrett abschmieren, ohne dejustiert zu sein. Es ist auch m.E. haptisch gelungen, jedoch sollte man das ggf. selber testen. Die Fokussierung ist leichtgängig, bei hohen Temperaturen etwas zu leicht, jedoch gewöhnt man sich daran. Es hat auch ein geeignetes hartes 'Stay-on-case' dabei. Die umstülbaren Augenmuscheln haben eine Blende gegen Seitenlicht, und sind zu Reinigungszwecken der Okularlinsen einfach zu entfernen.
Ich bin mit dem Wildlife-Glas bisher durch dick-und dünn gegangen und bin zufrieden. Jedoch sind auch hier die Ansprüche unterschiedlich und es ist für mich auch 'nur' der Spektivbegleiter sowie das 'immer-im-Auto-haben' Glas.
Nachdem ich auch länger nach einem 'kleinen Begleiter' gesucht habe (auch bei Edelmarken), möchte es mittlerweile nicht mehr missen.

klare Sicht wünscht
Manfred Gunia
 
Hallo Alex,

falls Du noch speziellere Informationen zu deinem Fernglaswunsch brauchst, schau doch mal im Fernglasforum

http://www.juelich-bonn.com/jForum/list.php?9

nach, dort wird sowas immer wieder mal diskutiert - allerdings sind da auch einige 'Spezis' dabei, jedoch mit ziemlicher Erfahrung diesbzüglich, was die Tagbeobachtung betrifft. Allerdings ist das Forum auch ziemlich 'Edelmarken-lastig' und auch nix für's schnell-mal-drüberlesen. Aber lernen kann man schon was - wie natürlich auch hier beim Fernglasforum...

Ferngläser sind trotz objektiver Qualitätsunterschiede immer auch eine sehr subjektive Sache, vor allem was die Haptik angeht: jeder hat individuelle Hände, eine eigene Physiognomie, einen eigenen Tremor sowie unterschiedlichen Visus. Daher gilt auch hier: Versuch macht kluch, vorher testen ist am besten...

immer klare Linse wünscht
Manne
 
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