Suche kleines Teleskop für Fotografie

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

gemm

Neues Mitglied
Hallo,

nach langer Pause möchte ich wieder einsteigen in die Astrofotografie und bin auf der Suche nach einem kleinen Teleskop. Was will ich damit machen ? Tja, alles was es eben erlaubt....Also Mond, Sonne, Planeten, und evtl. die größeren Deep Sky Objekte.

Es sollte transportabel sein, darf max 5kg wiegen (das Teleskop mit allem drum und dran inkl. Kamera), da die gewünschte Montierung max. 5kg tragen kann. Preislich soll es erst mal nicht so hoch liegen - also bis vielleicht 400 Euro (nur der Tubus). Als Kamera hätte ich z.B. eine micro FT (Olympus E-M10), welche ich mit Adapter direkt anflanschen würde. Oder eine einfache Webcam. Mich interessiert die Bildbearbeitung, der Aufbau eines sinnvollen Workflow (Bildüberlagerung usw.), das experimentieren mit unterschiedlichen Kameras und natürlich die erzielbaren Resultate.
Die Montierung soll eine Sky-Watcher AZ-GTi werden. Die WLAN Steuerung hat es mit angetan und die Möglichkeit damit die Objekte anzufahren. Grund ist u.a. mein geplanter Aufstellort. Das gesamte Ding kommt auf mein Hausdach (Flachdach) und ich sitze unten im Haus am Rechner und steuere das Ding von dort. Das Dach ist zwar begehbar, aber nur über eine schmale, senkrechte Leiter erreichbar. Daher muss das Zeug auch ziemlich transportabel sein. Unten mache ich eine feste Stange oder ein kurzes Stativ zur Montage dran; evtl. auf ein paar Gehwegplatten anbphren und Stange rein, damit es stabil ist. Die AZ-GTi kommt dann direkt auf die kurze Stange. Das Teleskop kann oben auf dem Dach bleiben (vepackt in z.B. eine wasserdichte Zarges Alukiste), damit ist das Temperaturproblem unkritisch. Strom bakomme ich hochgelegt oder aus großen Akkus.

Ich dachte als Teleskop an ein Sky-Watcher Maksutov 127/1500; das scheint eine sinnvolle Größe zu haben und auch ein klein wenig Möglichkeiten zu bieten. Gibt es dazu Alternativen ? Orignal Russen Tonne vielleicht ? Gerne nehme ich auch was gebrauchtes ins Auge.

Okukare fallen weg (außer zur einrichtung; evtl. kommt noch eine oder zwei Linsen zur Brennweiten Anpassung dazu (vielleicht Baader Q-Barlow 2.25x / 1.3x ?). Meine Olympus kann ich per WLAN auslösen. Eine astro-taugliche WLAN Webcam suche ich noch.

So, das wären meine Vorstellungen. Über Kommentare oder Anregungen würde ich mich freuen.

--------------------------------------------------
Edit:
Oh - und nochwas. Wenn ich hier im Forum jemandem eine PN schreiben will kommt als Fehler "Private Nachrichten sind deaktiviert." Was mache ich da falsch ?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gemm,

Wenn das Teleskop incl. Kamera, Sucher etc maximal 5 Kilo wiegen darf (wenn das die offizielle Belastungsgrenze der Montierung ist, liegt die fotografisch tatsächlich eher 30% darunter) gibt es für Planeten, Sonne und Mond kaum Alternativen zu dem Mak, vielleicht noch kleine Refraktoren, die aber einen größeren Hebel bei geringerer Öffnung mit sich bringen.
Für Deep Sky-Fotografie sind aber sowohl der MAK (wegen kleinem Gesichtsfeld bei großem Öffnungsverhältnis->erfordert lange Belichtung/Nachführung) als auch die AZ-Gti (u.a. weil sie als azimutale Montierung im Gegensatz zu einer parallaktischen eine Bildfeldrotation erzeugt) nicht geeignet.
Zu den privaten Nachrichten; ich glaube damit diese Funktion aktiviert wird, muss man erstmal einige Posts gemacht haben.
 
Danke für die Info. Ich hatte noch ein Maksutov von Orion Optics (das OMC 140) im Auge. Das hat sogar einen 150er Spiegel und wiegt nur 3,5kg weil es aus Carbon hergestellt wird. Aber das ist preislich höher und evtl. von stark schwankender Qualität...zumindest laut mancher Internetbeiträge. Aber was gäbe es sonst noch ? Vielleicht ein Celestron 5 ?

Dass ich mit dem Sky-Watcher 127/1500 nicht allzu weit bei Deep Sky komme ist verständlich. Das muss ich aber bei dem Preis-Leistungsrahmen, den ich habe akzeptieren.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Habe jetzt mal nachgefragt wegen der Nachführung der AZ-GTi. Das soll überraschend gut funktionieren. Bildfelddrehung bekomme ich natürlich, aber das sollte sich beim stacken von Einzelbildern herausrechnen lassen. Eine Polhöhenwiege wäre auch denkbar, aber ob das die Software der AZ-GTi berücksichtigt kann ich nicht sagen.
Bei einer Webcam wäre das sowieso kein Problem, aber auch im Bereich einiger Sekunden sollten Belichtungen machbar sein. Vielleicht zunächst mal mit meiner micro FT Kamera und vielleicht 300mm-600mm Brennweite direkt auf der Montage....mal sehen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Namenloser,

m. E. wird das so nichts.

1. Die AZ-GTi ist nagelneu auf dem Markt; was die mechanisch kann und aushält, weiß vermutlich praktisch noch so gut wie keiner. Vorsicht vor Marketing Blabla...
Beispielsweise zu EQ3 und EQ5 gibt es Erfahrungswerte.


2. Die MAKs und SCTs haben im Vgl. zu den klassischen APOs eine "enorme" Brennweite, da gehen nur kurze Belichtungszeiten unter 1 s ohne elongierte Sterne. ... und auch bei 300-600mm muß man schon sehr aufpassen. Lies' Dir mal hier ein paar Seiten durch, dann bekommst Du einen Eindruck, was üblicherweise funktioniert:

https://www.google.de/search?q=bren...utf-8&gws_rd=cr&dcr=0&ei=HZu2WY7tKY2LarqlmJAO

3. Deep Sky würde ich bei Deinem fehlenden Budget sofort streichen. Webcams nutzt man heute für Planeten kaum mehr, eher günstige Cams wie die ZWO ASI 120... Familie:
http://www.teleskop-express.de/shop/index.php/cat/c210_Ungekuehlte-Kameras.html/page/2

4. Deine Vorstellung von der Montierung auf einer Stange klingt abenteuerlich. Mußt halt massiv auf Vibrationen und Schwingungsverhalten achten.

Mein Fazit:
Auch die allersimpelste Astrofotografie geht in's Geld und sehr leicht Richtung 1.000,- und darüber. Günstiger wird's vielleicht nur mit einem 8"/f6-Dobson (oder kleinerem Instrument) und einer gebastelten Nachführung per Hand. Schau' Dir mal die Beiträge von komposer/Holger an, der zaubert damit einiges an Planeten (aber nicht an Deep Sky!).
 
Hallo Gemm,

Dann würde ich Dir für Deep Sky eher die Wechselobjektive der Kamera und zum Anfang Brennweiten bis 300mm für größere DS-Objekte empfehlen...und je nach dem was die Objektive ohne zu großen Qualitätsverlust zulassen, möglichst große Blendenöffungen (am besten 1:4 oder schneller), damit Du mit kurzen Belichtungszeiten arbeiten kannst. Viel Erfolg!
 
Hallo gemm,

eine Polhöhenwiege macht noch lange keine vernünftige, parallaktisch einsetzbare Montierung aus der AZ-GTi, denn es besteht keine Möglichkeit, einen Autoguider anzuschließen. Lediglich kurz belichtete Aufnahmen, aber dann ohne Bildfelddrehung, sind möglich.

Viele Grüße

Kurt
 
Hallo Gemm,

schön wäre es, Dich mit Deinem realen Vornamen ansprechen zu dürfen (so macht man das in diesem Forum gerne) ...

Dass ein Sky-Watcher Maksutov 127/1500 etwas zu viel Brennweite bei etwas zu wenig Öffnung mitbringt wurde erläutert.

Vielleicht wäre ein PDS 130 eine Alternative. Der hat aufgrund seines Öffnungsverhältnisses f/5 gut justiert zu sein, jedoch gibt es zu suchende Händler, die Dich dabei unterstützen :) Der PDS ist relativ günstig und bietet Dir möglicherweise den zusätzlichen Erwerb des entsprechenden Komakorrektors, das Gewicht sollte noch in Deinem Rahmen liegen...

Ob Du wirklich an oder über 1000 € für allersimpelste Astrofotografie auszugeben hast, sei dahingestellt...

Meine völlig subjektive Meinung :)

Beste Grüsse und klaren Himmel!

Markus





 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo in die Runde,

der PDS wiegt mit Schellen ohne sonstiges Zubehör laut TS-Seite schon 4 kg, ich kenne die AZ-GTi auch nicht aus eigener Erfahrung aber es würde mich wirklich SEHR überraschen wenn sie mehr als 3 kg einigermaßen stabil trägt. Und auf dem Dach ist das Setup ja wahrscheinlich recht exponiert in Sachen Wind oder?

Markus' Argument mit den 1000 Euro finde ich schon sehr überzeugend :gutefrage: denn für gar nicht soviel mehr kriegt man schon eine HEQ5 Pro Goto, auf der man dann mit einem PDS 130 wirklich stabil oder mit einem 150/750 Newton Planeten UND je nach Zubehör(-Zusatzbelastung) Deep Sky fotografieren- und außerdem später bei Interesse einen Autoguider (Die HEQ5 hat doch einen ST4-Anschluss? Korriergiert mich, wenn ich da falsch liege) einsetzen kann.
 
Hallo zusammen,

da muss man (nicht erst seit gestern) zunehmend vorsichtig sein bei den kleinen Newtons.

Ihr schreibt sicher von diesem voll justierbaren 130/650er Newton mit 2" OAZ

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p3933_Skywatcher-Explorer-130PDS---130-mm-f-5-Newton---2--Crayford-Auszug.html
Link zur Grafik: http://www.teleskop-express.de/shop/Bilder/shop/sky-watcher/bkp1306/skywatcher-130mm-f5-newton.jpg

Schaut mal, was man zu dieser Monti anbietet.

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p10014_Skywatcher-Explorer-130PS-Newton-auf-azimutaler-GoTo-Montierung-AZ-GTi.html

das Plastikding nennt man da Explorer 130-PS
Link zur Grafik: http://www.teleskop-express.de/shop/Bilder/shop/sky-watcher/bkp1306/skywatcher-10266-bkp1306az-gti-explorer-130ps-az-gti-newton-1000.jpg
:o
Ich schreibs nur, damit der Threadstarter nicht aufgrund einen fehlenden Buchstabens aufs falsche Pferd setzt.
:confused:

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sternenfreunde, Hallo Gemm,

bitte entschuldigt mir dieses Off-Topic-Detail:

Zitat von BastiH:
Hallo in die Runde,

der PDS wiegt mit Schellen ohne sonstiges Zubehör laut TS-Seite schon 4 kg

Ich wog eben nach: Der PDS 130 wiegt mit Rohrschellen, Prismenschiene, Deckel und Piggybackschraube 4,40 Kilogramm.

Was Günther an Plastik, "passend" zu dieser Montierung, illustriert, ist erschreckend...

Beste Grüsse und klaren Himmel!

Markus


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

erst mal besten Dank für die ganzen Antworten.
@Der_Peter
Die AZ-GTi ist recht neu, das ist war. Aber sie hat mit der integrierten WLAN Funktion etwas, was abder nicht bieten können - vor allem nicht in dieser Preisklasse. Klar - irendwo muss man Kompromisse eingehen . hier v.a. beim Gewicht. Ich bin aber versucht, das auszuprobieren. Wenn ich eine erprobte Montage nehme und mit all dem Zeug nachrüste, dann lande ich sicher bei eine ähnlichen Summe...und muss das Zeug jedesmal aufbauen. Der Charme hhier ist: einschalten und loslegen.

Ein weing Hintergrundwissen habe ich noch von früher. Deep Sky ist mit dem Setup sicher nicht der Hauptfokus, das ist wahr. Ich konzentriere mich auf Mond und Sonne; Planeten nach Möglichkeit (sieht ja derzeit nicht so spannend aus...Saturn vielleicht). Aber ab und an mal Andromeda oder M42 werde ich mir sicher ansehen. Im Momant interessiert mich vorrangig die Technik und der Foto Workflow. Zuletzt hatte ich mit einer Spiegelreflex Kamera auf 35mm Film Fotografiert....
Cams wie die ZWO ASI 120 sind für mich noch Webcams. Gekühlte eben, aber das meinte ich schom mit "Webcam"...

Mit 1000 Euro rechne ich schon; Montage plus Mak sind neu schon 650; plus Micro FT Cam (die ich zugegebenermassen schon habe)...schon sind es 1000. Dann noch eine Linse, ein Adapter T2, eine Selbstbau Halterung, Akkupack usw....kein Thema. Alles weitere kommt dann sicher später. Das o.g. Kleine Setup ist dann das Reise-Setup (vielleicht auch zum Nur Beobachten und aufs Dach kommt (wenn es sich bewährt hat) was größeres. Aber eines nach dem Anderen

Was ich noch ncith erwähnt hatte - ich habe noch einen alten Newton im Keller - ein Meade 114/900 auf (vermutlich) EQ1 mit Stativ. Sowas:

Meade Newton

Den könnte ich zum Testen hernehmen, aber dann muss ich die geplante Halterung höher machen, weil das Ding so lang ist. Außerdem...das muss erstmal neu justiert werden. Dei Optik ist ok und nicht verdreck, weil immer der Deckel drauf war, aber.....

Autoguider...weiss nicht; ob sich das bei dem Setup lohnt ? Mehrere Minuten werde ich sicher nicht belichten. Ich habe eher die Dinge im Fokus, die sich durch Image stacking erreichen lassen. Immerhin - diese Schnittstelle soll das Ding haben:

Interface: SynScan Hand Control Port, DSLR Shutter Release Port (optional cables available separately), Built-in Wi-Fi Module
Connectivity: ASCOM platform for Windows PC, Mobile planetarium App for iOS and Android ( SkySafari Plus/Pro, more are coming).
Network Protocol: UDP, Port 11880



Und übrigens - ich heisse Richard. :-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

@Günther: villeicht steht das "PS" bei der Gimmick-Version für PolyStyrol? :biggrin:

@Richard: Ist das etwa ein Meade Explorer 4500!? :smiley60: Das hatte ich auch, es hat mir (wenn ich die Luft angehalten habe um die Montierung nicht zu überlasten) erste unvergessliche Eindrücke von Jupiter und Saturn beschert ...und noch einiges mehr aber an die Anblicke der beiden Planeten erinnere ich auch nach 20 Jahren noch gut.

Die HEQ5 könntest Du aber auch via Adapter und Ascom über den Windows-PC ansteuern, wenn auch vlt. nicht kabellos...SynScan-Handbox-Anschluss hat sie sowieso weil ja Goto-System und statt dem DSLR-Auslöser-Port (für den brauchst Du wahrscheinlich eh ein Adapterkabel auf den Olympus-Anschluss, wenn es das gibt) kann man auch einen programmierbaren Kabelfernauslöser von Kamera- oder Dritthersteller(billiger, sofern verfügbar) nehmen...oder die Kamera selbst programmieren je nach dem was sie für Einstellmöglichkeiten bietet.
 
Ja stimmt, ein Meade 4500. Habe ich eigentlich viel zu selten eingesetzt.
Mit meiner Olympus habe ich den Vorteil, dass sie sich per WLAN auslösen läßt. Ich komme also im besten Fall ohne Kabel aus, was einen der großen Vorteile des oben genannten Setups darstellt.

Jetzt noch eine Frage - ich habe die weiter oben genannte Astrokamera angeboten bekommen (ich sage jetzt mal nicht mehr "webcam" dazu) - die ZWO ASI120MC-S. Wäre die angemessen für das 127er Maksutov oder völlig daneben ? Ich muss ja für eine Kamera nicht mehr investieren, als für das ganze restliche Setup - oder doch ? Kamera war jetzt eigentlich noch nicht geplant, aber das Angebot ist ok...

Gleiche Anwendung wie genannt: Mond, Sonne, Planeten und größere DeepSky Objekte...in dieser Reihenfolge/Gewichtung.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Richard,

Die ASI 120MC-S kannst Du mit dem MAK problemlos benutzen (Du hättest bei 127/1500mm und 3,75 µm großen Pixeln eine Auflösung von 0,52 Bogensekunden pro Pixel, das theoretische Auflösungsvermögen des MAK ist etwa eine Bogensekunde, Du müsstest also mit 2fachem Binning ("Zusammenschalten" von Pixeln zu 2er-Gruppen, ermöglicht durch erhöhung der Empfindlichkeit eine höhere Framerate bei halbierter Bildgröße/Auflösung) arbeiten können ohne Details zu verlieren.

Grundsätzlich lässt sich das nicht sagen ob man für eine Kamera mehr investieren muss als für das ganze restliche Setup, das hängt davon ab, was man fotografieren möchte und was man sich leisten kann und will. Man kann eine Vollformat-CCD für >5000 Euro an ein DSLR-Objektiv für 500 Euro anschließen um wirklich rauscharme, lange belichtete Aufnahmen mit großem Gesichtsfeld zu machen oder die ASI an einen 16-Zöller wenn man Planeten fotografieren will wo eine große Zahl vergleichweise kleiner Bilder in kurzer Zeit sinnvoll sind um atmossphärische Störungen zu kompensieren.

Für Deep Sky-Versuche solltest Du aber dann die Olympus und deren Objektive verwenden weil das Gesichtsfeld bei 1500mm Brennweite schon SEHR klein ist und die Anforderungen an die Nachführgenauigkeit wirklich sehr hoch sind, ohne Autoguiding und wirklich stabile Montierung ist das nicht zu schaffen.
Die Gesichtsfelder verschiedener Optik-Chip-Kombinationen kann man übrigens sehr schön in Stellarium simulieren bzw. anzeigen lassen, das ist bei der Planung von Deep Sky-Aufnahmen bzw. den zu verwendenden Optiken/Objektiven sehr hilfreich.
 
Hallo Basti,
besten Dank für die Rückmeldung. prima; die Kamera macht einen guten Eindruck. Ich muss mich mal um meine USB 3.0 Verbindung kümmern, denn ich möchte ja dea Teleskop mehr oder weniger fernsteuern. Vermutlich setze ich einen kleinen Rechner neben die Anlage in eine Kiste und verbinde mich per remote Desktop/XServer darauf. Dann muss ich nur von der Kamera zum Rechner per USB 3.0 gehen - das solte mit einer ca 5m Verlängerung klappen.

Meine Olympus OMD E-10 kann ich ja per WLAN ansteuern. Der Micro FT Chip der Canon hat ca 17x14mm Fläche - wenn ich das richtig überschlage, dann komme ich mit den 1500mm Brennweite des o.g. Mak genau so hin, dass ich Mond oder Sonne formatfüllend auf den Sensor abbilden kann. Ein passendes Objektiv für die Olympus habe ich leider nicht; nur ein 15mm (30mm Kleinbildäquivalent) für Weitwinkelaufnahmen und ein 45mm (90mm Kleinbildäquivalent) für StreetPhoto. Das könnte ich für allgemeinen Sternenhimmelausschnitt hernehmen - wobei das vermutlich schnell langweilig wird. Die Olympus hat ein paar interessante Bilichtungsmodi: Live-Bulb/Time- und Live-Composite-Funktion, die ich mir bei Astrofotografie gut vorstellen kann. Bei Mond/Sonne sollte ich mit kurzen Verschlusszeiten arbeiten können, so dass ich vielleicht ohne Autoguiding auskomme. Für alles andere muss ich dann mal sehen, was die Montierung so hergibt. Evtl. bekomme ich es ja auch hin, dass ich die ZWO ASI Kamera zum autoguiding verwenden kann. Bin mir nicht sicher ob das klappen könnte mit der AZ-GTi Montierung.

Noch ein paar Fragen: Welche Filter sind für Mond / Sonne sinnvoll ? Bei Sonne brauche ich zumindest eine Filterfolie (OD 3,8) - soviel habe ich schon raus. Es gibt einige aufwändige Systeme für H alpha Spektralbereich, die ich aus Kostengründen nicht betrachte. Aber z.B. Solar Kontinuum-Filter ? Graufilter, falls meine 1/4000 Verschlusszeit nicht reicht ? Gelb/Rotfilter für Kontrasterhöhung bei S/W Aufnahmen des Modes ? Nebelfilter gegen "Lichtverschmutzung" ?

Gibt so viel, was sich sinnvoll anhört....

Derzeit kümmere ich mich um Stativ/Befestigung. Bis Ende September ist die Zeit leider knapp; aber das Wetter soll ja auch nicht sooo toll sein. Im Oktober möchte ich dann loslegen. Vielen Dank für die zahlreichen bisherigen Hinweise :-)

------------------------------
Edit:
übrigens - es gibt ein kostenfreies ebook / pdf von der Nasa über den Saturn - sind ein paar ansehliche Fotos der Cassini Sonde drin. Ich wüsste nicht, wo im Forum eine solche Info unterzubringen wäre....
Link hier:
https://www.nasa.gov/connect/ebooks/the-saturn-system.html
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von gemm:
Noch eine Frage - ich suche so einen Adapter wie in diesem Set unten rechts (ballhead Adapter).

https://photos.smugmug.com/Astro-Equipment/Skywatcher-Star-Adventurer-Mini/i-VqCkwkR/0/ac3f6d23/X2/Star%20Adventurer%20Mini%20Bundle-X2.jpg

Wie nennt man denn das Ding ? Ich finde es in keinem Shop. Nur eine Aluschiene um 150mm ist ab und zu zu finden, aber ohne die 3/8 Zoll Schraube.

Kugelkopfadapter für Star Adventurer Montierung
 
Moin Richard,

ich habe ja inzwischen verstanden dass es Dir um die Fernsteuerbarkeit geht :smiley47: möchte zum WLAN der Kamera aber zu bedenken geben dass es 1. zusätzlich Strom verbraucht-> häufigerer Akkuwechsel-> öfters neues Ausrichten nötig wenn Ausrichtung durch Berührung bei Akkuwechsel verloren geht und dass es 2. Wärme produzieren dürfte. Da Bildsensoren Wärme leider in Form von Rauschen oder Artefakten abbilden, ist es grundsätzlich empfehlenswert an DSLRs, die ja über keine Kühlung verfügen, für Deep Sky-Aufnahmen (=längere Belichtung) alle Wärme produzierenden Komponenten/Funktionen für die Dauer der Belichtung(en) zu deaktivieren (LiveView, Display, WLAN, Rückschau).

Zu den Filtern; für die Sonne brauchst Du UNBEDINGT einen Filter bzw. Filterfolie VOR DER ÖFFNUNG des Teleskops. Mit einem solchen Filter reicht 1/4000 Sekunde locker aus (da ist dann je nach ISO eher 1/100 Sekunde ein Richtwert) und ohne brennt die gebündelte Strahlung der Sonne Dir sofort Bildsensor oder Sehvermögen weg.
Für Fotos des Mondes brauchst Du keinen Filter, da kannst Du besser Belichtungszeit und ISO anpassen und den Kontrast bei Bedarf per Bildbearbeitung anheben. Für visuelle Beobachtung des Mondes ist ein Graufilter u.U. nützlich weil der Mond je nach Optik unangenehm/schädlich hell sein kann.
Einen Filter gegen Lichtverschmutzung brauchst Du vermutlich (ich weiß ja nicht wie hell Dein Himmel ist) zumindest für fotografische Anwendung auch erstmal nicht... die schlucken zwangsläufig einen Teil des Lichtes von Sternen und Galaxien mit, weshalb man vergleichsweise länger belichten muss und die Möglichkeit, lange zu belichten, ist eh die Crux der AZ-Montierung wg. Bildfeldrotation. Einen solchen Filter würde ich in Erwägung ziehen, wenn Du an die Grenzen des ohne Filter machbaren gestoßen bist...aber um dorthin zu kommen musst Du erstmal diverse andere Hürden nehmen. Außerdem liegt Dein Hauptaugenmerk ja auf Objekten des Sonnensystems, dafür sind diese Filter nutzlos.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben